Wetterlage
Ein Sturmtief zieht vom Ärmelkanal bis heute Abend ins deutsch-niederländische Grenzgebiet. Dabei gelangt in den Süden und Westen vorübergehend mildere Atlantikluft, während es im Norden und Osten in starker Ostströmung kalt bleibt. SCHNEEFALL(teils UNWETTER): Heute Früh über die Mitte weiter nordostwärts vorankommende Schneefälle, bis zum Vormittag etwa eine Linie Elbmündung-Berlin-Lausitz erreichend. Dabei bis zum frühen Nachmittag in einem Streifen von Ostbayern über die Mitte und die Norddeutsche Tiefebene bis zum Emsland verbreitet Neuschneemengen zwischen 5 und 10 cm, regional um 15 cm in 12 h, in Staulagen der Mittelgebirge vereinzelt bis 20 cm nicht ausgeschlossen. Ein Großteil des Schnees fällt dabei innerhalb von 3 bis 6 h (gebietsweise UNWETTER)! Zum Nachmittag und Abend nachlassende Schneefälle und nur noch wenige Zentimeter Neuschnee. Im weiteren Tagesverlauf zunächst in den westlichen, später auch in den zentralen Mittelgebirgen Absinken der Schneefallgrenze bis in mittlere Lagen. Neuschneemengen zwischen 2 und 7 cm, in höheren Lagen auch um 10 cm in 6 bis 12 h. In der Nacht auf Samstag über die Mitte südwärts vorankommende Schneefälle, dann auch wieder bis in tiefe Lagen wenige Zentimeter Neuschnee, im Bergland 5 bis 10 cm in 12 h, staubedingt vereinzelt auch darüber. SCHNEEVERWEHUNGEN (teils Unwetter): Heute Früh und tagsüber in einem Streifen vom Nordwesten über den Norden bis in den Osten Deutschlands in Verbindung mit starken bis stürmischen Ostwind markante, regional auch UNWETTERartige Schneeverwehungen. Erst in der Nacht auf Samstag mit nachlassendem Wind zumindest im Binnenland langsam abnehmend. GLÄTTE/GLATTEIS (teils UNWETTER): Heute Früh und am Vormittag beim Übergang von Schnee zu Regen am ehesten in einigen zentralen und nördlichen Mittelgebirgen vorübergehend Gefahr von markantem Glatteis. Gebietsweise auch Glätte durch Überfrieren von Nässe, örtlich markant. Im Südosten von Bayern bei kälteren Temperaturen bis zum Vormittag noch andauernder Glatteisregen mit regional UNWETTERartigen Auswirkungen. Im weiteren Tagesverlauf auch im Südosten allmähliche Entspannung der Glatteislage. WIND/STURM (teils UNWETTER): Im Nordwesten und Norden starker bis stürmischer Ostwind. An den Küsten Sturmböen um 80 km/h (Bft 9), an der Nordsee sowie entlang der schleswig-holsteinischen Ostseeküste auch schwere Sturmböen bis 100 km/h (Bft 10). Über der offenen Nordsee (Helgoland) orkanartige Böen bis 110 km/h (Bft 11). Ausgreifend bis in die Norddeutsche Tiefebene steife bis stürmische Böen 60 bis 70 km/h (Bft 7 bis 8), von Ostfriesland bis nach Schleswig-Holstein exponiert auch Sturmböen. Im Westen und Südwesten, etwa vom Niederrhein in einem Bogen über Hessen, das westliche Franken bis ins westliche Alpenvorland vor allem ab ausgangs der Nacht vielerorts steife, exponiert stürmische Böen (Bft 7 bis 8) aus Südwest bis Süd, im Südwesten auch Sturmböen (Bft 9). In den Kamm- und Gipfellagen der Mittelgebirge und der Alpen Sturm- und schwere Sturmböen (Bft 9 bis 10), auf exponierten Schwarzwaldgipfeln auch orkanartige Böen (Bft 11). In den übrigen zentralen, nördlichen, östlichen und ostbayerischen Mittelgebirgen zumindest in den Kamm- und Gipfellagen zeitweise stürmische Böen bzw. Sturmböen aus Süd bis Südost, in einigen Lee-Lagen steife Böen. In der Nacht zum Samstag nur langsam abnehmender Wind. An den Küsten bis Samstagfrüh aber noch stürmische Böen und Sturmböen aus Ost. Im Südwesten zumindest in höheren und freien Lagen bis Samstagfrüh noch steife, vereinzelt stürmische Böen aus Südwest bis West, in den Gipfellagen des Schwarzwaldes, des Bayerwaldes und der Alpen Sturmböen, auf exponierten Gipfeln schwere Sturmböen. FROST: Heute Früh im Norden und Osten sowie im Bergland verbreitet leichter bis mäßiger Frost, an der Oder stellenweise strenger Frost um -10 Grad. Tagsüber nordöstlich einer Linie Ostfriesland-Westerzgebirge überwiegend Dauerfrost zwischen -6 und 0 Grad. In der Nacht auf Samstag abgesehen vom Südwesten und Süden verbreitet frostig. Meist zwischen -5 und 0 Grad, nach Nordosten auch zwischen -9 und -5 Grad.
aktuelle Warnkarte
heute
Heute im Nordosten und südlich der Donau überwiegend trocken und aufgelockert bewölkt. Von der Nordsee bis zur Lausitz bedeckt und mäßiger, teils starker Schneefall mit gebietsweise unwetterartigen Verwehungen. In den restlichen Landesteilen viele Wolken und schauerartige Niederschläge, zunächst nur im Bergland Schnee, in tieferen Lagen Regen, zum Abend von Westen langsam absinkende Schneefallgrenze. Höchsttemperatur zwischen -6 Grad an der Oder und bis +9 Grad im Südwesten. Mäßiger bis frischer, in Böen starker, vor allem im Südwesten und im Norden stürmischer Wind, in der Nordosthälfte aus Ost, in der Südwesthälfte aus Südwest, auf Nordseeinseln und im Schwarzwald in exponierten Lagen auch orkanartige Böen. In der Nacht zum Samstag im Norden wechselnd bewölkt, nur ganz vereinzelt Schneeschauer, im äußersten Südosten stark bewölkt, meist trocken. Ansonsten viele Wolken und vielerorts schauerartige Niederschläge, allmählich bis in tiefe Lagen wieder in Schnee übergehend, in Staulagen teils kräftige Schneefälle. Abkühlung auf +3 bis -5 Grad, im Norden und Osten teils bis -9 Grad. Im Küstenumfeld weiterhin stürmischer Ostwind, auch im südwestlichen Bergland noch Südweststurm, sonst nachlassend.
morgen
Am Samstag im Norden wechselnd bewölkt und im Küstenumfeld sowie im Nordosten einzelne Schneeschauer. Sonst stark bewölkt, zögerlich sich in die Südhälfte zurückziehende Schneefälle, in tiefen Lagen anfangs teils noch mit Regen vermischt. In Staulagen mitunter kräftiger Schneefall. Höchstwerte zwischen -7 Grad im Osten und bis +4 Grad im Süden. Im Süden mäßiger, teils stark böig auflebender Westwind. Im Norden schwacher bis mäßiger Nordostwind, an der Küste steife Böen. In der Nacht zum Sonntag im Süden stark bewölkt und zeitweise Schneefall. Auch im Osten bei wechselnder Bewölkung einzelne Schneeschauer, ansonsten meist niederschlagsfrei und gebietsweise Aufklaren. Tiefstwerte -5 bis -12 Grad, örtlich über Schnee auch noch darunter. An den Küsten und am Oberrhein um -2 Grad.
übermorgen
Am Sonntag an den Alpen und am Erzgebirge anfangs noch Schneefall, später auch dort meist trocken und vermehrt auflockernde Bewölkung. Ansonsten heiter bis wolkig, vor allem im Nordosten und im Westen auch sonnig, trocken. Verbreitet Dauerfrost bei Tageshöchstwerten -7 Grad im Vogtland und bis 0 Grad in Südbaden sowie an den Küsten. Im Osten zunächst mäßiger Nordwestwind, sonst schwachwindig. In der Nacht zum Montag von Westen Bewölkungsverdichtung, gegen Morgen vom Emsland bis zur Pfalz etwas Schnee oder gefrierender Regen mit erheblicher Glatteisgefahr! Im Osten und Südosten oftmals klar oder gering bewölkt. Abkühlung auf -4 bis -8 Grad im Nordwesten und Westen, sonst -10 bis -15 Grad, örtlich bei Aufklaren über Schnee auch darunter.
4. Tag
Am Montag in der Südwesthälfte bedeckt, zeit- und gebietsweise Regen, vor allem zu Beginn und generell an der Ostkante des Niederschlagsgebietes gefrierender Regen mit hoher Glatteisgefahr, Höchstwerte 0 bis +6 Grad. In der Nordosthälfte längere sonnige Abschnitte und trocken, leichter Dauerfrost bei -5 bis 0 Grad. Auffrischender Wind aus südlichen Richtungen, im westlichen Bergland und im Umfeld der Nordsee starke bis stürmische Böen. In der Nacht zum Dienstag stark bewölkt bis bedeckt, allmählich nach Osten ausgreifende Niederschläge, ganz im Osten oft Schnee, von Schleswig-Holstein bis Südostbayern gefrierender Regen mit erhöhter Glatteisgefahr, weiter westlich Regen ohne Glatteis. Später im Nordwesten und Südwesten meist abklingende Niederschläge. Tiefstwerte von West nach Ost zwischen +3 Grad und -8 Grad.
10 Tage
Deutscher Wetterdienst
10-Tage-Vorhersage für Deutschland
von Montag, 12.01.2026 bis Montag, 19.01.2026
ausgegeben von der Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach am Freitag, 09.01.2026, 13:05 Uhr
Ab Montag von Westen Milderung und aufziehende Schnee- und Regenfälle, mit erhöhter Glatteisgefahr. Nachfolgend leicht wechselhaft und weiterhin mild.
Vorhersage für Deutschland bis Freitag, 16.01.2026, Am Montag in der Westhälfte zeit- und gebietsweise Regen, auf die Mitte und im Südosten ausweitend. Vor allem dort teils Schnee teils gefrierender Regen mit erhöhter Glatteisgefahr (Unwetter). Östlich der Elbe trocken und anfangs sonnige Abschnitten. Höchstwerte im Westen und Südwesten 0 bis 6 Grad, sonst meist leichter Dauerfrost bei -5 bis +1 Grad. Auffrischender Wind aus südlichen Richtungen, im westlichen Bergland und im Umfeld der Nordsee starke bis stürmische Böen.
In der Nacht zum Dienstag östlich der Elbe Schnee, in Regen übergehend mit Glatteisgefahr, in Ostbayern noch gefrierender Regen wahrscheinlich sonst bei Fortsetzung der Milderung gebietsweise leichter Regen. Tiefstwerte zwischen 6 Grad am Oberrhein und -5 Grad am Oder und Neiße.
Am Dienstag stark bewölkt und gebietsweise Regen, im osten teils noch gefrierend mit Glatteisgefahr, im Südwesten meist trocken und örtlich Auflockerungen. Höchstwerte zwischen 0 Grad im Bayerische Wald und 10 Grad am Oberrhein. Schwacher bis mäßiger Wind um Süd. In der Nacht zum Mittwoch weitere Regenfälle und ganz im Osten teils noch gefrierend mit Glatteisgefahr bei Tiefstwerten zwischen +6 Grad im Westen und -3 Grad an der Oder. Im Süden meist trocken und gebietsweise Nebel.
Am Mittwoch weiterhin stark bewölkt bis bedeckt und leichte bis mäßige Regenfälle bei Höchstwerten zwischen 1 Grad an der Oder und 11 Grad am Oberrhein, schwacher bis mäßiger im Nordwesten frischer Südwest- bis Südostwind, auf einigen Gipfeln und an der See starke bis stürmische Böen möglich.
In der Nacht zum Donnerstag nachlassende Niederschläge aber weiterhin bedeckt bei Tiefstwerten zwischen 6 und 0 Grad.
Am Donnerstag im Nordwesten stark bewölkt und etwas Regen möglich, sonst teils dichte Wolken, teils sonnige Abschnitte und trocken. Tageshöchstwerte zwischen 2 Grad an der Oder und 11 Grad am Rhein. Schwacher bis mäßiger Wind um Süd.
In der Nacht zum Freitag im Norden viele Wolken aber kaum Regen, im Süden teils klar aber häufig Nebel bei 6 Grad am Niederrhein und -3 Grad am Alpenrand.
Am Freitag wahrscheinlich stark bewölkt, im Süden länger neblig, aber kaum Regen bei 2 bis 10 Grad. Schwacher bi mäßiger Südwind. In der Nacht zum Samstag stark bewölkt, örtlich Regen. Abkühlung auf werte zwischen 5 und 0 Grad.
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Trendprognose für Deutschland, von Samstag, 17.01.2026 bis Montag, 19.01.2026,
Von Samstag bis Montag leicht wechselhaft und relativ mild, örtlich etwas Regen. Schwacher bis mäßiger Wind um Süd. Nachts nur bei längerem Aufklaren leichter bis mäßiger Frost, sonst meist frostfrei.
Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach / Dipl.-Met. Marco Manitta









