Synoptische Übersicht

Synoptische Übersicht Kurzfrist

Synoptische Übersicht Kurzfrist

ausgegeben am Freitag, den 19.01.2018 um 08 UTC

GWL und markante Wettererscheinungen:
W/NWz
Heute in Thüringen und Westsachsen in Staulagen markanter Schneefall wahrscheinlich.
Am Samstag im Südwesten oberhalb 400 m örtlich markanter Neuschnee. Nachts vereinzelt markante Glätte durch Überfrieren. In der Nacht zum Montag im Südwesten beginnendes starkes Tauwetter (Unwetter). Etwas weiter im Osten im Bergland vorübergehend gefrierender Regen möglich.

Synoptische Entwicklung bis Sonntag 24 UTC

Freitag... Am Rande eines Zentraltiefkomplexes zwischen Norwegen und Island strömt heute von Westen und Nordwesten besonders in höheren Schichten polare Meeresluft nach Deutschland. Dabei wird in 500 hPa die -35-Grad-Isotherme nach Süddeutschland geführt und im Norden sinken die Werte auf -37 Grad C. In 850 hPa sinken die Temperaturen auf -4 Grad im Süden und -6 bis -7 Grad im Norden. Somit erreicht die Temperaturdifferenz zwischen diesen beiden Niveaus 30 K mit entsprechender Labilität für Schauer, die im Norden bis in die Niederungen als Schnee oder Graupel fallen. Im Süden ist unterhalb von etwa 300 m auch mal Regen dabei. Vereinzelt treten kurze Gewitter auf. Hebungsunterstützung gibt es am Nachmittag durch einen besonders nach Südwesten hin ausgeprägten Höhentrog, der von Frankreich und Benelux heranschwenkt. Die simulierten Neuschneemengen liegen in den Mittelgebirgen meist bei 1 bis 4 cm innerhalb von 6 Stunden. Im Süden Thüringens bringt CosmoDE-EPS am Vormittag aber Wahrscheinlichkeiten von über 90 Prozent für markanten Neuschnee über 5 cm. Auch der Median ist hoch mit bis zu 10 cm. Im Westen Sachsens und im Nordosten Bayerns liegen die Wahrscheinlichkeiten nur bei 20 bis gut 40 Prozent. Am Nachmittag geht die Wahrscheinlich von markanten Schneefällen zurück. Der Wind weht im äußersten Süden kräftig aus West mit steifen Böen besonders in höheren Lagen. Oberhalb 1000 m gibt es Sturmböen zwischen 65 und 90 km/h. In der Nacht zum Montag schwenkt der oben angesprochene Trog über Deutschland hinweg nach Osten. Dabei werden besonders im Süden Schauerartige Schneefälle ausgelöst, die aber meist im ´gelben´ Bereich bis 5 cm innerhalb von 6 Stunden liegen. Nur in einigen Staulagen gibt es markanten Neuschnee. Der Wind weht in Hochlagen des Schwarzwaldes stark bis stürmische mit Schneeverwehungen oberhalb 1000 m und auch im Allgäu kann es bei 6er bis 7er Böen Schneeverwehungen geben. In der Nordhälfte klart es zwischen einzelnen Schnee- und Graupelschauern auf und streckenweise gibt es bei Temperaturen um 0 Grad neben Schneeglätte auch überfrierende Nässe.

Samstag... Auf der Rückseite des langsam ostwärts abziehenden Höhentroges kommt in der nordwestlichen bis westlichen Höhenströmung im Westen und Süden kräftige WLA auf, wobei eine Warmfrontwelle von Nordostfrankreich zur Schweiz zieht. An seinem Nordostrand bleibt der Südwesten in der bodennahen Kaltluft und in etwas höheren Schichten gleitet feuchte und mildere Luft auf. Dies führt zu skaligen und teils länger andauernden Niederschlägen, die oberhalb von 300 bis 400 m durchweg als Schnee fallen und darunter teils als Regen. Vielleicht steigt im Südschwarzwald die Schneefallgrenze vorübergehend mal auf 600 bis 800 m an. Die Neuschneemengen werden derzeit mit 5 bis 10 cm, in Staulagen des Schwarzwaldes am Nachmittag mit 10 bis 15 mm Niederschlag berechnet. Das würde in Lagen oberhalb von 600 m sogar Unwetter bedeuten! Die Wahrscheinlichkeit für solche Schneemengen liegen nach CosmoDE-EPS im Schwarzwald bei 20 bis 30 Prozent. Der Norden und der Osten Deutschlands liegen abseits von diesen Hebungsgebiet in der labilen polaren Meeresluft, wo anfangs noch die Trogachse nah ist. So entwickeln sich erneut einzelne Schnee- oder Graupelschauer, die streckenweise wieder zu Glätte führen. Der aus Südwest bis Süd rückdrehende Wind ist meist nur schwach bis mäßig unterwegs. Lediglich im Schwarzwald und im Allgäu frischt er auf und kommt auf exponierten Berggipfeln mit Sturmböen daher. In freien Lagen kann es besonders im Schwarzwald ab 800 m zu Schneeverwehungen kommen.

In der Nacht zum Sonntag ziehen sich nach Durchzug eines flachen Randtroges die Schneefälle in den äußersten Süden zurück und in tiefen Lagen (Rheintal) kann es auch regnen. Erneut sind im Schwarzwald und im Alpenraum 5 bis 10 cm und in Staulagen 10 bis gut 15 cm Neuschnee in 6 Stunden zu erwarten. In der Nähe des knapp östlich von uns sich regenerierenden Höhentroges sind vor allem im Norden und Osten noch einzelne Schnee oder Graupelschauer unterwegs, die örtlich zu Schneeglätte führen. Streckenweise gibt es auch Glätte durch Überfrieren. Der Wind weht vor allem im äußersten Südwesten noch recht kräftig mit Sturmböen in den Hochlagen und dreht dort wieder auf West bis Nordwest.

Sonntag... Auf der Rückseite des über Polen ostwärts ziehenden Troges kommen wir auf die Vorderseite eines Höhenrückens, dessen Achse zum Tagesende den Westen Deutschlands erreicht. So steigt über Mitteleuropa der Luftdruck und es bildet sich ein flaches Zwischenhoch bei uns. In der 2. Tageshälfte kommt im Westen und Süden Deutschlands kräftige WLA auf, die abends den Osten erreicht. Die über Frankreich liegende Warmfront des neuen Sturmtiefs südlich von Island nähert sich nämlich an und bringt bereits am Nachmittag im äußersten Südwesten erste Niederschläge, die anfangs teils als Schnee fallen. Zuvor gibt es im Alpenraum durch Stau noch Schneefälle, die aber nur vorübergehend schwächeln und in den Warmfrontniederschlag übergehen. Im Osten und Norden treten bei einer Mischung aus Sonne und Wolken noch vereinzelt Schneeschauer auf. Der Wind ist meist nur schwach.
In der Nacht zum Montag kommen die Niederschläge etwa bis zu einer Linie Elbmündung-Südostbayern voran. Dabei fällt anfangs vorübergehend Schnee, der aber bald in Regen übergeht, da in 850 hPa die Temperatur von Westen über den Gefrierpunkt steigt. Vorübergehend besteht etwas weiter östlich vor allem im Bergland die Gefahr von gefrierendem Regen!
Im Südwesten werden recht große Regensummen simuliert zwischen 10 und 20 mm innerhalb von 12 Stunden. ICON-Nest und GFS zeigen in den Staulagen des Schwarzwaldes und im Alpenraum 25 bis 35 mm und exponiert gar über 40 mm! Bei auf 2 bis 4 Grad ansteigenden Temperaturen unterhalb von 1400 m ist starkes Tauwetter (Unwetter) wahrscheinlich (s. u.). Auf der Rückseite der Warmfront frischt der Wind in den Hochlagen von Schwarzwald und Allgäu stürmisch auf. Im anfangs noch teils klaren Osten gibt es noch verbreitet leichten, im östlichen Bergland auch mäßigen Frost.

Modellvergleich und -einschätzung

Die großräumige Entwicklung wird im Kurzfristzeitraum recht ähnlich vorhergesagt.

Was die Tauwetter/Dauerregenlage angeht so zeigt Cosmo-LEPS im Schwarzwald und im Allgäu 40 bis 70 Prozent Wahrscheinlichkeit für Regenmengen über 50 mm bis Montag 18 UTC innerhalb von 24 Stunden. Allein durch die Regenmengen schon eine Unwettersituation.
Allerdings zeigt EZMW-EPS deutlich geringere Wahrscheinlichkeiten für ergiebigen Dauerregen.

Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Olaf Pels Leusden

Synoptische Übersicht Mittelfrist

Synoptische Übersicht Mittelfrist

ausgegeben am Freitag, den 19.01.2018 um 10.30 UTC

Leicht unbeständig und meist mild bis sehr mild. Am Montag im Schwarzwald und an den Alpen Dauerregen und Tauwetter, eventuell Unwetter.

Synoptische Entwicklung bis zum Freitag, den 26.01.2018

Zu Beginn des Mittelfristzeitraumes, am Montag, erstreckt sich von Südwesteuropa ein flacher Höhenrücken bis nach West- und Mitteleuropa. Flankiert wird dieser von einem Langwellentrog über Nordost- und Osteuropa, wodurch sich über dem Vorhersagegebiet eine antizyklonal konturierte nordwestliche Höhenströmung ergibt. Im Tagesverlauf des Montags wird der Rücken von einem Kurzwellentrog überlaufen, der von Nordwesten her quer über Deutschland hinweg bis Dienstag, 00 UTC nach Mittelitalien bzw. zur Adria zieht. Vor allem im Westen und Süden des Landes wird auf dessen Vorderseite durch PVA, die die Wirkung der den Höhenrücken überlaufende WLA noch verstärkt, markante Hebung induziert. Im Bodenfeld erreicht ein teilokkludiertes Frontensystem im Tagesverlauf die Osthälfte und verdrängt auch dort nach und nach die polare Kaltluft. Rückseitig gelangt von Westen her subpolare Meeresluft in den Norden und Osten des Landes. Die Kaltfront verwellt bereits in der Nacht zum Montag, wobei das vorübergehend entwicklungstechnisch günstig auf der Trogvorderseite liegende Wellentief von den Britischen Inseln bis Montagabend zur Mitte Deutschlands zieht, dann aber auf die Vorderseite eines sich Dienstagfrüh von Frankreich nach Deutschland erstreckenden Höhenrückens gelangt und sich über dem südöstlichen Mitteleuropa auffüllt.
Im Warmsektor des Tiefs steigen die Temperaturen in 850 hPa im Südwesten und Süden des Landes vorübergehend auf 1 bis 5 Grad; in Verbindung mit vor allem in den Staulagen des Schwarzwaldes und der Alpen markantem Dauerregen führt dieser Prozess bis weit in die Nacht zum Dienstag zu kräftigem Tauwetter, durchaus auch mit Unwetterpotenzial.
Am Dienstag schwenkt der Höhenrücken über Deutschland hinweg ostsüdostwärts, dahinter stellt sich eine noch immer leicht antizyklonal konturierte westliche Höhenströmung ein, mit der ein Kurzwellentrog über die Nordsee hinweg bis Mittwochfrüh nach Südskandinavien geführt wird. Im Bodenfeld weitet sich ein Hochkeil nach Süddeutschland aus, wodurch die Regenfälle auch an den Alpen rasch aufhören. Die Nordhälfte und die Mitte des Landes wird dagegen von der Warmfront eines mit dem Kurzwellentrog korrespondierenden Nordmeertiefs überquert, wobei sich in der Nacht zum Mittwoch ein Teiltief über Südskandinavien entwickelt. Dabei kommt es zu leichten Regenfällen, die aber wohl keinerlei Warnrelevanz aufweisen. Allerdings steigen die Temperaturen in 850 hPa im Warmsektor verbreitet auf über 0 Grad. Dazu frischt der Wind im Norden und auf den Bergen vor allem nachts deutlich aus West auf.
Am Mittwoch schwenkt der Kurzwellentrog rasch weiter ostwärts, rückseitig wölbt sich ein Höhenrücken über Mitteleuropa nordwärts auf, dessen Achse bis Donnerstagfrüh weiter nach Osteuropa schwenkt. Dabei gelangt das Vorhersagegebiet in der Nacht zum Donnerstag auf die Vorderseite eines Troges über dem nahen Ostatlantik unter eine südwestliche Höhenströmung, mit der weiterhin sehr Milde Meeresluft ins Vorhersagegebiet gelangt. Im Bodenfeld verlagert sich die Kaltfront des sich über Mittelschweden bzw. der mittleren Ostsee auflösenden Bodentiefs weiter ostwärts und geht über der Mitte des Landes bereits über in die Warmfront eines weiteren Tiefs bei Island, das bis Donnerstagfrüh zu den Färöer- Inseln zieht. Bis Mittwochabend hat diese bereits den Großteil des Landes überquert, die Kaltfront des Tiefs erreicht Donnerstagfrüh den äußersten Nordwesten Deutschlands. Während es im Süden unter schwachem Hochdruckeinfluss weitgehend trocken bleibt, gibt es in der Nord- und Osthälfte vor allem Mittwoch tagsüber weiterhin leichte Regenfälle, verbunden mit stürmischen Böen aus Südwest an den Küsten und auf den Bergen. Insgesamt bleibt es bei Temperaturen in 850 hPa von 2 bis 6 Grad sehr mild mit teils zweistelligen Höchstwerten im Westen und Norden, während sich im äußersten Südosten diese sehr milde Luft wohl nicht bis zum Boden durchsetzen vermag.
Am Donnerstag wird der Höhenrücken weiter nach Osteuropa abgedrängt, der Höhentrog über dem Ostatlantik greift auf die Britischen Inseln und am Freitag unter Verkürzung seiner Wellenlänge auf Mitteleuropa über. Das zugehörige Bodentief zieht über die Norwegische See nach Norden. Dessen Kaltfront überquert am Donnerstag Deutschland mit schauerartigen Niederschlägen zögernd südostwärts und erreicht erst Freitagfrüh die Alpen. Ihr folgt ein Schwall erwärmter polarer Meeresluft, wobei die Temperatur in 850 hPa am Freitag auf etwa -4 Grad sinkt. Diese ist labil geschichtet, so dass es Schauer und kurze Gewitter gibt, im Bergland fallen die Schauer teils als Schnee. Während es am Donnerstag noch mild bis sehr mild bleibt, wird es am Freitag etwas kühler, vom Winter fehlt aber weiterhin jede Spur.
Auch im erweiterten Mittelfristzeitraum ist kein Winter in Sicht. Im Gegenteil - nach Abzug des Troges setzt sich nach Lesart des IFS am übernächsten Wochenende wieder eine nördliche Westlage und in weiterer Folge eine antizyklonale Nordwestlage durch, mit der sehr milde und teils auch feuchte Luftmassen nach Mitteleuropa geführt werden.

Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs

Insgesamt kann dem Hauptlauf des IFS eine gute Konsistenz zu den Vorgängerläufen bescheinigt werden. Im Detail ergeben sich aber bereits für den Montag Unterschiede. Der gestrige 12 UTC-Lauf simulierte den Kurzwellentrog schwächer ausgeprägt als die beiden 00 UTC-Läufe von gestern und heute und somit auch weniger Niederschläge im Südwesten des Landes.
Der nachfolgende Höhenrücken wurde vor allem am Dienstag und in der Nacht zum Mittwoch vom gestrigen 00 UTC-Lauf markanter simuliert, dort fehlte sogar der nördlich des Vorhersagegebietes durchschwenkende Kurzwellentrog vollständig. Diese Unterschiede sind aber kaum prognoserelevant. Den markanten Rücken am Mittwoch und die sich danach einstellende Trogvorderseitenlage am Donnerstag hatten allerdings - inklusive des Hereinschwenken des Troges nach Mitteleuropa - auch die beiden Vorläufe im Programm.

Vergleich mit anderen globalen Modellen

Den Kurzwellentrog am Montag hat das GFS etwas weniger markant, ein wenig progressiver und auf geringfügig östlicherer Zugbahn im Programm als das IFS und vor allem ICON. Somit wäre der Schwarzwald etwas weniger von den ergiebigen Niederschlägen betroffen, während vor allem ICON dort unwetterrelevante Mengen simuliert.
Für den Dienstag fährt das IFS eine antizyklonalere Variante als GFS und ICON, die den allerdings nur flach ausgeprägten Kurzwellentrog sogar über den Nordosten Deutschlands hinwegschwenken lassen. ICON simuliert dabei die höchsten Niederschlagsmengen, die aber nicht warnrelevant sind. Ab Mittwoch fahren alle Modelle einen ähnlichen Kurs, wobei sich kleinere Phasenunterschiede bzgl. des nach Mitteleuropa schwenkenden Troges am Freitag ergeben. IFS hat dabei die progressivste Variante auf der Karte, während ICON etwas zurückhaltender agiert. Auch für die erweiterte Mittelfrist ergeben sich nur geringe Modellunterschiede.

Bewertung der Ensemblevorhersagen

In der Clusteranalyse des IFS spiegeln sich die kleineren Modellunterschiede vor allem für den Dienstag ganz gut wider. Sowohl für den Zeitraum 72 bis 96 Stunden als auch für den nächstfolgenden (120 bis 168 Stunden) verteilen sich die 49 Ensembleläufe, Haupt- und Kontrolllauf auf 2 Cluster. Cluster 1 simuliert dabei den flachen Kurzwellentrog am Dienstag - ähnlich wie GFS und ICOB - auf etwas südlicherer Zugbahn als Cluster 2, in dem sich (im Zeitraum 72 bis 96 Stunden) auch Haupt- und Kontrolllauf befinden. Die beiden Cluster im Zeitraum 120 bis 168 Stunden (dann befinden sich Haupt- und Kontrolllauf in Cluster 1) unterscheiden sich hingegen kaum.
Für die erweiterte Mittelfrist (192 bis 240 Stunden, also bis Montag, 29.1., 00 UTC) ergibt sich sogar nur 1 Cluster, der die vom Hauptlauf propagierte Entwicklung gut wiedergibt.
Die 850 hPa- Kurvenschar der EPS-Läufe des ECMWF verläuft bis in die erweiterte Mittelfrist hinein in einem relativ engen Spread, wobei es auch kaum bis keine Ausreißer gibt. Ähnlich verhält es sich mit den Membern des GFS-EPS. Somit erscheint die Wetterentwicklung bis in die erweiterte Mittelfrist hinein ziemlich gesichert. Ein winterlicher Witterungsabschnitt scheint eigentlich schon fast bis Ende des Monats nicht in Sicht.

Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen

Nicht nur die deterministischen Läufe vor allem des ICON, aber auch des IFS und des GFS, sondern auch EFI geben Signale für markante Dauerniederschläge am Montag im Südwesten Deutschlands. Zusammen mit dem damit einhergehenden Tauwetter könnten sich für den Schwarzwald und das Allgäu Abflussmengen bis in den Unwetterbereich ergeben.
Mit leichten Unsicherheiten ist am Montag auch die Windentwicklung im Südwesten des Landes behaftet. Je nach Intensität und Zugbahn des Tiefs könnte es an dessen Südwestflanke durchaus auch bis in die Niederungen West- und Süddeutschlands markante Böen (Bft 8 bis 9) geben. Vor allem GFS fährt eine entsprechende Variante, da das Bodentief etwas intensiver und weiter östlich simuliert wird als vor allem nach ICON, das lediglich in exponierten Berglagen markante Böen im Programm hat.
Ab Dienstag sind kaum mehr markante Wetterereignisse zu erwarten. Die Niederschläge bleiben wohl weit unterhalb der Warnschwellen und markante Böen gibt es wohl nur auf den Bergen sowie zeitweise an den Küsten bzw. im Nordwesten.

Basis für Mittelfristvorhersage

ECMWF, MOSMIX, ECMEF-EPS

VBZ Offenbach / Dipl. Met. Jens Winninghoff

Boden Analyse DWD

Quelle: © Deutscher Wetterdienst, Offenbach

Höhenkarten 200-850 hPa

Höhenkarte 850 hPa

Höhenkarte 700 hPa

Höhenkarte 500 hPa

Höhenkarte 400 hPa

Höhenkarte 300 hPa

Höhenkarte 200 hPa