Synoptische Übersicht Kurzfrist
Synoptische Übersicht Kurzfrist
ausgegeben am Freitag, den 24.07.2026 um 18 UTC
SCHLAGZEILE:
In der Südhälfte vor allem am Samstag wieder heiß. Samstagabend im äußersten Süden vereinzelte markante Gewitter möglich.
Am Sonntag im Zuge einer Kaltfrontpassage in der Nordhälfte häufigere, im Südosten präfrontal einzelne markante Gewitter.
Synoptische Entwicklung bis Sonntag 06 UTC
Aktuell ... stößt an der Südflanke des zentralen bzw. steuernden Tiefs über dem Nordatlantik mit Drehzentrum südlich von Jan Mayen ein markanter Randtrog von Island südostwärts Richtung südliche Norwegische See vor. In diesem bildet sich im Nachtverlauf aus einer ehemaligen Frontalwelle auch ein eigenständiges Tief (EVELINE) mit morgendlichem Kerndruck von etwa 983 hPa aus. Gestützt wird die Verlagerung von einem Kurzwellentrog in 500 hPa, der in der Nacht von Island bis ins Seegebiet nördlich von Schottland vorankommt. Der bis dato über Deutschland dominierende flache Höhenrücken schwenkt dadurch weiter ins östliche Mitteleuropa, während ein Höhentief über Südwesteuropa von der Nordwestspitze Spaniens kommend die Biskaya überquert und zum Morgen die Loiremündung erreicht. Aus dieser Gemengelage resultiert eine schwache und leicht antizyklonal konturierte westliche Höhenströmung über dem Vorhersagegebiet. Im Bodenfeld setzt sich der Druckfall bei uns weiter fort. Dennoch bleibt die flache Hochdruckbrücke noch robust, so dass eine wettertechnisch ruhige Nacht ins Haus steht. Bodennah dreht die Anströmung über Norddeutschland von West mehr auf Südwest bis Süd, dennoch halten sich über der Norddeutschen Tiefebene (vom Emsland bis nach Vorpommern) Stratus- und Stratocumuluswolken. Vor allem über Schleswig-Holstein wird die Grundschicht ein wenig angehoben, so dass es dort eventuell sogar für etwas Nieselregen reicht (wie bei ICON, IFS und GFS angedeutet). Im Rest des Landes bleibt es dagegen meist gering bewölkt oder wolkenlos. Somit steht noch einmal eine angenehm frische Nacht ins Haus mit Minima zwischen 16 und 11 Grad bei bewölkten Verhältnissen im Norden sowie zwischen 13 und 7 Grad im übrigen Land, in einigen Mittelgebirgstälern eventuell auch knapp darunter.
Samstag ... erfolgt quasi von zwei Seiten ein zyklonaler "Frontalangriff" auf das Vorhersagegebiet: Der markante Trog über der Norwegischen See läuft zwar in die Breite und verliert dadurch deutlich an Kontur, greift aber auf die Nordsee über, ein vorlaufender flacher Randtrog erreicht abends den Nordwesten Deutschlands. Währenddessen erreicht das Höhentief über Südwesteuropa mit seinem Drehzentrum den Südwesten Frankreichs und wird allmählich als weiterer bzw. verlängerter Randtrog in das Zirkulationssystem des Nordmeertroges eingebunden. Somit dreht die westliche Höhenströmung vor allem über Norddeutschland leicht zurück auf Westsüdwest und ist zunehmend zyklonal konturiert, während über den Süden des Landes ein durch die WLA vorderseitig des Frankreichtroges gestützter flacher Keil hinwegschwenkt. Im Bodenfeld setzt sich der schwache Druckfall weiter fort, insgesamt sind weiterhin nur wenige Isobaren über dem Vorhersagegebiet auszumachen, der Norden liegt dabei wohl knapp unter 1005 hPa, die Mitte und der Süden dagegen knapp darüber. Das Tiefdruckgebiet EVELINE über der Norwegischen See kann sich dagegen noch weiter vertiefen, kommt aber nur wenig nordostwärts voran und schlägt abends mit einem Kerndruck von knapp unter 980 hPa südlich der Haltenbank auf. Dessen teilokkludiertes Frontensystem erreicht dann in etwa die mittlere Nordsee. Präfrontal macht die niedertroposphärische WLA über Deutschland weitere Fortschritte. Vor allem in die Südwesthälfte dringt vorderseitig des Höhentiefs ein Schwall sehr warmer bzw. heißer Subtropikluft. Bis zum Abend steigt die 850m hPa-Temperatur auf Werte zwischen 10 Grad im Grenzgebiet zu Dänemark und knapp über 20 Grad am Alpenrand.
Wettertechnisch passiert allerdings noch nicht wirklich viel. Die Grundschichtbewölkung über Norddeutschland dürfte sich zwar mehr oder weniger auflösen, weicht allerdings zunehmend mittelhohem präfrontalem Gewölk, es bleibt aber bis zum Abend wohl noch weitestgehend trocken. Die nach Südwestdeutschland sickernde Subtropikluft ist dagegen zunehmend instabil geschichtet. Die Lapse-Rates steigen im Tagesverlauf deutlich (lokal liegen sie über 0,75 K/100m), allerdings kann nur wenig CAPE generiert werden, zudem ist die Luftmasse generell durch das Absinken noch sehr trocken. Lediglich vom Schweizer Mittelland bis nach Südbaden und ins Alpenvorland steigen die PPWs auf 25 bis 30 mm. Wahrscheinlich reicht es zumindest an den Alpen, vielleicht auch im Südschwarzwald mit Hilfe der Orographie zur Auslöse, ICON-D2 und SuperHD, aber auch GFS, IFS oder UK10 simulieren in diesen Regionen jedenfalls vereinzelte Schauer und Gewitter. Deren Begleiterscheinungen dürften dann aber wohl maximal markant (Starkregen, kleiner Hagel, Böen Bft 7 bis 9) ausfallen, wobei es mit Passage einer die Gewitter begleitenden Druckwelle von Oberschwaben bis ins Alpenvorland eventuell auch flächiger Böen Bft 7, vereinzelt Bft 8 geben könnte. Im großen Rest des Landes scheint dagegen überwiegend die Sonne bzw. ist es nur gering bis maximal locker bewölkt. Die Temperatur steigt gegenüber dem Vortag deutlich an auf Höchstwerte zwischen 23 und 28 Grad in der Nordhälfte - an der Nordsee bei auflandigem Wind etwas darunter - und zwischen 28 und 33 Grad in der Mitte und im Süden, am Oberrhein vielleicht noch etwas darüber.
In der Nacht zum Sonntag setzt sich die Austrogung über der Nordsee und Norddeutschland weiter fort, gleichzeitig greift von Frankreich her der Randtrog auf die Schweiz und Südwestdeutschland über. Vorderseitig kommt die instabile, vor allem aber feuchte Luftmasse mit den erhöhten PPWs über dem Alpenvorland nordostwärts bis etwa zur Donau voran. Somit können sich die Schauer und Gewitter aus den Alpen heraus im Laufe der Nacht noch etwas nordostwärts ausweiten, ehe sie sich im Laufe der zweiten Nachthälfte langsam wieder abschwächen. Die große Nummer ist das aber nicht, höchstens kleinräumig kann anfangs mal ein Starkregenereignis auftreten, in der Fläche sind die Mengen kaum nennenswert.
Auf den äußersten Norden greift dagegen etwa ab den Frühstunden die zunehmend ins Schleifen geratende Kaltfront des sich kaum abschwächenden Nordmeertiefs über. Auch dort wird präfrontal eine deutlich feuchtere Luftmasse eingesteuert und mit langsam zunehmendem dynamischen Hebungsantrieb setzen im Laufe der Nacht schauerartige Regenfälle ein, die zumindest das nordwestliche/nördliche Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Teile von Mecklenburg-Vorpommern erfassen. Am zügigsten ist die Verlagerung der Front bei ICON angedacht, laut dessen sollen die Niederschläge bis zum Morgen sogar den Raum Hannover erreichen. So oder so sind dabei auch einzelne Gewitter nicht ausgeschlossen. Bzgl. der Niederschlagsmengen sind vor allem ICON-EU und -D2 offensiv aufgestellt mit 5 bis gebietsweise mehr als 10 l/m² in 6 bis 12 Stunden in einem Streifen von Ostfriesland über das südliche Schleswig-Holstein bis zur Lübecker Bucht. GFS, aber auch SuperHD, IFS oder UK10 haben dagegen selbst in der Spitze nur um 5 l/m² auf der Agenda. Ansonsten verläuft die Nacht aber ruhig und vor allem von der Donau nordwärts bis knapp in die Norddeutsche Tiefebene hinein auch aufgelockert, teils gering bewölkt. Insgesamt bleibt es aber deutlich milder als in den Vornächten. Unter den dichteren Wolken im Süden sowie in den Ballungszentren West- und Südwestdeutschlands kühlt es wohl nur noch auf 19 bis 15 Grad, sonst auf 16 bis 12 Grad , in einigen Mittelgebirgstälern auf etwa 10 Grad ab.
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Synoptische Entwicklung bis Montag 06 UTC
Sonntag ... und in der Nacht zum Montag überquert uns der Höhenrücken nach Osten, seine Achse positioniert sich ausgangs der Nacht etwa entlang von Oder und Neiße. Bevor insbesondere in der Nacht zum Montag die feucht-labile Luft aus dem Süden herausgeschoben wird, kommt es im Tagesverlauf nochmals zu Schauern und Gewittern in den Alpen und im Alpenvorland. Das Herausschieben selbst übernimmt die Kaltfront von Tief EVELINE, die bis zum Abend etwa nach Brandenburg und in den westlichen Mittelgebirgsraum vorankommt, in der Nacht dann auch den Süden erreicht. Insbesondere in der Nordhälfte (IFS, UK10), laut ICON sogar vom Norden bis an die Mainlinie heran, sorgt die Front für flächige und gebietsweise konvektiv durchsetzte und damit kräftigere Niederschläge um 10 l/m² in 24 Stunden, regional sogar für Spitzen um 20 l/m². Damit könnten eingebettete Schauer und Gewitter auch kräftiger ausfallen, und auch der Wind lebt im Umfeld der Front stark böig auf. Im Norden, wo die Kaltluft recht früh wirksam wird, steigen die Temperaturen nur noch auf 20 bis 23 Grad, im Süden sind es vereinzelt nochmal bis 32 Grad. Nachts sind dann von Süd nach Nord Minima von 17 bis 12 Grad zu erwarten.
Mehr Details liefert diesbezüglich die synoptische Frühübersicht.
Modellvergleich und -einschätzung
Die Modelle simulieren sehr ähnlich und liefern bis in den Sonntag hinein keine signifikanten Unterschiede, insbesondere auch nicht bezüglich der Warnrelevanz der Ergebnisse (Ausnahme: AROME errechnet am Samstagabend im Bodenseeraum eine Superzelle mit Windgeschwindigkeiten knapp an der vollen Orkanstärke Bft 12).
Am Sonntag schleichen sich dann die ersten deutlicheren Modelldifferenzen ein, weniger in den synoptischen Feldern als mehr in den Niederschlagsmustern und -mengen.
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Martin Jonas
Synoptische Übersicht Mittelfrist
Synoptische Übersicht Mittelfrist
ausgegeben am Freitag, den 24.07.2026 um 10.30 UTC
Nach kurzer Beruhigung Warmluftvorstoß mit Hitze und einzelnen kräftigen Gewittern
Synoptische Entwicklung bis zum Freitag, den 31.07.2026
Am kommenden Montag schwenkt zu Beginn der Mittelfrist die Achse eines bisher wirksamen Höhentrogs über Polen hinweg ostwärts. Ein Frontensystem, das zu einem Tief vor der Küste Norwegens gehört, bringt anfänglich schauerartigen Regen, zieht jedoch im Tagesverlauf aus Deutschland nach Polen ab. Gleichzeitig verlagert ein Tief südwestlich von Island seinen Kern in südöstlicher Richtung. Davon ausgehend greift eine Warmfront auf Großbritannien über. Diese wird allerdings von einem breiten Höhenrücken überlagert, dessen Achse sich Dienstagfrüh vom westlichen Mittelmeer über Frankreich bis in die Nordsee erstreckt und das Wettergeschehen in Deutschland allmählich beruhigt. Während im Norden Deutschlands rückseitig des Frontensystems kühlere Meeresluft mit 850 hPa-Temperaturen um 5 Grad Celsius einfließt, bleibt im Süden die wärmere Luft mit Werten knapp über 10 Grad Celsius erhalten.
Am Dienstag passiert die Achse des Höhenrückens, die sich vom zentralen Mittelmeer bis nach Skandinavien erstreckt, Deutschland ostwärts. Das Atlantiktief zieht hingegen knapp nördlich von Schottland auf. Die zugehörige Warmfront bringt dabei dem Norden und Nordosten Deutschlands dichte Wolken, aber kaum Regen. Von Südwesten wird dabei eine wärmere Luftmasse nach Deutschland geführt, die am Mittwochfrüh im Nordosten 10, im Südwesten 18 Grad erreicht.
Am Mittwoch und am Donnerstag erstreckt sich die Achse des Höhenrückens vom Mittelmeer über Polen bis in die Ostsee und nach Finnland. Deutschland gelangt dabei auf die Vorderseite des recht stationären Tiefs zwischen Schottland und Island in eine südwestliche Strömung, mit der zunehmend heiße Subtropikluft sowie ein Schwall Saharastaub zu uns geführt werden. Dabei werden am Mittwoch voraussichtlich 850 hPa-Temperaturen von 13 bis 20, am Donnerstag sogar 18 bis 25 Grad Celsius erreicht. Allerdings können eingelagerte Kurzwellentröge in der Höhe, am Donnerstag auch eine flache Tiefdruckrinne, regional etwas Hebung generieren, sodass es möglicherweise lokal für Schauer und teils kräftige Gewitter reicht - insbesondere im Süden und Südosten des Landes.
Am Freitag zeigt die Höhenströmung über Deutschland wieder antizyklonalere Konturen. Am Boden verlagert ein Hoch seinen Schwerpunkt über die Britischen Inseln hinweg in die Nordsee. Dabei fließt in den Norden wieder etwas kühlere Luft mit 850 hPa-Temperaturen von 12 Grad ein, im Süden bleibt die heiße Luft mit Werten bis 24 Grad wetterwirksam. Dort können sich mit Hilfe der Orographie noch einzelne kräftige Gewitter bilden.
In der erweiterten Mittelfrist verbleibt Deutschland in einer südwestlichen Strömung mit der möglicherweise sogar 850 hPa-Temperaturen von bis zu 26 Grad Celsius in den Südwesten einfließen können. Auch im Norden sollen die Temperaturen wieder auf Werte nahe 20 Grad ansteigen. Am Boden verlagert das Hoch seinen Schwerpunkt von Dänemark in die Ostsee, wodurch mögliche Randtiefs über Frankreich und Benelux den Nordwesten Deutschlands beeinflussen könnten.
Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs
Die Konsistenz des aktuellen IFS-Laufs zu den beiden Vorläufen ist zumindest bis Donnerstag recht gut.
Zum Freitag gehen die Lösungen dann auseinander. Während in dem gestrigen 00 UTC-Lauf von Frankreich übergreifende Tiefdruckrinnen mit Schauern und Gewittern simuliert wurden, zeigte der gestrige 12 UTC-Lauf hingegen einen über Ostdeutschland regenerierenden Höhenrücken sowie 850 hPa-Temperaturen von 26 Grad im Südwesten. Der aktuelle Lauf liegt irgendwo dazwischen mit hohem Luftdruck im Norden und weiterhin heißen Temperaturen im Süden. In der erweiterten Mittelfrist setzen sich die Abweichungen zwischen den einzelnen Läufen fort, wenngleich in allen eine gewisse Tiefdruckaktivität zu erkennen ist sowie heiße 850 hPa-Temperaturen von über 20 Grad Celsius im Süden. Im gestrigen 12 UTC-Lauf flossen hingegen bereits wieder Temperaturen nahe 10 Grad in den Nordwesten ein.
Vergleich mit anderen globalen Modellen
Bis Mittwoch besteht auch im Vergleich mit weiteren Globalmodellen eine gute Konsistenz. Zum Donnerstag gehen die Lösungen dann allmählich etwas auseinander.
GFS stützt die Warmluftadvektion und liefert dabei die heißeste Lösung mit verbreitet 850 hPa-Temperaturen von 25/26 Grad. Aufgrund eines breiten Höhenrückens fällt die Tiefdruckaktivität dabei jedoch geringer aus. ICON lässt das Hoch dagegen am Freitag rasch Deutschland überqueren. Nachfolgend setzen sich dann zyklonale Verhältnisse durch.
Bewertung der Ensemblevorhersagen
Die Rauchfahnen unterstützen die Bewertung der Konsistenz. Bis Donnerstag liegen die Ensemblemitglieder recht eng beieinander und gehen im Laufe des Donnerstags dann auseinander.
Beim Blick auf die Temperatur fällt ab Freitag der Kontrolllauf als Ausreißer nach oben aus. Das breit gelaufene Mittel liegt im Norden um 12, im Süden um 20 Grad Celsius.
Niederschlagssignale sind nahezu durchweg vorhanden, was auf ein anhaltendes konvektives Potenzial hindeutet. Lediglich am Dienstag und Mittwoch ist die Wahrscheinlichkeit für trockenes Wetter gebietsweise recht hoch. Die Rauchfahnen des Geopotenzials nehmen bis Dienstag rasch zu und oszillieren dann auf erhöhtem Niveau bis in die erweiterte Mittelfrist.
Die Clusteranalyse weist im Zeitschritt von Dienstag bis Donnerstag (t+120 h bis t+168 h) 6 verschiedene Cluster auf (13/9/9/8/7/5 Mitglieder), wobei 5 der 6 Cluster (45 von 50 Mitgliedern) dem Regime NAO+ zugeordnet werden, darunter Clusters 4 mit 8 Mitgliedern einschließlich des Kontrolllaufs. Lediglich das letzte Cluster mit 5 Mitgliedern zeigt einen atlantischen Trog. Die Unterschiede zwischen den Clustern fallen in Mitteleuropa jedoch nicht allzu groß aus und betreffen vor allem die Amplitude des Rückens über Mittel- bzw. Osteuropa sowie den Einfluss kurzwelliger Tröge von Westen. Somit kann die großräumige Wetterlage insgesamt als recht gut abgesichert angesehen werden.
Für den Zeitraum Freitag bis Sonntag (t+192 h bis t+240 h) nimmt die Unsicherheit erwartungsgemäß zu. Die Clusteranalyse liefert drei Lösungen (18/18/15 Mitglieder), die dem Regime NAO+ zugeordnet werden. Der Kontrolllauf findet sich im dritten Cluster wieder. Die Unterschiede betreffen vor allem den Einfluss atlantischer Tiefausläufer auf Deutschland, während der Warmluftvorstoß nach Mitteleuropa grundsätzlich von allen Lösungen gestützt wird.
FAZIT:
Bis Donnerstag ist die Mittelfristprognose recht sicher. Deutschland gelangt auf der Vorderseite eines Atlantiktiefs zunehmend in eine südwestliche Strömung, mit der ab Dienstag sehr warme bis heiße Subtropikluft nach Mitteleuropa geführt wird. Dabei steigt die Wärmebelastung deutlich an. Kleinere Störungen sorgen im Wochenverlauf regional für konvektives Potenzial mit einzelnen kräftigen Gewittern. Ab Freitag nimmt die Unsicherheit zu, wobei die Warmluftzufuhr mit heißer Subtropikluft zumindest in der Südosthälfte weiterhin wahrscheinlich ist.
Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen
GEWITTER:
Am Montag im Osten und Südosten einzelne Gewitter mit Starkregen, stürmischen Böen und kleinkörnigem Hagel gering wahrscheinlich. Im Nachmittagsverlauf abziehend.
Am Mittwoch dann im Süden und Südosten, am Donnerstag vom Westen und Südwesten bis in den Nordosten einzelne starke Gewitter mit Starkregen, Sturmböen und Hagel wahrscheinlich. Vereinzelt unwetterartige Gewitter mit lokal heftigem Starkregen, großem Hagel und schweren Sturmböen wenig wahrscheinlich.
STURM:
Am Montag insbesondere in der Osthälfte böig auffrischender Wind. Dabei in einzelnen Gipfellagen sowie bei auflandigem Wind an der Ostsee stürmische Böen (Bft 8) aus Nordwest gering wahrscheinlich.
HITZE:
Voraussichtlich ab Mittwoch von Westen und Südwesten her zunehmend starke Wärmebelastung.
Basis für Mittelfristvorhersage
IFS, IFS-ENS, MOSMIX
VBZ Offenbach / M.Sc.-Met. Sebastian Schappert





