Synoptische Übersicht Kurzfrist
Synoptische Übersicht Kurzfrist
ausgegeben am Sonntag, den 26.07.2026 um 18 UTC
SCHLAGZEILE:
Kommende Nacht mit Trogpassage vor allem im Norden und Osten noch gebietsweise schauerartiger Regen, anfangs kleinräumig Starkregen nicht ausgeschlossen, vereinzelt auch Gewitter.
In einigen Gipfellagen stürmische Böen bzw. Sturmböen, nachts und am Montag an der Ostsee, insbesondere entlang der vorpommerschen Küste, einzelne stürmische Böen.
Synoptische Entwicklung bis Dienstag 06 UTC
Aktuell ... greift an der Südflanke des hochreichenden und zentralsteuernden Tiefdruckgebietes ""EVELINE" mit Drehzentrum über der Norwegischen See knapp westlich der Haltenbank ein Höhentrog unter Amplifizierung von Nordwesten her auf Deutschland über. Vorderseitig ist vor allem über dem Norden und Osten des Landes aufgrund von PVA dynamischer Hebungsinput gegeben, der von KLA aber bereits teilweise kompensiert wird. Die teilokkludierte Kaltfront des Tiefs überquert aktuell die mittlere und westliche Ostsee, wurde aber weiter westlich durch eine Frontalwelle, die in den Abendstunden Dänemark erreicht, zurückgehalten, greift dann aber nach Passage der sich unterhalb des linken Jetausgangs zu einem kleinräumigen, nach Südfinnland ziehenden Tiefdruckgebiet entwickelnden Welle in den kommenden Stunden auf das Vorhersagegebiet über. Präfrontal gelangt von Südwesten her eine mäßig warme bis warme, aber sehr feuchte Luftmasse (T850 hPa um 10 Grad) in den Norden und in die Mitte des Landes. Diese ist zwar potenziell instabil geschichtet, mangels Einstrahlung kann aber kaum Cape generiert werden, allerdings zeichnet sie sich durch einen hohen Anteil an niederschlagbarem Wasser aus (PPWs meist zwischen 30 und 35 mm). Unterstützt durch den dynamischen Hebungsinput gibt es somit in diesen Regionen gebietsweise schauerartige Regenfälle, die bei guten Scherungsbedingungen als mehrere Schauerstaffeln organisiert über die Norddeutsche Tiefebene und Schleswig-Holstein hinweg ostwärts ziehen. Vor allem in den kommenden Stunden, unmittelbar vor, bzw. mit Durchschwenken der Trogachse, die sich Montagfrüh bereits über der Osthälfte befindet, kann dabei gebietsweise noch Starkregen, meist mehrstündig, auftreten, auch kurze Gewitter sind nicht ausgeschlossen. Die höchsten Wahrscheinlichkeiten dafür zeigt I-D2 vom südlichen Schleswig-Holstein bzw. dem Hamburger Raum bis zur westlichen Ostsee. Im weiteren Verlauf der Nacht ziehen die Schauerstaffeln über die Osthälfte hinweg Richtung Polen und schwächen sich vor allem in der zweiten Nachthälfte deutlich ab. Kurze Gewitter sind vor allem im Bereich der Trogachse über dem Nordosten und Osten auch nachts bzw. in den Frühstunden nicht ausgeschlossen.
Die Bodenfront nimmt nach Abzug des Wellentiefs deutlich an Fahrt auf und schwenkt bis Montagfrüh über den Norden und die Mitte des Landes hinweg nach Süddeutschland. Sie verliert dann aber bereits deutlich an Wetterwirksamkeit, zumal trogrückseitig rasch Absinken dominiert, so dass im Westen, Südwesten und in der Mitte kaum mehr Niederschläge ankommen, gebietsweise bleibt es auch komplett trocken.
Schauerartige, wenngleich auch wenig ergiebige Niederschläge gibt es aktuell auch im Südosten Bayerns. Diese sind einem über die Alpen Richtung Italien schwenkenden Randtrog geschuldet. Gewitter sind dort in den kommenden Stunden nicht ganz ausgeschlossen, die Begleiterscheinungen halten sich aber im Rahmen und fallen maximalst markant aus. Im Laufe der ersten Nachthälfte lassen die Niederschläge dort zunächst nach, leben dann aber mit Annäherung der Kaltfront später wieder etwas auf.
Anzusprechen bleibt noch der Wind. Mit Passage einer oder mehrerer flacher Druckwellen und tagesgangbedingt bei guter Durchmischung und trockener Grundschicht gab es heute tagsüber vor allem im Westen, in der Mitte und im Südwesten sowie im Nordseeumfeld recht verbreitet starke bis steife Böen (Bft 6 bis 7) aus West bis Südwest, in den Kamm- und Gipfellagen der Mittelgebirge und auf den Alpengipfeln stürmische Böen, auf exponierten Gipfeln Sturmböen. Während sich daran auf den Bergen nur wenig ändert, flaut der Wind in den Niederungen mit Stabilisierung der Grundschicht in den kommenden Stunden rasch ab. An den Küsten führt dagegen die Gradientverschärfung an der Westflanke der abziehenden und sich verstärkenden Frontalwelle zu einer Windzunahme. Mit Winddrehung auf Nordwest gibt es dort im Laufe der Nacht verbreitet steife, an der Ostsee, vor allem entlang der vorpommerschen Küste, vereinzelt auch stürmische Böen. In der Südhälfte bleibt es nachts bei oft bewölktem Himmel präfrontal sehr mild mit Minima zwischen 20 und 15 Grad, lediglich in einigen Mittelgebirgstälern wird es ein wenig frischer. In der Mitte und im Norden kühlt es auf etwa 17 bis 12 Grad ab.
Montag ... schwenkt die Trogachse rasch Richtung Polen, rückseitig stellt sich eine zunächst recht glatte nordwestliche Höhenströmung ein. Darin eingebettet, schwenkt ein flacher Kurzwellentrog im Nachmittagsverlauf von der Nordsee her Richtung Norddeutschland.
Großräumig dominiert dennoch Absinken, entsprechend schiebt sich ein Hochkeil über den Süden und die Mitte des Landes hinweg ostwärts. Die Absinkinversion befindet sich nachmittags/abends zwischen etwa 700 und 800 hPa (im Norden höher als im Süden) und ist recht markant ausgeprägt. Somit kommt es nach Abzug der letzten Schauer im Osten und Südosten am Vormittag generell zu einer raschen Wetterberuhigung, allerdings halten sich unterhalb der Inversion insbesondere über den mittleren Landesteilen noch dichtere Wolkenfelder. Mit Annäherung des weiter oben erwähnten kurzwelligen Troganteiles wird die Inversion aber vor allem dort ein wenig "aufgeweicht" bzw. angehoben, worauf auch die Modelle reagieren und etwa von NRW und dem Weser-Emsgebiet über Nord- und Mittelhessen und Thüringen bis nach Sachsen bzw. Oberfranken einzelne unergiebige Schauer simulieren. Für Gewitter dürfte es aber nicht reichen. Vereinzelte Schauer kann es eventuell noch im Nordosten bzw. an den Alpen geben, ansonsten bleibt es aber weitgehend trocken. Die Kaltfront schwenkt bereits vormittags nach Südostdeutschland und löst sich dort auf. Entsprechend bleiben die 850 hPa-Temperaturen im Süden mit 10 bis 13 Grad recht hoch und es wird dort mit Maxima zwischen 23 und 28 Grad sommerlich warm. Postfrontal sinkt T850 hPa vorübergehend auf 4 Grad über der Nordsee und 9 Grad über der "südlichen" Mitte. Das reicht für Maxima zwischen 18 und 20 Grad bei auflandigem Wind an den Küsten und 20 bis 24 Grad sonst.
Apropos Wind: Mit Vorrücken des Hochkeils bleibt vor allem über dem Nordosten des Landes zunächst noch ein scharfer Gradient aufrecht und auch im Binnenland Schleswig-Holsteins sowie von Mecklenburg bis nach Ostvorpommern und bis nach Nordbrandenburg gibt es im Tagesverlauf einzelne steife Böen aus Nordwest. An den Küsten treten diese verbreitet auf, an der vorpommerschen Küste exponiert auch stürmische Böen. In den Gipfellagen der östlichen Mittelgebirge reicht es ebenfalls für stürmische Böen, auf dem Brocken sind vorübergehend auch Sturmböen nicht ausgeschlossen. Von Westen her lässt der Wind ab dem späten Nachmittag aber allmählich nach.
In der Nacht zum Dienstag schwenkt ein Höhenrücken von Westen her allmählich Richtung Nordsee und Frankreich, so dass die nordwestliche Höhenströmung über uns auffächert und eine deutlich antizyklonale Kontur bekommt. Auch im Bodenfeld steigt der Druck noch etwas an, bis Dienstagfrüh etabliert sich eine eigenständige Hochdruckparzelle über Mitteleuropa. An deren Nordflanke gelangt unterhalb der Absinkinversion recht feuchte Luft nach Norddeutschland, so dass sich dort gebietsweise Stratus- bzw. Stratocumulusbewölkung ausbreiten kann. Zudem setzt morgens verstärkt WLA im Vorfeld einer auf die Nordsee übergreifenden Warmfront ein, so dass im Nordwesten auch mehrschichtige Bewölkung aufzieht. Niederschläge sind aber kaum zu erwarten. Der Wind weht an den Küsten noch lebhaft und dreht auf West zurück, entlang der vorpommerschen Küste kann es anfangs noch steife Böen geben.
In der Südhälfte und in Teilen der Mitte bleibt es dagegen überwiegend gering bewölkt, teils auch wolkenlos. Entsprechend fällt die Nacht dort recht frisch aus mit Minima zwischen 14 und 8 Grad, in einigen Senken und Mulden bzw. Mittelgebirgstälern auch darunter. In der Nordhälfte bleibt es im Einflussbereich der maritim erwärmten Polarluft aber auch nur wenig milder.
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Synoptische Entwicklung bis Mittwoch 06 UTC
Dienstag ... hat sich gegenüber den Ausführungen in der Frühübersicht kaum etwas geändert. Der Höhenrücken schwenkt langsam in den Westen des Vorhersagegebietes, das Bodenhoch verlagert seinen Schwerpunkt allmählich ins östliche Mitteleuropa. An dessen Westflanke wird der Weg frei für heiße Subtropikluft, die mit T850 hPa zwischen 15 und 19 Grad zunächst den Südwesten und Süden des Landes flutet. Dort scheint die Sonne bei Maxima zwischen 28 und 33 Grad. Über dem Norden und Nordosten bleibt es dagegen noch ein wenig frischer mit 9 bis 13 Grad in 850 hPa, zudem ziehen vor allem über die Norddeutsche Tiefebene zeitweise auch dichte Wolkenfelder hinweg, die aber kaum Regen bringen. Die Höchsttemperaturen erreichen dort Werte zwischen 22 und 27 Grad, an den Küsten eher etwas darunter.
Modellvergleich und -einschätzung
Anhand der synoptischen Basisfelder lassen sich kaum prognose- und keine warnrelevanten Modellunterschiede ausmachen.
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Jens Winninghoff
Synoptische Übersicht Mittelfrist
Synoptische Übersicht Mittelfrist
ausgegeben am Sonntag, den 26.07.2026 um 10.30 UTC
Beginn einer neuen Hitzewelle. Allmählich ansteigendes Gewitterpotential in energiereicher Luftmasse.
Synoptische Entwicklung bis zum Sonntag, den 02.08.2026
Mit Beginn der Mittelfrist am Mittwoch reicht ein Trog von Finnland zur Ostukraine. Ein umfangreiches Höhenhoch liegt über dem Nordwesten Afrikas. Die Achse seines Rückens reicht über die Alpen und Deutschland bis nach Südnorwegen und schwenkt in der Folge ostwärts. Damit kippt die Höhenströmung von Westnordwest auf eine südwestliche Richtung. Am Boden befindet sich ein Hoch über Polen und ein Trog liegt über Nordwest- und Westeuropa. Deutschland liegt dabei auf dessen Vorderseite. Mit einer südwestlichen Anströmung gelangen in einer kräftigen Warmluftadvektion teils sehr heiße Luftmassen nach Deutschland. Bis zum Abend steigt die Temperatur in 850 hPa im Südwesten von 18 auf 21 Grad, im Nordosten von 11 auf 15 Grad. Im Norden liegt feuchtwarme und instabile Luft, es fehlt dort aber am Auslösemechanismus.
Am Donnerstag verstärkt sich die Trogvorderseite über Deutschland. An ihr wird ein nordostwärts laufender Randtrog interessant. Dieser löst im Nordwesten und der westlichen Mitte örtlich Schauer und Gewitter aus; dies gilt in abgeschwächter Form auch für die Nacht zum Freitag. Eine verbreitete Auslöse wird allerdings nicht simuliert, da der dynamische Antrieb zu gering ist. Die Erwärmung geht trotz des bereits erreichten hohen Niveaus weiter. Gegen 18 UTC werden in 850 hPa von Nordost nach
Südwest 20 bis 25 Grad simuliert. Im Nordwesten im Bereich des Randtroges ist es nicht ganz so warm, die 850 hPa-Temperatur erreicht dort 18 Grad.
Am Freitag reicht der Höhenkeil vom westlichen Mittelmeer über Ostmittel- ins nahe Osteuropa. Der Trog, ausgehend von der Norwegischen See, schwenkt rasch von den Britischen Inseln nach Schweden. Ihm folgt vom Atlantik ein weiterer Trog nach Irland. Eine Kaltfront schwenkt nach Deutschland und erreicht bis zum Abend eine Linie Eifel-Brandenburg. Der thermische Gradient über Deutschland ist enorm: Am Abend reicht die Temperaturspanne zwischen knapp 26 Grad im Berchtesgadener Land und 9 Grad über Helgoland, wohlgemerkt im 850-hPa-Niveau. Im Vorfeld der Kaltfront sowie mit der Front selbst kommt es zur lokalen Auslöse von kräftigen Gewittern in einer sehr energiereichen Luftmasse. Zur Frage der Verteilung zeigen sich noch Unsicherheiten.
Am Samstag schwenkt der Trog über Irland noch etwas ostwärts und erneuert den Haupttrog über Nordwesteuropa. Deutschland bleibt auf dessen Vorderseite. Die Kaltfront über Deutschland kommt noch etwas nach Südosten voran, liegt dann strömungsparallel und wird quasistationär und schleift über Süddeutschland. Sie trennt sehr heiße Luft im Südosten (bis zu 23 Grad an der Grenze zu Oberösterreich in 850 hPa) und kühlere Meeresluft im Nordwesten (7 Grad über Sylt). Ein Randtrog aktiviert diese im Tagesverlauf, und es soll von Südwesten nach Nordosten zu einer erstmals
verbreiteteren Auslöse von kräftigen Schauern und Gewittern kommen. Diese schwächen sich in der Nacht zum Sonntag ab. Zu den Schwerpunkten der Auslöse von Schauern und Gewittern gibt es noch Unsicherheiten.
Am Sonntag befindet sich Deutschland weiterhin zwischen hohem Geopotential von Marokko bis Rumänien und einem Höhentief über dem Südteil der Norwegischen See in südwestlicher Anströmung. Im Tagesverlauf dringt ein neuer Randtrog von Westeuropa Richtung Deutschland vor und sorgt erneut für die Auslösung einzelner kräftiger Gewitter bevorzugt in der mittleren Westhälfte. Die Kaltfront über Süddeutschland trennt weiterhin heiße Luftmassen im Südosten (25 Grad in 850 hPa) von kühlerer im Nordwesten (10 Grad auf Sylt).
In der erweiterten Mittelfrist am Montag und Dienstag ändert sich an der großräumigen Struktur kaum etwas. Deutschland verbleibt auf der Vorderseite des Troges. Die wellende Front über Deutschland dringt langsam zu den Alpen vor. Sie trennt weiterhin sehr heiße Luft im Süden von deutlich kühlerer Meeresluft im Nordwesten. Randtröge sorgen wiederholt für kräftige Gewitter in einem Bereich von Südwest- nach Nordostdeutschland.
Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs
Zu Beginn der Mittelfrist am Mittwoch liegt Mitteleuropa unter der Rückenachse zwischen hohem Geopotential über Nordwestafrika und Trögen über dem nahen Osteuropa sowie dem Nordatlantik in einer Höhenströmung, die von Westnordwest auf Südwest kippt. Der Rücken schwenkt in der Folge über Mittelost- nach Osteuropa. Am Boden wird, auch durch kräftige Warmluftadvektion ein Hoch mit Schwerpunkt über Ostmitteleuropa gestützt. Deutschland befindet sich auf der Vorderseite eines Troges über Nordwest- und Westeuropa. Während der Südosten in heißer Luft und unter Hochdruckeinfluss liegt, befindet sich die Frontalzone nördlich von Nordwestdeutschland. Die Konsistenz mit den Vorläufen ist bis Samstag Früh recht gut. Eine Kaltfront kommt am Samstag bis in den Süden voran. Der gestrige Mittagslauf war diesbezüglich weniger progressiv, der gestrige Morgenlauf ist recht ähnlich zum neuesten Modell-Lauf. Ab Samstag nimmt die Konsistenz ab.
Vergleich mit anderen globalen Modellen
Die anderen Modelle simulieren die Entwicklung recht ähnlich, selbst das Vordringen der Kaltfront am Samstag zeigt keine großen Unterschiede zwischen ICON, IFS und GFS. UK10 dagegen ist progressiver aufgestellt. Während bei den anderen Modellen die Kaltfront erst zu Wochenbeginn auf den Alpenraum übergreift, überquert diese bei UK10 bereits am Samstag die Alpen und dringt in der Folge weiter südöstlich voran.
Bewertung der Ensemblevorhersagen
Rauchfahnen:
Das Geopotential in 500 hPa nimmt von Donnerstag bis zum Beginn der nächsten Woche leicht zurück, ab Freitag nehmen die Unsicherheiten diesbezüglich stark zu. Beim Niederschlag gibt es ab Donnerstag leichte Signale, wobei der Hauptlauf meist trocken bleibt. Die Temperatur in 500 hPa steigt bis Donnerstag an. In Süddeutschland deutet sich in der Folge ein geringer Rückgang der Temperatur an, während in der Mitte ein signifikanter und im Norden ein spürbarer Rückgang zum Wochenende erwartbar ist. Die Unsicherheiten nehmen jedoch überall rasch zu. Zu Wochenbeginn deutet sich mit größerer Unsicherheit nochmals eine vorübergehender leichter Temperaturanstieg an.
Cluster:
Für Mittwoch und Donnerstag werden vier Cluster angeboten, die nahezu alle dem Regime "NAO positiv" angehören. Die Unterschiede für Deutschland sind sehr gering. Abweichend hiervon zeigt das 2. Cluster für Donnerstag das Regime "Blocking" an. Der Kontroll-Lauf wird Cluster 1 mit 17 Membern zugeordnet. Für Freitag bis Sonntag wird ein Cluster angeboten mit dem Regime "NAO positiv".
In der erweiterten Mittelfrist werden drei Cluster angeboten. Der Kontroll-Lauf befindet sich hierbei in Cluster 1 mit 20 Membern, das am Montag das Regime "NAO positiv", am Dienstag das Regime "atlantischer Rücken" sowie am Mittwoch "NAO negativ" rechnet. Cluster 2 mit 20 Membern rechnet durchweg das Regime "NAO positiv", Cluster 3 mit 11 Membern "NAO negativ". Die Unterschiede für Deutschland nehmen damit zu. Eine einigermaßen verlässliche Trendprognose kann damit zum jetzigen Zeitpunkt nicht abgeleitet werden.
FAZIT:
Die Mittelfrist steht im Zeichen einer ausgeprägten Hitzewelle, deren Fokus im Süden und Südosten liegt. Zum Wochenende deutet sich ein Rückgang der Wärmebelastung an. Im Laufe der Mittelfrist bildet sich ein zweiter Fokus, die Gewitter heraus. Besonders am Wochenende deutet sich Ungemach in einer sehr energiereichen Luftmasse an. Dabei gibt es jedoch noch Unsicherheiten beim Schwerpunkt der Gewitteraktivität.
Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen
GEWITTER:
Am Mittwoch am Alpenrand, am Donnerstag und Freitag vom Südwesten bis in den Nordosten lokale einzelne starke Gewitter mit Starkregen und auch Sturmböen sowie Hagel wahrscheinlich. Vereinzelt vor allem am Freitag örtlich unwetterartige Gewitter mit lokal heftigem Starkregen, großem Hagel und schweren Sturmböen wahrscheinlich.
Temperatur:
EFI:
Ab Mittwoch von Südwesten starke bis extrem starke Signale für ein sehr ungewöhnliches Temperaturereignis. Der EFI ist im Süden für mehrere Tage am oberen Limit und der SOT oberhalb 1.
Basis für Mittelfristvorhersage
IFS, IFS-ENS, MOSMIX, UK10
VBZ Offenbach / Dipl.-Met. Markus Eifried





