Synoptische Übersicht Kurzfrist
Synoptische Übersicht Kurzfrist
ausgegeben am Dienstag, den 11.08.2026 um 18 UTC
SCHLAGZEILE:
Synoptische Entwicklung bis Donnerstag 06 UTC
---------------------------------------------------------------- Aktuell ... schiebt sich der Keil von Südwesten her nach Deutschland. Das Bodenhoch über der Nordsee verlagert sich von Nordwesten her ins Land. Bei großflächigem Absinken ist "Wetter" Fehlanzeige. Das höchste der Gefühle stellen etwas ausgedehntere aber flache Quellbewölkung im Norden und Nordosten sowie ein paar weitgehend harmlose Quellungen über dem Bergland im Südosten dar. Die Signale für Schauer und Gewitter am Alpenrand werden im Laufe des weiteren Abends rasch weniger. Die eingeflossene subpolare Meeresluft kann sich nachts gut auskühlen. Nordöstlich von Rhein und Main gibt es oft einstellige Tiefstwerte. Südöstlich davon sind die Minima zweistellig, aber meist erträglich.
Mittwoch ... wölbt sich der Keil über die gesamte Republik und bringt wieder wärmere Luft auch in den Norden und Nordosten. Bis zum Abend liegen im Nordosten 9 Grad in 850 hPa, im Südwesten um 20 Grad. Das Bodenhoch reicht von Skandinavien bis an die Alpen, wobei sich das Zentrum langsam ostwärts über unseren Norden hinweg verlagert. Das Wetter ist ruhig, die Bewölkung bei einfließender relativ trockener Luft kaum vorhanden. Entsprechend wird es sehr sonnig und mit der einfließenden warmen Luft gibt es in der Südwesthälfte verbreitet über 30 Grad. Die Nordosthälfte ist mit rund 20 Grad an den Küsten und 22 bis 27 Grad im Inland noch deutlich kühler temperiert.
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Synoptische Entwicklung bis Freitag 06 UTC
Donnerstag ... ist und bleibt ruhig mit zunehmender Wärme.
Modellvergleich und -einschätzung
Die Modelle simulieren die ruhige Wetterlage sehr ähnlich.
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Jacqueline Kernn
Synoptische Übersicht Mittelfrist
Synoptische Übersicht Mittelfrist
ausgegeben am Dienstag, den 11.08.2026 um 10.30 UTC
Anfangs große Hitze, am Wochenende zunehmend wechselhaft mit teils heftigen Schauern und Gewittern.
Synoptische Entwicklung bis zum Dienstag, den 18.08.2026
Viel Neues gibt es seit der letzten Übersicht über die treibenden Kräfte auf subsaisonaler Basis nicht zu berichten, da sich kaum etwas verändert hat. Der erste Absatz (mit dem etwas technischere Überblick) kann gerne übersprungen werden bis zum Absatz "AKTUELLE MITTELFRIST".
Die MJO, aktuell mit destruktivem Verhalten zur niederfrequenten ENSO soll zwar im weiteren Verlauf wieder an Amplitude zulegen, das allerdings hat aktuell keine Auswirkungen auf die Telekonnektion.
Auch bei den zonal gemittelten Zonalwinden bei 60 Grad Nord in 150 hPa ergibt sich noch keine nennenswerte Änderung. Es findet weiterhin ein Oszillieren um den Median herum statt, aktuell wieder darunter absinkend, um zum Monatsende wieder darüber anzusteigen. Allerdings findet innerhalb dieser Mittelfrist ein Energietransfer von 70 Grad Nord (induziert Anfang August durch einen mäßigen Impulstransfer über Ostasien) und aus dem tropischen Sektor statt, wobei die Zonalwinde zur Monatsmitte vorübergehend an Kraft gewinnen. Dieser Impuls sorgt im Verlauf dieser Mittefrist über dem Nordatlantik für zunehmendes Wellenbrechen mit dem Aufbau einer westlicher ansetzenden Blockierung (Nordostatlantik).
Der Subtropenjet erhält zwar immer wieder Impulse aus der Wärmequelle des Ostpazifiks (positive ENSO), weist jedoch noch keine markanten Anomalien auf. Somit dauert die Art Bifurkation der Jets auch in dieser Mittelfrist weiter an mit einem recht regen Polarfrontjet und einem pulsierenden Subtropenjet. Dies zeigt sich ebenfalls in den zonalen Wellenflüssen, die nach Südwesteuropa und Skandinavien konvergieren, sich zur Monatsmitte vorübergehend abschwächen und in der Folge dann nach Westen (Nordostatlantik/Europäisches Nordmeer) verschieben. Dieses Szenario geht im Zeit-Längendiagramm (IFS-ENS) zum Beginn der Mittelfrist mit einer transienten baroklinen Keilaufwölbung von Südwesteuropa nach Skandinavien einher und wird in der Folge mit retrograder Verlagerung der Druckgebilde im Nordatlantik-Europa Sektor gewürdigt (Abbau der Blockierung über Grönland und Beginn einer vorübergehenden Blockierung bei Alaska - Neuausrichtung der Geopotenzialanomalien über dem Nordostatlantik mit retrograder Verlagerung des Keils), um in der erweiterten Mittelfrist dann die Blockierung auch in Richtung höhere Breiten auszuweiten.
Bis zum Beginn dieser Mittelfrist dominiert also noch der Wellenzug unser Wetter, der durch die Grönlandblockierung ausgelöst wurde (Keil Südwest- über Mitteleuropa nach Skandinavien), bevor in der Folge das Geopotenzial über dem Nordostatlantik steigt. Gleichzeitig sorgt die temporär innerhalb dieser Mittelfrist stattfindende Zunahme der zonalen Wellenflüsse im nordamerikanischen/nordatlantischen Sektor für ein verstärktes Verwellen des Jets, inklusive Wellenbrechens, was im Zusammenspiel mit dem Subtropenjet teils komplexe dynamische Entwicklungen zur Folge hat. Diese Unsicherheiten wirken sich auch darauf aus, wohin die Energie transferiert wird - eher zonal nach Osten, oder verstärkt in die brechende Welle nach Südwesteuropa gerichtet. Dies wird auch durch sich rasch aufbauende Unsicherheiten beim 500 hPa Geopotenzial über Südwesteuropa im IFS-ENS gezeigt.
Unter dem Strich ändern wir nun die Lage der Blockierung und geraten dadurch zunehmend auf den Ostrand einer Antizyklone über dem Nordostatlantik. Der über Westeuropa stromab induzierte Trog weist strukturell bzw. dynamisch noch große Unsicherheiten auf.
Doch wie gestaltet sich nun die AKTUELLE MITTELFRIST bei uns vom Freitag, den 14. August bis zum Dienstag, den 18. August 2026?
Am Freitag liegt Deutschland am Westrand eines Bodenhochs/Höhenkeils und somit vollumfänglich im thermischen Keil, der mit Temperaturwerten in 850 hPa (H85) von 15 bis 23 Grad (Nordost-Südwest gerichtet) erneut für einen hochsommerlich heißen Tag gut ist und der auch mit viel Sonnenschein einhergeht. Die Luftmasse ist sehr trocken, sodass es niederschlagsfrei bleiben sollte bei deutschlandweit hoher bis sehr hoher Waldbrandgefahr. Auch die Nacht zum Samstag sollte aus heutiger Sicht trocken und mild über die Bühne gehen.
Auch am Samstag tagsüber ändert sich an dieser Konstellation wenig, wenngleich die Höhenströmung im Nordwesten zunehmend zyklonal aufgestellt ist und den beginnenden Geopotenzialrückgang von Westen andeutet. Nahezu ganz Deutschland wird vom thermischen Keil überdeckt mit H85 Temperaturwerten zwischen 19 und 23 Grad, nur im Westen bleibt es mit 15 bis 19 Grad in 850 hPa etwas weniger warm. Dies liegt an der Nähe zur Frontalzone, die sich von Frankreich über Benelux nordostwärts schlängelt und feuchtere Luftmassen in den gesamten Westen einsickern lässt. Bei zunehmendem (aber nicht beeindruckendem / hochbasigem) CAPE wird mal wieder der Wind im Fokus stehen (hohes Böenpotenzial und eine sich an der Grenzschichtdynamik die Zähne ausbeißende Numerik). Somit verläuft der Tag nach viel Sonnenschein im Westen zunehmend schwül-heiß mit kräftigen Gewittern, im Süden und Osten durchweg trocken und heiß. Inwieweit in der Nacht zum Sonntag im Zuge einer Kurzwellenpassage ein größerer Gewittercluster mit überregional höheren Niederschlagsmengen die Mitte und den Nordosten erfasst sei hier erstmal nur am Rande erwähnt, da sich das sog. "transient eddy forcing" sicher noch modulierend auf die Struktur des Haupttroges inklusive daran nordostwärts ablaufender Kurzwellen auswirken dürfte (mit der aktuell stärksten Vorticity-Signatur innerhalb der letzten 3 Modellläufe).
Von Sonntag bis Dienstag würden sich durch mehrere nordostwärts ablaufende Wellen (dank des stärker westlich zurückgehaltenen Haupttroges) eine wechselhafte Witterung für den Süden und Osten der Republik einstellen (wiederholt mit teils kräftigen Schauern und Gewittern) wobei eine schleifende und wellende Front quer über Deutschland verläuft (von Südwest nach Nordost gerichtet). Im Nordwesten würden modifizierte subpolare Luftmassen und seichter Hochdruckeinfluss für überwiegend trockenes Wetter gut sein (nur leicht wechselhaft im Umfeld der Deutschen Bucht).
Nach diesem Szenario wären vom Saarland bis ins südliche Brandenburg 30 bis 50 l/qm Nass akkumuliert möglich, einzig der Glaube daran fehlt, da auf der großen (synoptischen) Bühne noch einige (weiter oben benannte) Unsicherheiten andauern. Grundsätzlich nimmt aber insgesamt die Niederschlagsbereitschaft zu, was erstmal keine schlechten Nachrichten sind.
Die Höchstwerte starten am Freitag noch einmal im extremen Modus und liegen nahe der Achse des thermischen Rückens (inklusive hoher Schichtdicke) zwischen 35 und 39 Grad. Eine "gerundete" 40 Grad ist nicht ausgeschlossen. Dies betrifft den gesamten Westen. Doch auch abseits der günstigen Bedingungen wird es im Süden und Osten mit 30 bis 35 Grad sehr heiß (küstennah um 25 Grad).
Am Samstag gleichen sich wohl sinkende Schichtdicke und dynamische präfrontale Kompression aus, sodass besonders im Südwesten (Oberrhein bis Unterfranken) erneut Maxima von 35 bis 39 Grad zu erwarten sind, während diese im Süden und Osten eher zwischen 30 und örtlich 36 Grad verweilen. Weniger hitzig wird es im Einfluss der Front im Nordwesten mit schwül-warmen 24 bis 28 Grad.
Von Sonntag bis Dienstag wurde sich mehr nach MOSMIX gerichtet, da die unklare Entwicklung auf der synoptischen Bühne auch noch zu hohe Unsicherheiten bei den Maxima zur Folge hat. Grundsätzlich verlaufen alle 3 Tage hochsommerlich warm (24 bis 29 Grad), wenn es regional nasser wird bleibt es kühler, bei kurzzeitig verstärkter WLA (peripher einer Kurzwelle) sind auch Maxima über 30 Grad im Südosten nicht ausgeschlossen. Auch eine erneute Zweiteilung zum Ende der Mittelfrist ist nicht ausgeschlossen (sommerlich warmer bis ggf. heißer Süden, mäßig warmer Norden), was aber ebenfalls von der Ausprägung des dann final durchschwenkenden Troges abhängt.
Die Nacht zum Samstag wird vielerorts tropisch mit Minima zwischen (örtlich) 25 und 20 Grad (Südwesten, Westen, nördlich der zentralen Mittelgebirge mit adiabatischem Absinken und auch im Nordosten), doch auch sonst bleibt es mit 19 bis 13 Grad mild (niedrigste Werte entlang der Fränkischen Alb). Auch die Nacht zum Sonntag wird erneut drückend warm mit (örtlich) 25 bis 17 Grad. Die Folgenächte verlaufen dann mit 18 bis 13 Grad etwas weniger drückend, allerdings sieht es nach dem jüngsten Lauf besonders über der Mitte und dem Süden vorerst nicht nach einem durchgreifenden Luftmassewechsel aus.
Der Wind kommt meist aus West/Nordwest und weist abseits konvektiver Umlagerungen keine Warnrelevanz auf. Dies kann sich aber je nach Lage des Troges besonders für die Küsten noch ändern.
Die erweiterte Mittelfrist würde mit der aktuell anvisierten Entwicklung des Troges in einer leicht wellenden zonalen Ausrichtung mit einem Nord-Süd Gefälle bei der Temperatur und leider nur leicht wechselhaft daherkommen.
Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs
Die jüngsten Modellläufe des EZ zeigen den groben Ablauf während dieser Mittelfrist recht einheitlich: Fallendes Geopotenzial über Nordwest- nach Westeuropa wird stromab einer umfangreichen blockierenden Antizyklone über den Azoren induziert, wenngleich noch unsicher ist, wieviel Energie in diesen Trogvorstoß nach Süden oder Osten gesteckt wird. Die letzten 3 Läufe heben ein verstärktes Wellenbrechen des Troges hervor und somit ein immer stärkeres Ausgreifen nach Spanien, was den Trog insgesamt noch länger "westlich" zurückhält. Insgesamt wirken sich diese Unstimmigkeiten nur geringfügig störend auf die zu erwartende Wetterentwicklung aus und betreffen mehr den zeitlichen Ablauf der (Rand)Trogpassagen.
Sehr unsicher bleibt, inwieweit skalige Niederschläge auftreten können, oder ob der konvektive Anteil dominiert (mit Blick auf den dringend benötigten Landregen). Wenngleich die EZ basierte Numerik sei gestern von einer optionalen Vb-Wetterlage abgekommen ist, könnten mehrere Trogpassagen doch auch mal überregional für etwas Nass sorgen. Dennoch muss unter dem Strich festgehalten werden, dass aus heutiger Sicht eher der konvektive Anteil (mit regional stark schwankender Niederschlagsverteilung) überwiegt.
Vergleich mit anderen globalen Modellen
Bei den anderen Globalmodellen wird der grundsätzliche Entwicklungsprozess recht ähnlich gesehen (Antizyklone über den Azoren und ein nach Süden gerichteter Trogvorstoß über Westeuropa).
Hier zeigt sich allerdings die noch vorherrschende Unsicherheit, wie mit dem Energietransfer in den Trog umgegangen werden soll. UK10 bringt reichlich Energie zonal nach Osten und schwenkt somit einen markanten Trog ostwärts nach Mitteleuropa mit vergleichsweise geringem Transfer in das Trogresiduum über Südwesteuropa.
GFS ist am anderen Ende des Spektrums zu finden und zeigt einen markanten Energietransfer gen Südwesteuropa (phase-locked wave), während sich EZ und ICON dazwischen im Übergangsbereich befinden.
Dies hat große Auswirkungen bei uns, welcher Niederschlagscharakter überwiegt (konvektiv oder stratiform). Nur beim richtig positionierten und dosierten Energietransfer nach Süden besteht bei uns das Potenzial für Aufgleitniederschläge in Form südlich ansetzender Zyklogenesen. Fällt dieser Transfer zu stark nach Südwesteuropa gerichtet aus, erhalten wir nur die progressiven Reste einer Wellenpassage mit geringer Amplitude, fällt dieser zu sehr nach Ost gerichtet aus, dann erfolgt ebenfalls eine Wellenpassage, nun allerdings mit stärker Krümmung und größerer Amplitude.
Dank des komplexen Zusammenspiels zweier interagierender Tröge über Westeuropa mit der Orografie (u.a. in der Folge mit den Alpen) dauern die Unsicherheiten diesbezüglich weiter an.
AIFS ist nun auch auf die trockenere Richtung umgeschwenkt (mehr Energietransfer nach Osten), besonders GCGFS hätte aber weiterhin noch eine regenreiche Abtropfoption im Gepäck (stark vom physik. Modell divergierend).
Bewertung der Ensemblevorhersagen
Die Clusteranalyse beginnt die Mittelfrist mit einem Cluster (klimatologische Regime der "Blockierung"), wobei Mitteleuropa unter einem sich abschwächenden Keil verbleibt - trocken und heiß.
In der Folge (Samstag bis Montag) werden 5 Cluster angeboten, die dominant das klimat. Regime der "Blockierung" aufweisen, am letzten Tag auch gemischt mit "Atlantikrücken". Der Kontrolllauf liegt im zweiten Cluster. Demnach baut sich bei allen Optionen ein blockierender Rücken über dem Nordostatlantik auf mit gleichzeitig fallendem Geopotenzial über Westeuropa. Dynamische/strukturelle Diskrepanzen bei der Entwicklung des Troges wurden innerhalb dieser Mittelfrist bereits mehrfach beschrieben, wobei tendenziell die meisten Lösungen einen ostwärts gerichteten Energietransfer bevorzugen. Dies würde die Option flächendeckender Niederschläge bei uns mindern und den Fokus mehr auf die regionale Passage von Kurzwellen inklusive regional verstärkter konvektiv geprägter Niederschläge richten.
Von Dienstag bis in die erweiterte Mittelfrist dominiert der blockierende Keil über dem Nordostatlantik und belässt uns in einer schwach-westlichen Grundströmung. Die Lage der Frontalzone ist unsicher und hängt von der Ausprägung des Keils ab, sollte aber uns recht nördlich erreichen. Besonders im Falle eines stärkeren cut-offs über Südwesteuropa könnte diese Konstellation Südeuropa weiterhin eine heiße Witterung bescheren. Bei uns würde diese Strömung mit geringer Verwellung eher auf eine nur gering wechselhafte Witterung hindeuten mit einem Nord-Süd-Gefälle bei der Temperatur. Innerhalb der subsaisonalen Vorhersagen ist der Zeitraum ab der Monatsmitte ebenfalls wieder trockener geworden, was das Gesagte stützen würde.
Die Meteogramme stützen das Gesagte mit zunehmenden (konvektiven) Niederschlagssignalen ab Sonntag und einem zurückgehenden Temperaturniveau auf sommerliche Werte (mit den genannten Unschärfen). Die Rauchfahnen für die Temperatur in 850 hPa und für das 500 hPa Geopotenzial sind meist gebündelt mit einem zum Ende etwas am oberen Ende verweilenden Kontrolllauf (Achtung: Beschreibung nach dem gestrigen 12Z Lauf).
GFS/GEFS sehen es ähnlich, sorgen aber mit der stärker südlich gerichteten Energiezufuhr für eine rasch zunehmende Diskrepanz bei der weiteren Entwicklung, gleichen sich aber nach der Monatsmitte wieder an (leicht flatternde westliche Grundströmung im ENS/EPS).
Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen
WÄRMEBELASTUNG:
Am Freitag muss im gesamten Westen, am Samstag bevorzugt im Südwesten (bis zur Mitte) mit einer hohen Wärmebelastung gerechnet werden (inklusiver sehr milder Nachttemperaturen). Der EFI des IFS-ENS hebt dies gut hervor.
GEWITTER:
Am Samstag entwickeln sich im Westen teils kräftige Gewitter, die bei guter Grenzschichtdurchmischung mit einem hohen (überregionalen?) Böenpotenzial einhergehen (punktuell auch mit Hagel und Starkregen). Lokal besteht Unwettergefahr.
Von Sonntag bis Dienstag entwickeln sich entlang und südlich der wellenden Front (im Süden und Osten der Republik) immer wieder teils heftige Gewitter, lokal mit Unwetterpotenzial durch Starkregen und Hagel. Der EFI CAPE/Scherung ist nur entlang des wellenden Frontenzugs dank fokussierter Feuchte/Scherung etwas erhöht. Die Intensität der Gewitter wird von der Passage möglicher Kurzwellen diktiert und ist noch Unsicherheiten unterworfen.
Die Waldbrandgefahr bleibt am Freitag und Samstag nahezu deutschlandweit auf einem hohen bis sehr hohen Niveau. Auch die Trockenheit bleibt weiter ein Thema und daran werden auch die konvektiven Niederschläge kaum etwas ändern (wenigstens überregional). Allerdings nahmen die Niederschlagsmengen im IFS-ENS bei allen Membern vom gestrigen 12Z zum heutigen 00Z Lauf etwas zu (akkumuliert bis zum Ende der Mittelfrist). Im Südwesten liegen die bis zum 18.08. akkumulierten Mengen nun zwischen 0.5 und 15 l/qm (inklusive einzelner höherer Ausreißer, wie dem Kontrolllauf) und bei den Wahrscheinlichkeiten im Süden und Osten lokal bei 5 bis 15%, vom Hochschwarzwald bis zum Alpenrand bei 35 bis 50% für mehr als 25 l/qm/192h. Im GEFS sieht es von den Mengen her ähnlich aus.
Basis für Mittelfristvorhersage
IFS, IFS-ENS, GEFS, MOSMIX, JMA und NASA
VBZ Offenbach / Dipl. Met. Helge Tuschy





