Synoptische Übersicht Kurzfrist
Synoptische Übersicht Kurzfrist
ausgegeben am Sonntag, den 30.08.2026 um 18 UTC
SCHLAGZEILE:
Wechselhaft mit Schauern und lokalen Gewitter. Dazu auch morgen tagsüber wieder sehr windig, in Schauer- und Gewitternähe teils Sturmböen.
Synoptische Entwicklung bis Dienstag 06 UTC
Aktuell ... befinden wir uns auf der Vorderseite eines Langwellentroges, der weite Bereiche des Nordmeeres, der Irminger See und Britischen Inseln umspannt und im Bereich seiner Achse im Südteil bis zur Bretagne und inneren Biskaya reicht. Dabei sind zahlreiche kurzwellige Anteile eingelagert, die die südwestliche Höhenströmung über uns arg "flattern" lassen. Bodennah sind vor allem die Tiefdruckzentren über dem Oslofjord und der Irischen See erwähnenswert, die vom schwachen Hochdruckeinfluss im Bereich der Alpen flankiert sind. Ein flacher Rücken, der uns von Südwest nach Nordost aktuell passiert, sorgt dabei derzeit nur für eine geringe Schaueraktivität.
Das ändert sich in Kürze, da bereits im Burgund ein sich noch leicht amplifizierender Kurwellentrog ausmachen lässt (vor allem zu sehen als IPV Schliere in 300 hPa, der bis Mitternacht in die Mitte Deutschlands vorstößt und bis zum Morgen über Erzgebirge und Neiße hinweg nordostwärts abzieht. In dessen Umfeld kann sich niedertroposphärisch der eher graduelle des Luftmassenübergangs von erwärmter Meeresluft im Nordwesten (Theta 850 knapp unter 40°C) hin zu gealterter Subtropikluft im Südosten (Theta850 um die 50°C) etwas schärfen. Trotz zunächst nur geringer Wetteraktivität haben wir über den Tag hinweg daher noch immer eine teilokkludierte Kaltfront geführt, die nun nochmal einen kleinen Wellenscheitel durch die erwähnte Interaktion mit dem Kurzwellentrog produziert.
Die zur Verfügung stehende abgehobene Labilität hält sich arg in Grenzen. Nicht allzu steile Lapse Rates münden aber punktuell immerhin noch in 100-200 J/kg MU Cape, das mit Tops bis 500 hPa/FL180 und damit knapp unterhalb der ominösen -10°C Grenze freigesetzt wird. Schön zu sehen ist die einsetzende Hebung und Niederschlagsbildung auch am Anstieg der PPW's von 25 auf bis zu 40 mm bzw. von 7 g/kg bei der spezifischen Feuchte zwischen 0 und 500 m auf über 10 g/kg. Als unmittelbare Folge sind die ab etwa 22 Uhr aus Südwesten aufkommenden, schauerartig verstärkten Regenfälle vereinzelt gewittrig durchsetzt und können trotz ungünstiger Tageszeit bei moderaten Scherungsbedingungen angekratzt die Stufe "ocker" erreichen mit Böen der Stärke 8, Starkregen um 15 l/qm binnen einer Stunde und kleinkörnigem Hagel. Sie breiten sich vom Saarland, der Pfalz und dem Oberrheingraben über die Südhälfte Hessens sowie Baden-Württemberg bis zum Morgen bis zum Erzgebirge und Bayerischen Wald aus. Flächendeckend und damit unabhängig von den eingelagerten gewittrigen Verstärkungen kommen dabei um 5 l/qm, vor allem in einem Streifen vom Raum Heilbronn bis nach Bamberg auch 10 -20 l/qm zusammen.
Im großen Rest des Landes gibt es bei wechselnder Bewölkung nur vereinzelte Schauer. Erst in den frühen Morgenstunden nimmt die Schaueraktivität durch die Amplifizierung des Troges und die Annäherung der Haupttrogachse im Nordwesten deutlich zu. Auch dabei sind einzelne Gewitter möglich. Die Frühwerte liegen meist zwischen 18 und 14°C.
Montag ... nähert sich nach Abzug der bereits erwähnten kurwelligen Troganteile aus der Nacht in der ersten Tageshälfte im Verlauf die Haupttrogachse an. Bis 18 UTC nistet diese sich mit einem eigenen Drehzentrum und breiterem Verlauf der Isohypsen in der oberen Troposphäre im Bereich der Elbmündung ein, die Achse verläuft ohne nennenswerte Neigung südwärts entlang der Fulda bis nach Oberschwaben. Seichte KLA wird die PVA teilweise überkompensiert. Das Bodentief TESSA arbeitet sich unterdessen von der Irischen See bis ins Seegebiet Fischer vor, legt damit eher entwicklungsungünstig an der Nordflanke des Höhentiefs.
Nach Abzug des nächtlichen Regens bis zum Mittag auch in der Oberlausitz bilden sich somit bevorzugt über der Nordwesthälfte zahlreiche Schauer und kurze Gewitter aus. Die Luftmasseneigenschaften in der erwärmten Meeresluft (mPs) sind dabei zwar nicht überbordend, bis an die 1000 J/kg an ML CAPE stehen aber im Norden doch punktuell zur Verfügung. Der Fokus bei den Begleiterscheinungen liegt dabei ganz klar auf dem Wind, der allein schon gradientbedingt in der Nordwesthälfte gegenüber dem heutigen Sonntag noch etwas draufsattelt und mühelos bis 60 km/h (Bft 7) erreicht. Die potentiell per Impulstransport bis zum Boden durchgereichten Oberwinde erreichen von NRW und Niedersachsen, im Laufe des Nachmittags und Abends auch bis nach Mecklenburg-Vorpommern und Nordbrandenburg ausgreifend um die 40 Knoten. Daher muss in Schauer- und Gewitternähe mit Böen um 75 km/h (Bft 8-9) gerechnet werden. Auch wenn es sicherlich deutlich eindrücklichere Lagen gibt, so soll ein kleines Tornadopotential (LLS 15 m/s, HKN's unter 1000 m, teilweise 500 m) in einem Korridor von der Eifel über Ostwestfalen und Nordhessen bis nach Vorpommern nicht gänzlich unerwähnt bleiben. Für die Warnlageberichte ist das aber nix. Lokal eng begrenzt ist auch kleinkörniger Hagel und in "Straßen" und/oder bei Mehrfachtreffern auch mal ein Starkregen um 15 l/qm binnen einer Stunde ein Thema.
Ganz im Süden und Südosten passiert durch ein leicht föhniges Abtrocknen der Luftmasse niederschlagstechnisch weniger. Auch vom Hauptwindfeld ist man deutlich weniger betroffen. Nur inneralpin kommt es ebenfalls vermehrt zu Schauern und Gewittern im Tagesverlauf.
Die Temperaturen liegen meist im angenehm sommerlichen Bereich zwischen 22 und 27°C mit den höchsten Werten im Süden und Osten. An der Nordsee und in den Schauern werden kaum 20°C gemessen.
In der Nacht zum Dienstag zieht der Trog über dem Nordosten Deutschlands relativ zügig Richtung Polen ab. Auf dessen Rückseite setzt kräftige NVA ein. Der nachfolgende Rücken ist erneut nur sehr flach, die Frontalzone insgesamt sehr aktiv und in Reichweite, weshalb die Wetterberuhigung gerade im Norden nur von kurzer Dauer ist.
Nichtsdestotrotz werden die Schauer nach Ende des Tagesgangs und mit Stabilisierung der bodennahen Grundschicht rasch weniger, ohne im Norden aber gänzlich abzuklingend. Weiter nach Süden zeigen sich auch längere Zeit die Sterne. In einigen Flusstälern Süddeutschlands kann sich örtlich flacher Nebel bilden. Es kühlt dabei auf 15 bis 9°C ab.
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Synoptische Entwicklung bis Mittwoch 06 UTC
Dienstag ... sind in der lebhaften westlichen Strömung vor allem im Norden Deutschlands schwache Störungen eingelagert, die aber kaum nennenswerte Hebung generieren. So bleibt es in mäßig warmer Meeresluft meist bei nur gelegentlichen, oft schwachen Schauern. Die Gewitterneigung ist nur noch sehr gering. In der Landesmitte ist es trotz zeitweise kompakter, teils unterhalb einer Inversion breitschmierenden Quellbewölkung meist trocken, südlich von Main und Mosel scheint auch länger die Sonne bei im Vergleich zum Montag ähnlichem Temperaturniveau. An der See und in Gipfellagen kann es für einzelne steife, exponiert stürmische Böen reichen. Keine wesentlichen Änderungen zur Frühübersicht.
Modellvergleich und -einschätzung
Die bis dato vorliegenden 12z Läufe zeigen allesamt sehr ähnliche Berechnungen für die kommenden 48-72h. Signale für Bft 9 in den Gewittern am Montag sind in den konvektionserlaubenden Modellen übereinstimmend zu finden, wenngleich natürlich mit der gebotenen zeitlich-räumlichen Unschärfe.
Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
Dipl. Met. Robert Hausen
Synoptische Übersicht Mittelfrist
Synoptische Übersicht Mittelfrist
ausgegeben am Sonntag, den 30.08.2026 um 10.30 UTC
Im Norden wechselhaft, zeitweilig Regen, lokal Gewitter, windig bis stürmisch. Im Süden störungsfrei, sommerlich warm. Ab Sonntag auch im Süden zunehmende Regenwahrscheinlichkeit, lokal kräftige Gewitter.
Synoptische Entwicklung bis zum Sonntag, den 06.09.2026
Zu Beginn der Mittelfrist am Mittwoch liegt die Achse eines Langwellentroges bereits östlich von Deutschland, über den Norden laufen kurzwellige Anteile ostwärts. Dabei schleift ein Frontensystem mit zeitweiligem Regen über die nördlichen Landesteile, im Zusammenhang mit Kurzwellentrögen sowie einem Randtief, das im Tagesverlauf von den Britischen Inseln über die südliche Nordsee Richtung Dänemark zieht, nimmt die Niederschlagsintensität zeitweise zu, lokal schauerartig verstärkt, vereinzelt gewittrig. Außerdem nimmt der Gradient zu und der Westwind weht auf der Südflanke des Randtiefs abends und nachts in Böen stark bis stürmisch, im Küstenumfeld (und auf dem Brocken) teils auch mit Sturmböen. Von Südwesten her wölbt sich ein Höhenkeil auf, auch der Bodendruck steigt im Süden durch die Ausdehnung eines Keils vom Hoch über der Biskaya. Abgesehen von ein paar Quellwolken im Tagesverlauf überwiegt störungsfreies, freundliches Wetter. Bei schwachem Wind bildet sich nachts gebietsweise Nebel. Bei 850 hPa-Temperaturen um 10 Grad ist es im Süden sommerlich warm bei 23 bis 27 Grad, bei geringen Sonnenanteilen im Norden und 850 hPa-Temperaturen von 5 bis 7 Grad sind Höchstwerte zwischen 19 und 22 Grad zu erwarten.
Von Donnerstag bis Samstag ändert sich dann wenig an der grundsätzlichen Geopotenzial- und Luftdruckverteilung: Es hat sich eine westliche Höhenströmung eingestellt, in der die nördlichen Landesteile auf der Südflanke des umfangreichen Tiefkomplexes über Nordeuropa liegt. Dabei streifen wiederholt Frontensysteme mit zeitweiligem, teils auch andauerndem Regen. Niederschlagsschwerpunkte deuten sich aus heutiger Sicht dabei in der Nacht zum Donnerstag und am Freitag an. Ob dabei Warnschellen hinsichtlich Dauerregen überschritten werden, bleibt abzuwarten, geringe Signale sind dafür sowohl in der Deterministik als auch in der Probabilistik vorhanden. Außerdem ist der Luftdruckgradient über den nördlichen Landesteilen etwas stärker ausgeprägt, so dass der Westwind zeitweise böig auffrischt, insbesondere am Freitag im Zusammenhang mit einem Randtief. Insbesondere auf See und in den küstennahen Gebieten sowie im nördlichen Bergland sind starke bis stürmische Böen zu erwarten, exponiert auch mal Sturmböen nicht ganz ausgeschlossen. Im Süden dominiert hoher Luftdruck und störungsfreies, freundliches Wetter. Die Temperaturverhältnisse bilden nach wie vor ein Nord-Süd-Gefälle mit 5 bis 10 Grad in 850 hPa im Norden und um 15 Grad im Süden. Im Norden bleibt es daher eher mäßig warm, im Süden setzen sich die überwiegend sommerlichen Temperaturen fort, Richtung Oberrhein sind zum Ende der Woche auch Höchstwerte um oder leicht über 30 Grad möglich. Über den mittleren Landesteilen liegt irgendwo der Übergangsbereich zwischen tief- und hochdruckdominierter Witterung, wo genau, ist leicht unsicher.
Am Sonntag steilt die Strömung vorderseitig einer zunehmenden Austrogung über dem Ostatlantik/Westeuropa auf. Kurzeitig kann sich ein Höhenkeil aufwölben und auch ein Zwischenhoch über weiten Teilen des Landes bemerkbar machen. Voraussichtlich wird aber irgendwann im Tagesverlauf von Westen her der Langwellentrog oder auch ein sich andeutender, vorlaufender Kurzwellentrog auf Deutschland übergreifen und den Zwischenhocheinfluss beenden. In der sich aufwölbenden Strömung gelangt von Südwesten eine subtropische Luftmasse in den Südwesten, die 850 hPa-Temperaturen können wohl auf Werte um 20 Grad ansteigen und damit können Höchsttemperaturen im Südwesten leicht über 30 Grad erwartet werden. Im Zusammenhang mit dem Kurzwellentrog kann sich vorderseitig des eigentlichen Frontensystems eines Tiefs mit Zentrum bei Irland im Tagesverlauf eine Tiefdruckrinne bilden. Zunächst im Westen und Südwesten, eventuell allgemein im Süden bilden sich dann Schauer und Gewitter, die lokal wohl auch mal kräftig ausfallen können. Die Kaltfront greift dann mit weiterem Regen voraussichtlich in der Nacht zum Montag von Westen über.
In der erweiterten Mittelfrist sind die Unsicherheiten noch sehr groß. Zum Teil deutet sich eine leicht südlichere Frontalzone an als zuvor, so dass sich allgemein (auch im Süden) eher wechselhafte Witterung einstellen dürfte. In wie weit von Südwesten Luftdruck- und Geopotenzial wieder ansteigen und wieder zu einer Wetterberuhigung führen, ist ebenfalls unsicher. Hinsichtlich des Temperaturniveaus deuten sich wenig Änderungen und keine Extrema an.
Bewertung der Konsistenz des operationellen Laufs
Die Konsistenz der vorliegenden IFS-Modellläufe ist zunächst gut mit Tiefdruckeinfluss im Norden und wahrscheinlich der Mitte, Hochdruckeinfluss im Süden.
Im Laufe des Wochenendes deutet sich eine zunehmende Austrogung über dem Ostatlantik an, dabei nehmen auch die Unsicherheiten in den vorliegenden Modellläufen zu und die Konsistenz etwas ab.
Vergleich mit anderen globalen Modellen
Zu Beginn deuten sich auch in anderen Globalmodellen wenig Unterschiede an. Ab Freitag ist vor allem das GFS dann aber progressiver und zeigt bereits einen Trog über Mitteleuropa, der dann auch im Süden bereits zu einer höheren Regenwahrscheinlichkeit führt. Bereits zum Sonntag dann aber mit Aufwölbung eines signifikanten Troges ein deutlich antizyklonaleres Umfeld im Prinzip für das gesamte Vorhersagegebiet. ICON zeigt im Vergleich zum IFS abgesehen von kleineren Phasen-/Amplitudendifferenzen ein sehr ähnliches Muster.
Bewertung der Ensemblevorhersagen
Die Clusteranalyse des IFs zeigt für den ersten Zeitraum von Mittwoch 00 UTC bis Donnerstag 00 UTC (+72 bis +96 h) fünf Cluster, dabei ist für Mitteleuropa keine Prognoserelevanz erkennbar. Von Südwesten wölbt sich der flache Keil auf, der im Süden für zunehmend störungsfreies Wetter sorgt. Der Norden verbleibt im Einflussbereich der Frontalzone. Im Folgezeitraum von Freitag 00 UTC bis Sonntag 00 UTC (+120 bis +168 h) sind sechs Cluster im Angebot, der Kontrolllauf mit insgesamt 15 Membern in Cluster 1. Es zeigen sich gewisse Unterschiede in Timing und Amplitude der Kurzwellentröge, die über den Norden schwenken. Somit zeigen sich leichte Unsicherheiten, wie weit die wechselhafte Witterung auch die mittleren Landesteile beeinflusst. Cluster 5 und 6 zeigen ein deutlich antizyklonaleres Muster bis weit in die nördlichen Landesteile Deutschlands, allerdings werden diese Cluster nur von 6 bzw. 2 Membern repräsentiert, so dass das eher als Außenseiterlösung zu betrachten ist. Cluster 5 ähnelt dabei eher dem GFS, dass das Aufwölben vor dem Ostatlantiktrog und dessen Übergreifen früher simuliert (Zwischenhocheinfluss eher schon Freitag als Samstag). Cluster 6 zeigt insgesamt eher antizyklonale Muster für unser Vorhersagegebiet. Für die erweiterte Mittelfrist von Montag 00 UTC bis Mittwoch 00 UTC (+192 bis + 240 h) sind drei Cluster vorhanden, die doch recht unterschiedliche Varianten zeigen: Cluster 1 mit insgesamt 21 Membern und inklusive Kontrolllauf etabliert eine zyklonale West- bis Südwestströmung. Cluster 2 mit 16 Membern lässt den Trog recht langsam durchschwenken und ist Mitte der Folgewoche noch recht indifferent, von Südwesten mit Andeutungen von Geopotenzialanstieg. Cluster 3 mit 14 Membern entwickelt die antizyklonalste Variante mit einer allmählichen Aufwölbung eines Keils über Mitteleuropa nach Durchschwenken eines recht flachen Troges.
Die Rauchfahnen des IFS zeigen hinsichtlich der Niederschlagssignale ein klares Nord-Süd-Gefälle, im Süden nehmen die Regensignale insbesondere ab der erweiterten Mittelfrist zu, in Einzellösungen ab Freitag/Samstag. Die Temperaturkurve in 850 hPa sind bis Donnerstag, im Süden bis Freitag gut gebündelt, dann nimmt der Spread deutlich zu, im Norden mit Wichtung eher auf niedrigerem Temperaturniveau und wenigen Ausreißern nach oben, im Süden eher mit Fokus auf höhere Werte und Einzellösungen auf niedrigerem Temperaturniveau. Auch die Kurvenschar des Geopotenzials zeigt eine recht gute Bündelung bis einschließlich Donnerstag, im Süden Freitag. Nachfolgend gibt es mit größerem Spread offensichtlich Timing- und Amplitudenunsicherheiten im Zusammenhang mit dem Trog, wobei im Süden die Wahrscheinlichkeit sogar recht hoch ist, dass das Geopotenzial auf recht hohem Niveau bleibt und erst in der erweiterten Mittelfrist sukzessive zurückgeht. Wobei in der erweiterten Mittelfrist der Spread zwischen den Einzellösungen recht groß ist und sich auch keine gute Wichtung hin zu einem Regime mehr erkennen lässt.
Wahrscheinlichkeiten für signifikante Wettererscheinungen
GEWITTER:
Im Norden im Zusammenhang mit Kurzwellentrögen Mittwoch bis Freitag gewisses Gewitterrisiko: CAPE vorhanden, aber nicht sonderlich hoch, erhöhte Scherung (vor allem Geschwindigkeitsscherung), ppws erhöht um 25 bis 30. Insgesamt aber Hauptfokus bei Begleiterscheinung auf Wind mit potenziellen Sturmböen. Am Sonntag von Westen/Südwesten örtlich Gewitter, lokal markant (geringere Verlagerung, angefeuchtete Luftmasse). Bis dato aber keine Hinweise auf Unwetter.
WIND:
Im Norden zeitweise stark bis stürmisch auflebender Westwind, Mittwoch bis Freitag vor allem im Küstenumfeld sowie im Bergland (vor allem Brocken) zeitweise Sturmböen (Bft 8, vereinzelt 9).
DAUERREGEN(?):
Im Norden wiederholt Regen, dabei deuten sich akkumuliert teils höhere Niederschlagsmengen im Grenzbereich zu den Dauerregenkriterien an, ob dann tatsächlich eine Warnung nötig ist, bleibt abzuwarten. Zudem sind im Norden ja auch konvektive Verstärkungen bzw. lokal Gewitter dabei, von daher schwierig mit Dauerregen und möglicherweise eher lokaler Starkregen.
Basis für Mittelfristvorhersage
IFS, IFS-EPS, MOS-Mix
VBZ Offenbach / Dipl. Met. Sabine Krüger





