Synoptische Übersicht Kurzfrist
Synoptische Übersicht Kurzfrist
ausgegeben am Montag, den 18.05.2026 um 08 UTC
GWL und markante Wettererscheinungen:
GWL: Anfangs TrM (Trog Mitteleuropa), allmählicher Übergang zu BM (Brücke Mitteleuropa)
INGA und HENRIETTE in ihrem Element - wechselhafte Kurzfrist mit konvektiven Elementen.
Synoptische Entwicklung bis Mittwoch 24 UTC
Montag... starten wir in die nächste Maiwoche, an deren Ende ein langes Wochenende - die Rede ist von Pfingsten - steht. Sehr gut möglich, dass wir dann und vielleicht auch schon etwas eher über Frühsommer sprechen, also Sonne statt und Temperaturen jenseits der 25°C-Marke. Genaueres dazu in der Synoptischen Übersicht Mittelfrist, die am späten Vormittag an allen bekannten "Kiosken und Vorverkaufsstellen" erhältlich ist. Jetzt aber erstmal zur Kurzfrist bis Mittwoch, die noch immer von einer ausgeprägten Wechselhaftigkeit geprägt ist. Nachdem uns vergangene Woche ein fetter und kalter Potenzialtrog mehr als nur ein wenig gepiesackt hat, steht nun schon der Nachfolger ante portas. Weniger wuchtig und auch weniger kalt als sein Vorgänger, aber trotzdem mit ausreichend zyklonaler Energie ausgestattet, um beim hiesigen Wettergeschehen einen erkennbaren Fußabdruck zu hinterlassen.
Heute Morgen befindet sich besagter Trog mit seiner Hauptachse noch knapp westlich von uns, wobei er auf 300 hPa leicht nach Osten gegenüber 500 hPa versetzt ist. Im Tagesverlauf erreichen beide Anteile den Westen des Landes. Angeführt wird das Potenzialminimum von einer leicht wellenden Okklusion, die wiederum in eine Tiefdruckrinne mit solider Windkonvergenz (Südost vs. Südwest) eingebettet ist. Absender ist eine diffuse Tiefdruckzone in und um UK/Irland herum, die den Namen HENRIETTE trägt. Rinne und Front haben den äußersten Westen erreicht, begleitet von einem meridional angeordneten, gut definierten Regenband mit konvektiven, heute früh aber noch nicht elektrischen Einlagerungen. Gleiches gilt für einzelne, im Norden vorlaufende, im Westen nachlaufende Schauer. In den nächsten Stunden nun wird die ganze Chose langsam ostwärts bis in die mittleren Landesteile vorankommen, wobei das Regenband immer fragiler und konvektiver wird. Bedingt durch vorherige Einstrahlung wird etwas CAPE generiert, so dass etwa ab den Mittagsstunden im Bereich der Rinne respektive Front neben zahlreichen Schauern auch mit einzelnen Gewittern gerechnet werden muss. Keine große Nummer, eher schlecht organisiert und höchstens markant mit einer nicht ganz wegzudiskutierenden Wahrscheinlichkeit für Starkregen bis 20 l/m² innert kurzer Zeit (PPWs um 20 mm). Allerdings ziehen die Gewitter etwas und sind im Schnitt auch nur kurzlebig. Kleiner Hagel und Böen 7 Bft sind auch drin, für mehr wird´s aber kaum reichen. Fraglich ist auch, ob sich und wenn, wie viele Gewitter sich postfrontal im Westen noch entwickeln. Die Numerik ist da recht optimistisch, doch gilt es zu bedenken, dass irgendwann von Westen her WLA in den Trog injiziert wird, aus der eine bei etwa 700 hPa ansetzende leichte Sperrschicht erwächst. Am Ende kannste nur gucken was passiert und in situ die entsprechende Warnkarte ziehen.
Im Süden kommt noch eine zweite Quelle konvektiver Umlagerungen dazu. Offensichtlich angefacht durch Orografie und die sich nähernde Trogspitze werden aus den Alpen und der Schweiz heraus Schauer und auch einzelne Gewitter importiert, die intensitätsmäßig in der gleichen Liga wie die Überentwicklungen weiter nördlich spielen. Gänzlich unbeeindruckt vom geschilderten Geschehen bleiben der Osten und Südosten, wo sich noch die Reste des nach Finnland abgewanderten Hochs YGGLEV mit trockneren Luftmassen bemerkbar machen. Nicht nur dass es trocken bleibt, auch auf solarer Ebenen ist durchaus einiges zu holen. Bemerkbar macht sich das freilich auch bei den Temperaturen, die in der Osthälfte solide 18 bis 22°C erreichen (außer bei Seewind an der Ostsee und natürlich in höheren Lagen). Nach Westen hin muss man sich bescheidener geben mit nur 14 bis 19°C, in den Mittelgebirgen noch etwas weniger.
In der Nacht zum Dienstag setzt sich die leichte Progression des gesamten Systems weiter fort. Trog, Rinne, Front, alle machen Boden nach Osten hin gut, wobei sie tageszeitbedingt an Effektivität und Impact einbüßen. So nimmt z.B. die Gewitterei noch vor Mitternacht deutlich ab und auch auf dem Sektor Schauer zeigt das Pendel nach unten. Übrig bleiben am Ende zwei Areale mit schauerartigen Regenfällen: #1 reicht etwa von SH über HH und das östliche NDS bis hinunter nach Sachsen-Anhalt, Tendenz langsam ost-nordostwärts verlagernd und abschwächend. #2 betrifft den Alpenrand und das südliche Alpenvorland, wo Verclusterung einsetzt (mit anfänglicher Starkregengefahr) und der Regen seinen Schwerpunkt ebenfalls langsam gen Osten verlagert, dabei aber durchaus mehrstündig unterwegs ist. In den Alpen sinkt die Schneefallgrenze auf unter 2000 m, nicht aber unter 1500 m. Im Hochgebirge sind etwa 10 cm Neuschnee drin.
Ansonsten gilt es zu konstatieren, dass von Westen her ein flacher, WLA generierter Rücken seine Fühler nach Deutschland ausstreckt und die postfrontal eingeflossene subpolare Meeresluft zur Ruhe mahnt. Auch im Bodendruckfeld lässt sich - bei sehr geringen Luftdruckgegensätzen allerdings - die Aufwölbung eines zarten Zwischenhochs erahnen. Bedeutet für die Westhälfte größere Wolkenauflockerungen, in der feuchten und windstillen Grundschicht aber auch gebietsweise teils dichter Nebel. Frisch wird´s auch nochmal, insbesondere in den Senken, Mulden und Tälern der westlichen und südwestlichen Mittelgebirge, wo es auf 0°C oder etwas darunter abkühlen kann.
Dienstag... zieht der Trog nur sehr zögerlich aus dem Osten bzw. Nordosten ab. Kein Wunder, wird doch über Russland respektive Nordosteuropa mal wieder Blockade gespielt, die es sämtlichen von Westen anrückendenden Systemen schwer macht, ausreichend Meilen zu sammeln. Schaut man sich den 18-UTC-Termin an, dann hat´s der Trog auf 300 hPa so gerade geschafft, Polen und die Ostsee zu erreichen, während er auf 500 hPa noch immer über der Oder-Neiße-Region herumlungert. Gleiches gilt für die inzwischen arg gealterte, aber offensichtlich resiliente Okklusion, die sich bei zunehmend amorpher Druckverteilung tapfer über den östlichen Landesteilen hält. Sie wird im Tagesverlauf sogar noch mal aktiviert, was sie in einem etwa von Vorpommern am Großraum Berlin vorbei bis zum Erz-/Zittauer Gebirge reichenden Korridor mit Schauern und einzelnen Gewittern zurückzahlt. Dabei bleibt Starkregen das Kriterium, weshalb am ehesten mal ocker statt gelb zu ziehen ist. Kleiner Hagel und Böen 7 Bft sind natürlich auch möglich.
Etwas westlich vom besagten Korridor wartet die Numerik - wenn auch abgeschwächt - ebenfalls mit konvektiven Umlagerungen auf. Auch wenn es die Modelle anders sehen, dürfte es sich meist "nur" um Schauer handeln. Auf der einen Seite wirkt der dem Trog folgende Rücken dämpfend, auf der anderen Seite macht sich von Westen her zunehmend WLA stabilisierend bemerkbar. Womit wir übrigens beim nächsten Tief und dem zugehörigen Frontensystem wären. Die Rede ist von INGA, die es sich morgen Mittag mehrere Dutzend Seemeilen westlich der Hebriden gemütlich macht, während sie ihre Fronten Richtung Kontinent schickt. Bei uns allerdings dürften diese ohne Warmsektor als teilokkludierte Kaltfront zwar erst in der Nacht zum Mittwoch ankommen. Gleichwohl nimmt die Bewölkung in den westlichen Landesteilen immer weiter zu und am Nachmittag breiten sich von Benelux und Frankreich leichte Regenfälle langsam ostwärts aus. Interessant dabei: Während die deutsche Modellkette, aber z.B. auch AROME auf weitgehend stratiformen Regen setzen, bietet SuperHD nur ein paar schnöde Schauer an. So oder so, viel kommt bis zum Abend nicht runter, die Ausbeute liegt bei allen Modellen meist deutlich unter 5 l/m².
Bliebe nur noch mitzuteilen, dass das Wolkenbild abgesehen vom Westen, wo alsbald Aufzug einsetzt, ein gemischtes ist, welches auch der Sonne einige Auftritte ermöglicht. Dazu 16 bis 22°C mit den höheren Werten nach Osten und Südosten hin. Küstenabschnitte mit auflandigem Wind sowie höhere Lagen bleiben naturgemäß etwas frischer.
In der Nacht zum Mittwoch wird der Höhenrücken nach Osten rausgedrückt, wodurch wir auf die diffluente Vorderseite des nächsten Trogs über UK/Irland respektive dem nahen Atlantik gelangen. Da dieses Modell im Vergleich zu seinen Vorgängern kaum Amplitude aufweist, ergibt sich bei uns eine eher zonal geprägte West-Südwestströmung, mit der die mittlerweile vollständig okkludierte Front ostwärts gesteuert wird. Damit breiten sich auch die zugehörigen Regenfälle ostwärts aus, wobei noch fraglich ist, wie weit. Gut möglich, dass Oder und Neiße noch nicht erreicht werden. Akkumuliert über die Nacht bleiben die Mengen überschaubar, mehr als 5 l/m² dürften nur selten zustande kommen, zumal die anfänglich noch aktive Konvektion sehr schnell zum Erliegen kommt. Schön auf alle Fälle, dass es mal wieder eine Nacht gibt, in der wir nicht über Frost reden müssen.
Mittwoch... schiebt sich der Trog relativ flach zu uns rein, was aber dicke ausreicht, die einfließende subpolare Meeresluft soweit zu labilisieren, dass wir uns auf einen sehr abwechslungsreichen Mittwoch freuen können. Und weil die Luft noch etwas feuchter ist als zuvor (PPW zwischen 20 und 25 mm, spez. Grundschichtfeuchte bis zu 9 g/kg) und vor allem in der Westhälfte solide Scherung vorliegt, dürfen wir bei wechselnder bis starker Bewölkung von einer regen Schauer- und Gewittertätigkeit ausgehen. Neben markantem Starkregen (die Unwettergefahr hält sich dann doch sehr in Grenzen) können auch kleiner Hagel sowie Böen 7-8 Bft mit von der Partie sein. Hinsichtlich der genauen räumlichen Verteilung lassen sich keine belastbaren Aussagen machen. Im Grunde kann es jede Region treffen, auch wenn sich bei ICON im Südwesten ab dem Nachmittag ein gewisser Trockeneinschub erkennen lässt. Inwieweit das für bare Münze zu nehmen ist, bleibt abzuwarten. Fakt hingegen ist, dass nun auch im Süden und Westen die Chancen steigen, die 20°C-Marke zu erreichen oder gar zu überschreiten. Insgesamt kann die Spanne der Höchsttemperatur auf 16 bis 22°C taxiert werden.
In der Nacht zum Donnerstag beginnen Potenzial und Luftdruck von Frankreich und Benelux her anzusteigen. Hinzu kommt der Tagesgang, so dass nachvollziehbar ist, warum die Numerik ein baldiges Abebben der Schauer- und Gewitteraktivität feilbietet. Nur ganz im Norden, wo der Trog am ausgeprägtesten durchschwenkt sowie an den Alpen, wo sich vorübergehend leichter Stau einstellt, kann es noch etwas länger schauern bzw. regnen. Dort, wo es längere Zeit aufreißt (Süden/Mitte), bildet sich z.T. dichter Nebel. Die Tiefsttemperatur liegt zwischen 12 und 6°C.
Modellvergleich und -einschätzung
Die wechselhaften und damit recht anspruchsvollen Abläufe werden von den Modellen sehr ähnlich abgebildet. Dass das auf die Auswirkungen, in diesem Fall konkret auf das Konvektions- und Niederschlagsgeschehen, nicht unbedingt 1:1 projizierbar ist, ist nicht neu. Die Gewitter müssen an allen drei Tagen mit den Werkzeugen des Nowcastings abgearbeitet werden.
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Jens Hoffmann
Synoptische Übersicht Mittelfrist
Synoptische Übersicht Mittelfrist
ausgegeben am Montag, den 18.05.2026 um 10.30 UTC
Zunehmend sommerlich. Am Sonntag im Westen und Südwesten geringes Gewitterpotenzial.
Synoptische Entwicklung bis zum Montag, den 25.05.2026
Es gibt nur noch eine Richtung: Aufwärts! Gemeint sind die Temperaturen, die in den vergangenen Tagen als Eisheilige verkleidet ziemlich unterkühlt daherkamen, in der Mittelfrist aber wie der Bundesligaufsteiger Elversberg aus dem kleinen Saarland deutlich in die erste Klasse nach oben schießen und sommerliche Gefilde anstreben. Möglicherweise endet das gar in Hitze, was für manch einen Zeitgenossen dann natürlich auch schon wieder zu viel des Guten ist.
Wie dem auch sei beginnt die Mittelfrist am kommenden Donnerstag mit einem sich von Nordwestafrika in Richtung Frankreich und Benelux aufwölbenden, positiv geneigten Rücken. Ein schmückendes Beiwerk in Form eines kleinen Trogs über Skandinavien ist für heimische Regionen nur noch Staffage. Bodennah mündet der Rücken in einem Hoch mit Zentrum über Deutschland und einem Kerndruck knapp über 1025 hPa. Die T850 hPa steigen mit Zufuhr subtropischer Luftmassen (mT/teils cT) aus dem Süden auf 5 Grad im Norden bis 10 Grad im Süden, im Südwesten dürfte örtlich bereits an der 25-Grad-Marke, also einem meteorologischen Sommertag, gekratzt werden.
Von Freitag bis Samstag verlagert sich die Achse des Rückens allmählich auf eine Linie Balearen - Löwengolf - Alpen - Polen, womit Deutschland mehr und mehr auf die Rückseite gerät. Am Samstag tropft zudem über Frankreich ein kleines Höhentief aus einem schmalen Trog ab, es hat aber vorerst keinen Einfluss auf unser Wetter. Am Boden verlagert das Hoch seinen Schwerpunkt derweil nach Polen. Mit der südlichen Strömung steigt die T850 hPa auf 10 bis 15 Grad, wobei die Luftmasse eher trocken ist. In 2 Metern zeigen die Vorhersagen gebietsweise über 30 Grad an.
Am Sonntag dreht sich das Höhentief über Frankreich ein. In der Nähe dazu ist im Westen und Südwesten Konvektion möglich. Ansonsten überwiegt weiter der Hochdruckeinfluss.
Am Montag wandert das Höhentief in die Biskaya ab und ist nicht mehr relevant für uns. Der Rücken über uns flacht dagegen ab, sodass sich in der Folge auch das Hoch über Polen abschwächt. Gleichzeitig zieht aber westlich der Britischen Inseln ein neuer Rücken heran, der ein neues Hoch über den Britischen Inseln und der Nordsee generiert. Die T850 hPa liegen weiterhin nahezu unverändert zwischen 11 und 15 Grad, ein Luftmassenaustausch findet nicht statt.
In der erweiterten Mittelfrist ändert sich nichts Wesentliches. Der Rücken bleibt dominant, das Höhentief steuert die Britischen Inseln an. Eventuell gelangt im Zuge dessen etwas feuchtere Luft in den Westen Deutschlands, was das Gewitterrisiko ein wenig erhöhen könnte. Mit T850 hPa von 12 bis 17 Grad wird es sogar noch ein kleines bisschen wärmer.
Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs
Im Prinzip ist die Konsistenz der jüngsten drei Läufe des EZMW hoch, weil an den Grundmustern festgehalten wird. Wie so oft liegt der Teufel aber im Detail, und das heißt hier Höhentief. Im gestrigen 0 UTC-Lauf sollte sich aus dem nun nach Skandinavien abziehenden Randtrog ein Höhentief abspalten, das in der Folge nach Tschechien und Österreich wandern sollte. Dieses ist mit dem heutigen 0 UTC-Lauf ganz vom Tisch, auch der gestrige 12 UTC-Lauf zeigte es schon nicht mehr. Das neue Höhentief über Frankreich und der Biskaya war im gestrigen 0 UTC-Lauf weiter westlich unterwegs und sollte uns nicht tangieren. Mit dem heutigen 0 UTC-Lauf könnte es den Westen und Südwesten am Sonntag mit Schauern oder Gewittern streifen. Zwischen dem gestrigen 12 UTC- und dem heutigen 0 UTC-Lauf besteht auch in den Details eine hohe Konsistenz.
Vergleich mit anderen globalen Modellen
ICON, GFS und UK10 ziehen mit dem EZMW an einem Strang und servieren, etwas überraschend angesichts des kleinen Höhentiefs, sehr ähnliche Lösungen.
Bewertung der Ensemblevorhersagen
RAUCHFAHNEN:
Die Rauchfahnen bestätigen den deterministischen Lauf durch einen gut im engen Median eingebetteten Kontrolllauf. Ab Sonntag öffnen wenige Ausreißer nach unten die Kurven, sodass die Option für ein Höhentief näher bei oder über uns nicht ganz abgehakt ist. Zudem läuft der Kontrolllauf bei T850 hPa und 500 hPa Geopotenzial jeweils an den oberen Rand der Streuung, sodass das Temperaturniveau vielleicht ein wenig zu hoch angesetzt ist. Niederschlagsignale gibt es bis Mittwoch, im Osten und Norden bis Donnerstag. Am Samstag, hauptsächlich aber am Sonntag ist ein geringes Rauschen zu verzeichnen.
CLUSTER:
Im zweiten Zeitschritt zwischen Samstag 0 UTC und Montag 0 UTC gibt es 3 Cluster (alle mit Blockierung). In C1 ist das Höhentief kaum ausgeprägt und verschwindet bald, in C2 und C3 wird es fast an gleicher Stelle wie beim Hauptlauf simuliert.
Im dritten Zeitschritt zwischen Dienstag 0 UTC und Donnerstag 0 UTC (erweiterte Mittelfrist) werden 2 Cluster benötigt (weiterhin Blockierung). C1 (27 Mitglieder) entspricht dem deterministischen Lauf. Bei C2 (24 Mitglieder mit Kontrolllauf) flacht der Rücken über uns ab, sodass der Nordosten etwas zyklonaler aufgestellt wäre.
FAZIT:
Pack die Badehose aus! Das schaurige Wetter des Eisheiligen zieht ab und die Temperaturen steigen deutlich. Es drohen gebietsweise sogar die ersten Hitzetage mit Höchsttemperaturen über 30 Grad. Ob am Sonntag im Westen und Südwesten vereinzelt markante Gewitter stören, ist noch nicht sicher. Zudem könnte sich durch eine leicht veränderte Zugbahn des Höhentiefs am Wochenende das Gewitterpotenzial mit MU-CAPE zum Teil über 2000 J/kg bei uns erhöhen, die Modelle wollen davon aber noch nicht viel wissen.
Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen
GEWITTER:
Dem heutigen 0 UTC-Lauf zufolge besteht am Sonntag im Westen und Südwesten ein geringes Gewitterrisiko. EFI hat keine Signale, MU-CAPE ist mit bis zu 2000 J/kg aber beachtlich. Die Hebung ist dagegen aufgrund der Entfernung zum Höhentief nur mau. Dennoch sind starke Gewitter mit Starkregen, Sturmböen und kleinem Hagel nicht auszuschließen. Für Unwetter spricht aktuell nur wenig. Allerdings könnte sich je nach Lage des Höhentiefs in den nächsten Läufen das Gewitterpotenzial deutlich erhöhen und/oder auf andere Tage oder Gebiete ausdehnen/ausbreiten.
TEMPERATUREN:
Ab Samstag zeigt EFI deutliche Signale für überdurchschnittlich hohe Temperaturen. Da die Feuchtigkeit aber zunächst gering ist und es in den Nächten noch ausreichend abkühlt, sollte die Wärmebelastung noch nicht zu stark sein.
Basis für Mittelfristvorhersage
EZMW, EZMW-EPS, MOSMIX
VBZ Offenbach / Dipl. Met. Simon Trippler





