Synoptische Übersicht Kurzfrist
Synoptische Übersicht Kurzfrist
ausgegeben am Freitag, den 02.10.2026 um 08 UTC
GWL und markante Wettererscheinungen:
Brücke Mitteleuropa (BM)
Nach Auflösung eines Tiefausläufers weitgehend ruhiges Hochdruckwetter mit erhöhter Nebelneigung in den Nächten. Am Sonntag großes Überraschungspotential im Westen und Südwesten mit Annäherung eines Kaltlufttropfens.
Synoptische Entwicklung bis Sonntag 24 UTC
Freitag... hat eine meridional orientierte, lang gestreckte Kaltfront des ehemaligen Sturmtiefs über dem Nordmeer inzwischen auch die östlichen Landesteile erreicht. Sie brachte in den vergangenen 24 Stunden den langersehnten flächendeckenden Regen, der in der Westhälfte Deutschlands vielfach 10 bis 20, lokal um 30 l/qm Regen gebracht hat. Wie gestern schon zu vermuten war, war aufgrund des schauerartigen Charakters die Verteilung der Niederschläge kleinräumig dann doch sehr heterogen wie beispielsweise 40 l/qm in Hannover-Herrenhausen belegen, wohingegen das nur 50 km weiter östlich gelegene Braunschweig keine 10 l/qm zu verzeichnen hatte. Aufgrund der nachfolgenden Auflockerungen starten wir im Westen vielerorts mit teils dichtem Nebel in den Tag.
Der Front geht nun im Tagesverlauf zunehmend der Antrieb aus, die Temperaturgegensätze in der Höhe sind bereits weitgehend abgebaut, der stützende Kurzwellentrog schwenkt nordwärts nach Skandinavien ab und so wird die Front zwischen dem Blockadehoch über Belarus (BORCHERT) und dem nachfolgenden Hoch CORTE über Benelux regelrecht in die Mangel genommen. Der Druck steigt am Boden bereits überall leicht an. So lässt der gebietsweise Regen zwischen Rostock, Leipzig und München im Vormittagsverlauf immer mehr nach und am Nachmittag bleibt weitestgehend nur noch dichtere Bewölkung über, die auch zaghafte Lücken bekommt.
Sonst gibt es in der rückseitig einfließenden, etwas kühleren, aber keineswegs polar geprägten maritimen Luftmasse (T850 bei 6 bis 9°C) einen Mix aus Sonne und Wolken, der zum Teil aus Neubildungen, zum Teil aus Umwandlung der Nebelfelder resultiert. Vor allem an der Nordsee scheint die Sonne oft ungestört. Die Absinkinversion kommt bis 800 hPa runter, was keinerlei Schauerbildung mehr zulässt. Die Höchstwerte liegen zwischen 18 und 23°C.
In der Nacht zum Samstag schließen sich die Hochs am Boden zu einer umfangreichen Hochdruckbrücke zusammen, die weite Teile Europas umspannen. Die Schwerpunkte reichen vom Weißen Meer über das Baltikum bis zum Schwarzen Meer sowie über Mitteleuropa hinweg bis ins Seegebiet westlich der Biskaya.
Für uns bedeutet das inzwischen im Oktober angelangt eine hochgradig grenzschichtgeprägte Gemengelage und nach frisch erfolgtem Niederschlagseintrag in einem schwachgradientigen Umfeld wohl die erste richtig "fette" Nebellage überregionalen Ausmaßes. Für die Nachtdienste heißt es da im Warnmanagement eher klotzen statt kleckern.
Je nach Timing der Nebelbildung kühlt es zuvor auf 12 bis 6°C ab mit den höchsten Werten vor allem Richtung Lausitz, wo sich noch am längsten zähe Restbewölkung der Front hält.
Samstag... dem Tag der Deutschen Einheit, gestaltet sich auch das Wetter recht einheitlich. Die Frontalzone verläuft weiterhin sehr weit nördlich, betrifft mehr oder weniger selbst bei den Britischen Inseln nur den Nordteil und ostwärts weiter bis nach Mittelskandinavien. Zwar befindet sich in der Höhe noch ein recht amorpher Trog über den Britischen Inseln, der die Bindung zu einem schwachen Cut-Off bei Kap Finisterre inzwischen verloren hat, aber bei uns wird die Lage eher durch den Randbereich des Rückens mit Zentrum über der Slowakei bestimmt. Bodennah ist weiterhin die umfangreiche Hochdruckbrücke wetterbestimmend, die aber naturgemäß einzelne Schwachstellen aufweist.
In eine dieser Schwachstellen sind noch immer Reste der Front eingebettet, die sowohl in Theta 850 als auch im Feuchtefeld 700 hPa rudimentär identifiziert werden können. Das markiert dann gleichzeitig auch den Bereich mit zähen Stratocumulusfeldern und den geringsten Sonnenanteilen, die aller Voraussicht nach vom Oderbruch bis zum Thüringer Becken und nachfolgend südlich abknickend bis ins Alpenvorland auftreten werden. Ganz vereinzelt kann es daraus auch ein paar Spritzer geben.
Eine weitere Schwachstelle betrifft die Nordsee, in der recht antizyklonal von Westen eine weitere, teilokkludierte Kaltfront eines Tiefs bei den Lofoten (wahrscheinlich mit Teiltiefentwicklung über dem Oslofjord, sobald die Front diesen erreicht) gesteuert wird. Diese nähert sich aber erst in den Abendstunden dem Vorhersagegebiet an und bringt als schmales Wolken- und Niederschlagsband am ehesten rund um Sylt ebenfalls ein paar Tropfen.
Sonst scheint nach mehr oder weniger rascher Nebelauflösung (in einigen Tallagen sowie rund um Rügen kann es durchaus schon bis in die Mittagsstunden dauern) zeitweise die Sonne und es bleibt trocken. Als besonders sonnig stechen diesmal Alpen, Bayerischer Wald und Erzgebirge heraus. Die Höchstwerte liegen wie am Vormittag meist um oder etwas über der 20°C Marke, auf Rügen wahrscheinlich länger nur um 15°C.
In der Nacht zum Sonntag kommen nun größere Unschärfen ins Spiel. Und zwar kommt es im Zuge eines sich intensivierenden Tiefs bei Island vorübergehend zu stärker WLA über der Norwegischen See und Schottland, was einen vorübergehenden Potentialanstieg stützt. Ein an der Südostflanke kurz zuvor abgelaufener Kurzwellentrog wird via Downstream Development stärker südwärts ausgelenkt und zeigt Abtropftendenzen. Ob das aber Richtung Dänemark sein wird (IFS), über der Doggerbank (ICON) oder gar dem Englischen Kanal (GFS), lässt sich noch nicht abschließend beurteilen. Davon wird aber maßgeblich abhängen, ob im Laufe der Nacht auf den Westen und Hebungsimpulse übergreifen, die teilweise mithilfe einer abgehobenen Mischungsschicht gar in konvektiv verstärkte Niederschläge mündet.
Die deutsche Modellkette markiert dabei aber mit Abstand das offensivste Szenario. Eingedenk der Jahreszeit und der involvierten Luftmassen sind nennenswerte Niederschläge erstmal nicht sonderlich wahrscheinlich. Ebenfalls die übergreifende schwache Front in Nordseenähe bringt nur stellenweise etwas Regen mit sich.
Ansonsten bleibt es ruhig mit einer feuchten Grundschicht, windschwachen Verhältnissen aber auch einer insgesamt etwa abgeschwächten Nebelneigung durch das ein oder andere dichtere hohe/mittelhohe Wolkenfeld, das durch die Trogannäherung gebildet wird. Die Tiefstwerte bewegen sich meist im Bereich der 10°C-Marke.
Sonntag... setzen sich die beschriebenen Unsicherheiten aus der Nacht fort und werden eher größer als kleiner. Unstrittig ist, dass der Hauptast der Frontalzone weiter deutlich im Norden über Schottland und Mittelskandinavien verläuft, wir eher unter hohem Geopotential im Flächenmittel verbleiben und bodennah der Hauptprotagonist weiterhin die umfangreiche Hochdruckbrücke vom nahen Ostatlantik über Mitteleuropa bis zum Schwarzen Meer ist. Ein neuer Schwerpunkt konnte sich inzwischen westlich der Bretagne kräftigen und ausgehend davon verläuft die Divergenzachse etwa über der Landesmitte Deutschlands hinweg ostwärts.
Nördlich davon ist weiterhin diese äußerst schwache und in den Feuchtfeldern schmale Kaltfront von Interesse, die je nach Positionierung des Höhentiefs (schon abgetropft oder nicht?) in der Höhe durchaus etwas Unterstützung erfahren könnte und sich dadurch die Niederschläge zumindest etwas intensivieren. Selbst dann wären wir aber weit von Summen von mehr als 10 l/qm binnen 12h entfernt. Meist sind es - wenn überhaupt - nur wenige Liter. Abseits dieses Streifens scheint auch längere Zeit die Sonne.
Südlich der Divergenzachse ist die Luftmasse potentiell etwas potenter, sprich feuchter mit PPW's um 30 mm und zumindest abgehoben in Teilen auch instabil geschichtet. Laut ICON und in Ansätzen auch GFS und UK10 könnte das Höhentief nun durchaus als eine Art Kaltlufttropfen interagieren und Teilen West- und Südwestdeutschlands den Sonntag in Form teils kräftiger schauartiger Regenfälle ganz schön verhageln. Ja, richtig gehört, auch einzelne eingelagerte Gewitter sind durchaus vorstellbar. Klarheit werden da aber erst die nächsten Läufe bringen. Ein guter Moment an dieser Stelle bereits auf die Synoptische Spätübersicht des geschätzten Kollegen Florian Bilgeri zu verweisen, der dazu mit Sicherheit schon mehr sagen und schreiben kann.
Recht sicher freundlich und weitgehend trocken bleibt es nach Nebelauflösung vor allem von Berlin bis nach München. Bei den Höchstwerten ändert sich kaum etwas.
Modellvergleich und -einschätzung
Bis in die Nacht zum Sonntag hinein sind sich die Modelle in den Basisfeldern einig. Unterschiede in der Ausbreitung von Nebel- und Hochnebel in den Nachtstunden liegen im Toleranzbereich, wobei ICON-D2 plausible Verteilungen anbietet. Am Sonntag stellt ICON mit seiner scharfen und weit westlichen Abtropfvariante das worst case Szenario dar. Eine "Relativierung" in den nächsten Läufen ist wahrscheinlich.
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Robert Hausen
Synoptische Übersicht Mittelfrist
Synoptische Übersicht Mittelfrist
ausgegeben am Freitag, den 02.10.2026 um 10.30 UTC
Zunächst meist ruhiges Wetter und sehr mild bis warm. Ab Mittwoch Tiefdruckeinfluss und ab Donnerstag deutlich kälter, an den Küsten dann stürmisch.
Synoptische Entwicklung bis zum Freitag, den 09.10.2026
Zu Beginn der Woche und zu Beginn der Mittelfrist zieht ein Höhentief über Polen zur Slowakei (Hinweis: Zugbahn sehr unsicher, siehe Modellbetrachtung anderer Modelle). Über Westeuropa wölbt sich ein breiter Höhenkeil auf, der allmählich ostwärts schwenkt. Am Boden erstreckt sich ein umfangreiches Hochdruckgebiet zonal von West- nach Osteuropa. Norddeutschland liegt knapp nördlich davon am Rande der weiter nördlich verlaufenden Frontalzone. Schwache Niederschläge sind dort im Zuge von WLA die Folge. Im Südosten gibt es am Rande des Höhentiefs ebenfalls gebietsweise Regen. Die erwärmte Meeresluft hat in 850 hPa von Nordost nach Südwest 7 bis 12 Grad.
Am Dienstag wandert das Zentrum des Höhenhochs nach Mitteleuropa. Ein noch schwach amplifizierter Trog erreicht den Nordteil der Britischen Inseln. Am Boden herrscht über Mitteleuropa Hochdruckeinfluss. Ein flaches Tief über der Biskaya zieht nach Frankreich. Der Norden Deutschlands liegt weiterhin unter WLA in Nähe der Frontalzone. Dort fällt gebietsweise etwas Regen, sonst wird es meist freundlich. In 850 hPa liegen die Temperaturen zwischen 7 Grad in Schleswig-Holstein und 13 Grad südlich der Donau.
Am Mittwoch intensiviert sich der Trog über den Britischen Inseln und stößt bis zum Abend zum Ärmelkanal vor. Das Höhenhoch wandert nach Osteuropa. Mitteleuropa gelangt auf die Vorderseite des Westeuropatroges. Am Boden wandert das Hoch ebenfalls nach Osteuropa. Das Tief über Frankreich verstärkt sich allmählich und zieht an die westdeutsche Grenze. Die Warmluftzufuhr verstärkt sich vorübergehend. In 850 hPa werden von Nord nach Süd 7 bis 14 Grad erreicht. Konvektion wird kaum simuliert; an der Nordsee wird eine quasistationäre Front aktiviert.
In der Nacht zum Donnerstag zieht das Tief, entwicklungsgünstig gelegen, unter Vertiefung zur westlichen Ostsee. Seine Kaltfront kommt bis Donnerstagfrüh in die Mitte des Landes voran.
Am Donnerstag stößt der markante Trog mit Temperaturen um -28 Grad in 500 hPa nach Deutschland vor. Das Tief über der westlichen Ostsee zieht unter weiterer Vertiefung auf nahezu 995 hPa nach Südschweden. Seine Kaltfront erreicht am Abend die Alpen. Postfrontal strömt subpolare Meeresluft ein. In Westdeutschland sinkt die Temperatur in 850 hPa auf Werte um 0 Grad. Verbreitet kommt es zu Niederschlägen, die unter dem Trog zunehmend einen konvektiven Charakter annehmen. Örtlich sind Kaltluftgewitter wahrscheinlich. In der straffen Nordwestströmung kommt es vor allem bei Konvektion sowie im Bergland und an den Küsten zu Böen Bft 7 bis 8.
In der Nacht zum Freitag liegt Deutschland rückseitig des Troges in einer kräftigen nordwestlichen Strömung, die an den Küsten für Sturmböen gut ist. Vor allem im Umfeld der warmen Meere hält die Konvektion an.
Am Freitag schwenkt der Trog nach Polen, von Westen folgt ein flacher Keil nach. Das bestimmende Tief erreicht über der zentralen Ostsee mit etwa 990 hPa seinen Höhepunkt. Vor allem im Norden und der Mitte des Landes lebt über Land die Konvektion wieder auf. Im Süden sind Schauer dank des Keils des Azorenhochs deutlich seltener. Bei 0 bis +3 Grad in 850 hPa liegen die Höchstwerte landesweit unter der 20-Grad-Marke. Der an den Küsten anfangs in Böen noch stürmische Nordwestwind lässt von Westen her nach und dreht auf West.
Das Wochenende gestaltet sich in einer zyklonalen Westströmung vor allem im Norden und der Mitte unbeständig und teils windig bei einem der Jahreszeit entsprechenden Temperaturniveau.
FAZIT:
Ein Höhentief sorgt Montag für Unsicherheiten, meist dominiert aber zunächst bei sehr mildem bis warmem Wetter Hochdruckeinfluss. Ab Wochenmitte nimmt ein kräftiges Tief von Westen her das Zepter in die Hand. Rückseitig fließt in einer kräftigen Nordwestströmung ab Donnerstag deutlich kältere Luft nach Deutschland.
Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs
Zu Beginn der Mittelfrist am Montag zieht ein Höhentief über Polen und Tschechien südwärts und erreicht am Mittwoch die Adria. Die Vorläufe simulierten die Zugbahn weiter nach Südosten. Die Auswirkungen auf Deutschland sind aber marginal. Über Deutschland wölbt sich, wie auch in den Vorläufen, ein Höhenrücken. Der Norden Deutschlands liegt am Rande der Frontalzone und wird zeitweise von schwachen Fronten gestreift. Die Konsistenz ist gut. Am Mittwoch und Donnerstag schwenkt ein Trog unter Amplifizierung von West- nach Mitteleuropa. Ein Tief zieht unter deutlicher Intensivierung von Frankreich nach Schweden. Sein Frontensystem überquert Deutschland, und rückseitig fließt am Donnerstag deutlich kältere subpolare Meeresluft ein. Diese Entwicklung ist ähnlich dem gestrigen 12-UTC-Lauf; der gestrige Morgenlauf zeigte sowohl den Trog als auch die Tiefentwicklung weniger ausgeprägt. Die Konsistenz ist noch mäßig gut. Trog und Tief schwenken bzw. ziehen am Freitag nach Osten, Deutschland liegt in der Folge im Bereich der Frontalzone. Von Westen greifen Frontensysteme auf Mitteleuropa über. Im Vergleich zum 12-UTC-Lauf ist die Konsistenz gut, im Vergleich zum gestrigen 00-UTC-Lauf weniger gut. Dieser zeigte die Entwicklung weniger zyklonal
Vergleich mit anderen globalen Modellen
ICON und GFS simulieren das Höhentief deutlich weiter westlich als IFS. Beide belassen es über Frankreich, bevor es am Mittwoch von der Frontalzone "eingefangen wird". Den markanten Trog und die starke Tiefdruckentwicklung zur Wochenmitte zeigen alle Modelle, wobei der Trog bei ICON im Gegensatz zu den anderen Modellen zum Mittelmeer abtropft. Die markante Rückseite am Donnerstag und Freitag wird recht einheitlich simuliert. Am Wochenende ist GFS weniger zyklonal aufgestellt als IFS.
Bewertung der Ensemblevorhersagen
Das Geopotenzial in 500 hPa zeigt deutschlandweit einen sich beschleunigenden Abwärtstrend bis zu einem Minimum am Donnerstag bzw. in der Nacht zum Freitag. Danach zeigt sich eine vorübergehende Erholung, bevor zum Samstag ein erneutes Sinken zu erkennen ist. Die Streuung der Member ist zunächst gering, nimmt aber bis Donnerstag deutlich zu. Member ohne einen markanten Trog am Donnerstag gibt es kaum.
Die Temperatur in 850 hPa zeigt zunächst ein hohes Niveau um 10 Grad, bevor zum Donnerstag ein Sinken auf Werte nahe 0 Grad zu erkennen ist. Danach gibt es bei den meisten Membern eine Erwärmung auf Werte um 7 Grad. Die Streuung nimmt am Mittwoch vorübergehend deutlich zu (Zeitpunkt der Abkühlung), ist am Donnerstag dann aber wieder geringer (deutliche Abkühlung ist sehr sicher).
Das Ensemble von GFS sieht dem von IFS sehr ähnlich.
CLUSTERUNG:
Für Montag und Dienstag gibt es drei Cluster, die alle den Wechsel von "Blocking" zu "NAO positiv" zeigen. Der Hauptlauf gehört dem mitgliederstarken Cluster 1 an, das mehr Mitglieder hat als Cluster 2 und 3 zusammen. Cluster 2 zeigt eine westlichere Zugbahn des Höhentiefs.
Für Mittwoch bis Freitag gibt es erneut drei Cluster, wobei die Cluster 1 und 2 (inkl. Hauptlauf) sich sehr ähnlich sind. Cluster 3 zeigt einen deutlich schwächeren und zum Abtropfen neigenden Trog über Mitteleuropa.
Für das Wochenende gibt es sechs Cluster, wobei sich der Hauptlauf in Cluster 5 mit sechs Mitgliedern befindet. Alle Cluster zeigen eine westliche Strömung, wobei sie sich in der Phase von Trögen und Keilen teils stark unterscheiden.
Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen
Niederschlag:
Der EFI für den 24-stündigen Niederschlag zeigt für den Donnerstag geringe Signale für ein ungewöhnliches Ereignis am Alpenrand.
WIND:
Keine Signale vom EFI bis einschließlich Freitag. Geringe Wahrscheinlichkeiten für Bft 8/9 im EPS für Donnerstag und Freitag.
Basis für Mittelfristvorhersage
IFS, IFS-ENS, MOSMIX
VBZ Offenbach / M.Sc. Met. Thore Hansen





