Synoptische Übersicht Kurzfrist
Synoptische Übersicht Kurzfrist
ausgegeben am Mittwoch, den 11.02.2026 um 08 UTC
GWL und markante Wettererscheinungen:
W s (südliche Westlage)
Im Süden sowie zunehmend auch an den Küsten windig. Teilweise, vor allem im südlichen Bergland stürmisch, exponiert Sturm. In einigen Staulagen der Mittelgebirge bis Freitag Dauerregen und Tauwetter.
Synoptische Entwicklung bis Freitag 24 UTC
Mittwoch... liegen wir auf der kalten Seite der vom Atlantik über die Biskaya und das Mittelmeer nach Osten verlaufenden Frontalzone. Das soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass aus Westen in den allergrößten Teil Deutschlands milde, sogar leicht instabile Meeresluft gelangt, weil sich ausgehend von einem Tief bei den Britischen Inseln eine Rinne über Norddeutschland Richtung Polen ausweitet. An deren Südflanke ziehen Tiefausläufer nach Osten, die Meeresluft mit 0 bis +4°C in 850 hPa zu uns steuern. An der Nordflanke der Rinne bleibt der Wind auf Ost und der äußerste Norden, S-H und das Ostseeumfeld liegen im Übergangsbereich zu Kaltluft über Skandinavien.
Dort fällt zunächst leichter Niederschlag als Schneeregen oder Schnee, zum Teil bei Werten um 0°C und gefrorenen Böden aber auch als gefrierender Regen mit Glatteis. Die avisierten Schneeanteile sind gering und da die Temperaturen leicht ansteigen und die Niederschläge nachlassen, dürfte sich die Glättelage zumindest etwas entspannen. Die Maxima liegen bei 0 bis +2°C und der Ostwind erreicht nur vereinzelt in Böen 6 bis 7 Bft, wird also nicht wanrrelevant.
Südlich der Rinne setzt sich die milde Meeresluft vollends durch. Die anfängliche lokale Glätte am Alpenrand ist vorbei. Bei mäßigem, im Süden und Südwesten sowie im Bergland frischem bis starkem Südwest- bis Westwind steigt die Temperastur auf 5 bis 10°C, regional etwas darüber. Dazu fällt an Tiefausläufern und durch Warmluftadvektion verbreitet, schauerartiger Regen bis über die Gipfellagen der Mittelgebirge hinaus.
Über die letzte Nacht hinweg sind schon 10 bis 30 l/m² Regen gefallen, zudem regnet es weiter und bis Freitag kommen noch mal 30 bis 50 l/m² dazu, vereinzelt mehr und auch die in Hochlagen teilweise vorhandene Schneedecke (meist 10 bis 30 cm) taut weiter fügt dem noch einen Anteil Schmelzwasser hinzu. Entsprechende Dauerregen- und Tauwetterwarnungen sind in Kraft. Eine Ausweitung auf das Rothaargebirge und eventuell den Thüringer Wald drängt sich nicht gerade auf, weil dort weniger Regen fällt und auch nur im Thüringer Wald stellenweise signifikant Schnee liegt.
Der Druckgradient verursacht über Süd- und Südwestdeutschland eine lebhafte Strömung, die in tieferen Lagen steife bis stürmische Böen aus Südwest- bis West bringt, im Bergland treten teils schwere Sturmböen auf. Auf dem Feldberg im Schwarzwald und exponiert in den Alpen auch mehr.
In der Nacht zum Donnerstag verlagert sich der Tiefschwerpunkt zur Nordsee, zudem entwickelt sich über dem Ärmelkanal ein Randtief, das nach Belgien zieht. Aus dem zunächst eher diffus verteiltem Regen, formiert sich ein Niederschlagsband, das nordwärts zieht und auch im ganz im Norden, zur kalten Luft hin, wieder Regen und Schnee aufkommen lässt. Von Schleswig-Holstein bis Vorpommern fällt meist Schnee, vor allem in S-H auch etwas kräftiger, aber meist nur mit wenigen cm Neuschnee oder Schneematsch bei Temperaturen um 0°C. Mit Annäherung des Tiefs frischt der Ostwind besonders an den Küsten auf mit einigen steifen, exponiert stürmischen Böen.
Die Ausläufer des Randtiefs bringen im Laufe der Nacht von Frankreich her den nächsten Schub Regen, bis zur Mitte und in den Osten Bayerns. Der im ICON angedeutete gefrierende Regen über Südbayern wird als unwahrscheinlich erachtet, da es dort wahrscheinlich nur kurz stärker auflockert und es die Temperaturen nicht bin den Frostbereich schaffen. Vor dem Regen bringt kompensatorisches Absinken eine Niederschlagspause. Mit dem neuen Tief frischt der Südwestwind erneut kräftig auf, nachdem dieser abends und nachts ebenfalls kurz nachgelassen hat. Vor allem im Bergland, Schwarzwald, Alb, Alpen sind zum Morgen wieder steife bis stürmische Böen zu erwarten, exponiert Sturmböen. Die Tiefsttemperaturen liegen meist bei +7 bis +2°C, die niedrigeren Werte im Bereich der Rinne und zu den Alpen hin.
Donnerstag... ändert sich an der Großwetterlage nichts. Das Tief zieht von Belgien nach Brandenburg und bildet mit einem weiteren Tiefkern über der Nordsee eine Rinne über Norddeutschland. Nördlich davon dauert die östliche Strömung an, allzu kalt ist die Luftmasse aber nicht und die Temperaturen liegen dort knapp über dem Gefrierpunkt im Tagesverlauf. Besonders von Schleswig-Holstein bis Vorpommern fällt nasser Schnee mit ein paar cm Neuschnee, auch lokal gefrierender Regen ist möglich, nach Unwetter sieht es nicht aus. Bei lebhaftem Ost- bis Nordostwind kommt es an den Küsten zu Böen 7-8 Bft. Im Bereich der Rinne ist die Luftmasse modifiert, aber ebenfalls alles andere als kalt mit 5 bis 8°C und im Süden liegen die Maxima gebietsweise um +10°C. Recht verbreitet regnet es und auch wenn die Temperaturen beginnen etwas zu sinken und die Luftmasse nicht ganz so mild mehr ist, regnet es noch bis in Gipfellagen; aus starker Bewölkung und teilweise kräftig. Sofern noch Schnee da ist, taut dieser weitgehend weg.
Der gut aufgestellte Druckgradient führt zu weiteren starken bis stürmischen Böen an der Südflanke des Tiefs. Im Bergland ist es stürmisch. Auf Schwarzwaldgipfeln und in den Alpen 10 bis 12 Bft aus West.
In der Nacht zum Freitag laufen die Modelle etwas auseinander. Das Tief über Ostdeutschland zieht über Polen ab, ein Bodentrog auf der Rückseite beginnt nach Süden zu schwenken, während dieser bei ICON durch ein kräftiges Tief über der Deutschen Bucht aufgehalten wird (die anderen Modelle zeigen das Tief nicht oder deutlich schwächer). Es treten weitere schauerartige Niederschläge auf, die im äußersten Norden und zur Ostsee hin teilweise als Schnee mit Glätte fallen, bei aber überschaubaren Schneemengen (wenige cm) und Werten um oder etwas unter 0°C. Sonst regnet es bei positiven Temperaturen. Nur im Hochschwarzwald und an den Alpen macht sich eine langsam auf ca. 1000m sinkende Schneefallgrenze bemerkbar. Eventuell sind auch darüber kräftigere Schneefälle möglich. An den Küsten und südlich des Troges bleibt es zunächst ähnlich windig, bzw. stürmisch wie tagsüber. Tendenziell lässt der Wind im Laufe der Nacht aber doch nach.
Freitag... verlagert sich der Tiefschwerpunkt über Polen langsam nach Osten, wobei die Details unsicher bleiben. Auf jeden Fall beginnt sich auf dessen Rückseite mit auf Nord drehender Strömung die kältere Luft wieder südwärts auszubreiten. Aufgehalten wird das allerdings durch eine Zyklogenese über Westeuropa, wobei das entstehende mehrkernige Tief nach Frankreich und ins westliche Mittemeer ziehen soll.
Während es die verstärkte Kaltluftadvektion im Nordwesten und äußersten Norden im Tagesverlauf etwas abtrocknen lässt, überwiegt meist starke Bewölkung mit weiteren schauerartigen Niederschläge, die meist an Intensität einbüßen.
Im Norden fällt gebietsweise Schneeregen oder Schnee mit Glätte bei Temperaturen um oder knapp über dem Gefrierpunkt. Dazu erreicht der auf nördliche Richtungen drehende Wind auf den ostfriesischen Inseln in Böen 8 Bft, sonst meist Bft 7. Über der Mitte und dem Süden regnet es zunächst, bevor im Tagesverlauf der Regen im Süden aufhört und die Bewölkung auflockert. Dann kristallisiert sich eine Luftmassengrenze über der Landesmitte mit einem Bewölkungs- und Niederschlagsstreifen heraus, an dessen nördlichen Rand die Schneefallgrenze beginnt weiter zu sinken.
Der Druckgradient über der Mitte und dem Süden fächert durch den Druckfall im Südwesten auf, sodass auch die anfänglichen Böen im Bergland tagsüber weniger werden. Im Süden wird es sehr mild mit gebietsweise +10°C.
In der Nacht zum Samstag kann zwischen dem Tief über dem Mittelmeer und vor einem von Westen hereinschwenkenden Trog durch Gegenstrom von Frankreich Hebung auf den Südwesten übergreifen mit neuen Niederschlägen, die zunehmend als Schnee fallen. Die kalte Luft breitet sich weiter in den Süden aus und spart wahrscheinlich nur noch den Südosten aus. Vor allem im Bergland sind kräftige Schneefälle nicht ausgeschlossen. Ansonsten lässt die Niederschlagsneigung nach und die Wolken lockern gebietsweise auf.
Recht verbreitet gibt es leichten Frost und Glätte durch gefrierende Nässe oder etwas Schnee. Nur im Süden liegen die Werte gebietsweise noch knapp über 0°C. Neben den Böen im Bergland sind auch an der Nordsee noch starke bis stürmische Böen aus nördlicher Richtung möglich.
Modellvergleich und -einschätzung
Bis Freitag simulieren die Modelle ähnlich, danach mit den im Text erwähnten Unsicherheiten.
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Bernd Zeuschner
Synoptische Übersicht Mittelfrist
Synoptische Übersicht Mittelfrist
ausgegeben am Mittwoch, den 11.02.2026 um 10.30 UTC
Unbeständig mit wiederholten Niederschlägen und teils windig, anfangs bis ins Tiefland winterlich.
Synoptische Entwicklung bis zum Mittwoch, den 18.02.2026
Die ab Samstag beginnende Mittelfrist wird quasi die ganze Zeit über von einem umfangreichen Höhentrog über dem Nordostatlantik und Skandinavien geprägt. Aus diesem laufen wiederholt Randtröge bis nach Osteuropa bzw. bis zum Balkan, sodass auch Deutschland bis auf kurzen Zwischenhocheinfluss meist von Tiefdruckgebieten heimgesucht wird. Keine guten Nachrichten also für die Jecken, Narren oder Karnevalisten. Aber vielleicht gibt es ja passende Lücken zum Höhepunkt des Straßenkarnevals?
Im Detail zeigt sich am Samstag ein Langwellentrog, der sich von Skandinavien bis nach Nordwestafrika erstreckt und der im südlichen Teil zum Abtropfen neigt. Ein etwa über das Baltikum nach Nordosten laufender Randtrog stützt dort ein Bodentief. Dessen Ausläufer wiederum reichen bis zu den Alpen und markieren eine Luftmassengrenze über dem Süden Deutschlands. Die nach Süden wandernde Luftmassengrenze wird im Laufe des Tages zunehmend aktiviert, weil sie einerseits durch das von Benelux hereinlaufende Trogresiduum, andererseits aber auch durch das Mittelmeertief Hebungsimpulse bekommt. Damit sind vor allem im Süden Niederschläge zu erwarten, die zunehmend in der festen Phase fallen, weil von Norden Luftmassen arktischen Ursprungs mit T850 hPa von -5 bis -12 Grad einfließen. Nur südlich der Luftmassengrenze ist es bei T850 hPa von -3 bis 2 Grad anfangs noch wärmer.
Am Sonntag schwenkt der Trog nach Osten durch und macht Platz für einen flachen Rücken. So kann sich ein Keil des Azorenhochs bis nach Deutschland vorarbeiten, folglich ist dieser Tag meist von Zwischenhocheinfluss gekennzeichnet. Die kalte Luft mit T850 hPa zwischen -3 und -11 Grad kann sich währenddessen deutschlandweit ausbreiten. Zum Abend hin geraten wir aber schon wieder auf die Vorderseite eines Randtroges, der mit einem Bodentief nahe Schottland korrespondiert. Dessen okkludierendes Frontensystem erfasst am Abend mithilfe kräftiger WLA mit teils markanten Schneefällen den Westen und breitet sich in der Nacht zum Montag bis in den Osten und Südosten aus.
Am Rosenmontag amplifiziert der Randtrog in Richtung Balkan und steuert das Bodentief über die Nordsee hinweg nach Nordwestdeutschland. Das okkludierende Frontensystem wandert damit in den Osten und Südosten Deutschlands, sodass in den Karnevalshochburgen an Rhein und Main zumindest etwas Hoffnung auf zwischenzeitlich trockene Phasen besteht. Vor allem im Tiefland gehen die Niederschläge dabei wieder vermehrt in Regen über, weil postfrontal etwas milderer Atlantikluft mit T850 hPa von -4 bis -2 Grad einströmt. Darüber hinaus kommt am Nachmittag auch noch die herumgeholte Okklusion des Tiefs bei etwas auffrischendem Wind (kein Sturm!) auf Westdeutschland zu.
Am Veilchendienstag bewegt sich der Trog nach Osteuropa weiter, sodass sich von Westen erneut ein Rücken in Richtung Benelux aufwölben kann. Bevor der Zwischenhocheinfluss am Nachmittag von Westen her greift, gibt es in den Resten der feuchten Luftmassen des abziehenden Tiefs bei weiterhin kräftigem Westwind aber noch weitere Regen- und Schneefälle. Postfrontal geht die T850 hPa bei auf Nordwest drehender Strömung auf -3 bis -6 Grad zurück.
Am Aschermittwoch ist nicht nur alles vorbei, sondern der Zwischenhocheinfluss auch bald schon wieder Geschichte. Erneut kann ein Randtrog bei den Britischen Inseln ein Bodentief über der Nordsee in Stellung bringen, dessen Ausläufer bereits in den Frühstunden den Westen und Südwesten erfassen und sich tagsüber in den Norden und Nordosten mit neuerlichen Regen- und Schneefällen verlagern. Die T850 hPa steigen zum Teil knapp über 0 Grad, womit auch gefrierender Regen eine Rolle spielen könnte. Zudem frischt bei zunehmenden Gradienten der Wind wieder auf, im Süden sind stürmische Böen Bft 8 möglich.
In der erweiterten Mittelfrist ab kommende Woche Donnerstag geraten wir mehr und mehr in den Einflussbereich eines stark amplifizierenden Langwellentrogs. Auf dessen Vorderseite werden Tiefdruckgebiete über Skandinavien und dem Baltikum gestützt, folglich gerät Deutschland in eine nördliche Strömung mit arktischer Kaltluft mit T850 hPa von -7 bis -10 Grad. Dabei sind unter leichtem Tiefdruckeinfluss zumindest zeitweise noch Schneefälle zu erwarten.
Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs
Bis Sonntag ergeben sich zwischen den drei jüngsten Läufen des EZMW keine großen Unterschiede, sodass bis dahin eine gute Konsistenz vorliegt. Am Montag werden bezüglich der herumgeholten Okklusion des Tiefs über der Nordsee kleine Differenzen offenbart, wobei der gestrige 12 UTC-Lauf eine stärkere Entwicklung bei etwas früherem Eintreffen in Deutschland zeigte. Es hat außerdem zum Dienstag hin einen kleinen Schnellläufer mit stürmischem Wind im Programm, der allerdings in den beiden in sich ziemlich konsistenten 0 UTC-Läufen nicht zu sehen ist. Ab Dienstag divergieren die Läufe zunehmend, wobei der Tiefdruckeinfluss aber bei allen dominiert. Der Kaltluftvorstoß in der erweiterten Mittelfrist wurde in den gestrigen Läufen nur angedeutet, im jüngsten 0 UTC-Lauf jedoch deutlich verstärkt.
Vergleich mit anderen globalen Modellen
Am Samstag wird von ICON, GFS und UK10 ein kleines Tief über der Nordsee ins Spiel gebracht, das im Nordwesten für Schauer sorgen könnte. Bei EZMW ist es schwächer ausgeprägt, sodass es im Norden und Nordwesten trocken bleiben soll. Ansonsten herrscht wie bei den Konsistenzbetrachtungen nur bis zum Sonntag Einigkeit. Am Montag hat GFS ein kleines Randtief über Deutschland im Programm, bei dem es nasser und stürmischer wäre als beim EZMW. Etwas stärkere Entwicklungen beim Wind gibt es auch bei UK10 und ICON. In den weiteren Tagen der Mittelfrist zeigen die anderen hier betrachteten Modelle ähnliche Muster, die vor allem zeitlich leicht variieren. Am Donnerstag fällt GFS dann mit einem kräftigen Sturmtief bei den Britischen Inseln auf, das auch den von EZMW gezeigten Kaltluftvorstoß verhindern würde. Die KI-Modelle springen derzeit ebenfalls noch nicht auf diesen Kaltlufteinbruch an, sondern zeigen deutlich unterschiedliche Lösungen, womit die EZMW-Vorhersage als unsicher einzustufen ist.
Bewertung der Ensemblevorhersagen
RAUCHFAHNEN:
Die Rauchfahnen diverser deutscher Städte des EZMW bestätigen den Hauptlauf bis zum Sonntag durch enge Verläufe, sodass das Absinken der Temperatur und der Zwischenhocheinfluss am Sonntag recht sicher sind. Am Montag nimmt die Streuung ein wenig zu, die leichte Milderung mit dem neuen Tiefdrucksystem wird aber kaum angezweifelt. Ab Dienstag öffnen sich die Rauchfahnen vor allem beim Geopot 500 hPa, ab Mittwoch auch bei T850 hPa. Ab dann wird die Vorhersage sehr unsicher. In der erweiterten Mittelfrist läuft der Kontrolllauf jeweils an den unteren Rand der Verteilungen, womit starke Zweifel am Kaltluftvorstoß geschürt werden. Niederschlagssignale sind außer am Sonntag fast jeden Tag vorhanden, was den Tiefdruckeinfluss bestätigt.
CLUSTER:
Im zweiten Zeitschritt von Montag, 0 UTC, bis Mittwoch, 0 UTC, werden 3 Cluster ausgegeben (alle NAO+). Unterschiede gibt es beim Rücken und dem kurzen Zwischenhocheinfluss am Dienstagnachmittag sowie beim nachfolgenden Trog. Während C2 mit 17 Mitgliedern mit Haupt- und Kontrolllauf das obige Szenario spiegelt, ist der in C1 (20 Mitglieder) schwächer und die Strömung bleibt eher zonal. Damit ist kaum Zwischenhocheinfluss zu erwarten. In C3 (14 Mitglieder) ist der Trog stärker und kommt schneller. Demzufolge ist das Wetter ab Dienstagabend bereits wieder unbeständiger.
Im dritten Zeitschritt von Donnerstag 0 UTC bis Samstag 0 UTC (erweiterte Mittelfrist) werden 4 Cluster benötigt. (NAO+ und NAO- etwa im Gleichgewicht). In C1 (18 Mitglieder), C2 (15 Mitglieder, mit Haupt- und Kontrolllauf) und C4 (9 Mitglieder) wird der oben erwähnte Langwellentrog gezeigt, der in unterschiedlicher Ausprägung und Geschwindigkeit Mitteleuropa überquert oder erst zum Ende hin erreicht. In C3 (9 Mitglieder) fast ohne Trog findet sich die eher zonale Strömung aus C1 des zweiten Zeitschrittes wieder. Die sehr unterschiedlichen Lösungen untergraben den Kaltluftvorstoß aus dem Hauptlauf, der so dann nur in C2 zu sehen ist.
FAZIT:
Die Mittelfrist wird geprägt durch wiederholt durchziehende Tiefausläufer, die nur kurzen Zwischenhocheinfluss erlauben. Dabei ist das Temperaturniveau anfangs niedrig mit winterlichen Erscheinungen bis ins Tiefland, ab Anfang der kommenden Woche erfolgt eine leichte Milderung. Am Montag und Dienstag besteht zudem die Möglichkeit für etwas stärkeren Wind. In der erweiterten Mittelfrist ist bei anhaltender Tiefdruckaktivität ein Kaltluftvorstoß nicht ausgeschlossen, aber noch sehr unsicher.
Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen
DAUERREGEN/SCHNEEFALL:
Am Samstag und in der Nacht zum Sonntag an den Alpen und im Alpenvorland länger andauernder Schneefall. Dabei Neuschneemengen zwischen 10 und 15, in Staulagen um 20 cm in 12 bis 18 Stunden wahrscheinlich.
Am Montag im Schwarzwald und im Allgäu Dauerregen gering wahrscheinlich, in höheren Lagen dort markanter Schneefall und Schneeverwehungen möglich.
GLATTEIS:
Am Montag in den Frühstunden im Westen, tagsüber bis in die Mitte ausgreifend lokal Glatteis durch gefrierenden Regen nicht ausgeschlossen. Am Dienstag im Nordosten Glatteis durch gefrierenden Regen möglich.
WIND:
In der Nacht zum Montag im Bergland stürmische Böen Bft 8 oder Sturmböen Bft 9. Am Montag im südwestlichen und südlichen Bergland sowie an der Nordsee stürmische Böen wahrscheinlich, Sturmböen gering wahrscheinlich. Am Dienstag im höheren Bergland stürmische Böen wahrscheinlich, Sturmböen gering wahrscheinlich.
Basis für Mittelfristvorhersage
EZMW, EZMW-EPS. Zum Ende eher MOSMIX, da EZMW-Det. eher Ausreißer
VBZ Offenbach / Dipl. Met. Simon Trippler/Sebastian Schappert





