Synoptische Übersicht Kurzfrist
Synoptische Übersicht Kurzfrist
ausgegeben am Dienstag, den 06.10.2026 um 18 UTC
SCHLAGZEILE:
Zum Donnerstag Durchzug einer markanten Kaltfront.
Synoptische Entwicklung bis Donnerstag 06 UTC
Aktuell ... fällt der Luftdruck über Mitteleuropa und die Brücke zwischen dem atlantischen Hoch mit Zentrum bei ca. 25°W und 50°N und dem Hoch über SE Europa wird abgebaut und ersetzt durch eine flache Tiefdruckzone über Westeuropa. Das ist im Wesentlichen einer Austrogung bei GB zu verdanken, die auch den Höhentrog nahe der Iberischen Halbinseln aufnimmt.
Trockene Luft sorgt bei uns in Deutschland für einen ruhigen Abend und eine zunächst oft gering bewölkte Nacht. Im weiteren Verlauf bildet sich gebietsweise, meist aber nur flacher Nebel.
Etwas anders sieht es im äußersten Norden aus, wo schleifende Tiefausläufer aus der Frontalzone über Nordeuropa dichte Wolken und geringen Regen bringen. Ganz im Süden wirkt sich ein Kaltlufttropfen im Alpenraum aus, der instabile Schichtung und einzelne Schauer auslöst. Ob es abends am Alpenrand tatsächlich vereinzelt blitzt, sei mal dahingestellt. Nachts jedenfalls nicht mehr. Mehr als ein paar Wolken und vereinzelte Regentropfen über Bayern gibt es dann kaum noch, wo der Kaltlufttropfen zu einem Trog mutiert und beginnt Richtung Böhmen zu schwenken.
Unter den Wolken bleibt es ca. 10°C mild, sonst kühlt es oktoberfrisch ab auf 9 bis 4°C.
Mittwoch ... nimmt die Wetterumstellung Gestalt an und die Tage des spätsommerlich anmutenden Wetters sind gezählt. Der Mittwoch ist erstmal der letzte.
Der Trog weitet sich über Großbritannien nach Süden aus und schwenkt langsam nach Osten. Die vorgelagerte Tiefdruckzone weitet sich nach Mitteleuropa aus, wobei in deren Warmsektor die Strömung auf südliche Richtungen dreht und die Advektion warmer Luft aus Südeuropa sich noch leicht verstärkt.
Die Höhenströmung ist erstmal noch antizyklonal und die Luft ziemlich trocken. Damit steht im weitaus größten Landesteil wieder ein freundlicher und warmer Tag mit viel Sonnenschein an, wenn es der Nebel zulässt, und Temperaturen über 20°C, in der Spitze örtlich 26, vielleicht 27°C im Süden.
In den Alpen wird es föhnig mit stürmischen Böen oder Sturmböen auf einigen Alpengipfeln. Ansonsten lebt der Südostwind nur zeitweise mäßig auf.
Die Wolken der Tiefausläufer, nunmehr der Warmfront des Tiefs, dass abends über Benelux ankommt, ziehen langsam aus dem Norden ab. Mit Annäherung der Rinne wird die Luft im Südwesten im Tagesverlauf feuchter und instabiler. PPW steigt auf ca. 30 mm und es kommt Hebung auf. In den Abendstunden können somit erste Schauer und einzelne Gewitter von Frankreich und Benelux auf Südwestdeutschland übergreifen. Die Zellen ziehen etwas, aber angesichts der feuchten Luft ist Starkregen nicht ganz ausgeschlossen.
In der Nacht zum Donnerstag intensiviert sich die Rinne und zieht nach Nordosten, der Schwerpunkt liegt morgens im Bereich der westlichen Ostsee. Gefolgt wird sie vom scharf konturierten Höhentrog, dessen Achse noch westlich von uns bleibt. Die vorgelagerte stark barokline Kaltfront überquert mit einem ebenso markanten Bodentrog die Westhälfte und dürfte in den Frühstunden etwa eine Linie von Mecklenburg nach Südbaden erreichen. Gefolgt wird sie von einem Schwall frischer Meereskaltluft, die in 850 hPa über dem Nordwesten 3°C bringt, während es präfrontal 10K mehr sind.
Dabei breiten sich Schauer und im weiteren Verlauf schauerartige Regenfälle nach Nordosten aus und sparen nur eine Region zwischen dem östlichen Brandenburg zum Alpenrand aus. Durch den weit zurückhängenden Trog rutschen die Regenfälle teilweise in den postfrontalen Bereich, Anafront. Bei Passage des Tiefausläufers sind einzelne Gewitter möglich, deren Wahrscheinlichkeit im Laufe der Nacht abnimmt. Starkregen ist am ehesten in Staulagen möglich, wobei der Schwarzwald eine erste Option ist. Auch sonst ist er bei Gewittern, oder mehrstündig auch ohne, nicht ausgeschlossen.
Dazu springt der Wind von S-SW auf NW-N und frischt stark auf. Am Tiefausläufer und nachfolgend besonders im Bergland und ganz im Nordwesten sind steife Böen möglich, an der Nordsee und exponiert im Bergland stürmische Böen oder Sturmböen. Ganz im Nordwesten geht der Niederschlag zum Morgen unter höhenkälterer Luft in Schauer über, mit lokalen und kurzen Gewittern.
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Synoptische Entwicklung bis Freitag 06 UTC
Donnerstag ... setzt sich postfrontal deutlich kältere Meeresluft polaren Ursprungs über Deutschland durch und bringt in einigen Teilen fast 10K niedrigere Temperatur als am Mittwoch. Die Kaltfront des nach Südschweden ziehenden Tiefs, dass sich auf 990 hPa vertieft, überquert uns zügig nach Südosten begleitet von einer kurzen Stauphase an den Alpen. Dort sind 20 bis 30 l/qm in 12 Stunden möglich, im Allgäu laut ICON 12z über 40 l/qm.
Postfrontal treten mit der Trogpassage Schauer und einzelne kurze Gewitter auf. Dazu frischt der Nordwestwind stark auf mit Sturmböen an den Küsten und im Bergland, sonst mit steifen bis vereinzelt stürmischen Böen in tiefen Lagen, vor allem in der norddeutschen Tiefebene.
Im Westen werden es teils kaum noch 15°C als Max, in der Lausitz sind 20°C möglich.
Zum Abend sinkt die Schneefallgrenze in den Alpen bis 1500m, erstmal dürfte in Lagen darüber aber nicht viel liegen bleiben.
Mehr Details sind in der Frühübersicht zu finden.
Modellvergleich und -einschätzung
Die Modelle simulieren ähnlich. Hinsichtlich der Kaltfrontpassage zum Donnerstag bleiben einige Baustellen, wie der "Gewitteranteil", Regenmengen oder auch Timing im Detail noch offen.
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Bernd Zeuschner
Synoptische Übersicht Mittelfrist
Synoptische Übersicht Mittelfrist
ausgegeben am Dienstag, den 06.10.2026 um 10.30 UTC
Unbeständig, im Küstenumfeld teils starke Gewitter, windig, im höheren Bergland und an der See stürmisch.
Synoptische Entwicklung bis zum Dienstag, den 13.10.2026
Der Blick auf das IFS-EPS lässt zumindest von Freitag bis Sonntag bei einer dominierenden Wetterlage West zyklonal nichts anderes als eine wechselhafte Witterungsperiode zu. Nur wenige Member geben dem EPS mit Wetterlagen wie Brücke Mitteleuropa oder West antizyklonal einen ruhigeren Touch. Der deterministische Lauf des IFS stützt die Mehrheit der Member im EPS, indem er einen breiten Langwellentrog über Nordwest, Nord-, West- und Mitteleuropa zeigt, dessen Achse langsam ostwärts über Deutschland hinwegschwenkt. Gleichzeitig verlagert sich das korrelierende Bodentief vom Seegebiet südlich von Island, an Schottland vorbei in die Nordsee, um dann nach Südschweden weiterzuziehen. Auf seinem Weg hat es zudem ein Frontensystem im Schlepptau, welches am Samstag auf den Norden Deutschlands übergreift. Vor allem am Freitag und Samstag ist zusätzlich Randtiefs mit von der Partie, die sich über der Ostsee und Skandinavien tummeln und ebenfalls einen Frontenzug bis nach Deutschland schieben. Am Freitag sind demnach die Niederschläge vor allem im Norden sowie im Verlauf im Umfeld der Front zu verzeichnen. Aufgrund fehlender Unterstützung aus der Höhe sind diese überwiegend skaliger Natur. Am Samstag verlagert sich der Frontenzug über die Mitte zu den Alpen. Gleichzeitig sorgt PVA zusammen mit frontogenetischen Prozessen ausgehend vom Nordseeumfeld erneut für schauerartige, teils gewittrige Niederschläge. Am Sonntag sorgen de Reste der Kaltfront an den Alpen und im Südosten noch für etwas Niederschlag. Ansonsten sind auf der Trogrückseite mit nordwestlichen Winden Schauer und Gewitter im Nordseeumfeld bis ins angrenzende Binnenland möglich.
Am Montag und Dienstag nehmen im IFS-EPS die antizyklonalen Wetterlagen wieder deutlich zu. Vor allem die Wetterlagen Brücke Mitteleuropa und Südwest antizyklonal können rund zweidrittel der Member unter sich vereinen. Die zuvor dominierende Wetterlage West zyklonal wird zu einer Minderheit zusammengestutzt.
Der det. IFS-Lauf weist über die beiden Tage hinweg einen kräftigen Rücken auf, dessen Achse sich von Südwesteuropa bis nach Norwegen erstreckt und im Verlauf langsam ostwärts über Deutschland hinweg schwenkt. Bodennah korreliert der Rücken mit einem Hoch, welches am Montag weite Teile Deutschland überdeckt und am Dienstag seinen Schwerpunkt in den Alpenraum bzw. Polen verlagert. An beiden Tagen verbleibt allenfalls das Küstenumfeld im Bereich der Frontalzone. Am Dienstag sind im Westen, Nordwesten und Norden auf der Trogvorderseite zusammen mit frontogenetischen Prozessen einer teils okkludierten Kaltfront erneut schauerartige, teils gewittrige Niederschläge möglich.
Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs
Die großskaligen Geopotential- und Luftdruckstrukturen werden von den vergangenen Läufen recht konsistent wiedergegeben. Vor allem zum gestrigen 12 UTC-Lauf besteht eine gute Konsistenz. Größere Abweichungen sind dagegen zeitweise zum gestrigen 00 UTC-Lauf zu verzeichnen.
Am Freitag zum Start in den mittelfristigen Zeitraum gibt es kleine Unterschiede bei der räumlichen Einordnung des Cut-Off-Tiefs über Italien sowie bei der ostwärtigen Verlagerung eines Kurzwellentroges über Mitteleuropa. Während der gestrige 00 UTC-Lauf den Kurzwellentrog etwas langsamer abziehen ließ und somit hierzulande noch stärker zyklonale Bedingungen produzierte, weist vor allem der neuste Lauf recht zonale Strömungsverhältnisse auf. Entsprechend kann ein neues System von Westen geringfügig schneller auf Deutschland übergreifen.
Am Samstag besteht die offene Frage, inwieweit der Cut-Off wieder an die Höhenströmung andocken kann. Dies sah der gestrige 00 UTC-Lauf nicht, während der gestrige 12 UTC-Lauf das Einfangen zuließ. Der aktuelle Lauf zeigt einen Mittelweg. Dieser Prozess hat aber Einfluss auf die Strömungsbedingungen von Mitteleuropa ostwärts. Die neusten Läufe weisen diesbezüglich über Osteuropa eine Trogvorderseite mit südwestlichen Winde auf, während der gestrige 00 UTC-Lauf dort eher flacheren Westwinde bevorzugte. Insgesamt ist demnach die genaue räumliche Einordnung potentieller Niederschläge über der Südhälfte Deutschlands noch verhältnismäßig unsicher.
Am Sonntag liegen weite Teile Europa im Bereich eines Langwellentroges. Das Cut-Off-Tief wurde bei allen Läufen eingefangen und ist bei gestrigen 12 UTC-Lauf überhaupt nicht mehr vorhanden. Die 00 UTC-Laufe weisen das Randtief über Südosteuropa auf. Über Mitteleuropa gibt es im Trogbereich allenfalls Unterschiede bei der Phase und Verlagerungsgeschwindigkeit von Kurzwellentrögen bzw. kurzwelligen Anteilen. Entsprechend werden die Niederschläge zwischen den betrachteten Läufen räumlich, zeitlich und in deren Intensität leicht abweichend simuliert.
Am Montag kann sich konsistent von Südwesteuropa bis nach Norwegen ein Rücken aufbäumen. Unterschiede sind dabei vor allem bei der Phase und somit der Verlagerungsgeschwindigkeit der Achse sowie vor allem bezüglich des gestrigen 00 UTC-Laufes bei der Amplitude zu verzeichnen. Bei den neusten beiden Läufen wird der nachfolgende Trog markanter gerechnet, sodass die größere WLA eine etwas stärkere Amplifizierung stützt. Je nach Stärke des Rückens, kommt die übergreifende Warmfront schwächer oder eben etwas stärker daher.
Auch am Dienstag weisen die neusten Berechnungen größere Amplituden der Strukturen auf. Der gestrige 00 UTC-Lauf konnte entsprechend der flacheren Strukturen Frontensysteme und resultierende Niederschläge rascher ostwärts schieben.
Vergleich mit anderen globalen Modellen
Auch andere Globalmodelle (ICON, UK10, GFS) zeigen eine zum IFS vergleichbare Geopotential- und Luftdruckentwicklung. Zu Beginn des mittelfristigen Zeitraums bis einschließlich Samstag weisen die Modelle vor allem zum gestrigen 12 UTC-Lauf des IFS eine recht gute Konsistenz auf. Ab Sonntag weichen alle Modelle von den Vorgaben des IFS mehr oder weniger ab, haben aber auch untereinander wenig Konsistenz. Das IFS zeigt im Vergleich die geringsten Amplitude und somit die größte Verlagerungsgeschwindigkeit der Systeme. Am ehesten liegt das UK10 noch nahe an den Berechnungen des IFS, wenngleich es etwas langsamer verlagert. Beim GFS kann sich ein Höhentief über Ostpolen und Weißrussland festsetzen und die Verlagerung somit ausbremsen. Das ICON beschreibt insgesamt die langsamste ostwärtige Verlagerung der Trog-Rücken-Trog Struktur. Resultierend ergeben sich teils deutliche Unterschiede bei der zeitlichen und räumliche Einordnung der potentiellen Niederschläge. Entsprechend kann man bezüglich des Modellvergleichs bis Sonntag noch von einer recht guten Vorhersagegüte sprechen, ab Montag sind zwar die großskaligen Entwicklungen vergleichbar, der genaue Wetterablauf jedoch unsicher.
Bewertung der Ensemblevorhersagen
Die Rauchfahnen verschiedener Städte in Deutschland weisen bezüglich der Temperatur in 850 hPa bis einschließlich Sonntag bei einem geringen Spread eine hohe Vorhersagegüte des IFS-EPS auf. Beim Geopotential in 500 hPa zeugen geringe Abweichungen im IFS-EPS bis einschließlich Samstag sowie am Montag von einer hohen Güte. Am Sonntag spannen die Unsicherheiten der Intensität des Troges das EPS des Geopotentials auf. Ab Dienstag beim Geopotentiel schließlich ein markantes und stetiges Aufspannen des EPS zu verzeichnen, sodass die Prognosegüte deutlich abnimmt. Bei der Temperatur sind die Prognosen ab Montag schon sehr unsicher. Bei einem Spread von rund 15 Grad und nur einem schwach definierten Bereich höherer Auftrittswahrscheinlichkeiten ist eine seriöse Vorhersage kaum möglich.
Bei der Einordnung der EPS-Member in Grundmuster werden für den Zeitraum von +72h bis +96h vier Lösungen nötig, um alle Unsicherheiten ausreichend zu beschreiben. Alle Lösungen werden dabei dem Schema einer pos. NAO zugeschrieben. Der Kontrolllauf befindet sich zusammenmit 18 anderen Mitgliedern im ersten Cluster. Die wesentlichen Unterschiede betreffen das Cut-Off-Tief über Südeuropa sowie dessen Entwicklung. Je nach Stärke und Lage nimmt es Einfluss auf den Langwellentrog über Nordwest und Mitteleuropa. Resultierend kommt es zu Phasenverschiebungen zwischen den ablaufenden Kurzwellentrögen bzw. kurzwelligen Anteilen. Das zweite Cluster zeigt dabei die zonalsten Strukturen, die letzten beiden Lösungen weisen dagegen die größten Amplituden auf. Im Zeitraum von erklären sechs Cluster die Unsicherheiten innerhalb des IFS-EPS. Die ersten vier Lösungen starten im Schema eines atlantischen Rückens. Die ersten beiden Cluster wechseln in der Folge früher oder später wieder zur pos. NAO, das dritte Cluster wechselt zum Blocking und die vierte Lösung nimmt den Umweg über die pos. NAO zum Blocking. Die letzten beiden Lösungen verbleiben komplett im Schema einer pos. NAO. Der Kontrolllauf befindet sich erneut im ersten Cluster. Abgesehen von den letzten beiden Lösungen mit stark zonalen Verhältnissen weist auch das erste Cluster noch recht flache Strukturen auf. Die Cluster 2 bis 4 dämpfen oder blockieren dagegen bei großen Amplituden die Verlagerung. Bei diesen Lösungen würde über weite Teile Deutschlands hoher Luftdruck dominieren. Ansonsten sind durchziehende Frontensysteme Trumpf. Insgesamt stützt demnach ein kleine Mehrheit im IFS-EPS erneut eher ruhigere Wetterbedingungen.
In der erweiterten Mittelfrist von +192 bis +240h werden fünf Lösungen benötigt, um alle Unsicherheiten im EPS ausreichend zu beschreiben. Alle Cluster starten im Schema einer pos. NAO, die erste und die vierte Lösung wechseln im weiteren verlauf zum Blocking. Der Kontrolllauf wird nun der dritten Lösung zugeordnet. Dieses Cluster zeichnet große Amplituden aus, wobei ein Trog auf Mitteleuropa übergreift. Die zweite Lösung zeigt dagegen recht zonale Bedingungen mit einer recht weit nach Norden geschobenen Frontalzone und somit hohem Gepotential über weiten Teilen Mitteleuropas. Beim ersten Cluster wird ein Trog nur ansatzweise gezeigt. Ansonsten dominiert hohes Geopotential, wobei die Störung auch Einfluss auf das Wetter in Deutschland haben kann. Cluster 4 präsentiert einen kräftigen Rücken über Deutschland und Cluster 5 einen mächtigen Trog über Westeuropa mit Trogvorderseite hierzulande.
Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen
WIND/STURM:
Über den gesamten mittelfristigen Zeitraum weisen die EPS-Verfahren mehr oder weniger windige Verhältnisse aus. Der Schwerpunkt liegt dabei vor allem in der Nordhälfte und ist zeitlich am Freitag und Samstag eingeordnet. Vor allem im Küstenumfeld und im höheren Bergland stützen Wahrscheinlichkeiten von 10 bis 80% stürmische Böen oder Sturmböen. Am Samstag sind mit Werten von 5 bis 15% auch im Nordwesten und der nördlichen Mitte stürmische Böen gering wahrscheinlich. Der EFI des ECMWF stützt über beide Tage lokal leicht überdurchschnittliche Windspitzen in den genannten Regionen.
Von Sonntag bis Dienstag sind bei Wahrscheinlichkeiten von 10 bis 40% vor allem an der See und in einzelne Hochlagen weitere stürmische Böen oder Sturmböen möglich.
GEWITTER/STARKREGEN/DAUERREGEN:
Am Freitag sind vor allem auf Basis der Deterministik verschiedener Modelle in den Staulagen der westlichen Mittelgebirge Dauerregenmengen über 30 l/qm in 24 Stunden nicht auszuschließen.
Am Samstag und Sonntag ist im Küstenumfeld und dort vor allem im Nordseebereich eine rege Gewitteraktivität wahrscheinlich. Neben Sturmböen ist gebietsweise auch mehrstündiger Starkregen möglich. Dieser wird von einzelnen prob. Verfahren mit Wahrscheinlichkeiten (RR6h) von rund 10% gestützt. Akkumuliert über 24 Stunden ist gebietsweise auch das Überschreiten der Dauerregenschwelle von 30 l/qm möglich. Dies weisen vor allem die det. Modelle mit Werten von 20 bis 40 l/qm aus. Aber auch der EFI zeigt an beiden Tagen vor allem im Nordseeumfeld bezüglich des Modellklimas leicht überdurchschnittliche Niederschlagsmengen. Am Montag sind im Küstenumfeld, teils bis weit ins Binnenland ausgreifend weitere Gewitter mit stürmischen Böen möglich, mehrstündiger Starkregen ist aber nur noch gering wahrscheinlich.
Basis für Mittelfristvorhersage
IFS-EPS, ICON-EPS, bis Samstag auch det. IFS/ICON, für TT auch MosMix
VBZ Offenbach / Dipl. Met. Lars Kirchhübel





