Synoptische Übersicht Kurzfrist
Synoptische Übersicht Kurzfrist
ausgegeben am Freitag, den 14.08.2026 um 08 UTC
GWL und markante Wettererscheinungen:
GWL: Südost antizyklonal (SEa), Übergang zu Nordwest antizyklonal (NWa).
Wetter: Zunächst sonnig und sehr heiß. Ab Samstag von Nordwesten her allmählich weniger heiß und zunehmend unbeständig mit vereinzelten Gewittern, nur geringe Unwettergefahr.
Synoptische Entwicklung bis Sonntag 24 UTC
Am heutigen Freitag... bestimmt ein Höhenrücken das Wetter in Deutschland, dessen Achse sich im Laufe des Tages über unser Land ostwärts hinweg verlagert. Ein von Westen nachfolgender, nicht sehr starker Trog erreicht mit seiner Achse bis zum Abend erst eine Linie von Schottland bis Portugal. Zwischen den beiden Systemen stellt sich eine recht wenig gekrümmte westsüdwestliche Höhenströmung ein, die nach Süden zu auch recht schwach ist.
Bodennah liegt das bisher wetterbestimmende Hoch Ralf über der Ukraine und wandert langsam ostwärts. Zwischen diesem und dem Azorenhoch hat sich eine meridionale Tiefdruckrinne mit dem Namen Margarete gebildet, die am Nachmittag auf den Nordwesten Deutschlands übergreift. Der Wind kommt dabei hierzulande meist schwach aus Ost bis Südost, dreht aber im Tagesverlauf im Westen auf westliche Richtungen, am Abend ganz im Nordwesten sogar auf Nordwest.
Die bei uns liegende Luftmasse ist heiß und trocken bis knochentrocken. Heute Nachmittag werden abgesehen von den Seegebieten überall Taupunkte von unter 10°C erwartet, teils sogar unter 5°C. In 850 hPa werden heute Mittag über dem Osten 16°C erwartet (xS oder cS-Luftmasse), über dem Südwesten 20 bis 22°C (cT-Luftmasse).
In der trockenen Luftmasse kann sich kaum ein Quellwölkchen bilden, allenfalls mal über den höheren Alpengipfeln. Zum Abend hin werden auch über dem Westen mal kleine Quellwolken mit Basen jenseits der 3000 m simuliert. Über den Norden ziehen ein paar dünne Schleierwolken hinweg. Somit kann die Sonne heute wieder kräftig einheizen und die Temperaturen landesweit auf Höchstwerte jenseits der 30°C-Marke treiben, davon ausgenommen sind nur die wenigen Gebiete mit auflandigem Wind. In weiten Teilen des Westens und Südwestens werden sogar wieder Höchstwerte zwischen 35 und 39°C erwartet, mit den Spitzen an Mosel, Nahe und Saar sowie in der Südpfalz.
"Moment!" wird jetzt manche geneigte Leserin (oder Leser) einwerfen, "Ich habe doch was von einer Rinne gelesen! Was ist denn mit Gewittern?" Die Antwort lautet: "Dazu reicht es hinten und vorne nicht." Zwar beginnt am Abend im Nordwesten im Bereich der Tiefdruckrinne allmählich etwas feuchtere Luft überzugreifen, insgesamt bleibt die Luftmasse aber so trocken, dass sich nicht mal ein Quellwölkchen bildet.
In der Nacht zum Samstag zieht unser Höhenrücken über Polen hinweg ostwärts. Der Trog schwenkt über Großbritannien hinweg und weitet sich dabei nach Süden aus, womit auch bei uns das Geopotential allmählich etwas zurückgeht. Tief Margarete bildet derweil einen ausgeprägteren Kern über Skandinavien, während die davon ausgehende Bodenrinne weiter ostwärts schwenkt und bis zum Morgen in etwa eine Linie von Westmecklenburg bis zum Oberrhein erreicht. Am westlichen Rand dieser Rinne erreicht uns auch die wenig wetteraktive Kaltfront Margaretes, die in den Frühstunden den Nordwesten Deutschlands erreicht. Mit ihr gelangt etwas weniger warme, aber auch zunehmend feuchte Luft uns. Insbesondere westlich unseres Landes und über der Nordsee wird auch etwas abgehobene Konvektion simuliert (oberhalb 3000 m), wobei kaum Regen am Boden ankommen sollte. Nicht ganz ausgeschlossen ist es aber, dass vom Emsland bis zur Nordsee ein paar Tropfen ankommen. Auch im Südwesten soll es in hochbasiger Quellbewölkung etwas Konvektion geben, dort dürfte es noch etwas schwieriger werden, dass ein Tröpfchen den Boden erreicht. Ansonsten verläuft die Nacht noch überwiegend klar oder gering bewölkt.
In der trockenen Luft kann es dann insbesondere im Osten und Süden teils wieder auf 16 bis 9°C abkühlen, während es im Westen meist Tiefstwerte zwischen 20 und 15°C gibt. Insbesondere in Kuppenlagen und in den Städten werden Tropennächte mit 23 bis 20°C erwartet.
Am Samstag... schwenkt die Achse des Troges über die Nordsee und erreicht am Abend mit einem etwas markanteren Kurzwellentrog Benelux. Im Vorfeld dazu schwenkt die Rinne über den Norden Deutschland hinweg, während sich über dem Süden eine sehr unübersichtliche Druckkonstellation ergibt. In den Nordwesten weitet sich allmählich schon der Keil des Azorenhochs aus, so dass dort ein etwas stärkerer Gradient entsteht, der nördliche Winde mäßig bis frisch aufleben lässt. Im Süden kommt der Wind dagegen schwach aus unterschiedlichsten Richtungen.
Die Kaltfront überquert im Tagesverlauf die Nordwestwesthälfte, so dass dort immer weniger warme Luft einfließt. Bis zum Abend geht die 850-hPa-Temperatur über der Nordsee schon auf 12°C zurück. Im Osten weitet sich die 20°C-Isotherme in 850 hPa bis nach Berlin aus, von dort bis in den Südwesten werden es allgemein 20 bis 22°C. Dort kann es bei strahlendem Sonnenschein wieder vielfach 35 bis 38°C heiß werden, der Hitzeschwerpunkt liegt dann voraussichtlich am Untermain und in den Niederungen Mitteldeutschlands. Im Alpenvorland werden es um 33°C.
In den Nordwesten gelangt dagegen neben kühlerer Luft auch deutlich feuchtere Luft, so dass es dort zu mehr Wolkenbildung kommt. In der Grenzschicht steigt die spezifische Feuchte auf 12 bis 13 g/kg an, die ppw's erreichen 35 bis 40 l/qm. Insbesondere von Nordwesten her geht aber auch die Labilität deutlich zurück, so dass sich kaum irgendwo 500 J/kg aufbauen können. Im Nordwesten gibt es dann in der deutlich feuchteren Luft regionale und leichtere schauerartige Regenfälle, die vielleicht mal von Gewittern durchsetzt sind. Etwas interessanter könnte es in einem Streifen vom Westen bis in den Osten werden, also im Vorfeld der Kaltfront, wo etwas CAPE (meist 100 bis 300 J/kg) und etwas Scherung (hochreichend 10 m/s) zusammenkommen. Hier muss sich aber erst noch etwas Feuchte ansammeln, denn anfangs ist es dort sehr trocken. Am Spätnachmittag und zum frühen Abend könnten sich aber einzelne hochbasige Gewitterzellen bilden, die vielleicht mal örtlichen Starkregen (schwache Hinweise von ICON-D2), kleinkörnigen Hagel, aufgrund der hochreichend gut durchmischten Grenzschicht mit nennenswertem CAPE aber durchaus Sturmböen oder schwere Sturmböen bringen können. Auch über dem südwestlichen Bergland könnte es einzelne Gewitter geben, dort könnten bei geringeren Zuggeschwindigkeiten und ebenso hohen Bases Starkregen und schwere Sturmböen im Fokus stehen. Unwetter bezüglich Starkregen erscheinen zumindest nicht ausgeschlossen. Insgesamt ist das aber alles nicht die große Nummer und von flächendeckenden Niederschlägen bleiben wir weit entfernt.
Die Höchsttemperaturen erreichen im Nordwesten in der kühleren Luftmasse und bei etwas mehr Wolken dann meist nur noch 25 bis 30°C, an der See bei jetzt wieder auflandigem Wind teils nur um 20°C.
In der Nacht zum Sonntag zieht die Tiefdruckrinne nach Osten ab. Während sich im Norden der schwache Azorenhochkeil, gestützt durch Kaltluftadvektion weiter durchsetzt, verbleibt im Süden ein Tiefdrucksumpf. In den nördlichen Landesteilen kommt der meist schwache Wind aus West bis Nord. Die Kaltfront kommt langsam südwärts voran und erreicht bis zum Morgen eine Linie von der Lausitz bis zur Pfalz.
Der oben erwähnte Kurzwellentrog schwenkt recht rasch über die Mitte des Landes ostwärts und aktiviert die Kaltfront etwas. Ein weiterer Kurzwellentrog erreicht am Morgen schon den Westen des Landes. An der Kaltfront kommt es dann vor allem in einem diagonalen Streifen vom Westen bis in den Osten zu schauerartigen Regenfällen. Bei nur wenig CAPE, reicht es nur vereinzelt zu zunehmend abgehobenen Gewittern. Somit dürfte die Böengefahr in der Nacht rasch abnehmen, auf einzelne 7er bis 8er sollte man aber noch vorbereitet sein. Auch örtlicher Starkregen ist nicht ausgeschlossen, nach ICON-D2 aber unwahrscheinlich.
Rückseitig der Kaltfront bleibt es im Nordwesten ziemlich bewölkt, an der Nordsee kann es später leichte Schauer geben. Im Süden dürfte es in der Nacht weitgehend trocken bleiben, es ziehen aber zunehmend hohe und mittelhohe Wolken auf. Dort sowie in der ganzen Mitte werden Tiefstwerte von 22 bis 16°C erwartet, nördlich der Kaltfront kühlt es dagegen schon auf 16 bis 11°C ab.
Am Sonntag... liegen wir im Bereich des nicht allzu starken langwelligen Troges. Der oben schon erwähnte Kurzwellentrog läuft schon in den Vormittagsstunden über unser Land ostwärts, der nächste, etwas markantere Trog, erreicht dagegen bis zum Abend erst den Ärmelkanal, so dass insbesondere am Nachmittag Hebungsantriebe durch PVA ausbleiben.
Im Bodendruckfeld soll sich im Bereich der Kaltfront wieder eine etwas markantere Rinne ausbilden, die sich langsam südwärts verlagert. Sie dürfte bis zum Abend in etwa auf eine Linie Fichtelgebirge-Südpfalz vorankommen. Nördlich davon liegt weiterhin der schwache Hochkeil und der Wind weht mäßig, in Seenähe auch frisch aus Nordwest.
Im gesamten Norden ist die Schichtung stabil und bei wechselnder, teils auch starker Bewölkung bleibt es überwiegend trocken. Im Bereich der Kaltfront und im Süden kann sich dagegen in noch warmer und jetzt feuchter Luft etwas mehr CAPE aufbauen als am Vortag. So sind CAPE-Werte von 500 bis 1000 J/kg vorstellbar. Die hochreichende Scherung liegt um 10 m/s und die ppw's um 35 l/qm. Dabei soll es im Bereich der Kaltfront den ganzen Tag über konvektiven Umlagerungen kommen, im Laufe des Tages können diese dann auch südlich davon entstehen und vor allem dort etwas stärker ausfallen. Südlich der Kaltfront kann es in einer immer noch trockenadiabatisch durchmischten Grenzschicht auch noch einmal zu Sturmböen oder schweren Sturmböen kommen. Ansonsten kann es generell zu Starkregen und kleinkörnigem Hagel kommen. Die Unwettergefahr ist gedämpft, vereinzelt können aber um 30 l/qm in kurzer Zeit oder mal Hagel um 2 cm nicht ausgeschlossen werden. Diesbezüglich kann dann morgen etwas mehr ins Detail gegangen werden.
Die Höchstwerte erreichen südlich von Main und Mosel noch einmal sehr warme 27 bis 32°C, in der Norddeutschen Tiefebene werden dagegen die 25°C nicht mehr geknackt. Bei dem frischen auflandigen Wind verharren die Höchstwerte an der Küste teils sogar bei unter 20°C.
In der Nacht zum Montag nähert sich der oben erwähnte, deutlich markantere Trog, der die Hauptachse des Langwellentroges bildet, von Frankreich her und greift dann auf den Südwesten über. Auf der Vorderseite kommt somit die Kaltfront zunächst nicht mehr südwärts voran, sondern beginnt leicht zu verwellen und wird aktiviert. Somit könnte es über dem Süden zu etwas ausgedehnteren schauerartigen und teils gewittrigen Regenfällen kommen, auch lokaler Starkregen (eher 6-stündiges Kriterium) ist dann vorstellbar. Die Simulationen der Modelle sind aber noch sehr unterschiedlich in Stärke und Positionierung.
Über den nördlichen Landesteilen liegt weiterhin der Keil, dort herrscht meist trockenes Wetter, von Nordwesten her können aber einzelne schwache Schauer hereinziehen. Insgesamt überwiegt viel Bewölkung, die von Süden her durch Aufgleiten in höheren Schichten noch weiter zunimmt.
Die Temperaturen gehen auf Werte um 17°C über der See und im Südwesten und bis 10°C in der Lüneburger Heide zurück.
Modellvergleich und -einschätzung
Die synoptischen Felder werden von den vorliegenden Modellen recht einheitlich simuliert. Betrachtet man aber die Niederschlagsprognosen, so ergeben sich sowohl am Samstag als auch am Sonntag noch deutliche Unterschiede in der Positionierung und Stärke der Regenfälle. Dies trifft insbesondere auch auf die Niederschläge an der Kaltfront zu.
Insgesamt wird aber eine nicht allzu starke Gewitterlage erwartet. Die Kombination aus zuvor extrem trockener Luft und recht flach einfließender Kaltluft sorgt für recht wenig Labilität und insgesamt nicht gut überlappenden Gewitterzutaten. Einzelne Unwetter wird man aber wahrscheinlich erleben dürfen. Die größten Überraschungen dürfte es wohl beim Sturm geben - das Markenzeichen dieses Sommers. Die Niederschlagsausbeute in der Fläche dürfte dagegen sehr mager ausfallen.
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl.-Met. Peter Hartmann
Synoptische Übersicht Mittelfrist
Synoptische Übersicht Mittelfrist
ausgegeben am Freitag, den 14.08.2026 um 10.30 UTC
Warm, im Süden vorübergehend heiß. Gebietsweise Regen und Gewitter.
Synoptische Entwicklung bis zum Freitag, den 21.08.2026
Am Montag, dem Beginn der Mittelfrist, stellt sich nach Abzug eines Troges eine westliche bis nordwestliche Strömung ein, die durch einen sich nähernden flachen Rücken antizyklonal gestaltet wird. Dabei fällt im Südosten an einer Kaltfront zunächst Regen, im Tagesverlauf durchsetzt mit Gewittern, sonst treten vor allem in der Nordosthälfte Schauer auf, weiter nach Südwesten setzt sich Zwischenhocheinfluss durch. Dabei fließt von Westen mäßig warme bis warme Meeresluft ein. Nur im Südwesten ist das Temperaturniveau höher bei 25 bis 29°C, sonst werden es meist 22 bis 25°C.
Am Dienstag greifen auf die Nordhälfte die Ausläufer einer Tiefdruckrinne über dem Nordmeer und Sudskandinavien über. Trotz leicht antizyklonaler westlicher Höhenströmung führt Warmluftadvektion zu Hebung und gebietswiese zu Regenfällen. Die Südhälfte liegt am Rand einer Hochdruckzone, unter leichtem Absinken. Hier lockern die Wolken stärker auf und es regnet kaum. Mit den Tiefausläufern verstärkt sich die Zufuhr sehr warmer Luftmassen aus SW Europa in die Südwesthälfte Deutschlands und es stellt sich ein deutliches Temperaturgefälle ein. Den 30°C am Oberrhein stehen um die 20°C an den Küsten von Nord- und Ostsee gegenüber. Der westliche Wind lebt dabei zeitweise auf, hält sich aber mit lediglich steifen Böen an der See und im Bergland insgesamt zurück. Am Mittwoch dauert die insgesamt leicht antizyklonale westliche Strömung an, wobei sich eine Schleifzone der wahrscheinlich wellenden Luftmassengrenze über der Landesmitte oder Norddeutschland einstellt. Dabei fällt gebietswiese Regen, der am Südrand von eingelagerten, teils kräftigen Gewittern begleitet sein kann. In der Südhälfte steigt die Temperatur in subtropischer Warmluft wieder teils bis um 30°C, aber auch im Norden wird es warm bis sehr warm. Am Donnerstag und Freitag dreht die Strömung vor einer Trogentwicklung über Westeuropa auf südwestliche Richtungen. Dabei strömt in den Nordwesten mäßig warme Meeresluft, während in den Südosten subtropische Luftmassen mit 20°C in 850 hPa gelangen können. Der (frontogenetische) Übergangsbereich wird von der dann Südwest-Nordost verlaufenden Luftmassengrenze markiert. Daran sind ablaufende Wellen und Tiefentwicklungen möglich. Es kommt zu weiteren, teils kräftigeren Regenfällen und vor allem in der dann auch feuchten Warmluft zu teils starken Gewittern.
In der erweiterten Mittelfrist geht es leicht wechselhaft und warm bis sehr warm weiter.
Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs
Die Konsistenz des europäischen Modells ist alles in allem mäßig für den aktuellen Mittelfristzeitraum. Der Übergang zu unbeständigem und nicht mehr ganz so heißem, bzw. warmem Wetter ist ausgemacht. Es sind allerdings auch größere Abweichungen in den Lösungen zu finden. Gerade die Entwicklung von auch markanteren Trögen in der westlichen Strömung wird von Lauf zu Lauf unterschiedlich simuliert.
Nach einem erneuten Vorstoß heißer und dann auch feuchter Luft vor allem Richtung Süddeutschland scheint eine Gewitterlage nach Wochenmitte möglich.
Vergleich mit anderen globalen Modellen
Die anderen Globalmodelle zeigen zuächst keine grundsätzlichen Alternativen auf. Der Übergang zu unbeständigem Wetter ist unstrittig. Der Süden scheint zunächst antizyklonaler und wärmer als die Nordhälfte. Der Übergangsbereich dazwischen und die Wetteraktivität der Tiefausläufer im Norden wird von den Modellen jeweils anders simuliert.
UKMO hat die Schleifzone sehr weit südlich und will dann auch von einer möglichen Grenz- und Gewitterlage nach Wochenmitte nichts wissen, während GFS eine ähnliche Variante wie IFS verfolgt.
Bewertung der Ensemblevorhersagen
In den ersten beiden Zeitschritten der Clusterung liegen 6, bzw. 5 Cluster vor, was zunächst mal für einige Unsicherheiten spricht. Diese sind für Montag und Dienstag weniger zu erkennen, während danach einige Amplituden- und Phasenverschiebungen der Wellen zu erkennen sind. Der Kontrolllauf in Cluster 1 (17 Member, Mi.-Fr.) wird recht gut von Cluster 3 gestützt, der es auf 10 Member bringt. In der erweiterten Mittelfrist zeigen die 3 Cluster eine mal mehr, mal weniger zyklonale Südwestlage, bzw. Trog Westeuropa.
Die Kurven der GFS Ensembles streuen in der nächsten rasch deutlich, stützen aber insgesamt die Aussagen (auch) des europäischen Modells.
Die Rauchfahnen des aktuellen Laufs des europäischen Modells liegen nicht vor.
Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen
Am Montag treten vor allem im Südosten Gewitter, teils mit Starkregen auf. Punktuell sind unwetterartige Mengen nicht ausgeschlossen. Ab Wochenmitte sind zunächst an den schleifenden Tiefausläufern, danach besonders in der Südosthälfte gebietsweise Schauer und kräftige Gewitter möglich. Bei den Gewittern ist jeweils lokal begrenzt Starkregen dabei. Wie es mit den überregionalen Regenmengen ausschaut, bleibt abzuwarten. Warnwürdige Mengen zeichnen sich zwar nicht ab, die gebietsweise ca. 10 bis 20 l/qm/12-24h in einigen Regionen (zuerst Nordhälfte, zweite Wochenhälfte eventuell Mitte und Süden) liefern bezüglich der Trockenheit eine gewisse Entspannung. Die Niederschlagsentwicklung, damit in Verbindung auch die der Gewitter, ist unsicher.
Basis für Mittelfristvorhersage
IFS, EPS, Mos
VBZ Offenbach / Dipl. Met. Bernd Zeuschner





