Synoptische Übersicht Kurzfrist
Synoptische Übersicht Kurzfrist
ausgegeben am Freitag, den 13.03.2026 um 08 UTC
GWL und markante Wettererscheinungen:
GWL: TrW (Trog Westeuropa, zu Wochenbeginn Übergang zu BM (Brücke Mitteleuropa)
Durchgang einer schleifenden/wellenden Kaltfront mit Niederschlägen, im Bergland in Schnee übergehend. Zum Sonntag hin leichter Zwischenhocheinfluss.
Synoptische Entwicklung bis Sonntag 24 UTC
Freitag... der dreizehnte, was dürfen wir da vom Wetter erwarten? Nun, nach dem Zwischenhoch vom gestrigen Donnerstag steht heute die nächste Kaltfront auf dem Programm. Wenn man so will sorgt die Kaltfront heute für eine Zweiteilung des Wetters hier bei uns in Deutschland: Südosten hui, Nordweset pfui so die zugegeben etwas flapsig formulierte Kurzformel, denn aufkommender Regen im Frühjahr ist nicht selten Segen statt "pfui", aber gut, bleiben wir bei den Fakten. Und die zeigen uns knapp östlich von Island das hochreichende und zentralsteuernde Tief FRITAUN, in der Nacht mit stolzer 960-hPa-Kerinisobare analysiert. Ausgehend vom bis in die obere Troposphäre reichenden Höhentief erstreckt sich ein breiter Potenzialtrog nach Süden bis etwa zur Biskaya. Im Tagesverlauf weitet sich der Trog durch rückseitig einlaufende KW-Anteile noch weiter nach Süden aus, was auf Kosten seiner Wellenlänge geht. Mit der Progression hat´s der Trog nicht so, er kommt eher von der gemütlichen Seite, so dass wir zunächst auf der Vorderseite bleiben bei leicht rückdrehender südwestlicher Höhenströmung. Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, dass auch die Kaltfront alles andere als dynamisch daherkommt. Stattdessen ist Schleifen und Wellen angesagt, wie das auf Vorderseiten träger Tröge so üblich ist.
Kommen wir also zum Wetter des heutigen Tages, das dem präfrontalen Süden und Osten - nach Auflösung der obligaten Nebelfelder (vor allem SO-Bayern/Bodensee) - ´ne Menge Sonnenschein beschert, bevor zum Nachmittag und Abend so langsam die frontale Aufzugsbewölkung (erst hoch, dann mittelhoch) Einzug hält. An den Alpen wird es leicht föhnig (Anstieg T850 8-9°C), ohne dass der Föhn wirklich durchbricht. Thermisch geht´s hoch auf Höchstwerte zwischen 14 und 18°C. So warm wird es im Norden und Westen nicht, genau genommen stehen 10 bis 16°C, im Norden und Westen von SH teils weniger (Wind von der Nordsee) auf der Karte, auch wenn der eigentlich Luftmassenwechsel auf sich warten lässt. Schon heute Früh ist von der Nordsee und Benelux mehrschichtige Bewölkung reingezogen, die sich nun ganz allmählich ost-südostwärts vorarbeitet. Noch im Laufe des Vormittags fängt es zwischen Nordfriesland und Niederrhein an zu regnen, wobei dem eigentlichen frontalen Regenband noch eine kleine fragile Schauerlinie vorgelagert ist. Bis zum Abend kommt der Regen etwa bis zu einer Linie Rügen-Harz-Pfälzer Wald voran, wobei westlich davon nicht selten 5 bis 10, in Staulagen lokal bis zu 15 l/m² innert 12 h fallen.
Im Blickpunkt des Warngeschehens steht heute der südliche bis südwestliche, später mehr auf Südwest bis West drehende Wind. Nicht nur dass der Gradient vorübergehend anzieht. Zusätzlich notieren wir - klassisch möchte man hinzufügen - ein präfrontales Starkwindband in der unteren Troposphäre, das je weiter es landeinwärts geht an Stärke verliert. Anfangs werden aber auf 925 hPa bis zu 50, auf 850 hPa bis zu 60 Kt angeboten, was natürlich nicht ganz spurlos an der Windentwicklung in tieferen Luftschichten vorbeigeht. Kurzum, in der Nordhälfte (östliche Mitte gebietsweise ausgenommen) sowie im südwestlichen Bergland frisch der Wind soweit auf, dass er in Böen Stärke 7 Bft, in den Mittelgebirgen + deren Leelagen sowie an der Nordsee bis nach SH rein 8-9 Bft erreicht. Den Vogel schießt einmal mehr der Brocken ab, wo es für Böen bis Orkanstärke 12 Bft reicht. Bereits ab Mittag nimmt der Wind von Nordwesten her fortschreitend im Zuge eines deutlich aufweichenden Gradienten (Frontpassage + Welle) wieder ab.
In der Nacht zum Samstag kommen Front und zugehöriger Niederschlag nur sehr zögerlich südostwärts voran. Die Höhenströmung steilt noch ein bisschen mehr auf, zudem ziehen ein oder vielleicht sogar zwei kleine Wellen entlang der Front nordostwärts. Das alles trägt nicht gerade zur Progression des Ganzen bei und so bleibt es von Oberschwaben respektive dem Alpenrand bis hoch zum Erzgebirge bzw. zur Lausitz bis zum Frühstück (vorausgesetzt, man nimmt dieses nicht erst gegen Mittag ein) noch trocken. Ansonsten fällt in weiten Landesteilen stratiformer Dauerregen, mitunter auch mal mäßiger Intensität, so dass gerade in den westlichen und zentralen Mittelgebirgen sowie dem Harz durchaus mal 10 bis 15 l/m² innert 12 h zusammenkommen können. Berücksichtigt man, dass es auch am morgigen Samstag in einigen Regionen noch weiterregnet, sind punktuell Mengen um oder etwas über 30 l/m² in 24 bis 30 Stunden denkbar, womit wir uns formal an der unteren Schwelle für markanten Dauerregen bewegen. Eine Warnung drängt sich aber nicht auf, weil erstens zu kleinräumig, zweitens eine trockene Vorgeschichte vorliegt und drittens - aufgepasst - die Schneephase zusehends ins Spiel kommt. In der postfrontal einströmenden polaren Meeresluft (mP) geht T850 im Westen und Nordwesten auf rund -3°C zurück. Und da die Front aufgrund ihrer weitgehend höhenströmungsparallelen Exposition Anacharakter aufweist, fällt ein Teil der Niederschläge in der kalten Luft. Dort sinkt die Schneefallgrenze je nach Intensität auf 600 bis 400 m, so dass in höheren Lagen bis zum Morgen zumindest etwas Schneematsch oder Nassschnee die Landschaft und Straßen säumt.
Ansonsten bliebe nur noch zu konstatieren, dass es im Nordwesten abtrocknet, der Wind nur noch in einigen exponierten Hochlagen spürbar ist, im Südosten Bayerns nur lokal Nebel auftritt und in Niederbayern sowie am östlichen Alpenrand nochmal leichter Frost auftreten kann.
Samstag... nähert sich der Trog langsam aber sicher dem Vorhersageraum an, wobei er seine Schlankheitskur gnadenlos fortsetzt. Bis zum westlichen Mittelmeer reicht er zur Mittagszeit, wo er spätestens am Sonntagmorgen abtropft. Zuvor dreht bei uns die Höhenströmung noch etwas zurück auf fast (ein bisschen fehlt noch) glatt Süd. Über dem Ligurischen Meere wird zuvor eine Zyklogenese angestoßen, die mithilft, die Front vor allem in ihrem Südteil weiter zurückzuhalten. Trotzdem schafft sie es, Kilometer für Kilometer nach Osten hin gutzumachen, auch wenn die Schleifmaschine weiterhin im Einsatz ist. Schaut man sich T850 am Abend an, so ist nur noch ein schmaler Streifen etwa von Niederbayern bis hoch zum Oderhaff leicht im Plus. Ansonsten hat sich maritime Polarluft (mP) mit T850-Werten zwischen -1 und -5°C durchgesetzt, was in Bezug auf das Niederschlagsgeschehen nicht eines gewissen Charmes entbehrt.
Denn es kommt auch am morgigen Samstag zu weiteren Niederschlägen, teils frontal und dort überwiegend auf der kalten Seite (Süden bis hoch in den Nordosten), teils trogvorderseitig, ausgelöst durch ein mehr als solides PVA-Maximum. Die Schneefallgrenze sinkt in der Meereskaltluft auf 1000 bis 600 m, im Westen je nach Intensität (sowohl Hebungs- als auch Niederschlagsabkühlung sind nicht ohne => Isothermie nahe dem Gefrierpunkt) noch darunter. Es sollte uns also nicht völlig überraschen, wenn irgendwo in der Eifel oder auch im Südschwarzwald 5 bis 10 cm, in den höchsten Lagen vielleicht noch etwas mehr Neuschnee runterkommen würden. Ansonsten dürften die Neuschneemengen meist nur wenige Zentimeter betragen. Auflockerungen oder Aufhellungen, vielleicht etwas Sonne und nur wenig bis keinen Niederschlag gibt es an den äußeren Rändern, sprich, etwa vom Emsland über die Nordsee bis hoch in den Norden SHs sowie von Südostbayern über das Osterzgebirge/Zittauer Gebirge bis hoch zu Lausitz. Dort, also im Südosten, wird es auch noch mal richtig mild mit bis zu 16, vielleicht 17°C, während sonst nur noch verbreitet 5 bis 10, im höheren Bergland wenig über 0°C auf dem Zettel stehen.
In der Nacht zum Sonntag steigt der Luftdruck von Westen her, wodurch die Front endgültig aus Deutschland rausgedrückt wird. Damit wird auch der letzte Schluck Warmluft im äußersten Südosten durch maritime Polarluft ersetzt. Vor allem im Süden und Osten, bedingt auch im Nordwesten fällt noch Niederschlag, oberhalb 400 bis 700 m als Schnee ohne größere Akkumulation. Im Westen sowie in den Mittelgebirgen gibt es leichten Frost, mögliche Glätte durch gefrierende Nässe inklusive.
Sonntag... aus innerbetrieblichen Gründen nur in Kürzestform: am Boden Zwischenhocheinfluss (Azorenhochkeil), in der Höhe Passage des Trogresiduums => in der SO-Hälfte wolkig bis stark bewölkt, hier und da noch etwas Niederschlag (marginal). In der NW-Hälfte heiter bis wolkig, erst in der Nacht die nächste Front (Okklusion) mit zeitweiliger Windauffrischung und aufkommendem Niederschlag (im Bergland teils als Schnee).
Modellvergleich und -einschätzung
Die Modelle simulieren die Entwicklung ähnlich, was die üblichen Unschärfen (Intensität, Raum und Phase des Niederschlags, Schneefallgrenze) freilich nicht auflöst.
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Jens Hoffmann
Synoptische Übersicht Mittelfrist
Synoptische Übersicht Mittelfrist
ausgegeben am Donnerstag, den 12.03.2026 um 10.30 UTC
Nach wechselhaftem Start Übergang zu ruhigem und mildem Frühlingswetter.
Synoptische Entwicklung bis zum Donnerstag, den 19.03.2026
Zu Beginn des mittelfristigen Zeitraums am kommenden Sonntag befinden sich zum einen ein ausgedehntes Höhenhoch über Russland und ein zweites Höhenhoch über dem Atlantik. Diese beiden Druckgebilde werden durch einen Kurzwellentrog getrennt, der sich mit seiner Achse vom Europäischen Nordmeer über die Nordsee und Benelux bis ins westliche Mittelmeer erstreckt. Im Tagesverlauf tropft dieser über dem Mittelmeer ab und das entstandene Höhentief zieht nach Algerien. Das nördliche Trogresiduum schwenkt über Deutschland hinweg. An dessen Vorderseite ist eine Okklusion zu finden, die vor allem über der Südosthälfte Deutschlands noch etwas Regen bringt. Zudem zieht über dem Atlantik ein weiteres kräftiges hochreichendes Tief im Tagesverlauf südlich an Island vorbei und erreicht in der Nacht zum Montag die Shetlands. Die dazugehörige Okklusion erfasst in der Nacht zum Montag den Westen und Nordwesten Deutschlands mit neuen Niederschlägen, die in den höchsten Lagen der Mittelgebirge teils mit Schnee vermischt sein können.
Am Montag zieht das hochreichende Tief unter allmählicher Auffüllung weiter zur südlichen Norwegischen See. Die Okklusion kommt weiter südostwärts voran und sorgt für einen unbeständigen Tag in Deutschland. Östlich von Neufundland kommt es indes zu einem neuen, mit polarer Kaltluft gefüllten, Trogvorstoß. Dieser kommt im Tagesverlauf unter starker Amplifizierung rasch ostwärts voran. Im Bodendruckfeld hat sich bereits am Vortag eine Welle entwickelt, die sich entwicklungsgünstig auf der Trogvorderseite befand. Daher ist nicht verwunderlich, dass sich daraus im Laufe des Montags ein umfangreiches Tiefdruckgebiet entwickeln soll, das sich zum neuen steuernden Tief über dem Atlantik mausert. Am Abend befindet es sich mit seinem Kern bereits südlich von Island. Bedingt durch die westliche Anströmung bleibt es in Mitteleuropa weiterhin recht mild mit vielfach zweistelligen Höchstwerten in den Niederungen Deutschlands.
Am Dienstag amplifiziert sich der Höhentrog über dem Atlantik weiter. Im Bodendruckfeld dreht weiterhin das dazugehörige steuernde Tiefdruckgebiet nun mit mehreren Druckzentren südlich und östlich von Island seine Kreise. Die Warmfront des Tiefs schwenkt im Tagesverlauf über Deutschland hinweg. Da östlich des Trogs allerdings ein Höhenrücken auf Deutschland übergreift, ist diese Front wenig wetterwirksam und bringt nur im Nordwesten geringfügigen Regen. Der Westen und Nordwesten gelangt somit in den Warmsektor, sodass die Temperaturen dort in 850 hPa auf 2 bis 6 Grad ansteigen. Mit dieser milden Luftmasse klettern die Temperaturen in den Niederungen im Westen wieder über die 15-Grad-Marke.
Am Mittwoch befindet sich Mitteleuropa unter dem Einfluss des erwähnten Rückens. Nach Lesart des heutigen IFS-Laufs nimmt dieser im Tagesverlauf Kontakt mit dem Hoch über Russland auf. Somit reicht dessen Achse von Russland über die mittlere Ostsee zur Nordsee und weiter über dem Ärmelkanal und Frankreich bin ins westliche Mittelmeer. Über Südosteuropa sind mehrere Höhentiefs unterwegs, die dort die Progression des Rückens nach Osten ausbremsen. Im Bodendruckfeld kann sich das Hoch über Russland und Osteuropa allmählich bis nach Mitteleuropa ausdehnen. Somit erwartet uns ein recht freundlicher Frühlingstag mit viel Sonnenschein und recht milden Höchstwerten von 12 bis 18 Grad.
Am Donnerstag ändert sich an den großräumigen Strömungsmustern recht wenig. Deutschland befindet sich weiterhin im Einflussbereich des hohen Geopotentials in der Höhe und des osteuropäischen Bodenhochs, das sich allerdings allmählich wieder ostwärts zurückzieht. Dennoch bleibt uns voraussichtlich das milde und überwiegend freundliche Wetter erhalten.
In der erweiterten Mittelfrist bleibt die blockierende Strömungskonfiguration bestehen. Für Mitteleuropa unsicher ist noch, wo sich der Schwerpunkt des Hochs befindet. Eher wieder zyklonalerer Einfluss ist genauso möglich wie eine Fortdauer des ruhigen Hochdruckwetters.
Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs
Zu Beginn kann die Konsistenz der letzten IFS-Läufe als recht konsistent eingestuft werden. Die großräumigen Strömungsmuster werden ähnlich simuliert. Größere Unsicherheiten werden erst ab Dienstag/Mittwoch mit dem Übergreifen des Rückens auf Mitteleuropa erkennbar. Dies liegt an Höhentiefs über Südosteuropa und dem zentralen Mittelmeerraum, deren Zugbahn von den einzelnen Läufen noch unterschiedlich simuliert werden. Somit ist noch unklar, wo sich der Schwerpunkt des Höhenhochs ausbildet und wie die Achsenneigung des Rückens verläuft. Allerdings ist dies mehr von akademischem Interesse, da die Auswirkungen auf das Wetter - zumindest über Deutschland - eher gering sein dürften.
Vergleich mit anderen globalen Modellen
Auch die anderen Globalmodelle liefern keine wesentlich neuen Erkenntnisse. Auch hier treten erst mit dem Rücken bzw. den Höhentiefs über Südosteuropa und dem zentralen Mittelmeer unterschiedliche Strömungsmuster zu Tage. Beispielhaft liegen Mittwochmittag bei IFS ein Höhentief über dem südöstlichen Mitteleuropa und ein weiteres über Süditalien, während sich bei GFS ein kräftiges Höhentief über der Adria befindet. Beide Konstellationen führen zu einer eher zonal ausgerichteten Rückenachse über Nordosteuropa und dem nördlichen Mitteleuropa. Bei ICON hingegen befindet sich zu diesem Zeitpunkt ein nur schwach ausgeprägtes Höhentief über der Adria und ein kräftigeres über der östlichen Ukraine. Diese Verteilung hat eine deutlich meridionalere Ausrichtung der Rückenachse zur Folge, welche vom westlichen Mittelmeer über Frankreich nach Schweden reicht. Auf das freundliche und milde Wetter in Deutschland hat dies aber, wie angesprochen, wenig Einfluss.
FAZIT:
Der vorübergehend wechselhaftere und durch Tiefdruck geprägte Wettercharakter findet im Laufe der Mittelfrist bereits wieder ein Ende. Bis Montag/Dienstag sorgen noch durchschwenkende Fronten gebietsweise für Niederschläge. Spätestens ab Mitte kommender Woche stellt sich aber wieder ruhiges und oft freundliches Hochdruckwetter ein. Dabei steigen mit der immer kräftiger werdenden Sonne und unterstützt durch Warmluft in der Höhe die Temperaturen wieder deutlich an, in den Niederungen in der Südwesthälfte wird die 15-Grad-Marke wieder verbreitet überschritten. Im Nordosten ist es mit "nur" niedrigen zweistelligen Höchstwerten etwas weniger mild.
Bewertung der Ensemblevorhersagen
Die Rauchfahnen stützen im Wesentlichen die beschriebenen Strömungskonfigurationen. Das Geopotential steigt nach dem Trogdurchgang am Montag deutlich an, dabei nimmt der Spread etwas zu, wobei die überwiegende Schar hohes Geopotential anzeigt. Die 850hPa-Temperaturkurven fächern schon ab Dienstag deutlich auf. Bei den Niederschlägen zeigen sich bis Montag/Dienstag noch deutliche Peaks, die den wechselhaften Wettercharakter mit Frontdurchgängen untermauern. Nachfolgend setzt sich ruhiges und überwiegend trockenes Wetter durch.
Bei den Clusteranalysen werden im Zeitpunkt t_120h-168h nur zwei Cluster angeboten mit Haupt- und Kontrolllauf in Cluster 1 (28 Member). Dabei wird in beiden ein Übergang von einer positiven NAO hin zu einer Blockinglage gezeigt.
In der erweiterten Mittelfrist (t_192h-240h) werden die einzelnen Member in drei Cluster (21, 21 und 9 Member) gruppiert. Der Hauptlauf befindet sich in Cluster 2. Der für Mitteleuropa relevanteste Unterschied zwischen Cluster 1 und 2 ist, dass bei Cluster 1 der Hochdruckeinfluss anhält, während Cluster 2 zyklonaler ist.
Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen
WIND/STURM:
In der Nacht zum Montag frischt mit Frontdurchgang der Wind vorübergehend mal auf. An der Nordfriesischen Küste sind dann einzelne stürmische Böen möglich. ICON-EPS zeigt auch geringe Wahrscheinlichkeiten für die Hochlagen von Harz und Eifel sowie die Leelagen der Eifel.
Ansonsten sind in der Mittelfrist keine markanten Wetterereignisse zu erwarten.
Basis für Mittelfristvorhersage
ICON, IFS, MOSMIX
VBZ Offenbach / Dr. rer. nat. Markus Übel





