Synoptische Übersicht Kurzfrist
Synoptische Übersicht Kurzfrist
ausgegeben am Sonntag, den 22.02.2026 um 18 UTC
SCHLAGZEILE:
Anfangs noch unbeständig mit Niederschlägen, zur Wochenmitte zunehmender Hochdruckeinfluss. Mild bis sehr mild bis ungewöhnlich mild.
Synoptische Entwicklung bis Dienstag 06 UTC
Aktuell ... ist die atlantische Zonalmaschinerie voll ins Laufen gekommen. West zyklonal lautet das großräumige Muster, für das nicht nur diverse Tiefs zwischen Neufundland uns Fennoskandien, sondern auch ein umfangreiches Hoch über Südwesteuropa inkl. dem westlichen Mittelmeerraum verantwortlich zeichnen. Das für uns relevante Tief heißt ALINA, die heute Abend wenige hundert Kilometer südlich von Island liegt, wo sie schwer ums Überleben kämpfen muss. Mitverantwortlich dafür ist BARBARA, ihres Zeichens Sturmtief über den Grand Banks und mithin noch weit draußen auf dem Atlantik. Aber, das Tief hegt große Interesse ostwärts voranzukommen Außerdem greift ihre vorderseitige WLA weit nach Osten aus, was der Vita von ALINA wenig zuträglich ist. Kurzum, ALINA füllt sich immer weiter auf und landet am Montag als nur noch unscheinbares Tief am Südrand der Norwegischen See. Zuvor produziert die Gute mit Hilfe von Über- und Umströmungseffekten an den norwegischen Gebirgen aber noch ein paar "Kinder" in Form kleiner Rand- oder Teiltiefs, die sich um Mitternacht rinnenförmig vom Oslofjord/Skagerrak bis in den Nordosten Polen erstrecken.
Am Südrand dieser Rinne hat seit einigen Stunden eine schleifende Kaltfront den Weg zu uns gefunden, die heute Abend die Mitte in Richtung Süddeutschland überquert. Dabei kommt es zu schauerartig verstärkten Regenfällen, die im Weststau der Mittelgebirge noch intensiviert werden. Z.T. kommen 10 bis 20, im Schwarzwald und im Bayerischen Wald lokal vielleicht bis zu 30 l/m² innert 12 h zusammen. Die Schneefallgrenze sinkt im Süden nur geringfügig, so dass die laufenden Tauwetterwarnungen ihre Gültigkeit behalten. Hinter der Kaltfront gelangt ein Schwall erwärmter und labil geschichteter Meereskaltluft subpolaren Ursprungs insbesondere in die Nordhälfte (T850 0 bis -2°C, T500 -25 bis -30°C), in der sich - animiert durch einen ostwärts schwenkenden KW-Trog - einige Schauer, vielleicht sogar ein kurzes Gewitter entwickeln. Im höheren Bergland weht der Südwestwind flott mit Böenspitzen bis Stärke 9 Bft, Brocken 10 Bft. Auch an der vorpommerschen Küste können vor Mitternacht für wenige Stunden ein paar 7er-Böen auftreten (kleiner Bodentrog). Die Nacht bleibt frostfrei und auch relativ mild. Ganz im Norden allerdings kühlt es teilweise auf unter 5°C ab.
Montag ... wölbt sich über nahen Atlantik ein Rücken auf (WLA vorderseitig des neuen Tiefs BARBARA), was stromab bei uns ein downstream-development auslöst. Konkret dreht die Höhenströmung nach rechts auf West-Nordwest, was für das weitere Niederschlagsgeschehen hier im Lande nicht ohne Konsequenzen bleibt. Zunächst aber gilt es zu konstatieren, dass die Kaltfront über Süddeutschland südostwärts abzieht, während gleichzeitig die Warmfront der holden BARBARA den Rücken über- und Westeuropa anläuft. Ergänzend sei noch zu erwähnen, dass uns die vom Südrand der Norwegischen See bis hinüber nach Belarus reichende o.e. rinnenartige Tiefdruckkette (ALINA I bis III) ebenso erhalten bleibt wie das Hoch über Südwesteuropa, das den Namen HEIKO verpasst bekommt. Zwischen Rinne und Hoch hält sich ein leidlicher Druckgradient, der sich gegenüber heute aber nicht verstärkt. Dass der westliche Wind trotzdem an Speed und Böigkeit zunimmt, ist der erhöhten Labilität in der subpolaren Luftmasse (mPs) und dem damit verbesserten Impulsaustausch geschuldet. Gerade in der Nordhälfte werden 925-hPa-Winde bis zu 40 Kt angeboten, die bei guter Scherung unterhalb des linken Jetausgangs insbesondere in Schauernähe problemlos nach unten gemischt werden können. Vor diesem Hintergrund wird bereits heute Abend eine verbreitete Windwarnung vor Böen 7 Bft, exponiert sowie in Schauernähe 8 Bft, auf einigen Kämmen, Kuppen oder Gipfeln 9, Brocken bis zu 10 Bft ausgegeben. Etwas weniger Wind ist im Nordosten zu erwarten, wo die Höhenwinde etwas geringer sind und die Labilität im untersten Troposphärenbereich durch die nicht ganz so hohen 2m-Temperaturen sowie mehr Bewölkung reduziert ist. Trotzdem können auch dort in Schauern einzelne 7er-Böen auftreten.
Apropos Schauer, die werden morgen staffelweise und z.T. linienartig oder bogenförmig organisiert immer wieder von der See ins Norddeutsche Binnenland und von dort weiter bis in den zentralen bzw. östlichen Mittelgebirgsraum ziehen. Dabei sind auch Graupelanteile zu erwarten und möglicherweise sind sogar kurze Gewitter am Start. Die Prognosesoundings sind grenzwertig mit einer schmalen feucht-labilen Schicht, die je nach Modell mal etwas mehr oder weniger hoch geht. Fakt ist, dass die konvektive Aktivität im Süden geringer ausfällt, vor allem nach Südwesten hin, wo die Nähe zum Hoch gegeben und die Schichtung stabiler ist. Im Südosten dagegen fällt noch längere Zeit schauerartiger Regen im Schlepptau der allmählich südostwärts abziehenden Kaltfront.
Die Temperatur steigt verbreitet auf 10 bis 16°C mit den höchsten Werten zwischen Mannheim und Freiburg. Einzig hoch im Norden und Nordosten hinkt man mit 5 bis 10°C der vorfrühlingshaften Milderung weiter hinterher.
In der Nacht zum Dienstag nähert sich der Höhenrücken dem Vorhersageraum an, wodurch der Höhenwind weiter rechtdreht auf glatt Nordwest. Dabei gelangt in die Nordosthälfte ein Schwall etwas kälterer Meeresluft (T850 bis zu -3°C), in der die Schneefallgrenze im Erzgebirge bis auf rund 800 m, im Thüringer Wald sowie in den ostbayerischen Mittelgebirgen auf rund 1000 m sinkt. Das ist insofern von Bedeutung, als dass die Schaueraktivität nur langsam abebbt. Gerade im höheren Erzgebirge könnten mit Stauunterstützung 5 bis 10 cm Neuschnee zusammenkommen, während es wohl sonst nur wenige Zentimeter sind.
Während im Nordosten also noch konvektiv gedacht wird, gilt es sich im Westen und Süden auf stratiform einzustellen. Konkret, die Warmfront der inzwischen deutlich auf dem Atlantik nach Osten vorgerückten BARBARA nähert sich Benelux und Nordostfrankreich. Präfrontal setzen bereits vor Mitternacht skalige Regenfälle ein, die sich mit der nordwestlichen Höhenströmung bis ins Alpenvorland sowie an den Alpenrand ausbreiten. Dort stauen und intensivieren sich die Niederschläge, wobei die Schneefallgrenze auf etwa 1200 m sinkt (im Westteil eher etwas höher, im Ostteil eher etwas niedriger). Sehr gut möglich, dass in höheren Lagen 10 bis 20, Richtung Berchtesgadener Alpen bis zu 30 cm Neuschnee fallen. Derweil werden im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb 5 bis 15 l/m² Regen erwartet.
Zwischen die nur langsam abziehenden Schauer und den neuen Regen schiebt sich ein kleines Zwischenhoch, das im Norden und später auch in Teilen der Mitte eine längere trockene Phase bedingt und von der Nordsee sogar ein Wolkenfenster aufgehen lässt. Außerdem kommt es zu einer Aufwölbung und Auffächerung der Isobaren, so dass der Wind - unterstützt durch den Tagesgang - mit Ausnahme exponierter Hochlagen spürbar in die Knie geht. Die Nacht bleibt abermals frostfrei mit einer kleinen latenten Frostwahrscheinlichkeit im Binnenland SHs für den Fall, dass es dort mal länger aufklart. Auch im höheren Erzgebirge/Bayerischem Wald ist leichter Frost wahrscheinlich.
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Synoptische Entwicklung bis Mittwoch 06 UTC
Dienstag ... kommt die Warmfront noch etwas nordostwärts voran, wo sie aber gegen den immer näher rückenden Rücken zu kämpfen hat. Schlussendlich wird die den Kampf wohl verlieren, nicht aber ohne vorher an den Alpen nochmal ordentlich abzuladen. Genaueres dazu in der Synoptischen Übersicht von heute früh.
Modellvergleich und -einschätzung
Kleinere Prognoseunschärfen bewegen sich im handelsüblichen Rahmen und beeinflussen die geschilderten Abläufe nur marginal.
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Jens Hoffmann
Synoptische Übersicht Mittelfrist
Synoptische Übersicht Mittelfrist
ausgegeben am Sonntag, den 22.02.2026 um 10.30 UTC
Sehr frühlingshafter Start! Zum Wochenende wieder etwas unbeständiger und kühler, aber weiterhin (sehr) mild. Auf den Bergen und an den Küsten zeitweise stürmisch.
Synoptische Entwicklung bis zum Sonntag, den 01.03.2026
Zum Beginn des mittelfristigen Zeitraums am Mittwoch bietet der Blick auf das Geopotenzialfeld ein wunderschönes Omega. Der dazugehörige Rücken wölbt sich vom westlichen Mittelmeerraum direkt über unsere Köpfe hinweg bis weit nach Skandinavien auf. Flankiert wird er von zwei stark amplifizierten Trögen, der eine reicht von Nordwestrussland bis ins östliche Mittelmeer und der andere letztlich von Grönland über Island bis nach Marokko. Am Boden findet man folgerichtig eine meridional ausgerichtete Tiefdruckzone über Westeuropa und hohen Luftdruck, der im Prinzip von den Azoren über das Mittelmeer bis nach Mittel- und Südosteuropa verläuft und somit auch in Deutschland wetterwirksam ist.
In der Folge ergibt sich für unser Land eine südwestliche Strömung, mit der eine subtropisch angehauchte Luftmasse zu uns gelangt, die T850 im Südwesten und Westen Deutschlands auf 10 Grad ansteigen lässt (im Nordosten immerhin um 4 Grad). Im Zusammenspiel mit recht verbreitetem Sonnenschein (nach Auflösung nächtlicher Nebelfelder) wird man vielleicht teilweise etwas ungläubig auf die Außenthermometer schauen, die verbreitet 13 bis 18 Grad, entlang des Rheins und eventuell auch im Lee der westlichen Mittelgebirge sogar nahe 20 Grad anzeigen werden. Na, wenn da keine Frühlingsgefühle aufkommen!
Im Tagesverlauf tropft der atlantische Trog ab und das Residuum schwenkt am Donnerstag über uns hinweg. Im Vorfeld greift eine nur schwach ausgeprägte Kaltfront mit ein paar Spritzern Regen auf die Nordwesthälfte über, hinter der niedertroposphärisch wieder etwas kühlere Luft einfließt (T850: 1 bis 4 Grad). Dank etwas zunehmendem Gradienten und guter Durchmischung macht sich das in 2 m Höhe allerdings kaum bemerkbar. In der Südosthälfte geht der Frühling mit viel Sonnenschein und verbreitet 15 bis lokal 20 Grad in die zweite Runde.
Derweil kommt es auf dem Atlantik am Donnerstag zu einer markanten Austrogung, auf dessen Vorderseite wir am Freitag gelangen. Am Boden kommt es zur Entwicklung eines kleinräumigen Sturmtiefs, das jedoch - Stand heute - gebührenden Abstand zu Deutschland hält und über Schottland zur Norwegischen See zieht. Trotz alledem frischt der Wind bei uns am Freitag etwas auf, an der Nordsee und auf den Bergen wird es stürmisch. Die Kaltfront greift im Tagesverlauf von Westen auf Deutschland über, die aber wohl auch noch große Teile des Samstags braucht, ehe sie es auch über den Südosten Deutschlands hinweg schafft. Je nach niedertroposphärischer Labilität könnten in der Nordwesthälfte mit Kaltfrontdurchgang einzelne stürmische Böen hinuntergemischt werden. Hinter ihr gelangt ein Schwall subpolarer Meeresluft ins Land, sodass T850 bis Samstag auf verbreitet -3 bis 0 Grad absinkt.
Der dazugehörige Trog schwenkt am Samstag ebenfalls über uns hinweg, wurde mittlerweile aber zu einem nur noch schwach ausgeprägten Randtrog degradiert. Denn über dem Atlantik ist bereits die nächste markante Austrogung im Gange, sodass der vorderseitig aufwölbende Rücken den Luftdruck bei uns rückseitig der Kaltfront wieder ordentlich ansteigen lässt. Bis Sonntag kommt diese Trog-Rücken-Struktur etwas weiter nach Osten voran, das Hoch verschiebt sich ins Baltikum, bleibt aber für uns wetterwirksam. Mit wieder auf Süd drehender Strömung gelangt damit wieder deutlich mildere Luft ins Land.
In der erweiterten Mittelfrist sieht es nach einem Zweikampf zwischen blockierendem Hoch über dem östlichen Mitteleuropa und tiefem Luftdruck über Westeuropa aus, sodass Deutschland bei weiterhin mildem Temperaturniveau als "Frontenfriedhof" fungieren könnte.
Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs
Die Konsistenz des aktuellen IFS-00-UTC-Laufs kann bis einschließlich Samstag als sehr gut bezeichnet werden. Im Detail gibt es naturgemäß gewisse Unterschiede. Das betrifft zum Beispiel die genaue Zugbahn eines Sturmtiefs über West- und Nordeuropa am Freitag und die damit verbundene Windentwicklung in Deutschland sowie das Timing des Kaltfrontdurchgangs am Freitag/Samstag. Im gestrigen 00-UTC-Lauf wurde das Tief deutlich weiter südlich prognostiziert (Zugbahn von England nach Dänemark; in den beiden jüngsten Läufen von Schottland nach Norwegen) und die Kaltfront sollte rund 12 Stunden früher durchgehen. Am Sonntag nehmen dann die Unterschiede auch hinsichtlich der großräumigen Strukturen deutlich zu. Die beiden jüngsten Läufe lassen mit südlicher Strömung milde Mittelmeerluft einströmen, der gestrige 00-UTC-Lauf dagegen mit nordwestlicher Strömung subpolare Meeresluft.
Vergleich mit anderen globalen Modellen
Der Vergleich mit weiteren Globalmodellen (ICON, GFS, UK10) liefert zunächst die Erkenntnis, dass ICON und IFS bis einschließlich Samstag sehr ähnliche Lösungen anbieten. Auch hier beziehen sich die Hauptunterschiede auf das Timing des Kaltfrontdurchgangs am Freitag (ICON etwas später/langsamer als IFS). GFS bietet eine höchstinteressante Alternative und führt eine Welle entlang der Kaltfront nach Deutschland, die sich dort am Wochenende zu einem Randtief weiterentwickeln soll. Eine markante Niederschlags- oder Windentwicklung soll damit aber nicht verbunden sein. UK10 verfolgt einen ähnlichen Ansatz, allerdings erfolgt die Wellen-/Randtiefentwicklung über Frankreich, sodass die Front über unserer Nordhälfte vor sich hindümpelt. Am Sonntag entfernt sich schließlich auch ICON deutlich von der IFS-Lösung und lässt einen markanten Kurzwellentrog, samt vorlaufendem Frontensystem und Sturm in der Nordwesthälfte auf Deutschland übergreifen.
Bewertung der Ensemblevorhersagen
Die Rauchfahnen für die 850er-Temperatur für verschiedene deutsche Städte zeigen ein schönes "Bergpanorama" mit Hauptberg am Mittwoch und kleinem Nebengipfel am Freitag (vor der Kaltfront). Die nachfolgende Talsohle wird am Samstag erreicht, ehe es wieder bergauf geht. Dabei legt der Spread deutlich zu und nimmt rasch einen Raum zwischen +10 und -5 Grad ein. Es fällt jedoch auf, dass sich der Hauptteil der Member im Süden tendenziell auf der wärmeren Seite, im Norden dagegen eher auf der kälteren Seite aufhalten, vor allem auch mit Blick in die erweiterte Mitelfrist.
Beim Niederschlag gibt es nach einem trockenen Mittwoch im Norden hauptsächlich von Donnerstag bis Samstag, im Süden am Freitag und Samstag vermehrt Signale, die danach wieder zurückgehen (im Osten mehr, im Westen weniger).
Das Clustering ergibt für den Zeitraum von Freitag bis Sonntag 00 UTC drei Gruppierungen mit 21, 16 und 14 Membern, wobei Haupt- und Kontrolllauf in Cluster 3, also dem "schwächsten" Cluster zugeordnet sind. Sie gehören zunächst allesamt dem Regime NAO+ an, wechseln zum Ende aber zu Blocking (C1 und C3). Auffällig ist, dass die Sturmtiefentwicklung am Freitag nur von C1 und C2 nicht so stark gerechnet wird (C1 sogar nur mit Bodentrog). Zudem setzen C1 und C2 das Sonntagshoch deutlich weiter südlich, sodass der Norden und Nordwesten und Tiefdruckeinfluss verbleiben würden.
Auch der Zeitraum von Montag bis Mittwoch (erweiterte Mittelfrist) hält drei Szenarien bereit (25, 14, 12), wobei Haupt- und Kontrolllauf nun in Cluster 1 zu finden sind. Dabei sind nun alle Cluster dem Blocking-Regime angehörig mit einem blockierenden Rücken vom zentralen Mittelmeerraum über Mitteleuropa bis zum Nordmeer. Wir wären dabei stets auf der Westflanke des Rückens und damit auf der milden Seite.
FAZIT:
Nach einem sehr frühlingshaften Mittwoch und meist auch noch Donnerstag, geht es ab Freitag mit dem Temperaturniveau allmählich wieder bergab, es bleibt aber weiterhin (sehr) mild. Ein erneuter winterlicher Rückfall ist derzeit nicht zu befürchten, auch wenn die Unsicherheiten bei der Wetterentwicklung im Laufe des Wochenendes deutlich zunehmen.
Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen
Die Liste markanter Wetterereignisse im mittelfristigen Zeitraum ist recht übersichtlich und beschränkt sich voraussichtlich auf den Wind, der wohl hauptsächlich am Freitag ein Thema werden könnte. Dann sind an der Nordsee und in den Hochlagen der Mittelgebirge stürmische Böen (Bft 8), auf dem Brocken auch zum Teil schwere Sturmböen (Bft 9-10) aus Südwest gering wahrscheinlich. Auf dem Brocken könnte es auch am Donnerstag und Samstag stürmisch werden (Böen Bft 8-9).
Im Hinterkopf sollte man auch den Kaltfrontdurchgang am Freitag, wo in der Nordwesthälfte - wenn es blöd läuft - vereinzelt stürmische Böen heruntergemischt werden könnten.
Basis für Mittelfristvorhersage
IFS(-EPS), ICON(-EPS), GFS, UK10, MOSMIX
VBZ Offenbach / Dipl. Met. Tobias Reinartz





