Synoptische Übersicht Kurzfrist
Synoptische Übersicht Kurzfrist
ausgegeben am Sonntag, den 22.03.2026 um 18 UTC
SCHLAGZEILE:
Von Norden her langsam abbauender Hochdruckeinfluss. Zum Mittwoch dann "richtiger" Wetterwechsel mit dynamischem Trog- und Kaltfrontdurchgang nebst anschließender Abkühlung.
Synoptische Entwicklung bis Dienstag 06 UTC
Aktuell ... befinden wir uns auf der Zielgraden eines Frühlingssonntags - dem ersten des kalendarischen Frühlings -, der seinem Name alle Ehre gemacht hat. So schien von den Küsten bis hinunter zu den Alpen bzw. zur schweizer Grenze verbreitet die Sonne. Nicht selten von einem blitzeblank geputzten Himmel, teils aber auch flankiert von einigen Cumuluswolken, z.B. im Südosten sowie in Teilen der Mitte. Dazu Nachmittagstemperaturen zwischen 12 und 17°C. Nur im Bergland, im höheren Alpenvorland sowie auf einigen Inseln und an Küstenabschnitten mit auflandigem Wind (Ostseeküste SHs mit SO-Wind) blieb es kühler, teils sogar unter 10°C. Verantwortlich für das Frühlingswetter ist eine sich über tausende von Kilometern erstreckende, zonal exponierte Hochdruckzone, die vom mittleren Nordatlantik bis weit nach Russland hineinreicht. Dabei lassen sich zwei Schwerpunkte ausmachen: im Osten der MAX, auf dem Atlantik der - nein, nicht der MORITZ, sondern der NORBERT. Verbunden sind die beiden Herren durch eine Brücke von etwas über 1015 hPa, die genau über die Nord- und Ostsee verläuft. Südlich davon ist mit östlichen Winden eine abgetrocknete Polarluft (xPs; T850 um oder etwas über 0°C) eingeflossen, in der die Nachttemperaturen einmal mehr in den leichten, punktuell - die anfälligen Kältelöcher wurden in der Frühübersicht schön aufgeführt - sogar mäßigen Frostbereich zurückgehen. In Bodennähe muss vor allem im Süden und im Nordosten sogar ziemlich häufig mit mäßigem Frost bis zu -8/-9°C gerechnet werden.
Im Westen und Nordwesten ist die Frostgefahr gehemmt nicht zuletzt deswegen, weil ausgangs der Nacht ein paar hohe und mittelhohe Wolken von der Nordsee und den Niederlanden her auftauchen. Dabei handelt es sich um die Vorboten der schlaffen Kaltfront eines um so knackigeren Sturmtiefs über der Norwegischen See, die eine kleine Schwachstelle in der Brücke nutzt, um hier bei uns am Montag Fuß zu fassen - ein sehr ambitioniertes Vorhaben angesichts des weiterhin antizyklonal geprägten Setups sowie der Tatsache, dass es gänzlich an Unterstützung aus der Höhe mangelt. Zwar schiebt sich die Frontalzone von Norden her etwas dichter an den Vorhersageraum heran, doch der darin eingelagerte Trog bleibt flach und zieht nach Osten über Südskandinavien weg, so dass es zu keiner fruchtbaren Zusammenarbeit mit der eher südostwärts orientierten Kaltfront kommt.
Montag ... legt sich die Hochdruckbrücke genau über Mitteleuropa respektive Deutschland. Der stützende, ebenfalls zonal angeordnete Höhenrücken verstärkt sich von Westen her noch etwas, so dass das gesamte Setup klar antizyklonal strukturiert bleibt. Trotzdem gilt es ein paar Schönheitsfehler zu erwähnen, die einen tippi-toppi blankgeputzten Himmel wie heute vor allem in der Nordhälfte verhindern. Da wäre zum einen die o.e. Kaltfront, die zwar mit jedem Kilometer landeinwärts um ihre Existenz kämpfen muss, die es aber auf der anderen Seite schafft, mehrschichtige und mitunter dichte Bewölkung in den Nordwesten zu transportieren. Darüber hinaus sorgt der auf nördliche Richtungen rückdrehende Wind für eine leichte Anfeuchtung der relativ mächtigen, auf 800 bis 700 hPa hinaufreichenden Grundschicht, aus der der Tagesgang vornehmlich, aber nicht ausschließlich über dem Bergland einige Quellungen kitzelt. Am Alpenrand sowie über dem Südschwarzwald und dem Bayerischen Wald ist am Nachmittag sogar eine schwache Schauerneigung gegeben. Aber bitte nicht missverstehen, auch zu Beginn der neuen Woche setzt die Sonne in weiten Landesteilen die vorherrschenden Akzente. Dabei steigt die Temperatur verbreitet auf 14 bis 18°C. Naturgemäß frischer das gesamte Bergland sowie die beiden äußeren Ränder im Norden inkl. Küste und im Süden (Alpenrand + südliches Vorland).
In der Nacht zum Dienstag verschiebt sich die Divergenzachse sowohl der Bodenhochdruckzone als auch des Potenzialrückens noch etwas nach Süden. Das ermöglicht der immer noch relativ glatt konturieren Frontalzone, dichter an den Vorhersageraum heranzurücken. Derweil passiert ein neues Sturmtief (LIVIA) das Seegebiet knapp südlich von Island in Richtung Norwegische See. Die Warmfront des zugehörigen Frontensystems erreicht die Deutsche Bucht, die vorlaufende WLA weite Teile der Nordhälfte. Folgerichtig ziehen hohe und auch mittelhohe Wolken zu uns rein, aus denen bis zum Morgen aber noch kein Regen fällt. Darüber hinaus lebt der auf Südwest drehende Wind im Nordwesten im Vorfeld der Warmfront etwas auf, was im Verbund mit der Bewölkungszunahme die Frostgefahr merklich dämpft bzw. gänzlich aufhebt. Die Zone mit negativen Tiefsttemperaturen zieht sich zunehmend in die Südosthälfte zurück, obwohl auch dort hohe, meist aber noch transparente Wolken aufziehen. Die Nebelwahrscheinlichkeit bleibt eher gering.
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Synoptische Entwicklung bis Mittwoch 06 UTC
Dienstag ... beginnende Austrogung über dem nahen Atlantik, schleifendes Frontensystem im Norden - die Weichenstellung für die bevorstehende Umstellung der Großwetterlage ist in vollem Gange. Ganz oben im Norden mitunter etwas Regen, dazu an der Nordsee auffrischender Südwestwind. Die zyklonalen Nadelstiche nehmen zu. Je weiter im Süden, desto größer (noch) der Hochdruckeinfluss und desto größer die Sonnenanteile. Das beginnende Rückdrehen der etwas auflebenden Strömung sorgt für einen thermischen Schub nach oben, was sich in Höchsttemperaturen zwischen 15 und 19, lokal vielleicht 20°C widerspiegelt. Nur ganz im Norden bleibt es u.a. auch wegen fehlender solarer Einstrahlung mit 8 bis 14°C frischer.
Modellvergleich und -einschätzung
Die atmosphärischen Geschehnisse der nächsten beiden Tage und Nächte werden modellübergreifend kongruent simuliert.
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Jens Hoffmann
Synoptische Übersicht Mittelfrist
Synoptische Übersicht Mittelfrist
ausgegeben am Sonntag, den 22.03.2026 um 10.30 UTC
Wechselhaft und zeitweise sehr windig, bei Gewittern und exponiert (schwere) Sturmböen. Im Bergland, teils bis in mittlere Lagen Schneefall. Häufig leichter Nachtfrost. Zum Wochenende eventuell leichte Wetterberuhigung.
Synoptische Entwicklung bis zum Sonntag, den 29.03.2026
Insgesamt dominiert voraussichtlich zyklonal geprägt Witterung mit zeitweiligen Niederschlägen bei gedämpftem Temperaturniveau, so dass im Bergland zeitweise Schnee fällt und Nachtfrost weiterhin ein Thema ist. Ab dem kommenden Wochenende Chancen auf Wetterberuhigung von Westen, wie verbreitet und nachhaltig diese ist, ist aber noch unsicher.
Zu Beginn der Mittelfrist am Mittwoch greift ein sich weiter amplifizierender Langwellentrog von Westen auf Deutschland über. Dieser ist mit markanter Höhenkaltluft gefüllt. Dabei überquert uns das Frontensystem eines Tiefdruckgebietes mit Kern über Südskandinavien. Niederschläge breiten sich von Nordwest nach Südost aus. Die zunehmende Labilisierung im Trogbereich sorgt für den zunehmenden Übergang in Schauer, auch Gewitter treten dabei auf. Die Strömung dreht zunehmend auf West bis Nordwesten, so dass zunehmend eine subpolare Luftmasse einsickern kann. Die Temperaturen in 850 hPa fallen recht rasch auf 0 bis -5 Grad. Damit sinkt die Schneefallgrenze, im Bergland oberhalb etwa 400 bis 600 m fällt eist Schnee, in Schauern/Gewittern teils auch noch etwas darunter. Vor allem im Bergland kann sich daher eine dünne Schneedecke akkumulieren. Im Tagesverlauf erreicht die Front auch den Alpenrand, dort setzen dann zunächst eher leichte, aber anhaltende Schneefälle ein. Auf der Südflanke des Skandinavientiefs nimmt der Gradient bereits im Laufe der Nacht zum Mittwoch zu, am Mittwoch selbst werden recht verbreitet stürmische Böen, gebietsweise Sturmböen (Bft 8 bis 9) erwartet. Insbesondere bei Frontdurchgang und rückseitig in der labilen, höhenkalten Luftmasse treten wiederholt Sturmböen, exponiert und bei Gewittern teils auch schwere Sturmböen (Bft 10) auf. In der Nacht zum Donnerstag fächert der Gradient wieder auf.
Am Donnerstag liegt der Höhentrog mit seiner Achse von Nord nach Süd über der Mitte des Landes, streckt sich weiter nach Süden und tropft allmählich Richtung Adria/Balkan ab. Über Deutschland dominiert weiter die Höhenkaltluft, kurzwellige Troganteile können für Hebung sorgen. Daher treten im Tagesverlauf weiter Schauer auf, die in mittleren bi höheren Lagen in Form von Schnee fallen. Die 850 hPa-Temperaturen liegen meist zwischen -4 und -7 Grad. Vereinzelt Gewitter. Am Alpenrand halten in der nördlichen Anströmung die Niederschläge, genauer Schneefälle, staubedingt an. Gebietsweise können daher auch markante Neuschneemengen erreicht werden. Im Norden/Nordwesten ist der Gradient noch stärker, dort lebt der Nordwestwind im Tagesverlauf erneut stark bis stürmisch auf, insbesondere auf der Nordsee und in deren Umfeld sorgt ein recht großer Fetch für stürmische Böen oder auch Sturmböen (Bft 8 bis 9). Mit dem Abtropfen des Troges ergibt sich ein Bereich höheren Geopotenzials über der Mitte des Landes, auch der Bodendruck steigt von Westen/Südwesten etwas an. Insgesamt lassen die Niederschläge daher nach, vor allem am Alpenrand dauern sie in Form von Schneefall aber weiterhin an.
Am Freitag liegt über der Mitte und dem Norden eher die Geopotenzialbrücke zwischen dem Cut-off-Tief über Südosteuropa, das seinen Einfluss auf den Süden und Osten des Landes aber voraussichtlich behält, und dem nordostwärts abziehenden Trogresiduum im Norden. Am Boden steigt der Luftdruck ebenfalls. Die Schauertätigkeit geht vor allem in der Mitte und im Norden daher gegenüber den Vortagen zurück, einzelne Schauer sind aber nicht ausgeschlossen. Anders sieht es vor allem am Alpenrand aus. Dort kann das Höhentief südlich von uns weiterhin für Hebungsantriebe sorgen. Zusammen mit der bodennah nördlichen Anströmung setzen sich die Niederschläge/Schneefälle fort. An den Alpen sind damit weitere Zentimeter Neuschnee zu erwarten, teils sind auch markante Mengen nicht ausgeschlossen. In der Nacht zum Samstag verlagert sich das Südosteuropa-Höhentief etwas nach Osten, damit konzentrieren sich die Niederschläge am Alpenrand zunehmend auf die östlichen Bereiche und klingen von Westen allmählich ab. Im Rest des Landes lässt der Zwischenhocheinfluss bereits wieder nach. Von Westen greift ein kurzwelligerer Trog über. Damit einhergehend erreicht uns von Westen ab dem Abend auch ein okkludierendes Frontensystem mit Regen, im Bergland Schnee, und breitet sich etwa bis zur Mitte aus. Die Temperaturen in 850 hPa steigen nachts leicht an, auf Werte um -3 Grad. Damit steigt auch die Schneefallgrenze im Westen etwas an.
Am Samstag verlagert sich der Trog knapp westlich von uns kaum noch, sondern tropft in Richtung Südfrankreich/Pyrenäen ab. Die okkludierende Front liegt über der Westhälfte, zeitweise fällt etwas Regen, im höheren Bergland Schnee. Am östlichen Alpenrand reicht wohl der Einfluss des Höhentiefs über Südosteuropa oder eines umlaufenden Kurzwellenanteils noch aus, um weiterhin noch für leichte Niederschläge, häufig Schnee (850 hPa-Temperaturen weiter bei Werten um -5 bis -6 Grad), zu sorgen. In den übrigen Landesteilen, vor allem im Osten/Nordosten, überwiegt voraussichtlich kompensatorisches Absinken, es bleibt weitgehend trocken. Im späteren Tagesverlauf und in der Nacht steigt insgesamt der Luftdruck und das Geopotenzial von Westen etwas an, so dass die Niederschläge über den westlichen Landesteilen eher nachlassen.
Am Sonntag verlagert sich das Höhentief über Südfrankreich weiter ins westliche Mittelmeer und nimmt Kontakt zum Höhentief über Südosteuropa auf. Über Deutschland wird die Geopotenzialbrücke gestärkt, der Bodendruck nimmt von Südwesten ebenfalls noch etwas zu. Es ist nicht ganz ausgeschlossen, dass vor allem im Osten/Südosten noch leichte Niederschläge im Zusammenhang mit Höhentiefkomplex auftreten. Insgesamt sollte aber ruhiges und weitgehend störungsfreies Wetter vorherrschen. In der Nacht zum Montag deutet sich aber bereits ein weiteres Frontensystem im Nordwesten an, der korrespondierende Bodentief lieg allerdings voraussichtlich recht weit nördlich über der Nordsee, auch der Höhentrog zieht eher über der nördlichen Nordsee ostwärts, so dass unter dem leicht höheren Druck die Wetterwirksamkeit für Deutschland eher schwach aussieht. Nach Norden hin sind leichte Niederschläge zu erwarten, sonst bleibt es voraussichtlich noch trocken. Am östlichen Alpenrand sin nach wie vor leichte Stauniederschläge (Schnee) möglich. Dort hält die leichte Gegenstromsituation zwischen einer nördlichen/nordwestlichen Bodenströmung und einer vom Höhentief über Südosteuropa ausgehenden südöstlichen Höhenströmung an.
In der erweiterten Mittelfrist ab Montag in der Osterwoche sind die Unsicherheiten recht groß: Der aktuellste IFS-Lauf belässt die Hochdruckzone deutlich weiter westlichen und ist für unser Vorhersagegebiet zyklonaler und unbeständiger aufgestellt. Voraussichtlich leicht ansteigendes Temperaturniveau. Die Vorläufe beließen die Frontalzone deutlich weiter nördlich und zeigten damit für Deutschland noch auf hochdruckdominiertes und damit niederschlagsfreies Wetter.
Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs
Die Konsistenz der vorliegenden IFS-Modellläufe ist zunächst gut und weist nur geringe Unterschiede in der genauen Ausgestaltung der Trog-Keil-Strukturen auf. Das Wetter gestaltet sich wechselhaft. Die Unsicherheiten nehmen ab Freitag zu und damit die Konsistenz ab. Tendenziell deutet sich dann zwar von Westen eher zunehmender Bodendruck und zunehmendes Geopotenzial an, ob diese aber in allen Landesteilen für Wetterberuhigung sorgen können, ist noch unsicher: Der aktuellste IFS-Lauf zeigt hier das Übergreifen eines Frontensystems mit Niederschlägen wohingegen die Vorläufe die Frontalzone deutlich weiter nördlich beließen und damit für Deutschland noch auf hochdruckdominiertes und damit niederschlagsfreies Wetter gesetzt haben.
Vergleich mit anderen globalen Modellen
Andere Globalmodelle zeigen zu Beginn der Mittelfrist ein recht ähnliches Bild mit geringen Abweichungen in Timing und Amplitude. Die Unterschiede nehmen im Verlauf des Freitages zu. Prinzipiell gehen die anderen Globalmodelle wie ICON und GFS aber ebenfalls eher in die Richtung es aktuellsten IFS-Laufes. Der Luftdruckanstieg und damit die Wetterberuhigung greift nicht ausreichend auf unser Vorhersagegebiet über, das Wettergeschehen bleibt eher zyklonal geprägt mit weiteren Niederschlägen. In einer überwiegend nördlichen bis nordwestlichen Strömung bleibt das Temperaturniveau eher gedämpft.
Bewertung der Ensemblevorhersagen
Die Clusteranalyse des IFS-Ensemble zeigt für den ersten Zeitraum von Mittwoch 00 UTC bis Donnerstag 00 UTC (+72 bis +96 h) drei Cluster mit 22, 19 und 10 Membern, Haupt- und Kontrolllauf in Cluster 2. Das Regime wechselt bei allen von NAO positiv zu Atlantischer Rücken. Für unseren Vorhersageraum ergeben sich bei der Geopotenzialverteilung kaum prognoserelevante Unterschiede. Der Trog dominiert das Wettergeschehen. Für den Folgezeitraum von Freitag 00 UTC bis Sonntag 00 UTC (+120 bis +168 h) werden sechse Cluster angeboten (18, 8,8,6,6 bzw. 5 Member), Haupt- und Kontrolllauf sind im Cluster 1 zu finden. Es überwiegt der Umbau des Regimes zum Blocking, da aber doch häufig unseren Vorhersagebereich nur streift. Der Süden bleibt bei eigentlich allen Lösungen eher im Einflussbereich des Höhentiefkomplexes über Südeuropa. Der Norden liegt meist im Randbereich höheren Geopotenzials das sich vom Atlantik über Skandinavien n Richtung Nordwestrussland erstreckt. Cluster 2 (8 Member) zeigt eine insgesamt zyklonale Variante mit trog über Mitteleuropa und weicht dabei grundlegend von allen anderen Clustern ab.
Auch die Rauchfahnen zeigen den überwiegend zyklonalen Einfluss und die deutlich zunehmenden Unsicherheiten ab Freitag. Der Spread des Geopotenzials nimmt deutlich zu und steigt im Mittelfristverlauf tendenziell leicht an. Die Temperaturen bleiben über die gesamte Mittelfrist in einem recht ähnlichen Niveau, der Spread bleibt relativ gering und nimmt erst zur erweiterten Mittelfrist am Montag stärker zu. Es gibt eigentlich über die gesamte Mittelfrist Niederschlagssignale mit Peak zu Beginn am Mittwoch/Donnerstag. Auch in der erweiterten Mittelfrist sind einige Niederschlagssignale vorhanden, die Spannbreite wird größere, Ausreißer nach oben sind mindestens in einzelnen Membern weiter vorhanden und nach Süden hin etwas zahlreicher als im Norden.
Fazit:
Insgesamt sehr wahrscheinlich relativ unbeständigen, Niederschlagsschwerpunkt vor allem zu Beginn der Mittelfrist, nachfolgend aber wahrscheinlich auch weitere, wenngleich auch nicht ganz so verbreitete Niederschläge. Mittwoch deutlicher Temperaturrückgang, dann eher gedämpftes Temperaturniveau, erst in der Mittelfrist leicht ansteigend.
Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen
WIND/STURM:
Am Mittwoch lebt der auf West bis Nordwest drehende Wind in Böen stark bis stürmisch (Bft 7 bis 8) auf, vor allem im Bergland und im Nordseeumfeld sowie bei Schauern und lokalen Gewittern muss mit Sturmböen (Bft 9) gerechnet werden. In exponierten Lagen können einzelne schwere Sturmböen (Bft 10) nicht ganz ausgeschlossen werden.
Am Donnerstag im Norden zeit- und gebietsweise Windböen (Bft 7), vor allem an exponierten Küstenabschnitten und insbesondere auf der Nordsee und in deren Umfeld stürmische Böen (Bft 8) aus Nordwest.
GEWITTER:
Am Mittwoch Übergang der Niederschläge zunehmend in Schauer, dabei dann auch örtlich Gewitter. Dabei vor allem auch Gefahr von Sturmböen (Bft 9). Auch am Donnerstag lokal Gewitter.
REGEN/SCHNEE:
Die Niederschläge fallen gebietsweise stärker aus, insbesondere in Nordweststaulagen der westlichen und zentralen Mittelgebirge (vor allem am Mittwoch, nachlassend am Donnerstag) und an den Alpen (geringe EFI-Signale am Mittwoch, Donnerstag zunehmend, Freitag auf den östlichen Alpenrand zurückziehend und nachfolgend abklingend). Aktuell deutet sich dabei aber keine hydrologische Relevanz, also keine Überschreitung von Dauerregenwarnschwellen an.
Das liegt auch daran, dass ein Teil dieser Niederschläge oberhalb etwa 400 bis 600 m als Schnee fällt, in Schauern teils auch etwas darunter. Dabei werden überwiegend leichte Schneefälle zu erwarten sein, am Alpenrand sind im Zeitraum von Mittwochabend bis in den Freitag/Nacht zum Samstag hinein gebietsweise auch markante Neuschneemengen nicht ausgeschlossen.
FROST:
Nachts muss recht verbreitet weiterhin mit leichtem Frost gerechnet werden, lediglich im Westen und Nordwesten bleibt es teils frostfrei. Darauf deutet auch der EFI hin, der bei den Tiefstwerten ab Donnerstag Signale für leicht unterdurchschnittliche Temperaturen zeigt.
Basis für Mittelfristvorhersage
IFS, IFS-EPS, MOS-Mix
VBZ Offenbach / Dipl. Met. Sabine Krüger





