Synoptische Übersicht Kurzfrist
Synoptische Übersicht Kurzfrist
ausgegeben am Montag, den 09.02.2026 um 08 UTC
GWL und markante Wettererscheinungen:
SEa Übergang zu Ws
Heute im Nordosten und äußersten Norden noch geringfügig Glätte. Dienstagfrüh im äußersten Südwesten, in der Nacht zum Mittwoch auch wieder im Nordosten gefrierender Regen gering wahrscheinlich. Ab der Nacht zum Mittwoch in der Mitte und im Süden im Bereich der Mittelgebirge und evtl. im Allgäu aufkommende Dauerregen/Tauwetterlage.
Synoptische Entwicklung bis Mittwoch 24 UTC
Montag... erstreckt sich weiterhin eine umfangreiche Tiefdruckzone vom Nordostatlantik über West- und Südwesteuropa hinweg bis in den Mittelmeerraum. Darin eingelagert sind mehrere Tiefdruckzentren. Demgegenüber steht das Hoch EMMERAM, das aktuell mit seinem Schwerpunkt über Belarus liegt, sich aber im Tagesverlauf allmählich südostwärts in Richtung UKRAINE verlagert. Dennoch bleibt es zunächst noch, verbunden mit einem Höhenrücken in der Höhe, für uns wetterbestimmend. Das Temperaturgefälle über Deutschland bleibt bestehen. Denn am Rande des Hochs gelangt mit einer östlichen bis südöstlichen Strömung weiterhin kalte Kontinentalluft in den Norden und Osten Deutschlands, während in den Westen und Süden vorderseitig des Tiefdruckkomplexes milderer Meeresluft herangeführt wird.
Das Wetter gestaltet sich weitgehend ruhig, bzw. beschränken sich die Prozesse weitgehend auf die Grundschicht. So hält sich vielerorts dichte, oft auch hochnebelartige Bewölkung. Teilweise lichtet sich auch der dichte Bodennebel nur sehr zögerlich, insbesondere vom Thüringer Becken bis zum Harz und nach Westsachsen hinein können sich die niedrigen Sichtweiten den ganzen Tag über halten. Größere Wolkenlücken ergeben sich im Tagesverlauf am ehesten im Südwesten und an den Alpen sowie in NRW, aber auch im Lee und somit auf den Nordwestseiten der Mittelgebirge.
Von Brandenburg bis nach Schleswig-Holstein kann es vereinzelt noch etwas Niederschlag geben. Meist handelt es sich dabei um Schneegriesel, so geben es auch die Beobachtungsdaten und Crowdsourcing Meldungen her. Auf Basis der Soundings ist aber nicht ausgeschlossen, dass hier und da auch gefrierender Sprühregen mit dabei ist. Bereits im Laufe des Vormittags lassen die Niederschläge aber weiter nach. Einzig von Vorpommern bis nach SH kann es noch etwas grieseln oder nieseln, sodass dort ggfs. die Glättewarnungen verlängert werden müssen.
Die Temperatur bewegt sich zwischen -1 und +4 Grad in der Nordosthälfte, bei Auflockerungen können im Erzgebirgsvorland auch bis 6 Grad erreicht werden. Im Westen und Süden werden Höchstwerte zwischen 4 und 9 Grad erreicht, mit den höchsten Werten entlang des Rheins.
In der Nacht zum Dienstag zieht sich das Hoch noch etwas weiter Richtung Südosten zurück und von Westen beginnt der Luftdruck zu sinken. Gleichzeitig beginnt die Höhenströmung über Westeuropa mehr zu zonalisieren mit eingelagerten flachen Trog-Keil-Mustern, die sich nachfolgend wiederholt von Westen nähern. So kommt ein erster Randtrog von Frankreich und Großbritannien heran. Dabei nähert sich, ausgehend von dem Tiefkomplex vor Westeuropa, eine erste Okklusion, die in den Frühstunden den Nordosten Frankreichs und Belgien erreicht. Vorlaufend zieht in der Nacht im Westen und Südwesten mehrschichtige Bewölkung auf. Zuvor kann sich aber dort wie auch generell in der Mitte und im Süden gebietsweise dichter Nebel bilden. In den Frühstunden können dann von der Eifel über das Saarland bis zum Oberrheingraben erste geringfügige Niederschläge in Form von Regen übergreifen. In diesen Regionen bleibt es aber bereits weitgehend frostfrei und entsprechend sind auch die Belagstemperaturen im positiven Bereich. Einzig in der Eifel oder auch im Schwarzwald, wo die Temperaturen knapp unter 0 Grad liegen, besteht eine geringe Gefahr für gefrierenden Regen. Aufgrund der geringen Niederschlagsmengen sollte aber eine markante Warnung ausreichen, die dann im Nowcasting ausgegeben werden muss.
In den weiteren Gebieten bleibt es überwiegend trocken, ganz im Nordosten ist vereinzelt noch etwas Sprühregen oder Schneegriesel möglich und es kann vereinzelt zu Glätte kommen. Auch sonst ist bei leichtem, an den Alpen auch mäßigem Frost streckenweise Glätte durch Nebelnässe oder Reif nicht ausgeschlossen.
Dienstag... schwenkt der erste flache Randtrog langsam über uns hinweg. Die Okklusion kommt über Deutschland weiter ost-/nordostwärts voran und die Niederschläge erreichen etwa die Elbe und Ostbayern (IFS zeigt eine langsamere Verlagerung). Sie bleiben weiter leicht ausgeprägt, sodass die 6-stündigen Mengen meist unter 1 mm liegen. Bei steigenden Temperaturen nimmt die Glättegefahr rasch ab. Dabei liegen die Höchstwerte zwischen 6 und 9, an Nieder- und Oberrhein auch bis 11 Grad und auch in den Nordosten gelangt ein Schwall milderer Luft und die Temperatur steigt auf Werte zwischen 0 und 4 Grad an. Bei weiter fallendem Luftdruck nimmt der Druckgradient über Deutschland etwas weiter zu, warnwürdige Böen sind bis zum Abend aber wahrscheinlich noch nicht zu erwarten. Dennoch sorgt er dafür, dass die Bewölkung präfrontal im Osten und Südosten stärker auflockert und sich auch mal längere Zeit die Sonne zeigt.
In der Nacht zum Mittwoch kommt die Okklusion weiter Richtung Norden und Osten voran (IFS weiterhin langsamer), wo sich die Niederschläge gekoppelt an einen Kurzwellentrog nochmal etwas verstärken. Meist bleibt es in der Nacht schon frostfrei, im Nordosten, in einigen Lagen der östlichen Mittelgebirge und auch im Südosten Bayerns tritt aber nochmal leichter Frost auf. Somit besteht dort mit einsetzendem Regen die Gefahr von Glatteis. Am ehesten aufgrund der Niederschlagsraten im Nordosten, dabei kann auch kleinräumig Unwetter nicht ausgeschlossen werden.
Im Westen und Süden lassen die Niederschläge zunächst nach, bevor dort zum Ende der ersten Nachthälfte neue Niederschläge aufkommen. Sie gehören zu einem teilokkludierten Frontensystem eines Tiefs (TAMARA) mit Kern nordwestlich von Irland, wobei sich im Bereich einer von Großbritannien bis nach Nordwestdeutschland reichenden Rinne etwa über den Niederlanden ein Teiltief ausbilden soll. Durch einen von Frankreich hereinschwenkenden weiteren Randtrog kommt kräftigere Hebung auf und die Niederschläge verstärken sich vor allem über dem Südwesten. Bis Mittwochfrüh fallen dort gebietsweise Regenmengen zwischen 5 und 15 mm in 12 Stunden, im Schwarzwald auch um 20 mm und im Südschwarzwald gibt es Signale für markante Mengen um 25 mm. Da die Niederschläge am Mittwoch und darüber hinaus dort anhalten, ist eine Dauerregenlage wahrscheinlich (siehe Mittwoch). Sonst liegen die Mengen im Westen und Süden meist zwischen 1 und 5 mm.
In den Frühstunden erreichen die Niederschläge auch den Südosten Bayerns, sodass dort abermals die Gefahr von Glatteis besteht, wobei sie dann sogar höher ist, als in Verbindung mit der ersten Okklusion. Zuvor bleibt es in der Mitte und in weiten Teilen Bayerns auch längere Zeit trocken.
Der Wind legt noch etwas weiter zu, im Hochschwarzwald und auf Alpengipfeln sind dann Sturmböen (Bft 8, 9) oder schwere Sturmböen (Bft 10) aus Südwest zu erwarten.
Mittwoch... verlagert sich das Frontensystem über Deutschland hinweg weiter nordostwärts, bevor schließlich in der Nacht zum Donnerstag eine weitere Okklusion auf den Südwesten übergreift. Somit regnet es dort mit kurzen Unterbrechungen weiter. So ergeben sich bis in die Nacht zum Freitag hinein (Mittelfrist) im Grunde auch noch darüber hinaus Niederschlagsmengen, die auf Basis von ICON im Stau der südlichen Mittelgebirge und auch im Allgäu (dort anfangs teils noch Schneefall) Mengen zwischen 40 und 50, im Schwarzwald auch zwischen 60 und 80 mm, lokal auch darüber in 48 Stunden von Mittwoch 00 bis Freitag 00 liegen können. Die anderen Modelle sind diesbezüglich deutlich zurückhaltender. Zumindest für den Schwarzwald gibt es aber auch dort Signale für markante Mengen. Die EPS Ergebnisse zeigen hohe Wahrscheinlichkeiten im Bereich des Schwarzwaldes, teils auch für andere Mittelgebirge für markante Mengen, COSMO-Leps und ICON-EU EPS auch für unwetterartige Mengen im Schwarzwald. Sonst liegen die Mengen meist zwischen 5 und 15 mm in 24 Stunden bis Donnerstagfrüh, in Staulagen einiger Mittelgebirge auch um 20 mm. Generell muss bedacht werden, dass in einigen Höhenlagen noch Schnee liegt und sich mit den steigenden Temperaturen das Tauwetter verstärkt. Somit erhöht sich das Niederschlagsdargebot, bzw. könnte es auch im Bereich weiterer Mittelgebirge für markante Tauwetterwarnungen reichen. Richtung Osten und Nordosten liegen die Mengen meist unter 5 mm.
Im äußersten Nordosten tritt nochmal leichter Frost auf, sodass dort in der Nacht zum Donnerstag nochmal Glättegefahr besteht. Sonst verläuft die Nacht relativ mild.
Mit Übergreifen der Rinne nimmt der Gradient weiter zu mit stürmischen Böen oder Sturmböen in höheren Lagen und schweren Sturmböen exponiert aus Südwest. Im Süden und Südwesten kann es teilweise bis in die Niederungen 7er Böen geben.
Modellvergleich und -einschätzung
Die betrachteten Modelle prognostizieren die Wetterentwicklung zunächst recht ähnlich. Bezüglich der Niederschlagsmengen ab der Nacht zum Mittwoch ergeben sich noch größere Unterschiede, die bereits im Text angesprochen wurden. Eine Dauerregen-/Tauwetterwarnung für einige Mittelgebirge und evtl. auch für das Allgäu scheint aber sicher. Die Entscheidung über die Warnungsausgabe muss dann morgen getroffen werden.
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Johanna Anger
Synoptische Übersicht Mittelfrist
Synoptische Übersicht Mittelfrist
ausgegeben am Montag, den 09.02.2026 um 10.30 UTC
Wechselhaft, ab Freitag vorübergehend kühler und zumindest im Bergland winterlich, ab Montag von Westen her erneut Milderung.
Synoptische Entwicklung bis zum Montag, den 16.02.2026
Am Donnerstag liegt Deutschland unter einem breiten Trog, der von Skandinavien bis ins Ionische Meer reicht. Das mit dem Trog korrespondierende Bodentief verlagert sich von der westlichen Nordsee nach Norddeutschland, in dessen Bereich ist nahezu deutschlandweit teils schauerartiger Regen zu erwarten. Die Schneefallgrenze liegt deutlich oberhalb von 1000 m. Ein von Südfrankreich nachstoßender schwacher Hochkeil lässt an der Südflanke dieses Tiefs den Gradient anziehen, wodurch in höheren Lagen Südwestdeutschlands und in der Nacht zum Freitag auch in den östlichen Mittelgebirgen Böen bis Sturmstärke zustande kommen können. Noch vorhandener Schnee dürfte in den dortigen Höhenlagen rasch schmelzen.
Im Laufe des Freitags zieht dieses Tief in den Ostseeraum und zapft die über Skandinavien liegende Kaltluft an. Diese setzt sich in Richtung Mitteleuropa in Bewegung, was mit einer Abkühlung von der Nordsee her die Niederschläge in die Mischphase übergehen lässt. An der Küste frischt später der Wind aus Nord mit stürmischen Böen auf. In der Nacht zum Samstag stößt die Kaltluft bis in den Mittelgebirgsraum vor, was die Niederschläge oberhalb 600 m, im Nordwesten und Norden bis in tiefe Lagen, in Schnee übergehen lässt. Dabei besteht Glättegefahr. Zudem kann es von Nordwesten her aufklaren, wodurch in diesen Gebieten Glätte durch überfrorene Nässe möglich ist. Am Samstag weitet sich, gestützt durch einen zu den Britischen Inseln reichenden Höhenkeil, ein Bodenhochkeil von Frankreich her nach Deutschland aus. Die Niederschläge lassen hierdurch nach, in den Alpen und in deren Vorland schneit es jedoch staubedingt noch längere Zeit. Staubedingt können dort 10 bis über 20 cm Neuschnee zusammenkommen. Ansonsten reicht es im Bergland nur für wenige Zentimeter, wobei dann auch größere Auflockerungen möglich sind. In der Nacht zum Sonntag kommt die Luftmasse unter dem Hochkeil, der sich in ein Zwischenhoch umwandelt, zur Ruhe. Ein paar Schneeschauer sind im Norden noch zu erwarten, auch an den Alpen kommen vor allem nach Osten hin noch einige Zentimeter Neuschnee hinzu. Ansonsten klart es verbreitet auf, wodurch sich leichter bis mäßiger, über Schnee teils auch strenger Frost einstellt. Am Sonntag hält sich größtenteils noch Zwischenhocheinfluss. Zum Abend hin erfolgt im Westen Wolkenaufzug, der in Verbindung mit der Warmfront eines Tiefs südlich von Island steht. Es bleibt bei niedrigen einstelligen Temperaturmaxima noch niederschlagsfrei. In der Nacht zum Montag setzt mit dem übergreifenden und bis dahin okkludierten Frontensystem Schneefall ein, der bis Montagfrüh in tieferen Lagen West- und Südwestdeutschlands in Regen übergeht. In Staulagen sind bis 10 cm Schnee möglich. Wahrscheinlich bleibt es nur im Nordosten Deutschlands noch weitgehend trocken. Der Wind dreht nachfolgend auf West und erreicht auf exponierten Berggipfeln in Böen Sturmstärke. Am Montag setzt sich mit einer zunehmenden Westströmung die Milderung bis nach Osten durch. Von der Ostsee bis in den zentralen Mittelgebirgsraum sowie in Alpennähe fällt zunächst noch Schnee, im Tagesverlauf steigt die Schneefallgrenze auf etwa 800 bis im Südwesten auf über 1000 m. In den Staulagen der Alpen sind über 10 cm Neuschnee möglich. Von Westen her erfolgt ein merklicher Temperaturanstieg. In der Nacht zum Dienstag verstärkt sich mit einer weiteren Warmfront die Zufuhr von milder Luft, was die Schneefallgrenze bis Dienstagfrüh auch im Osten und an den Alpen auf mehr als 1000 m ansteigen lässt. Abgesehen von einigen Hochlagen und vielleicht auch vom äußersten Nordosten bleibt es dann frostfrei.
Im erweiterten mittelfristigen Vorhersagezeitraum verlagert sich ein weiteres Tief nach Jütland. An dessen Südflanke erfolgt am Dienstag eine merkliche Gradientzunahme, wodurch bis in tiefe lagen stürmische Böen, im Bergland und an der Nordseeküste Sturm- und auch schwere Sturmböen aufkommen. Dies ist jedoch noch nicht sicher. Dabei fällt in der milden Luft durchweg Regen. Im Laufe des Mittwochs fächert der Gradient auf, wodurch der Wind bereits ab dem Vormittag abflaut. Während ab der Nacht zum Donnerstag im Nordwesten und Norden wieder kühlere Luft einsickert, bleibt es ansonsten noch mild. Mit einem auf südlicher Bahn ziehenden Randtief kann in der Nacht zum Mittwoch auf den Südwesten und danach bis auf die Mitte übergreifend Regen aufkommen, der im Bergland längere Zeit andauern kann.
Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs
Bis einschließlich Sonntag ist der aktuelle Modelllauf zu weiter zurückliegenden Simulationen weitgehend konsistent. Prognoserelevante Unterschiede lassen sich bis dahin nicht ableiten. Danach lässt der aktuellste Lauf das okkludierende Frontensystem nebst Niederschlägen merklich rascher auf Deutschland übergreifen. Gegenüber dem gestrigen 00 UTC-Lauf ergibt sich Montagmittag bereits ein Phasenunterschied von knapp 1000 km.
Die oben beschriebene Gradientzunahme am Dienstag und in der Nacht zum Mittwoch zeigte sich bei der gestrigen Modellrechnung von 12 UTC, nicht aber beim 00 UTC-Lauf des Vortages.
Vergleich mit anderen globalen Modellen
Bis in die Nacht zum Samstag stützen die verfügbaren Modelle die oben beschriebene Entwicklung. Prognoserelevante Unterschiede sind bis dahin nicht erkennbar.
Danach, d.h. am Samstag, lassen die Modelle die Kaltluft unterschiedlich rasch nach Südosten vorstoßen. Während GFS und auch das Modell des kanadischen Wetterdienstes der oben beschriebenen Entwicklung folgen, stehen UK10 und ICON etwas auf der Bremse. Die nachfolgende Erwärmung wird dagegen von UK10 und vom kanadischen Modell etwas hinausgezögert. Im Laufe des Montags ist dies auch bei ICON und GFS der Fall.
Im erweiterten mittelfristigen Vorhersagezeitraum wird die oben beschriebene Version von GFS gestützt. Das kanadische Modell lässt ein vergleichbares Randtief weiter nördlich über Benelux hinweg auf Deutschland übergreifen, wodurch dieses Tief erneut die über Skandinavien liegende Kaltluft anzapft und ein Zwischenhoch in der Nacht zum Donnerstag diese Luftmasse zur Ruhe kommen lässt.
Bewertung der Ensemblevorhersagen
Das EPS des GFS folgt der oben beschriebenen Entwicklung und setzt genauso auch ab Wochenbeginn auf eine Milderung mit einer west-südwestlichen Strömung. Dabei bleibt es wechselhaft mit häufigen Niederschlägen. Lediglich am Wochenende ist im Bereich eines Zwischenhochs die Niederschlagstätigkeit gedämpft. Das EPS des EZMW stützt die oben beschriebene Version. Auch die ab Beginn der kommenden Woche erfolgende Zonalisierung lässt sich herausarbeiten. Bemerkenswert ist, dass das in der Nacht zum Mittwoch über Jütland hinweg ostwärts ziehende kräftige Tief (und damit auch die oben beschriebene Gradientzunahme in weiten Teilen Deutschlands) vom EPS nicht gestützt wird. Dies gilt auch für das in der Nacht zum Donnerstag auf den Süden Deutschlands übergreifende Randtief. Vielmehr soll sich nach dem EPS-Mittel über den Britischen Inseln ein Zentraltief etablieren. Hierzu tendieren laut Clustering auch ca. 80 Prozent der Einzellösungen.
Beim Clustering gemäß Großwetterlagen dominieren zyklonale Strömungsmuster, die weiterhin auf eine weit südlich liegende Frontalzone mit Ansätzen einer Blockierung über Nordosteuropa hindeuten, unterbrochen nur von einer Troglage am zweiten Februarwochenende. Damit besteht weiterhin die Gefahr von Kaltlufteinbrüchen aus Richtung Skandinavien.
Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen
Am Donnerstag sind vor allem im westlichen und südwestdeutschen Bergland länger andauernde Regenfälle zu erwarten. Zusammen mit der im südlichen Schwarzwald sowie im Allgäu noch vorhandenen Schneedecke und deren raschen Abschmelzen können sich durchaus warnrelevante Abflussmengen ergeben. Zudem besteht zunächst in den Hochlagen im Südwesten und in der Nacht zum Freitag auch in den Kamm- und Gipfellagen der östlichen Mittelgebirge die Gefahr von Sturmböen. Am Freitag frischt an der Nordsee der Wind aus Nord auf, an der Küste sind stürmische Böen nicht auszuschließen. Im westlichen und südwestdeutschen Bergland dauern die Niederschläge, die weiterhin durchweg als Regen fallen, an. In der Nacht zum Samstag besteht von Nordwesten her bei Aufklaren Glättegefahr durch überfrorene Nässe.
Bereits in der Nacht zum Samstag gehen in den Alpen und in deren Vorland die Niederschläge in Schnee über. Diese dauern staubedingt auch am Samstag noch an, wodurch 10 bis über 20 cm Neuschnee zusammenkommen können. Diese Schneefälle lassen wahrscheinlich in der Nacht zum Sonntag nach, wobei am östlichen Alpenrand noch einmal um 10 cm Neuschnee hinzukommen können. Ansonsten stellt sich vielfach mäßiger, bei Aufklaren über Schnee auch strenger Frost ein. Am Sonntag sind keine markanten Wettererscheinungen zu erwarten. In der Nacht zum Montag setzen von Westen her rasch Niederschläge ein, die im Laufe des Montags auch den Osten Deutschlands erfassen. Dabei fällt zunächst Schnee (in Staulagen durchaus bis 10 cm nasser Schnee), bevor im Laufe des Montags bis in Lagen von 800 bis im Südwesten über 1000 m ein Übergang in Regen erfolgt. Dabei besteht in der Nacht sowie am Montag in den Frühstunden aufgrund von gefrierendem Regen vorübergehend hohe Glättegefahr.
Basis für Mittelfristvorhersage
EPS, anfangs MOS
VBZ Offenbach / Dipl. Met. Thomas Schumann





