Synoptische Übersicht Kurzfrist
Synoptische Übersicht Kurzfrist
ausgegeben am Mittwoch, den 12.08.2026 um 08 UTC
GWL und markante Wettererscheinungen:
GWL: Südost antizyklonal (SEa)
Wetter: Unter Hochdruckeinfluss von Südwesten wieder zunehmend heiß. Oftmals wolkenlos, erst in der Nacht zum Samstag erste Gewitter im Nordwesten möglich.
Synoptische Entwicklung bis Freitag 24 UTC
Am heutigen Mittwoch... erstreckt sich ein Höhenrücken mit seiner Achse von der Iberischen Halbinsel über Frankreich und die Nordsee hinweg bis nach Island. Sein Gegenspieler ist ein markanter Trog im Nordosten Europas, dessen Achse über Finnland und dem Westen Russlands liegt. Deutschland liegt dabei unter hohem Geopotential auf der antizyklonal geprägten Vorderseite des Höhenrückens. Kräftiges Absinken hat ein umfangreiches Hoch (Ralf) entstehen lassen, dessen Schwerpunkt heute von Dänemark in die südliche Ostsee zieht. Deutschland liegt an der Südwestflanke dieses Hochs im Bereich eines schwachen Gradienten, so dass der Wind landesweit meist schwach, tagsüber aber durchaus mäßig aus Nordost daherkommt.
Der nordöstliche Wind und das Absinken haben eine sehr trockene Luftmasse bei uns generiert, in der heute Nachmittag in weiten Teilen des Landes Taupunkte unter 10°C erwartet werden, insbesondere in der südlichen Mitte auch unter 5°C. Etwas feuchter ist es ganz im Norden und ganz im Süden. Bezüglich der Temperatur gibt es ein erhebliches Südwest-Nordost-Gefälle. Heute Nachmittag erwarten wir über dem Südwesten in 850 hPa meist 16 bis 19°C (xS-Luftmasse), über dem Osten sind es teils nur 6 bis 10°C. Letztere Luftmasse wurde gestern noch mit mA klassifiziert, dürfte aber heute eher als xP durchgehen.
Über dem Nordosten kann es heute unterhalb einer Inversion um 900 hPa auch noch etwas Quellbewölkung geben, im übrigen Land bleibt es weitgehend frei von Quellwolken. Vereinzelt ziehen vor allem in der Nordhälfte ein paar Schleierwolken durch. Unmittelbar über den Alpen baut sich in der feuchteren Luftmasse etwas CAPE auf, dort sollen sich auch einige Quellwolken bilden. Nach Gewitterauslösung sehen die Temps aber nicht aus, dazu ist der Deckel zu stark. Die konvektionserlaubenden Modelle sehen konsequenterweise Gewitter nur im Bereich der Südalpen.
Die kräftige Sonneneinstrahlung treibt die Temperaturen in der Südwesthälfte allgemein auf 29 bis 34°C, nach Nordosten hin bleibt es deutlich "kühler". Von Schleswig-Holstein bis nach Vorpommern werden es meist nur um 23°C, an der Küste oftmals nur um 20°C.
In der Nacht zum Donnerstag nähert sich die Achse des Höhenrückens langsam unserem Land an, der Schwerpunkt des Bodenhochs nistet sich über dem Nordosten Polens ein. Die leichte Südverlagerung des Hochs lässt den nachts nachlassenden, aber nicht einschlafenden Wind auf Ost drehen.
Die Quellwolken lösen sich in den Nachtstunden auf, dann ziehen nur noch ab und zu mal lockere mittelhohe und hohe Wolkenfelder über den Himmel. Bereits zur Sonnenfinsternis sollte es abgesehen von letzteren weitgehend wolkenlos sein.
In der trockenen Luftmasse kühlt es in vielen Landesteilen auf etwa 13 bis 8°C ab, im östlichen Bergland teils sogar bis 5°C. Lediglich im Südwesten und direkt am Meer bleibt es mit 18 bis 14°C deutlich milder.
Am Donnerstag... erreicht uns die Achse des Höhenrückens endgültig, am Abend erstreckt sie sich in etwa vom Südwesten zum Norden des Landes. Das Bodenhoch verlagert seinen Schwerpunkt kaum noch. Leichter Druckfall nordwestlich unseres Landes, lässt aber den tagsüber wieder leicht auffrischenden Wind noch etwas weiter Richtung Südost drehen.
Unter weiterem Absinken bleibt uns die sehr trockene Luft weiterhin erhalten und setzt sich auch noch etwas stärker im Süden durch. Auch die Anfeuchtung durch Evapotranspiration spielt über den hiesigen ausgedorrten Steppenlandschaften kaum eine Rolle. So bildet sich landesweit kaum eine Quellwolke, auch an den Alpen ist die Quellwolkenbildung im Vergleich zu heute noch einmal deutlich verringert und es baut sich kaum noch CAPE auf. Wer nach Gewittern sucht, wird vielleicht im Wallis und weiter südlich in den Westalpen fündig. Des Weiteren können auch nach wie vor ein paar mittelhohe und hohe Wolken über den Himmel des Nordens ziehen. Das war's dann aber auch schon mit den Wolken. In weiten Teilen des Landes brennt Klärchen von früh bis spät vom Himmel. Unter Absinken und aufgrund der starken Einstrahlung steigt die Temperatur in 850 hPa auf Werte zwischen 12°C im Osten und 20°C im Südwesten (am Mittag). Dies erlaubt südwestlich der Elbe allgemein Höchstwerte zwischen 30 und 35°C, in den Niederungen des Südwestens bis 37°C, wo wegen der trockenen Luft die Wärmebelastung aber noch kein so großes Thema ist. Angenehm sommerlich wird es nordöstlich der Elbe mit meist 26 bis 30°C, an den Küsten bei auflandigem Wind (bei Südost also nur an wenigen Stellen) werden es etwa um 23°C.
In der Nacht zum Freitag verlagert sich die Achse des Rückens weiter bis über den Osten unseres Landes. Der nachfolgende Trog über dem Atlantik ist aber noch weit weg mit einer Achse von Irland bis ins Seegebiet vor Portugal. Somit bleibt der antizyklonale Einfluss weiter bestehen. Das Bodenhoch zieht sich aber noch etwas nach Osten zurück und der Druck hierzulande fällt leicht. Der Wind kommt dann in den Nachtstunden meist nur schwach aus Südost, im Süden kann er teils auch ganz einschlafen.
Schlafen können auch die Menschen in dieser Nacht noch einmal ganz gut, denn die trockene Luft und der schwache Wind sorgen noch einmal für recht gute Abkühlung. So sinken die Temperaturen in der Osthälfte vielfach auf 15 bis 9°C, im Westen meist auf 18 bis 14°C. In einzelnen Senken wird es wie immer etwas kühler, dagegen kann es bei den schwachwindigen Verhältnissen in großen Städten und Kuppenlagen etwas milder bleiben, ebenso wie an der See.
Am Freitag... schwenkt die Achse des Rückens endgültig nach Polen. Wir verbleiben aber noch in antizyklonalem Umfeld, da der Trog im Westen weiterhin nur sehr langsam vorankommt. Der Druck fällt jetzt aber überall: Im Osten geht Hoch Ralf mit Schwerpunkt über der Nordwestukraine langsam die Luft aus, im Westen gelangen wir im Tagesverlauf zunehmend in den Einflussbereich einer meridionalen Tiefdruckrinne, die sich am Abend von Südnorwegen über die Nordsee und Nordwestdeutschland hinweg bis nach Zentralfrankreich erstrecken soll. Auch der Gradient insgesamt nimmt ab. Der Wind weht tagsüber allgemein aus Süd bis Südost und dreht dann am Nachmittag im Westen auf West, teils auch Nordwest.
In dem Bereich der Rinne über dem Nordwesten Deutschlands beginnt sich etwas mehr Feuchte zu akkumulieren, einen nennenswerten Anstieg derselben dürfte es aber erst am Abend geben. So bringt ICON erst zum Abend ganz im Nordwesten etwas stark gedeckeltes CAPE, Super HD noch gar nicht. Auch Niederschläge sind in den globalen wie konvektionserlaubenden Modellen nicht zu finden, so dass wir nach heutigem Stand davon ausgehen müssen, so dass am Freitag noch nichts geht.
Im übrigen Land hält sich sowieso noch die trockene Luft, in den Alpen kann sich nennenswerte Labilität nur südlich des Hauptkamms aufbauen, so dass man vielleicht von der Zugspitze aus mal einen CB sehen kann. Ein paar lockere hohe Wolkenfelder können weiterhin über den Norden des Landes ziehen sowie am Nachmittag im Südwesten auftauchen. Dort simuliert ICON hochbasige Quellbewölkung mit Untergrenzen bei 4000 m.
Mit weiterem Aufheizen der Luftmasse und jetzt auch schwacher Advektion noch wärmerer Luft von Südwesten her, legen die 850-hPa-Werte noch etwas zu. So werden zum frühen Nachmittag im Osten um 16°C erreicht, im Südwesten 21 bis 22°C. Damit kann die Temperatur wieder deutschlandweit auf über 30°C steigen und die nächste (vielleicht sogar letzte) Hitzewelle dieses Jahres erreicht ihren Höhepunkt. In weiten Teilen des Westens und Südwestens, von Hamburg bis zum Bodensee, werden 35 bis 39°C erwartet, mit den höchsten Werten voraussichtlich vom Kraichgau über die Südpfalz bis ins Saarland. Ganz im Norden und in Seenähe bei nur vereinzelt auftretendem auflandigem Wind können die Höchstwerte unter 30°C bleiben.
In der Nacht zum Samstag nähert sich der Höhentrog langsam weiter an und erreicht mit seiner Achse Großbritannien und Portugal. In seinem gesamten Bereich geht aber das Geopotenzial zurück. Dies ist auch auf der nach wie vor noch nicht zyklonal gekrümmten Vorderseite bei uns der Fall. Nennenswerte Hebungsantriebe sollen bis zum Morgen Westfrankreich, aber auch Belgien und die südwestliche Nordsee (Seegebiet Thames) erreichen.
Die Bodentiefdruckrinne erreicht im Norden bis zum Morgen Ostmecklenburg, im Süden bleibt sie dagegen am Oberrhein hängen. Rückseitig der Rinne sickert eine deutlich feuchtere Luftmasse in den Nordwesten Deutschlands. Dort sorgt auch eine der Rinne nachfolgende Kaltfront, die aber nicht wetteraktiv und wahrscheinlich nicht deutlich ausgeprägt sein wird, für allmählichen Rückgang der niedertroposphärischen Temperatur.
Abgesehen davon soll im Laufe der Nacht von Nordwesten her auch stärkere Bewölkung in den Nordwesten ziehen, während es im übrigen Land noch klar bleibt. Nicht ganz ausgeschlossen, dass im Nordwesten auch von Benelux her der Überrest eines MCS aufzieht mit gewittrig durchsetztem Regen. Dies deutet UK10 für die Nachtstunden an, auch IFS (12-UTC-Lauf) deutet dies ganz im Nordwesten an, im 00-UTC-Lauf kommt davon aber nichts mehr in Deutschland an. Die übrigen Modelle simulieren dagegen noch keinen Niederschlag, so dass es äußerst fraglich ist, ob in der Nacht zum Samstag in der Wetterküche schon gekocht wird.
Gebacken wird hingegen schon, nämlich über aufgeheiztem Beton und Asphalt, wo in der Nacht zum Samstag in einigen Städten Westdeutschlands wieder eine Tropennacht erwartet werden darf, ebenso wie in Kuppenlagen derselben Region. Meist kühlt es in der trockenen Luftmasse im Westen sowie auch in der einfließenden etwas kühleren Luft im Nordwesten auf 19 bis 14°C ab. Im Süden und Osten werden es meist noch einmal kühle 17 bis 12°C, in einzelnen Muldenlagen noch einmal bis 10°C, so dass man sich dort vor dem nächsten heißen Tag noch einmal erholen kann.
Modellvergleich und -einschätzung
Die synoptischen Felder werden für die kommenden Tage einheitlich simuliert. Bezüglich etwaiger Gewitter bzw. Niederschläge treten Unterschiede in der Nacht zum Samstag auf, wie oben bereits beschrieben.
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl.-Met. Peter Hartmann
Synoptische Übersicht Mittelfrist
Synoptische Übersicht Mittelfrist
ausgegeben am Mittwoch, den 12.08.2026 um 10.30 UTC
Wetterwende: Nach heißem Start am Samstag von Westen aufkommend teils kräftige Schauer und Gewitter. Nachfolgend Abkühlung und wechselhaft.
Synoptische Entwicklung bis zum Mittwoch, den 19.08.2026
Die Hitze geht zu Ende! Und es gibt sogar die Möglichkeit auf Niederschläge! Tatsächlich manifestiert sich der Wetterwechsel zum kommenden Wochenende auch im neuesten Lauf des EZMW.
Zum Beginn der Mittelfrist am kommenden Samstag gibt es jedoch noch einen Tag mit außer im Norden verbreiteter, in der Mitte und im Südwesten regional teils großer Hitze mit Temperaturen zwischen 30 und 38 Grad. Möglich wird das durch einen blockierenden Rücken, der sich vom zentralen Mittelmeer bis zum Baltikum erstreckt und der ein Hoch über Osteuropa stützt. An der Westflanke davon strömt aus Süden sehr warme bis heiße Subtropikluft mit T850 hPa von 15 bis 23 Grad nach Deutschland. Im Tagesverlauf wird allerdings auch schon die Wetterwende eingeläutet. Diese resultiert aus einem Trog, der vom Nordmeer ausgehend bis zur Iberischen Halbinsel verläuft und der auf Ostkurs unterwegs ist. Er bringt ein Tief über Skandinavien in Stellung, welches wiederum von Nordwesten eine Kaltfront nach Deutschland vordringen lässt. Damit steigt das Schauer- und Gewitterrisiko in der Westhälfte an.
Am Sonntag erreicht der Trog den Westen Deutschlands, sodass die Kaltfront des Skandinavientiefs bis zum Abend den Osten überquert und bis zu den Alpen vorstößt. Die T850 hPa sinken bei Drehung auf Nordwest postfrontal auf 4 Grad im Norden bis 11 Grad im Süden.
Am Montag bringt ein flacher Rücken Zwischenhocheinfluss, bevor in der Nacht zum Dienstag der nun über Skandinavien liegende Trog sich mit einem weiteren Trog über dem Nordostatlantik verbindet. Damit können die Ausläufer eines Tiefs nahe der Britischen Inseln Deutschland erfassen.
Im weiteren Verlauf der Woche bzw. bis in die Mittelfrist hinein bis zum übernächsten Wochenende geht aus dem Zusammenschluss ein mächtiger Trog hervor, der dann weite Teile von den Britischen Inseln bis nach Island und bis nach Skandinavien überdeckt. Das Tief zieht im Verlauf dessen über Deutschland und das Baltikum in den Nordwesten Russlands und gestaltet das Wetter wechselhaft mit gebietsweisen Regenfällen, Schauern und Gewittern. In westlicher Strömung liegen die T850 hPa bei 5 Grad im Norden bis 11 Grad im Süden.
Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs
Die in den Vorläufen propagierte Wetterwende mit dem Ende der Hitze und aufkommenden Niederschlägen bestätigt sich auch im neuen 0 UTC-Lauf vom heutigen Mittwoch. Die Muster werden dabei weiterhin ähnlich gezeigt, allerdings ist der Trog in der neuen Woche nun noch kräftiger. Die Abkühlung ist daher ziemlich sicher, zudem könnten mehr Niederschläge auftreten als es der gestrige 0 UTC-Lauf noch prognostizierte. Der gestrige 12 UTC-Lauf ging auch schon in diese Richtung.
Vergleich mit anderen globalen Modellen
ICON, GFS und UK10 bestätigen den Wetterwechsel ebenfalls, auch wenn insbesondere beim Trog in der kommenden Woche einige Unterschiede zutage treten. In Konsequenz betrifft das dann aber vor allem die zeitlich-räumliche Verteilungen der in allen 3 Modellen vorhandenen Niederschläge.
Bewertung der Ensemblevorhersagen
RAUCHFAHNEN:
Die Rauchfahnen bestätigen für diverse deutsche Städte den Hauptlauf. Ab Montag öffnen sich die Kurven zwar ein wenig, Hauptlauf und Median bleiben aber gut gebündelt. Beim Geopot 500 hPa läuft der Hauptlauf ab der Wochenmitte allerdings an den unteren Rand, sodass die Stärke des Trogeinflusses und damit verbunden auch die Niederschläge etwas unsicher sind. Immerhin tauchen seit langer Zeit wieder vermehrt Niederschlagspeaks auf, vor allem am Samstag/Sonntag und Dienstag/Mittwoch.
CLUSTER:
4 Cluster werden im zweiten Zeitschritt von Montag 0 UTC bis Mittwoch 0 UTC benötigt. Bei den meisten wird der Wechsel von der Blockierung zum atlantischen Rücken vollzogen. Der Trog zeigt sich in teils unterschiedlicher Geometrie, ist aber bei allen Clustern an ähnlicher Position zu sehen. Im dritten Zeitschritt zwischen Donnerstag 0 UTC und Samstag 0 UTC gibt es nur noch 3 Cluster, alle mit atlantischem Rücken. C1 mit 26 Mitgliedern entspricht dem Hauptlauf, in C2 mit 17 Mitgliedern ist der Trog deutlich schwächer und wird sogar von einem flachen Rücken unterlaufen. In C3 mit 8 Mitgliedern zieht der Trog ab Donnerstag ostwärts ab, sodass sich erneut Hochdruckeinfluss durchsetzen könnte.
Die Clusteranalyse bestätigt also das eher unsichere Troggeschehen in der neuen Woche.
FAZIT:
Klar ist: Ab Samstag wird von Nordwesten und Westen her die Wetterwende eingeläutet, sodass die Hitze geht und die Niederschläge kommen. Dabei sind am Wochenende teils auch kräftige Gewitter möglich. Nicht ganz klar ist dagegen, wieviel Nass es von oben in Summe bis in die erweiterte Mittelfrist gibt. Der neueste EZMW-Lauf forciert den Trogeinfluss und die Niederschläge in der neuen Woche, das Ensemble und andere globale Modelle streuen allerdings Zweifel daran. Bleibt für die Natur zu hoffen, dass der Hauptlauf des EZMW Recht behält.
Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen
GEWITTER:
Am Samstag erreicht MU-CAPE in der Westhälfte moderate Werte bis etwa 1000 J/kg. Dort sind lokal Gewitter mit Sturmböen, Hagel und Starkregen denkbar, Unwetter drängen sich derzeit nicht unbedingt auf. Bei EFI zeigen sich im Nordwesten aber erhöhte CAPE-SHEAR Werte, sodass dort die Organisation von Gewittern etwas besser sein kann und vereinzelte Unwetter möglich sind. Am Sonntag erreicht MU-CAPE präfrontal von der Mitte bis in den Süden 500 bis 1000, im Südosten lokal bis 2000 J/kg. Damit sind erneut eher markante Gewitter zu erwarten, die vor allem im Südosten nachmittags vereinzelt auch unwetterartig ausfallen können. Die Scherung bleibt dann allerdings eher mau. In der neuen Woche nimmt das Gewitterpotenzial zunächst ab, ab Mitte der Woche wieder ein wenig zu. Dann sind aber höchstens lokal markante Gewitter zu erwarten.
DAUERREGEN:
COSMO-LEPS hat für Sonntag am Alpenrand und am Harz Wahrscheinlichkeiten bis 30 % für mehr als 30 l/qm in 24 Stunden im Programm, was aber durch den neuesten Lauf des EZMW-Ensembles nicht bestätigt wird. Ob es daher tatsächlich zu Dauerregen kommt, bleibt noch abzuwarten.
Basis für Mittelfristvorhersage
MOSMIX, EZMW, EZMW-EPS
VBZ Offenbach / Dipl. Met. Simon Trippler





