Synoptische Übersicht Kurzfrist

Synoptische Übersicht Kurzfrist

ausgegeben am Dienstag, den 03.03.2026 um 18 UTC

SCHLAGZEILE:
Keine markanten Entwicklungen.

Synoptische Entwicklung bis Donnerstag 06 UTC

Aktuell ... liegt Deutschland, sowie weite Teile Europas unter dem Einfluss einer Hochdruckzone, die vom Balkan bis zu den Britischen Inseln reicht. Dabei ist für uns meist trockene Festlandsluft bestimmend, in der die langsam kräftiger werdende Sonne einen großen Tagesgang der Temperaturen bringt. Aktuell am Nachmittag liegt die Temperatur gebietsweise über 15°C, kommende Nacht sinkt sie meist wieder in den leichten Frostbereich. Und das bei vielfach geringer Bewölkung oder klarem Himmel.

Kleinere Baustellen sind ein Kaltlufttropfen im Ostalpenraum, der am Alpenrand eine gewisse Labilisierung und einige Schauer brachte. Diese sind abends vorbei. Was bleibt ist eine feuchtere Grundschicht im Süden, die für dichtere Nebelfelder, vor allem in der Donauniederung gut ist. Auch im Norden ist nicht alles 100% auf "Hochdruck" getrimmt. Mit Passage einer kaum wetteraktiven Kaltfront (nur Wolkenfelder) und eines vorlaufenden Bodentroges, dreht der Wind auf Nordwest bis Nord und es folgt eine kältere Luftmasse, deren Temperaturrückgang aktuell von der Nordsee her gut beobachtet werden kann. Nachts löst sich der Tiefausläufer über Norddeutschland schon mehr und mehr auf und eine neue Hochzelle über der Nordsee kräftigt sich. Übrig vom Tiefausläufer sind Wolkenfelder, die im Nordwesten einige knapp frostfreie Regionen zur Folge haben.
Auch im Norden und der Mitte sind lokale Nebelfelder möglich; weniger oft, weniger dicht, als an der Donau.

Mittwoch ... Hält sich die Spannung vom Wetterablauf her in Grenzen. Ein Höhenkeil stützt eine große Bodenhochdruckzone, die neben weiteren Gebieten in Süd- und Südosteuropa auch Mitteleuropa überdeckt. Zwei Schwerpunkte sind über Österreich und Norddeutschland zu finden. Der Druckgradient über Mitteleuropa ist schwach.
Der Kaltlufttropfen mutiert derweil zum Trog und zieht Richtung Ungarn ab. Absinken und trockene Luft bringen Strahlungswetter und einen kräftigen Anstieg der Temperaturen auf 13 bis 18°C über der Mitte und nach Westen hin. Wolken- und Nebelfelder können gebietsweise über Bayern die Einstrahlung dämpfen, während über der nördlichen Mitte auch noch frontale Restwolken da sein können. Regen fällt nicht.
Auch wenn der Tiefausläufer der Auflösung anheimfällt, der Temperaturrückgang postfrontal im Norden fällt auf. Die Maxima liegen 4 bis 6 K unter denen des Dienstags, im Norden werden 10°C teilweise kaum geschafft. Dafür wird es im Süden 2,3 Grad wärmer als am Dienstag.

In der Nacht zum Donnerstag verlagert sich der Schwerpunkt des hohen Druckes ins östliche Mitteleuropa. Am (Aus)Strahlungswetter ändert sich bei wolkenarmen Bedingungen nichts. Die Temperatur geht auf Werte um 0°C zurück, im Westen eher darüber, sonst häufiger darunter. Im Osten ist mäßiger Frost bis -8°C laut Mos möglich. In 5 cm Höhe bis -10°C. Besonders in der Osthälfte ist eine gewisse Nebelneigung vorhanden.

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Synoptische Entwicklung bis Freitag 06 UTC

Donnerstag ... geht die trockene Hochdrucklage weiter. Die Strömungskonstellation ändert sich kaum.
Mit großer Temperaturamplitude geht es tagsüber kräftig nach oben, und bei 14 bis 19°C als Maximum zeigt der Temperaturtrend gegenüber dem Vortag wieder meist aufwärts.
Mehr Details sind in der Frühübersicht zu finden.

Modellvergleich und -einschätzung

Die Entwicklung ist unstrittig.

Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Bernd Zeuschner