Synoptische Übersicht Kurzfrist
Synoptische Übersicht Kurzfrist
ausgegeben am Mittwoch, den 22.07.2026 um 08 UTC
GWL und markante Wettererscheinungen:
GWL: Nz (Nord zyklonal)
Im Süden und Südwesten Hochdruckeinfluss (MORITZ) und sommerlich warm. Sonst gemäßigte Tagestemperaturen und leicht wechselhaft, an der See heute windig bis stürmisch.
Synoptische Entwicklung bis Freitag 24 UTC
Mittwoch... kommen wir aus einer für die letzte Julidekade doch ziemlich frischen Nacht. Herkunft und Qualität der vorherrschenden Luftmasse (abgetrocknete maritime Polarluft m/xP) machen sich bei langsam zunehmender Nachtlänge deutlich bemerkbar. Vor allem in der wolkenarmen bis -losen Südhälfte, aber auch in Teilen der Mitte ging´s mächtig bergab. Zwar hat es für Frost in Bodennähe (noch) nicht ganz gereicht, aber Werte unter der 5°C-Marke sind ja auch nicht von schlechten Eltern. Selbst in 2 m Höhe gab es ein paar wenige Stationen (darunter natürlich die üblichen Verdächtigen aus dem sächsischen Bergland Deutschneudorf-Brüderwiese und Carlsfeld) mit 5°C oder etwas darunter. Da macht doch das nächtliche Öffnen der Schlafzimmerfenster wieder richtig Spaß, auch wenn´s mit dem Nacktschlafen vielleicht erstmal vorbei ist.
Nicht vorbei ist die mit Nz titulierte Großwetterlage, die sich im Wesentlichen aus zwei Säulen zusammensetzt. Westlich von uns über dem nahen Atlantik eine hochreichende, also rückengestützte 1035+X-hPa-Antizyklone, von der aus sich ein fetter Keil bis zum Europäischen Nordmeer und ein zweiter (MORITZ) über die Alpen hinweg bis zum Balkan erstreckt. Die andere Säule befindet sich ost-nordöstlich von uns in Form eines vom Nordpolarmeer bis zum östlichen Mittelmeer reichenden Monumentaltrog, der mit einem mehrkernigen Tiefdrucksystem korrespondiert. Über Karelien und dem Nordwesten ist das die Familie CERRY (mittlerweile ist man bei der Namensgebung bei #4 und #5 angelangt), doch für das Geschehen bei uns zeichnet ein anderer kleiner aber feiner Sommerwirbel verantwortlich. Er schimpft sich DEBORAH, was der Verfasser aus in der gestrigen Frühübersicht dargelegten Gründen schwer anzweifelt, aber sei es wie es sei. Tatsache ist, dass dieses kleine, über Südnorwegen geborene Tief - in der Nachtanalyse von 00 UTC wurden sogar zwei 1010-hPa-Kerne gefunden - im Tagesverlauf über Südschweden hinweg in Richtung südöstliche Ostsee zieht. Zwar deutet sich keine weitere, zumindest nennenswerte Vertiefung mehr an. Trotzdem, der Druckgradient zum ortsfesten Hoch reicht aus, um den deutschen Küsten sowie dem küstennahen Binnenland einen windigen Mittwoch zu verpassen. Vor allem an der Nordsee (nordfriesische Küste mehr als ostfriesische) nimmt der "Nordwest" ordentlich Fahrt auf mit Böen Stärke 7-8 Bft, auf Sylt vielleicht sogar eine 9 Bft. Etwas gemäßigter die Ostseeküste, wo die Windrichtung eher West-Nordwest ist und Böen 8 Bft seltener auftreten, vor allem nach Osten hin.
Darüber hinaus gilt es zu berichten, dass die wenig wetteraktive Kaltfront des Tiefs am späten Vormittag bzw. in der Mittagszeit von der Deutschen Bucht bzw. von Dänemark her die küstennahen Areale erreicht, um von dort weiter landeinwärts vorzustoßen. Rückseitig wird eine frische Portion maritimer Polarluft zu uns gesteuert, die sich thermisch aber kaum abhebt (teils durch den Tagesgang kaschiert) von der präfrontalen Luftmasse. Apropos präfrontal, angetrieben durch schwache WLA hat sich unterhalb einer zwischen 900 und 850 hPa platzierten Inversion weitgehend geschlossene ST/SC-Bewölkung über weite Teile der Norddeutschen Tiefebene bis in den nördlichen und zentralen Mittelgebirgsraum ausgebreitet (NRW und Nordhessen z.B. sind heute Morgen komplett dicht), aus der lokal ein paar Tropfen fallen. Die Bewölkung wird noch ein kleines Stück nach Süden vorankommen und sich dabei in den nächsten Stunden bis zum Abend als ziemlich zähe Materie entpuppen, die nur wenige Platz für direkte solare Strahlung freigibt und immer mal wieder etwas Nass absondert, ohne dass das die monatliche Niederschlagsbilanz substanziell verändern würde.
Interessanter wird es dann ab dem Spätnachmittag respektive dem frühen Abend, wenn nämlich ein in die nord-nordwestliche Höhenströmung eingelagerter und an das Bodentief gebundener erster KW-Trog den Nordosten erfasst und dort für eine Labilisierung sorgt. Feuchte ist auch soweit vorhanden, dass etwas (skinny) CAPE generiert werden kann. Bei solider LL-Scherung entwickeln sich erste Schauer oder auch kurze Gewitter (Einzelzellen), die mit Böen 7-8 Bft und kleinkörnigem Hagel einhergehen können.
Völlig unbeeindruckt von den Geschehnissen weiter nördlich zeigt sich Süddeutschland, namentlich etwa ab der Mainlinie südwärts. Zwar wird der o.e. Hochkeil durch die sich von Nordwesten nähernde Kaltfront etwas gestaucht, was aber keinen großen Impact erzeugt. Mit anderen Worten, es scheint die Sonne von einem überwiegend nur locker bewölkten Himmel, was sich freilich auch auf die Temperatur auswirkt. Die steigt nämlich auf 24 bis 28°C, während von der Mitte nordwärts nur 20 bis 24°C auf der Karte stehen. An der Küste und auf den Inseln muss bei auflandigem Wind schwer um das Erreichen der 20°C-Marke gekämpft werden - ein Kampf, der nicht immer zu gewinnen sein wird.
In der Nacht zum Donnerstag wird eine weitere Kurzwelle über den Nordosten und Osten geschleust, welche die Wettermaschinerie zwischen MV und Lausitz bzw. Erzgebirge am Laufen hält. Neben Schauern sind auch weitere Gewitter wahrscheinlich, wenn auch nur als Einzelkämpfer. In MV gibt es gar schwache Signale, dass neben den tagsüber schon aufgetretenen Begleiterscheinungen auch mal Starkregen um 15 l/m² innert kurzer Zeit mit dabei ist. Mit zunehmendem Abstand zwischen Tief und dem sich etwas abschwächenden Hoch (die 1035iger-Isobare wird in der Nachtanalyse wohl nicht mehr zu finden sein), beginnt auch der Gradient aufzufächern. Der Wind lässt kontinuierlich nach (Böen bei Konvektion mal ausgenommen), so dass am Morgen nur noch um Rügen herum, vielleicht noch am Darß Böen ein paar steife Böen 7 Bft aus Nordwest unterwegs sind.
Ansonsten bliebe noch zu konstatieren, dass die Kaltfront die zentrale Mittelgebirgsschwelle überwindet und den Süden des Landes mit einigen Wolkenfeldern erreicht. So großflächig geschlossen wie im Norden wird die Bewölkung aber nicht daherkommen, trotzdem kann es am östlichen Alpenrand mit Hilfe von etwas orografisch erzwungener Hebung für ein paar Tropfen langen. Außerdem wird die Tiefsttemperatur um einige Grad höher liegen als die Nacht zuvor. In den restlichen Landesteilen bleibt es trotz einiger Lücken häufig stark bewölkt, aber weitgehend trocken. Den größten Wolkenschwund gibt es ganz im Norden, insbesondere in Schleswig-Holstein, wo der Skandenföhn zuschlägt und abgetrocknete Polarluft installiert. Da es aber leicht windig bleibt, bleibt die Abkühlungsrate limitiert und die Tiefsttemperatur sehr wahrscheinlich zweistellig.
Donnerstag... zieht sich das Hoch etwas auf den Atlantik zurück und auch der korrespondierende Rücken scheint etwas an Substanz zu verlieren. Nichtsdestotrotz bleibt ein prominenter Keil erhalten, der sogar wieder etwas breiter wird und weiterhin gen Balkan gerichtet ist. Die Kaltfront im Süden löst sich angesichts solch frontolytischer Rahmenbedingungen auf, so dass bei nun wieder weitgehend glatt gestellter nord-nordwestlicher Höhenströmung einem sonnigen bis heiteren Donnerstag im Süden und Südwesten nichts entgegensteht. Fast nichts, sollte man feingliedrig hinzufügen, stellt sich doch an den Alpen eine leidliche Stausituation ein, die a) für einen höheren Wolkenanteil und b) zeitweise für etwas Regen sorgt, vornehmlich in der ersten Tageshälfte.
Weiter nördlich, also grob von den Niederlanden und der Nordsee bis hinüber zum Erzgebirge bzw. zur deutsch-polnischen Grenze schließt sich ein breiter Korridor an, in dem vor allem am Morgen und am Vormittag zahlreiche tiefe Wolken unterhalb der bei 800 hPa befindlichen Sperrschicht das Himmelsbild prägen. Hier und da fallen ein paar Spritzer Regen oder Nieselregen, insbesondere dort, wo das Bergland beim Heben etwas mithilft. Zum Nachmittag und Abend hin bekommen die Wolken aber immer mehr und auch größere Lücken bzw. lösen sich ganz auf. Um einiges höher (700 bis 600 hPa) und/oder weit schwächer ausgeprägt ist die Inversion in den östlichen Landesteilen etwa zwischen Vorpommern und dem Osterzgebirge respektive dem Zittauer Gebirge. Geschuldet ist das offensichtlich der Nähe zum weiterhin leicht östlich von uns präsenten Potenzialtrog. Die Wahrscheinlichkeit, dass in diesem Landstrich Schauer und sogar einzelne (meist gelbe) Gewitter an den Start gehen und der Nordwestwind mitunter böig auffrischt (Spitzen bis 7 Bft), ist hoch. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Gewitter von Böen 8 Bft begleitet werden, ist allerdings nicht mehr ganz so hoch, aber auch nicht gleich null (inverses V in der Grundschicht).
Eine Region fehlt noch, die ganz im Norden liegt und vom Skandenföhn begünstigt wird: Schleswig-Holstein, Mecklenburg, die gesamte Ostseeküste, wo häufig die Sonne scheint. Trotzdem wird es in der frisch eingeflossenen Polarluft nicht wärmer als 19 bis 23 °C. In den übrigen Landesteilen sind es meist 20 bis 25, im Südwesten bis 27, im Grenzbereich zur Schweiz lokal vielleicht 28°C.
In der Nacht zum Freitag ändert sich wenig an der großräumigen Strömungskonstellation, so dass weitgehend der Tagesgang die Szenerie bestimmt. Heißt weitere Wolkenrückbildung bzw. -auflösung, im Osten nachlassende Konvektion. Keine Regel ohne Ausnahme, von der Nordsee her driften ausgedehnte tiefe Wolken in den Nordwesten, aus denen aber nur vereinzelt etwas Regen oder Nieselregen fällt. Abgesehen vom Nordwesten wird die die Nacht wieder kühler als die Vornacht, sprich, einstellige Tiefstwerte deutlich häufiger, in den Mittelgebirgen sowie im Süden stellenweise nur 5°C.
Freitag... gestaltet sich gänzlich unspektakulär und kann mit der gebotenen Kürze abgehandelt werden. Zwar schwächt sich der nach wie vor präsente, gen Südosten gerichtete Bodenhochkeil etwas ab (eine 1020-hPa-Isobare wird man bei uns sehr wahrscheinlich nicht mehr finden). Dafür schiebt sich von West- und Südwesteuropa der o.e. Rücken bis uns vor, so dass Absinken das Geschehen dominiert. Die Luftmasse trocknet weiter ab, was eine Ausbreitung der sonnigen bis locker bewölkten Verhältnisse aus dem Süden über die Mitte bis etwa an den Südrand der Norddeutschen Tiefebene zur Folge hat. Auf Nordkurs auch die "Sommertag-Grenze", sprich, die 25°C-Isotherme, die etwa bis auf eine Linie Niederrhein-Niederlausitz vorankommt. Südlich davon stehen abgesehen von höheren Lagen 25 bis 29, am Oberrhein lokal bis zu 30°C auf der Karte.
Moderater das Temperaturniveau weiter nördlich (19 bis 25°C), was nicht nur der Luftmasse per se (T850 um 9°C, im Süden um 13°C), sondern auch der Tatsache geschuldet ist, dass es vielerorts bewölkt ist. Der nächtlich Stratus bzw. Stratocumulus breitet sich sogar noch etwas nach Osten aus, bevor der Tagesgang anfängt zu knabbern und das Ganze versucht aufzulösen oder aber in Cumulusbewölkung zu transformieren. Warntechnisch bleiben wir über jeden Zweifel erhaben, da weder beim Wind noch beim Niederschlag auch nur ansatzweise was zu holen ist.
Das gilt übrigens auch für die Nacht zum Samstag, auch wenn der Bodenhochkeil weiter an Kontur verliert. Der Rücken hält prominent die Stellung, so dass folgende Kurzformel greift: "Gering bewölkt oder klar, nur im Norden Wolkenfelder, aber meist trocken." Im Südwesten sowie direkt an der See kühlt es teilweise nicht auf unter 15°C ab, in den übrigen Regionen sehr wohl. Gerade im Süden und in der Mitte wird´s vielerorts wieder einstellig (9 bis 6°C).
Modellvergleich und -einschätzung
Erwartungsgemäß haben die Modelle die Lage im Griff. Die Basisfelder sind kongruent, die trotzdem auftretenden Unschärfen klein und handelsüblich. Ein signifikanter Einfluss auf die Vorhersage resultiert daraus nicht.
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Jens Hoffmann
Synoptische Übersicht Mittelfrist
Synoptische Übersicht Mittelfrist
ausgegeben am Dienstag, den 21.07.2026 um 10.30 UTC
Zum Wochenende sehr warm bis heiß. Am Sonntag teils starke Gewitter.
Synoptische Entwicklung bis zum Dienstag, den 28.07.2026
Am Freitag liegt eine Hochdruckzone über Mitteleuropa, die ihren Ausgang beim Hochdruckgebiet über dem mittleren Nordatlantik hat. Die Frontalzone verläuft derweil über dem Nordmeer und Skandinavien nach Osten, während über Osteuropa ein abgetropfter Trog weit nach Süden bis zur Ägäis reicht. Dazu gesellt sich noch ein Höhentief mit Kern unweit Galiziens. Dieses stützt einen Höhenkeil, der vom westlichen Mittelmeer bis Deutschland reicht. Dabei ist in der Südwesthälfte eine hochsommerliche warme Luftmasse vorhanden, sonst gestalten sich die Temperaturen gemäßigter, auch weil am Rand der Hochdruckzone Wolken unterwegs sind, die im Südwesten kaum die Einstrahlung trüben. Am Samstag wird die Hochdruckzone durch einen vom Nordmeer zur Nordsee gerichteten Trogvorstoß über Mitteleuropa abgebaut. Entsprechend zieht sich das Hoch auf den Atlantik zurück und macht Platz für eine flache Tiefdruckzone von Frankreich bis Deutschland. Wahrscheinlich tut sich wettertechnisch aber noch nicht allzu viel. Die zuvor abgesunkene Luft ist noch trocken und seitens dynamischer Antriebe gibt es wohl auch noch nicht viel. Etwas bodennahe Konvergenz oder ein leichtes flattern der Höhenströmung reicht meist noch nicht zur Auslöse hochreichender Konvektion. Allerdings deutet sich im Tagesverlauf ein Anfeuchten der Luftmassen im Nordwesten und aus den Alpen heraus an, sodass dort die Voraussetzungen für Schauer und Gewitter besser werden. Am Sonntag greift dann der Höhentrog auf Nordwestdeutschland über und wir liegen auf der Vorderseite unter einer recht breit angelegten flachen Tiefdruckrinne, in der etwaige frontale Strukturen recht verwaschen erscheinen. Tagsüber folgt von Nordwesten die Kaltfront, vorgelagert deuten sich konvergente Strukturen im Bodenwindfeld an. Die Abläufe werden dabei unsicherer. Die Luftmasse wird feuchter und da nun auch Hebung aufkommt, sollte es in der instabilen Luft recht verbreitet zu Schauern und Gewittern kommen, die zumindest lokal auch unwetterartig ausfallen können.
Am Montag und Dienstag schwenkt der Trog zur Ostsee und nach Polen ab und mit der auf Nordwest drehenden Strömung gelangt ein Schwall kühler bis gemäßigt warmer Meeresluft zu uns, in der sich das Wetter bald beruhigt. Grund dafür ist ein rasch folgender Höhenrücken, der Dienstag Frankreich erreicht haben soll und bei uns zum Aufbau einer Hochdruckzone führt.
In der erweiterten Mittelfrist deutet sich dann auf der Vorderseite eines Troges über Nordwesteuropa leicht unbeständiges, insgesamt warmes bis sehr warmes Wetter an.
Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs
Die Konsistenz des europäischen Modells ist zunächst gut. Ab dem Wochenende nehmen die Unsicherheiten zu, vor allem im Hinblick auf das Timing der Entwicklung. Zu Beginn der nächsten Woche zeigt der aktuelle Lauf, die Wetterberuhigung schneller, als die Vorläufe.
Vergleich mit anderen globalen Modellen
Die anderen betrachteten Globalmodele stützen die Version des europäischen Modells weitgehend. Am Wochenende und danach zeigen die verschiedenen Modelle Abweichungen im Timing, aber auch in der Lage und Geometrie der Strömung, die aber nicht zu vollkommen anderen Lösungen führen. Für den Verlauf des Wochenendes signalisieren auch die anderen Modelle vorübergehend sehr warmes bis heißes Wetter und zum oder am Sonntag eine Gewitterlage. Je nach Timing sind die Schwerpunkte unsicher. Aktuell sieht es aber wieder nach der SE Hälfte aus mit dem größten Gewitterpotential.
Bewertung der Ensemblevorhersagen
Die Ensembles liefern in der Clusterung für Freitag und Samstag 3 Cluster mit nur leichten Abweichungen und dem Kontrolllauf in Cluster 1. Von daher scheint die Entwicklung für diesen Abschnitt recht sicher zu sein. Das gilt eigentlich auch für den Folgezeitraum von Sonntag bis Dienstag, wenn 4 Cluster erscheinen, die alle von "Atlantic rigde" in "NAO+" übergehen. Dabei liegen wir an der SE Flanke eines Troges über der NW Europa unter einer zeitweise zyklonalen Strömung aus Nordwest bis Südwest. Die Wetterberuhigung des Kontrolllaufs nach Wochenwechsel wird aus dieser Sicht nur angedeutet. Auch in der erweiterten Mittelfrist deuten die 3 gebildeten Cluster eher leicht zyklonal geprägtes Wetter am Rand zu Trögen über Nord- und Nordwesteuropa an mit mehr oder weniger ausgeprägtem S-N Temperaturgefälle.
In den Rauchfahnen zeigt sich bis zum Wochenende eine gebündelte Kurvenschar. Mit der aufkommenden Unbeständigkeit nimmt auch der Spread zu. Die deutlichsten Niederschlagssignale gibt es am Sonntag und Montag, weg sind sie aber auch danach nicht.
Der Kontrolllauf schwingt stärker als die Ensembles. Am Wochenende liegen die Temperaturen und das Geopotential in ihm niedriger als in den meisten ENS, danach gerät der Lauf an deren oberen Rand der Verteilung.
Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen
Am Wochenende wird es vorübergehend sehr warm bis heiß mit ersten Gewittern am Samstag im Nordwesten und im Süden.
Am Sonntag deutet sich eine Gewitterlage an mit nachfolgendem Temperaturrückgang. Details zu den Gewittern sind noch unsicher, zumindest lokale Unwetter sind möglich.
Auch in der nächsten Woche sind in einigen Regionen, am ehesten im Süden einzelne starke Gewitter möglich.
Basis für Mittelfristvorhersage
Mos, IFS + ENS
VBZ Offenbach / Dipl. Met. Bernd Zeuschner





