Synoptische Übersicht Kurzfrist
Synoptische Übersicht Kurzfrist
ausgegeben am Freitag, den 06.03.2026 um 08 UTC
GWL und markante Wettererscheinungen:
GWL: SEa
Ruhiges, tagsüber sehr mildes, nachts teils frostiges Hochdruckwetter mit kleinen "Schönheitsfehlern" (Saharastaub, am Wochenende Kaltlufttropfen im Norden).
Synoptische Entwicklung bis Sonntag 24 UTC
Freitag... befindet sich Deutschland nach wie vor im Einflussbereich eines vom zentralen Mittelmeerraum bis nach Frankreich bzw. Südskandinavien reichenden Höhenrückens. Dieser wird flankiert von einem Langwellentrog über Nordosteuropa und einem Höhentief (genauer gesagt: Höhentiefdipol) über der Iberischen Halbinsel, der dort sowie im westlichen Mittelmeerraum weiterhin für ordentlich "Bambule" sorgt. Gleichzeitig wird der Rücken gestützt durch persistente WLA an der Südflanke der mäandrierenden und weit nach Norden verschobenen Frontalzone, wobei sich durch einen markanten Trog- bzw. Kaltluftvorstoß über der Labrador-See und Südgrönland aktuell ein veritables Sturm- bzw. Orkantief (Kerndruck nach Lesart einiger Modelle im Tagesverlauf nahe 950 hPa westlich von Island) etabliert.
Unterhalb des Rückens dominiert somit über dem Vorhersagegebiet weiterhin Absinken, was nicht nur zu einer weiteren leichten Erwärmung der unteren Troposphäre führt (T850 hPa gegen Abend zwischen 6 und 9 Grad), sondern wodurch auch unser wetterbestimmendes Bodenhoch "JANNIS" weiterhin gestützt wird. Es verlagert seinen Schwerpunkt langsam von Südostpolen nach Osten, kann sich dabei aber sogar noch ein wenig verstärken. Knapp westlich von uns erstreckt sich dagegen eine flache Tiefdruckrinne von Frankreich über den Ärmelkanal und die Nordsee bis nach Südwestnorwegen. Diese füllt sich allmählich weiter auf, da sich mit der Orkantiefentwicklung weiter nördlich ein Keil vom Hoch knapp östlich der Azoren zu den Britischen Inseln ausweitet. Daraus resultiert im Vorhersagegebiet eine eher schwache südöstliche, über Süddeutschland östliche Grundströmung. Die Nacht verlief noch überwiegend wolkenlos, lediglich im Südwesten zeigen sich dünne hohe Wolkenfelder, somit konnte die trockene Luftmasse wieder ordentlich auskühlen und vor allem in der Osthälfte sowie im Süden gab es in den Niederungen verbreitet leichten, im Osten stellenweise auch mäßigen Frost (an der Spree um -6 Grad, in Barth sogar knapp -7 Grad). In höheren Lagen, also oberhalb der nur flachen Bodeninversion, blieb es dagegen recht mild, ebenso wie im Lee der westlichen Mittelgebirge. So ergaben sich teilweise große Temperaturunterschiede auf engem Raum (z.B. Tmin Bochum 8,0 Grad, im benachbarten Waltrop-Abdinghof -0,9 Grad), aktuell werden im Lee . Heute tagsüber steht erneut ein weitgehend sonniger Tag ins Haus, allerdings mancherorts nicht mehr ganz so wolkenlos wie am Vortag. Einerseits weiten sich die Cirren von Südwesten noch etwas nord- bis nordostwärts aus, andererseits kommt auch mehr und mehr Saharastaub ins Spiel, der die Sonne vor allem im Westen und Südwesten von einem eher milchig-trüben Himmel scheinen lässt und auch die Temperaturen etwas dämpfen dürfte. Überwiegend wolkenlos bleibt es dagegen noch im Osten und Nordosten. Selbst ein flacher kurzwelliger Randtrog, der heute im Tagesverlauf den Rücken umläuft und über die nördliche Mitte Deutschlands langsam ostsüdostwärts zieht, hat innerhalb der hochreichend sehr trockenen Luftmasse keinerlei Auswirkungen.
Im Donauraum und in Oberschwaben beginnt der Tag erneut mit gebietsweise dichtem Nebel, der dürfte sich aber bis zum Mittag komplett auflösen. Dort sowie bei auflandigem Wind vor allem an der Ostseeküste bleibt es noch am frischesten mit Maxima nur knapp über 10 Grad (an der Ostsee teilweise darunter), sonst wird es erneut sehr mild bis warm mit 14 bis 19 Grad, im Westen auch knapp über 20 Grad, wobei abzuwarten bleibt, ob der Saharastaub nicht schon die Temperaturentwicklung etwas zu dämpfen vermag.
In der Nacht zum Samstag schwenkt ein zunehmend kurzwelliger Randtrog über die nördliche und mittlere Nordsee langsam Richtung Skagerrak und Deutsche Bucht, wodurch der Rücken an seiner Nordflanke vorübergehend abgebaut wird. Rückseitig wird er aber erneut generiert, so dass sich im Bodenfeld der Hochkeil über den Britischen Inseln zur westlichen Nordsee ausweiten kann. Auf dessen Vorderseite dreht die Bodenströmung über dem Nordwesten Deutschlands somit im Laufe der Nacht auf Nordwest und es kann feuchte Nordseeluft etwas landeinwärts vordringen. Zudem hat der Trog selbst eine hochreichend feuchte Luftmasse im Gepäck, die ihre Wirkung allerdings mangels Hebung und aufgrund Entrainments der vorgelagerten, ausgetrockneten Luftmasse kaum entfalten kann. Somit zieht ausgangs der Nacht im Nordwesten zwar dichte mehrschichtige Bewölkung auf, im Nordseeumfeld kann sich auch dichter Nebel ausbreiten, etwas Regen fällt daraus aber lediglich, wenn überhaupt, in Nordfriesland. Im Rest des Landes verläuft die Nacht dagegen überwiegend gering bewölkt, zeitweise ziehen aber auch dünne hohe und mittelhohe Wolken durch (vor allem über dem Westen und der Mitte), die teilweise auch dem erhöhten Saharastaub geschuldet sein könnten. In den Donauniederungen kann sich auch wieder dichter Nebel ausbreiten. Insgesamt wird die Nacht wohl etwas milder als die Vornacht ausfallen, dennoch gibt es vor allem im Osten und Süden in den Niederungen wieder verbreitet leichten Frost, in den klassischen Kältelöchern ganz vereinzelt auch noch einmal um -5 Grad. Im Westen, Nordwesten sowie in höheren Lagen bleibt es dagegen frostfrei, wobei es erneut große Temperaturunterschiede auf engem Raum geben kann.
Samstag... tropft der Trog aus und zieht als Kaltlufttropfen bis Sonntag, 00 UTC - je nach Modell - zum Westteil der Deutschen Bucht (ICON-EU und ICON-D2) bzw. nach Schleswig-Holstein (IFS, GFS). In dessen Einflussbereich ist die Luftmasse bis etwa 600 hPa reichend recht feucht, somit dringen die dichten, teils mehrschichtigen Wolkenfelder auch mit der weiter südlich nun auf Nord bis Nordwest drehenden Bodenströmung noch etwas landeinwärts, eventuell auch bis in die Norddeutsche Tiefebene bzw. in den Nordosten vor, mittlere und hohe Wolkenfelder erfassen noch Teile der Mitte und der Osthälfte. Vor allem in Schleswig-Holstein fällt gebietsweise auch Regen, die Mengen bleiben aber mangels dynamischen Hebungsantriebs gering.
In weiten Teilen des Landes ändert sich gegenüber dem Vortag dagegen nur wenig, wenngleich sich nun auch im Süden und Südosten vermehrt dünne hohe Wolkenfelder zeigen bzw. der Himmel zusätzlich durch den Saharastaub getrübt sein kann. Inwieweit letzterer auf die vom MOS apostrophierten Höchstwerte Einfluss hat, bleibt abzuwarten, allerdings geht auch die Temperatur in 850 hPa etwas zurück (auf Werte zwischen 3 Grad über der Nordsee und 7 Grad im Südwesten bzw. Süden), so dass wohl nicht mehr ganz die Höchstwerte des Vortages erreicht werden. Mit Winddrehung auf Nordwest bleibt es vor allem auch im Nordseeumfeld an Abschnitten mit auflandigem Wind deutlich kühler mit teils nur einstelligen Höchstwerten, an der Ostsee sieht es bei dort noch vorherrschendem Ostwind ähnlich aus (Tmax dort meist zwischen 9 und 13 Grad), ebenso in Schleswig-Holstein und im Nordteil der Norddeutschen Tiefebene. Ansonsten steht aber wieder ein sehr milder Tag ins Haus mit Maxima zwischen 13 und 18 Grad; ob im Westen die vom MOSMIX simulierten 20 Grad nochmals erreicht werden, bleibt abzuwarten.
In der Nacht zum Sonntag befindet sich der KLT mitten im Höhenrücken, wobei sich Schwerpunkte hohen Geopotenzials über West- und Süddeutschland bzw. Nordostfrankreich und über der mittleren Ostsee bzw. dem Baltikum etablieren. Somit zeigt er nur noch wenig Verlagerungstendenz und befindet sich mit seinem Drehzentrum nach Lesart der meisten Modelle auch noch Sonntagfrüh über Schleswig-Holstein. Durch Kaltluftadvektion steigt auf dessen Rückseite der Luftdruck über der Nordsee, wobei mit der nun weiter landeinwärts reichenden nördlichen Strömung die dichte, meist tiefe Bewölkung weiter nach Süden, bis ins mittlere Niedersachsen und nach Nordrhein-Westfalen vordringen kann. Vor allem im Nordseeumfeld kann sich auch dichter Nebel halten. Auch an der Südostflanke des KLT ziehen über die Mitte und die Osthälfte zeitweise etwas dichtere hohe und mittelhohe Wolkenfelder hinweg, wobei auch der Saharastaub auf die Wolkendicke Einfluss haben kann. Vor allem in Schleswig-Holstein und in Vorpommern fällt gebietsweise auch etwas Regen.
Ansonsten ändert sich nur wenig, wobei allerdings auch im Süden die Grundschicht etwas angehoben und angefeuchtet wird, so dass dort etwas verbreiteter Nebenfelder auftreten sollten. Frost gibt es vor allem in den Niederungen Süd- und Südostdeutschlands, in ungünstigen Lagen auch in den mittleren Landesteilen. Sonst bleibt es unter der oft dichten Bewölkung meist frostfrei.
Sonntag... ändert sich an der Gemengelage herzlich wenig, wobei der KLT über der westlichen Ostsee zunächst nahezu ortsfest bleibt, in weiterer Folge abends bzw. in der Nacht zum Montag aber wieder als Randtrog von der über dem Nordmeer verlaufenden Frontalzone "eingefangen" wird.
Im Bodenfeld setzt von Südwesten her schwacher Druckfall ein, wodurch die Grundströmung - außer ganz im Nordwesten und Norden - vor allem im Westen und in der Mitte nun wieder eher auf Nordost bis Ost dreht und die dichten Wolken dort tendenziell auflockern. Vor allem im Westen und Südwesten dürfte sich wieder länger die Sonne zeigen, im Süden und in der Mitte sowieso, wobei es in einigen Niederungen Süddeutschlands länger dauern kann, bis der Nebel aufgeht. Hemmend auf die Einstrahlung wirkt nach wie vor der im Rücken "gefangene" Saharastaub, der auch Einfluss auf die (zumindest optische) Dicke der hohen bzw. mittelhohen Wolkenfelder und somit auf die Temperaturentwicklung haben kann bzw. wird. Im Norden bleibt es dagegen stark bewölkt und gebietsweise fällt auch noch etwas Regen, nach Lesart des ICON-EU am ehesten in Mecklenburg-Vorpommern, während es nach GFS und IFS bereits weitgehend trocken bleibt. Mit dem KLT kann die niedertroposphärisch kühlere Luftmasse etwas weiter nach Süden vordringen, die 850 hPa-Temperatur sinkt im Norden auf 0 bis +3 Grad, sonst bleibt es mit 4 bis 7 Grad unverändert mild. Die Höchsttemperaturen erreichen mit 13 bis 18 Grad, im Westen örtlich nahe 20 Grad somit in der Mitte und im Süden ähnliche Werte wie am Vortag, wobei abzuwarten bleibt, wie schnell sich der Nebel im Süden auflöst. Im Norden bleibt es mit 10 bis 14 Grad, an der See bei auflandigem Wind etwas darunter, kühler.
In der Nacht zum Montag kommt der Kaltlufttropfen nun als Randtrog etwas schneller nach Osten voran und verliert seinen Einfluss auf das Wetter in Norddeutschland. Für Niederschläge reicht es nun auch nach Lesart des ICON-EU kaum mehr, allerdings reicht die recht feuchte Grundschicht dort bis etwa 950 hPa, so dass sich im Nordwesten und im Bereich der Norddeutschen Tiefebene bei nur schwachen Luftdruckgegensätzen vielerorts eine dichte Hochnebeldecke, gebietsweise auch dichter Nebel hält. Wie weit diese nach Süden vorankommt, ist unklar, nach wie vor ist diesbezüglich ICON-EU progressiver aufgestellt als andere Modelle. In der Mitte und im Süden bleibt es dagegen teils gering bewölkt, örtlich auch klar, wobei sich vor allem im Süden in den Niederungen erneut Nebel ausbreiten kann. Je nach Bedeckungsgrad gibt es dort innerhalb der Grundschicht wieder leichten Frost, während es sonst frostfrei bleibt.
Modellvergleich und -einschätzung
Etwas unsicher ist noch die Zugbahn des Troges bzw. Kaltlufttropfen über Norddeutschland, dennoch haben sich die Modelle inzwischen ziemlich angeglichen und die teilweise exotischen Lösungen von gestern (IFS mit kleinräumig mehr als 30 l/m²) fallen komplett raus. Dennoch ist noch unklar, wie weit die Bewölkung nach Süden vordringen kann.
Ansonsten fahren die Modelle einen einheitlichen Kurs. Mit Vorsicht zu genießen sind aufgrund des Saharastaubes die vom MOSMIX simulierten Höchstwerte.
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Jens Winninghoff
Synoptische Übersicht Mittelfrist
Synoptische Übersicht Mittelfrist
ausgegeben am Freitag, den 06.03.2026 um 10.30 UTC
Wechselhafter, aber weiter mild
Synoptische Entwicklung bis zum Freitag, den 13.03.2026
Wir starten in die Mittelfrist am Montag mit einem sich langsam nach Südosteuropa zurückziehendem Hochdruckgebiet und nur sehr zögerlich von Westen her übergreifendem Tiefdruckeinfluss. In nur marginal feuchterer Luft ist es weitgehend niederschlagsfrei. Nur im Südwesten kann ein kleiner Randtrog für etwas Hebung und einzelne Schauer sorgen. Bei 3 bis 6 Grad in 850 hPa und mindestens mal zeitweise sonnigem Wetter wird es ein weiteres Mal sehr mild bei 14 bis 18 Grad. Nur an den Küsten ist es aufgrund der kalten See deutlich kühler. Dafür bildet sich in der Nacht häufiger Nebel oder Hochnebel. Damit fehlt die Ausstrahlung für starke nächtliche Abkühlung und leichter Frost ist nur noch regional zu erwarten.
Dienstag und Mittwoch liegen wir zwischen einem umfangreichen Tiefkomplex über Westeuropa und dem Nordatlantik und dem Hochdruckgebiet über Südosteuropa in einer südwestlichen Strömung. Die Luft wird von Tag zu Tag feuchter und die Schauerwahrscheinlichkeit nimmt zu. Mit zunehmender Bewölkung reduziert sich die Auskühlung in den Nächten und die Frostgefahr geht zurück.
In der Nacht zum Donnerstag greift ein schwächelnder Randtrog von Nordwesten her auf uns über. Die Strömung wird aber schnell wieder zonal. Mehr als ein paar Schauer und mit Glück ein kurzes Gewitter ist nicht drin. Der auffrischende Wind löst nicht mal auf der freien Nordsee stürmische Böen aus. Tagsüber liegen wir auf der Vorderseite eines weiteren Troges über Westeuropa, der es im Laufe des Freitags zu uns schaffen soll. Eingelagert darin zieht eine Kaltfront in der zweiten Tageshälfte von Nordwesten herein und in der Nacht zum Samstag an die Alpen. Wie bei Kaltfronten üblich, strömt kühlere Luft ein (bis -3 Grad in 850 hPa). Damit wird auch die Tageshöchsttemperatur gedämpft. Im Zuge des Trogdurchgangs frischt auch der Wind auf, mehr als steife, im Bergland vielleicht stürmisch Böen sind aber nicht zu erwarten.
Zumindest vorübergehend wird es also von Freitagmittag bis Samstagfrüh mal überall nass. Bevor am Samstag sich von Frankreich her ausdehnender Hochdruck wieder für rasche Abtrocknung sorgt. Nur im äußersten Norden und Nordwesten Deutschlands macht sich die Nähe zum Tief über dem Nordatlantik bzw. Skandinavien am Wochenende durch dichte Wolken und etwas Regen bemerkbar. Nach Süden hin dominiert hoher Luftdruck.
Fazit: Es wird vorübergehend wechselhafter mit zumindest etwas Regen, aber weiterhin milder Temperatur. Die Nachtfrostgefahr geht zurück.
Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs
Der aktuelle IFS-Lauf ist in der Grundsache lange Zeit zu seinen Vorläufen konsistent: Die Hochdrucklage endet und das Wetter wird wechselhafter. Wann genau uns Randtröge passieren, bleibt offen. Das gestern noch für Freitag und Samstag berechnete Sturmtief bei den Britischen Inseln, wird heute nicht mehr simuliert.
Vergleich mit anderen globalen Modellen
Auch der Vergleich mit anderen Modellen belegt meist das Ende der Hochdruckphase. Nur ICON hält im Osten und Südosten bis über die Wochenmitte hinaus daran fest. Dann gewinnt aber das Tief über dem Nordatlantik.
Bewertung der Ensemblevorhersagen
Die Clusteranalyse liefert im ersten Zeitschritt sechs Lösungen, mehrheitlich mit blockierendem Hoch und keine Varianz für Deutschland. Im zweiten Zeitschritt (Mittwoch bis Freitag) gibt es vier Lösungen, alle NAO+. Haupt- und Kontrolllauf liegen in Cluster zwei, der wie Cluster drei und vier den Trog im Westen flacher simulieren. Cluster eins (18 Member) hat den Trog etwas schärfer drin, was wohl auf die Simulation des Sturmtiefs gestern zurückzuführen ist. Die erweiterte Mittelfrist liefert leider keine echte Erkenntnis. Cluster eins (inklusive Haupt- und Kontrolllauf) und zwei simulieren steigenden Luftdruck für Deutschland. Cluster drei und vier (zusammen 19 Member) setzen hingegen auf Trog oder Trogvorderseite.
Die Ensembles sind wie auch gestern schon recht eng beieinander und simulieren einen leichten und stetigen Rückgang sowohl in Temperatur als auch in Geopotenzial. Beim Niederschlag gibt es nach längerer Trockenheit über den gesamten Mittelfristzeitraum Ausschläge, die jedoch großen Schwankungen unterliegen.
Die Ensembles anderer Modelle sind grundsätzlich ähnlich. Beim GFS fällt die Unsicherheit von Haupt- und Kontrolllauf im Norden Deutschlands zum Ende der kommenden Woche auf. Der zeitliche Rahmen der Tröge/Fronten scheint noch ungewiss. ICON hat den abnehmenden Trend von Temperatur und Druck ebenfalls drin, allerdings zeitliche Verzögerungen beim Niederschlag.
Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen
In der Mittelfrist gibt es keine signifikanten Wettererscheinungen. Die Gewitterneigung steigt zwar leicht an, markante Warnungen sind aber unwahrscheinlich.
Basis für Mittelfristvorhersage
MOS-Mix, MOS-IFS
VBZ Offenbach / Dipl. Met. Jacqueline Kernn





