Synoptische Übersicht Kurzfrist
Synoptische Übersicht Kurzfrist
ausgegeben am Samstag, den 04.04.2026 um 18 UTC
SCHLAGZEILE:
RAPUNZEL als Osterhase - abwechslungsreicher und windiger Sonntag mit großen Temperaturunterschieden zwischen Süd und Nordwest. In diesem Sinne
*********************** FROHE OSTERN **************************
Synoptische Entwicklung bis Montag 06 UTC
Aktuell ... braut sich unweit der Hebriden passend zum Anlass ein nettes "Osterei" zusammen. Etwas seriöser formuliert handelt es sich um eine fette Zyklogenese, die binnen kurzer Zeit aus einer offenen Welle (siehe Analyse von heute 06 UTC) ein veritables Sturmtief macht (RAPUNZEL, int. Dave). Schön unter der left-exit-region der Frontalzone gelegen (und ein bisschen auch unter dem rechten Eingang eines weiteren Jetstreaks, was dem Tief eine gewisse Affinität zu einer SK-Zyklone verleiht) wird ordentlich Höhendivergenz erzeugt und entsprechend gepumpt, was sich in kräftigem Druckfall widerspiegelt. Bis Mitternacht wird das Tief auf seinem Weg über Schottland in Richtung Pentlands/Orkneys ca. 970 hPa Kerndruck erreichen, das sind um oder sogar etwas über 30 hPa innert 18 Stunden - Prüfung zur rapiden Zyklogenese cum laude bestanden.
Zwar wird die volle Wucht RAPUNZELs woanders zu spüren sein (UK/Irland, offene Nordsee, später an Südskandinavien), aber auch wir hier in Deutschland werden pünktlich zum ersten Osterfeiertag partizipieren. Los geht´s bereits in der kommenden Nacht, wenn auch noch mit angezogener Handbremse. So wird die heute bis in die mittleren Landesteile vorangekommene Kaltfront des Vorgängertiefs QUIANA über der Norwegischen See rückläufig, weil sie in die Warmfront (WF) von RAPUNZEL übergeht. Die WF überquert den Norden und Osten des Landes, wobei sie nicht weiter auffällt. Einige Schichtwolken, nicht mal richtig zusammenhängend als klassischer Aufzug, mehr ist da unter einem flachen Potenzialrücken trotz WLA nicht zu holen.
In der Mitte und im Süden lösen sich die Wolken im breiten, antizyklonal konfigurierten Warmsektor mehr und mehr auf. Vor allem an der unteren Donau sowie am Bodensee + Hochrhein bildet sich stellenweise Nebel. Ansonsten gilt es den Blick in Richtung Nordwesten zu richten, wo unweigerlich die Kaltfront (KF) des Sturmtiefs auf dem Vormarsch ist und in den Frühstunden die deutsche Nordseeküstenregion erreicht. Bereits im Vorfeld zieht mehrschichtige Bewölkung auf, aus der am frühen Morgen zwischen Nordfriesland und Emsland ein paar zaghafte Tropfen fallen können. Warum nicht mehr? - Zu wenig Support aus der Höhe (dort wird fast alles in die Erziehung von RAPUNZEL gesteckt) und vor allem über die Bodenfront hinweglaufende mitteltroposphärische KLA, deren Lieblingssport nicht gerade das Anheben von Luftmassen ist.
Am schlagzeilenträchtigsten ist ohnehin der Wind, der aus Süd bis Südwest kommend bis zum Morgen mit Ausnahme des Südostens zulegt. Vor allem auf und an der Nordsee einschließlich des erweiterten küstennahen Binnenlands (SH, NDS) wird ordentlich Gas gegeben mit Böen 7-8 Bft, an der nordfriesischen Küste bis 9 Bft. Betroffen aber auch die meisten Mittelgebirge sowie einige angrenzende Leegebiete, wo ebenfalls Böen 7-8 Bft auf der Karte stehen. Absoluter Ausreißer einmal mehr der Brocken im Oberharz, wo mit (schweren) Sturmböen 9-10 Bft, ausgangs der Nacht vielleicht sogar orkanartigen Böen 11 Bft gehandelt wird.
Kurz noch ein, zwei Sätzchen zur Temperatur: Während der auflebende Wind und die aufziehenden Wolken im Westen und Nordwesten eine Abkühlung auf unter 10°C verhindern, muss im äußersten Osten (etwa Vorpommern bis Lausitz) sowie im Süden (Donauregion bis Alpen) mit leichtem Frost in Bodennähe gerechnet werden. Luftfrost hingegen tritt nur ganz vereinzelt auf.
Sonntag ... steht ganz im Zeichen von RAPUNZEL, die uns zwar nicht direkt ansteuert, sondern den Süden Norwegens, wo sie zur Mittagszeit mit quasisenkrechter Achse und somit nach Überschreiten ihres Karrierehöhepunkts mit etwas unter 980 hPa im Kern aufschlägt. Die zugehörige KF schwenkt mit ihrem fragilen, stark schauerartig geprägten Regenband gemächlich landeinwärts in Richtung Mitte. Nicht ganz ausgeschlossen, dass im Norden an der Front eine ganz flache Welle durchläuft, was dort die leicht erhöhten, aber selten über 5 l/m² hinausgehenden Niederschlagsmengen erklärt. Das in Sachen Gewitter mitunter recht verwegen daherkommende ICON-D2 bietet im Frontbereich sogar einzelne elektrische Überentwicklungen an, die nicht völlig einer annehmbaren Grundlage entbehren. Viel CAPE wird zwar nicht geboten und die fortlaufende KLA sorgt auch für eine zunehmende Stabilisierung von Nordwesten her. Gleichwohl offerieren die Prognosesoundings eine bis etwa 700/650 hPa hinaufreichende labile Unterschicht mit Cloudtop-Temperaturen von etwas unter -10°C, was für ein paar elektrische Entladungen notwendig ist, aber nicht zwingend hinreichend sein muss. Sollte es tatsächlich mal für ein Gewitter reichen, wäre ocker aufgrund möglicher Böen 8, worst case 9 Bft die Farbe der Wahl.
Gewitter könnten ab dem Spätnachmittag/Abend auch präfrontal im Süden, etwa vom Hochrhein über Oberschwaben bis hinüber zum Bayerischen Wald, in den Fokus rücken. Auf alle Fälle ist dort die Signaldichte der Numerik höher als für die Frontgewitter. Labil genug ist die präfrontale Warmluft mit T850 bis zu 10°C im südlichen Alpenvorland bzw. dem Alpenrand allemal, doch reicht es auch von der Feuchte? Viel Wasserdampf enthält die Warmluft nicht, weshalb auch die CAPE-Ausbeute limitiert bleibt. Ein Pro-Argument, was eine mögliche Auslöse angeht, ist eine sich zum Abend hin etablierende Windkonvergenz mit Südwest- bis Westwind im Alpenvorland und Nordwestwind etwas weiter nördlich (15/18 UTC). Auch hier gilt, wenn´s kracht, dann markant wegen Wind (trockener Fuß, 8-9 Bft), begleitet von kleinem Hagel, weniger von Starkregen.
Und was geht noch so an Ostern? - Nun, bevor das Thema Konvektion im Süden ein Thema werden könnte, steht erstmal ein sonnenscheinreicher und warmer Tag auf der Karte. Insbesondere in Bayern und BaWü, aber auch in der östlichen Mitte bekommt die Sonne lange Auftrittszeiten, was Tageshöchsttemperaturen von 19 bis 24°C zur Folge hat. Ganz anders die Gefühlslage Richtung Nordwesten, wo von der See her die Wolkendecke zwar zunehmend auflockert. Trotzdem, der Luftmassenwechsel weg von leicht gealterter Subtropikluft (xSp) hin zu frischer polarer Meeresluft (mP) geht nicht spurlos an der thermischen Entwicklung vorbei, so dass im Norden und Westen bei 9 bis 16°C das Ende der Fahnenstange erreicht ist (z.T. wird das Maximum schon gegen Mittag oder am späten Vormittag erreicht, bevor es danach bergab geht).
Noch gar nicht erwähnt wurde der Wind, der natürlich die Geschichte der Nacht fortschreibt. Nicht nur dass der Gradient noch etwas zulegt, auch die Kaltfront hat ihren Anteil an einer verbreiteten, bis nach Süddeutschland spürbaren Windzunahme (erst Südwest, später allgemein auf westliche Richtungen drehend). Die KF korreliert mit einem LLJ von bis zu 40 Kt auf 925 hPa und bis zu 45 Kt auf 850 hPa. Auch präfrontal, wo die Labilität größer ist, sind sehr sportliche Höhenwinde unterwegs, die dem LLJ kaum nachstehen. Nimmt man noch orografische Begebenheiten dazu, bekommt man ein sehr solides Windpaket, das Spitzenböen von 7 bis 8 Bft, in Einzelfällen sowie bei kräftiger Konvektion sowie an der See bis 9 Bft zulässt. Ganz im Norden wäre sogar eine 10er-Böe im Bereich des Möglichen. Mit von der Partie - logisch - auch das gesamte Bergland, das je nach Höhe und Exposition auf 8-9, vereinzelt 10 Bft, auf dem Brocken bis zu 11 Bft kommt. Mit von Nordwesten südostwärts fortschreitenden Druckanstieg beginnt der Gradient am Nachmittag aufzufächern, was dem Wind vor allem im Binnenland (Berge ausgenommen) nicht schmeckt - er wird schwächer.
In der Nacht zum Ostermontag erreicht die Kaltfront den Süden, wo es ihr durch den überlagerten Druckanstieg schwer an den Kragen geht. Sie löst sich nach Westen hin auf und verliert gänzlich ihre Wirkung. Im Grunde übernimmt im äußersten Süden die vorlaufende Konvergenz die tragende Rolle mit Schauern und anfänglichen Gewittern, die sich bis zum Morgen aber immer weiter in die Alpen zurückziehen. Weiter nördlich klingen die Schauer auch mehr und mehr ab, am längsten bleibt noch mit leichtem Stau das Erzgebirge in der Show. Auch ist im Nordosten anfangs noch ein einzelnes Gewitter möglich, weil der auf die Kaltfront folgende, zunächst sehr flache Höhentrog beginnt zu amplifizieren.
Ansonsten lockert die Bewölkung in der frisch eingeflossenen, unter zunehmenden Hochdruckeinfluss (QUIRIN) kommenden Polarluft vielerorts auf. Vereinzelter leichter Luftfrost beschränkt sich aber auf das Bergland. Der Wind nimmt weiter ab, einzig an den Küsten sowie in einigen Hochlagen (Oberharz, östliche Mittelgebirge) bleibt er aus SW bis W kommend prominent unterwegs mit Böen 7-8 Bft, vereinzelt 9 Bft, Brocken anfangs 10 Bft.
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Synoptische Entwicklung bis Dienstag 06 UTC
Montag ... zunehmender Hochdruckeinfluss, im Nordosten aber noch sehr windig. Mehr Details morgen früh wie immer mit der täglichen (auch Ostern) Morgendepesche.
Modellvergleich und -einschätzung
An der grundlegenden Entwicklung wird nicht gezweifelt. Das schließt kleine Prognoseunschärfe z.B. hinsichtlich morgiger konvektiver Umlagerungen freilich nicht aus. Da wird dann Nowcasting gefragt sein, wenngleich an dieser Stelle nochmal darauf hingewiesen werden soll, dass der morgige Feiertag a priori nicht von Gewittern, sondern von Wind und Sturm, vor allem im Süden aber auch von Sonne und Milde geprägt sein wird.
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Jens Hoffmann
Synoptische Übersicht Mittelfrist
Synoptische Übersicht Mittelfrist
ausgegeben am Samstag, den 04.04.2026 um 10.30 UTC
Bis Wochenmitte warm, danach wechselhaft, ab dem zweiten Aprilwochenende wieder freundlicher, nur geringe Niederschlagsneigung, aber erneut mit Frostgefahr.
Synoptische Entwicklung bis zum Samstag, den 11.04.2026
Am Dienstag liegt Deutschland an der Ostflanke eines Höhenkeils, der sich von den Westalpen bis nach Ostgrönland erstreckt. Flankiert wird dieser Keil von einem Trog über Osteuropa, so dass sich über Deutschland eine nordwestliche Strömung ergibt. Die im Randbereich des Troges zuvor eingeflossene Polarluft gelangt unter Hochdruckeinfluss und erwärmt sich daher zusehends. Während im Westen und Süden die 20 Grad-Marke merklich überschritten wird, sind im Nordosten und daher in Trognähe nur um oder etwas über 10 Grad zu erwarten. In der Nacht zum Dienstag besteht dort zudem Frostgefahr. Am Mittwoch greift der Höhenkeil auf Deutschland über. Das durch diesen Keil gestützte Bodenhoch liegt mit seinem Schwerpunkt zwar über der Barents-See, aber der hiervon ausgehende Keil erstreckt sich bis ins östliche Mitteleuropa. Absinken in dessen Bereich bewirkt eine weitere leichte Erwärmung, die jedoch im Nordosten durch die mit einer östlichen bodennahen Strömung kaum zum Tragen kommt. Daher muss dort auch in der Nacht zum Donnerstag noch einmal mit leichtem Frost oder zumindest Frost in Bodennähe gerechnet werden. Derweil tropft der über Osteuropa liegende Trog aus, so dass sich ein Höhentiefkomplex mit Kernen über der Ukraine und Westrussland ergibt.
Gleichzeitig greift ein markanter Trog auf Irland über. Beide Strukturen bringen eine Verkürzung der Wellenlänge des über Mitteleuropa liegenden Höhenkeils mit sich. Dieser ist am Donnerstag zwar noch über Deutschland zu finden. Der nachfolgende Trog erreicht bereits die Nordsee und tropft in Richtung Benelux-Staaten aus. Mit der korrespondierenden Tiefdruckrinne, die dann den Nordwesten und Westen Deutschlands erfasst, kommen Schauer und einzelne Gewitter auf. Bedingt durch die diffluente Vorderseite des Troges sind im Nordwesten und Westen Deutschlands auch heftigere Gewitter bis hin zu Sturmböen vorstellbar. Diese leiten einen markanten Temperaturrückgang ein. Die Niederschläge, die in der Nacht zum Freitag weiter nordostwärts übergreifen, gehen dann oberhalb 800 bis 1000 m in Schnee über.
Am Freitag wird das aus dem o.g. Cut-Off-Prozess hervorgegangene Höhentief durch den über Osteuropa liegenden Höhentiefkomplex "eingefangen". Hierdurch wird der Weg frei für einen Höhenkeil, der auf Westeuropa und die Nordsee übergreift. Dieser weitet sich, gestützt durch Warmluftadvektion über dem Nordmeer, nach Skandinavien aus und dockt an das über dem Weißen Meer liegende Höhenhoch an. Zwischen diesem Keil und dem osteuropäischen Höhentiefkomplex ergibt sich eine nördliche, in bodennahen Schichten nordöstliche Strömung, wodurch Kaltluft advehiert wird. Tagsüber dürfte daher die Schneefallgrenze nicht wesentlich ansteigen. Gegenüber den Vortagen erfolgt ein spürbarer Temperaturrückgang. Bis Samstagfrüh verlagert sich das Höhentief, das nunmehr Bestandteil des Höhentiefkomplexes über Osteuropa ist, zur Ungarischen Tiefebene. Der hiervon ausgehende Trog schwenkt zu den Alpen und sorgt dort für kräftige Schneefälle, im Nordstau sind oberhalb 600 bis 800 m 10 bis über 20 cm Schnee möglich. Ansonsten setzt sich von Norden her antizyklonaler Einfluss durch, die Niederschläge werden in den Süden Deutschlands abgedrängt und dort, wo es längere Zeit aufklart, besteht Frostgefahr.
Am Samstag lassen die Niederschläge an den Alpen nach, allerdings können am Rande des osteuropäischen Höhentiefs auf den Nordosten Deutschlands erneut geringe Niederschläge übergreifen. Ansonsten bleibt es unter antizyklonalem Einfluss trocken, aber kühl.
Im erweiterten mittelfristigen Vorhersagezeitraum kräftigt sich das über Fennoskandien liegende Hoch. An dessen Südflanke wird mit einer nordöstlichen bodennahen Strömung weiterhin kühle Luft advehiert. Ein Temperaturanstieg ist daher nicht in Sicht, in den Nächten muss bei Aufklaren wieder vermehrt mit leichtem Frost oder zumindest Frost in Bodennähe gerechnet werden. Bedingt durch den weiterhin über Osteuropa liegenden aktiven Höhentiefkomplex hält sich im Osten und Südosten Deutschlands leicht zyklonaler Einfluss mit gelegentlichen und meist geringen Niederschlägen, die oberhalb etwa 1000 m meist als Schnee fallen.
Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs
Bis einschließlich Donnerstag ist der aktuelle Modelllauf zu den gestrigen Simulationen weitgehend konsistent. Am Freitag lässt der heutige Lauf die Kaltluft mit dem osteuropäischen Höhentiefkomplex rascher nach Westen vorstoßen.
Am Samstag wäre nach dem gestrigen 00 UTC-Lauf ein weiterer von der Nordsee übergreifender Trog zu erwarten. Hiervon ist bereits der 12 UTC-Lauf abgewichen und hat Fokus auf den Höhentiefkomplex gelegt, was der oben beschriebenen Version entspricht.
Das blockierende Hoch über Fennoskandien, das der aktuellste Modelllauf im Programm hat, war bei weiter zurückliegenden Modellläufen nicht zu sehen.
Vergleich mit anderen globalen Modellen
Die Unterschiede in der Konsistenzbetrachtung lassen sich auch bei den Prognosen der einzelnen Modelle finden. Während ab dem zweiten Aprilwochenende die oben beschriebene Entwicklung von GFS und auch vom Modell des kanadischen Wetterdienstes gestützt wird (was als das wahrscheinlichere Szenario anzusehen ist), wäre ab Samstag nach ICON und etwas rascher auch von UK10 von der Nordsee her ein weiterer Trog zu erwarten, was der Version des 00 UTC-Laufes des EZMW vom Vortag nahekommt. Bemerkenswert ist der heftige Kaltlufteinbruch, der vom kanadischen Modell gezeigt wird. Demnach wären deutschlandweit ab dem zweiten Aprilwochenende tagsüber kaum noch 10 Grad zu erwarten.
Bewertung der Ensemblevorhersagen
Das EPS des GFS folgt der oben beschriebenen Entwicklung und zeigt bis über das zweite Aprilwochenende hinaus Signale für ein blockierendes Hoch mit Schwerpunkt über Lappland. Weiter zurückliegende Modellläufe hatten diese Entwicklung noch nicht so ausgeprägt geboten. Der Spread ist insgesamt gering, aber es gibt ein paar Lösungen, die die am Donnerstag/Freitag erfolgende Abkühlung nicht mittragen.
Das EPS des EZMW stützt die oben beschriebene Version und weist zudem einen geringen Spread auf. Dies deutet auf eine länger andauernde Blockierung hin. Allerdings lässt sich die Version des gestrigen 00 UTC-Laufes (mit dem erneut von Westen übergreifenden Trog) immerhin bei 20 EPS-Membern finden. Dieses Szenario, bei welchem ein markanter Temperaturrückgang ausbleiben würde, ist demnach noch nicht vom Tisch, zudem tendiert AIFS single in diese Richtung. Beim AIFS-EPS ist ab Samstag kommender Woche keine Aussage mehr möglich. Beim Clustering gemäß Großwetterlagen lassen sich für den von Westen übergreifenden Trog keine Indizien finden. Dieses Verfahren zeigt dagegen im erweiterten mittelfristigen Vorhersagezeitraum bei einem reichlichen Drittel der Einzellösungen zyklonale Ostlagen, was die dann etwas zunehmenden Niederschlagssignale erklärt.
Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen
Am Dienstag und Mittwoch sind keine markant zu bewarnenenden Wetterereignisse zu erwarten. Allerdings besteht in den Nächten vor allem im Nordosten Deutschlands die Gefahr von leichtem Frost oder zumindest Bodenfrost. Am Donnerstag können in Verbindung mit einer Tiefdruckrinne auf den Nordwesten und Westen Deutschlands Gewitter übergreifen, dabei sind Sturmböen nicht auszuschließen. Diese erfassen danach den Süden, klingen in der Nacht jedoch alsbald ab.
Am Freitag setzt an den Alpen Schneefall ein, der in Staulagen bis weit in den Samstag hinein andauert. Oberhalb 800 bis 1000 m können dabei 10 bis über 20 cm Schnee fallen.
Ab dem zweiten Aprilwochenende ist im gesamten Vorhersagegebiet in den Nächten bei längerem Aufklaren wieder mit leichtem Frost oder zumindest Frost in Bodennähe zu rechnen.
Basis für Mittelfristvorhersage
EPS, anfangs MOS, Temperaturen ab Wochenmitte tagsüber eher hin zu tieferen
Werten korrigieren
VBZ Offenbach / Dipl. Met. Thomas Schumann





