Synoptische Übersicht Kurzfrist

Synoptische Übersicht Kurzfrist

ausgegeben am Montag, den 02.03.2026 um 18 UTC

SCHLAGZEILE:
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Synoptische Entwicklung bis Mittwoch 06 UTC

Aktuell ... herrscht ruhiges Hochdruckwetter über weiten Teilen von Deutschland und daran wird sich auch bis in die Mittelfrist hinein kaum etwas ändern. Schaut man sich beispielsweise die 10-Tage Niederschlagvorhersage verschiedener Globalmodelle an, so bleibt es in großen Landesteilen trocken.

Der Blick auf das aktuelle Satellitenbild zeigt nur ein paar hohe Wolkenfelder im Norden und konvektive Bewölkung an den Alpen, die am Abend rasch zusammenfällt. Die Tagesgangkonvektion ist vor allem auf ein schwaches Höhentief mit etwas Höhenkaltluft zurückzuführen. Mehr als ein paar schwache Schauer hat aber auch dieses nicht zustande gebracht.

Für die Nacht stehen als Warnelemente wohl nur Frost und Nebel auf dem Zettel. Frostfrei bleibt es am ehesten im Norden und Westen des Landes, sowie allgemein in Ballungszentren. Sonst geht es auf 0 bis -4 Grad zurück. Nebel wird sich vornehmlich entlang von Donau und den Nebenflüssen ausbreiten und warnwürdig werden.

Die Glättegefahr ist eher gering. Die Luft ist ziemlich trocken, sodass eher nicht von Reifbildung auszugehen ist. Dort wo dichter Nebel auftritt wird es schwierig die Straßenbeläge im negativen Bereich zu bekommen. Es ist also davon auszugehen, dass eine Glättewarnung allgemein nicht notwendig ist und wenn dann ohnehin nur im Nowcasting entschieden werden kann.

Dienstag ... ändert sich nichts an der Großwetterlage. Das schwache Höhentief über dem Alpenraum ist weiterhin vorhanden, sodass dort vor allem in der zweiten Tageshälfte wieder Konvektionsbewölkung dichter wird und der ein oder andere schwache Schauer auftreten kann.

Zudem hält sich der Nebel im süddeutschen Raum und speziell entlang von Donau und anderen Flussniederungen aufgrund der schwachgradientigen Lage erneut recht zäh und wird sich nur zögerlich lichten sowie teils in Hochnebel übergehen.

Eine kleine Schwachstelle in der Hochdruckbücke, die von den Britischen Inseln bis nach Osteuropa reichts, kann eine gealterte schwache Kaltfront nutzen und bis zum Abend dichter Wolkenfelder in den Norden schieben, die nachts bis zur nördlichen Mitte vorankommen. Die Feuchte ist aber auf die unteren 50 hPa kontriert und bringt abgesehen von einer tiefen Stratusschicht kaum Wetterwirksamkeit.

Im äußersten Norden und Südosten bleibt es aufgrund der angesprochenen Dinge etwas kühler mit 10 bis 13 Grad, auf den Inseln bei auflandiger Strömung auch darunter. Im Rest des Landes werden 14 bis 19 Grad erwartet, mit den höchsten Werten im Westen und Südwesten.

In der Nacht auf Mittwoch muss im Süden und dort vor allem wieder in den Flussniederungen mit dichten Nebelfeldern gerechnet werden. Aber auch postfrontal kann es im Nordwesten Nebelfelder geben, wobei es auch Signale für örtlich warnwürdigen Nebel gibt. Frost ist dann abgesehen von der Region mit der tiefen Bewölkung und west- bzw. südwestdeutschen Ballungszentren, wieder verbreitet ein Thema. Glätte sollte die große Ausnahme bleiben.

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Synoptische Entwicklung bis Donnerstag 06 UTC

Mittwoch ... zieht das Höhentief über dem Alpenraum langsam ostwärts ab. Die Feuchtereste der Front verbleben über der Mitte des Landes und wandern vor allem über dem Westen am Nachmittag wieder nach Norden. Grund dafür ist ein sich stärkender Höhenrücken über Westeuropa. Die Temperaturgegensätze über Deutschland nehmen etwas zu. Während im Südwesten bis 18 Grad erwartet werden, bleibt man auf Rügen bei 8 Grad hängen. Nachts kann es von Ostsachsen bis zur Altmark auch mal mäßigen Nachtfrost bis -7 Grad geben, während am Niederrhein um 5 Grad als tiefste Werte erwartet werden. Nachts gibt es gebietsweise wieder Nebel, vor allem über der Osthälfte. Glätte ist allgemein nicht zu erwarten.

Modellvergleich und -einschätzung

Die Modelle zeigen im kurzfristigen Vorhersagebereich eine gute Einigkeit.

Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Marcus Beyer