Warnlage

Warnlagebericht für Deutschland
ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst
am Mittwoch, 07.01.2026, 14:44 Uhr
Von Westen nachts bis in die Mitte und den Süden leichter Schneefall, windig, örtlich Schneeverwehungen, verbreitet Dauerfrost. Nachts im Osten strenger Frost.
Entwicklung der Wetter- und Warnlage:
Deutschland gelangt zunehmend in den Einflussbereich atlantischer Tiefs sowie deren Ausläufer. Dabei ist zunächst noch kalte Luft polaren Ursprungs wetterwirksam. Ab Donnerstag strömt mildere Atlantikluft in den Süden und Westen, während es im Norden und Osten kalt bleibt.
SCHNEEFALL/SCHNEEVERWEHUNGEN:
Heute Nachmittag, am Abend und in der kommenden Nacht von Westen und Nordwesten her auf die Mitte und den Süden übergreifend leichte Schneefälle. In den meisten Regionen nur wenige Zentimeter Neuschnee, vor allem in den Staulagen der westlichen Mittelgebirge gebietsweise 5 bis 10 cm in weniger als sechs Stunden. Am ehesten im Bergland sowie im Nordseeumfeld Schneeverwehungen möglich!
Am Donnerstag zunächst vor allem im Norden, im Südwesten und Süden weitere leichte Schneefälle, gebietsweise 1 bis 5 cm Neuschnee, kleinräumig mehr. Nach vorübergehendem Abklingen am späten Nachmittag und Abend im Westen und Süden wieder etwas intensivierende Niederschläge, in tiefen Lagen Südwestdeutschlands teils in Regen übergehend.
FROST:
In der Nacht zum Donnerstag in der Nordwesthälfte leichter Frost zwischen 0 und -5 Grad, sonst mäßiger Frost bis -10 Grad, von der Neiße über das Erzgebirge bis zum Alpenrand strenger Frost bis -15 Grad.
Am Donnerstag in der Nordosthälfte meist Dauerfrost von -6 bis 0 Grad.
WIND:
Bis zum Abend bzw. in die Nacht hinein im Westen und Nordwesten sowie in höheren Lagen der westlichen und zentralen Mittelgebirge sowie an einzelnen Küstenabschnitten der Ostsee steife Böen bis 60 km/h (Bft 7), in Hochlagen sowie auf den Nordseeinseln stürmische Böen bis 70 km/h (Bft 8), auf dem Brocken Sturmböen bis 85 km/h (Bft 9) aus südlichen Richtungen.
Im weiteren Verlauf der Nacht allmählich abnehmender Wind, morgens lediglich in den Kamm- und Gipfellagen einiger Mittelgebirge noch stürmische Böen (Bft 8), auf dem Brocken Sturmböen (Bft 9).
Am Donnerstag zunächst noch abnehmender Wind, ab vormittags auch in den Gipfellagen der Mittelgebirge keine warnrelevanten Böen mehr. Spätnachmittags und abends im Hochschwarzwald sowie auf den Alpengipfeln aufkommende Sturmböen (Bft 8 bis 9) aus Südwest bis Süd.
GLATTEIS:
Kommende Nacht im Westen zwar nachlassende, aber teils in Regen oder Sprühregen übergehende Niederschläge mit lokaler Glatteisgefahr.
Nächste Aktualisierung: spätestens Mittwoch, 07.01.2026, 21:00 Uhr
Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach / Dipl. Met. Jens Winninghoff
Wochenvorhersage Wettergefahren
Wochenvorhersage WETTERGEFAHREN Deutschland
ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst
am Mittwoch, 07.01.2026, 11:00 Uhr
Turbulentes Wetter, gebietsweise mit Wind- und Sturmböen, exponiert auch Orkanböen, dazu von Südwesten Schnee, meist markante, lokal unwetterartige Mengen, zumindest regional auch
(Unwetter-)Verwehungen. Im Süden und der Mitte vorübergehend in Regen übergehend (Achtung: Glatteis; Bergland Tauwetter möglich).
Entwicklung der WETTER- und GEFAHRENLAGE
bis Freitag, 09.01.2026, 24:00 Uhr
Am Donnerstagabend, vor allem aber in der Nacht zum Freitag im Südwesten und an den Küsten Böen Bft 8 bis 9 (65 bis 75 km/h), im höheren Mittelgebirgslagen und exponiert an der See Bft 10 (um 90 km/h), exponierte Gipfel bis Bft 12 (um 120 km/h). Dazu von Südwesten bis etwa zur Elbe Schneefälle, meist um 5 cm in 6 Stunden, teils bis 10 cm in 6 Stunden, lokal in Staulagen mit unwetterartigen Schneemengen. In Verbindung mit dem Wind Schneeverwehungen. Im Süden und der Mitte Milderung und Übergang von Schnee in Regen, dabei Glatteisgefahr, eventuell Unwetterglatteis. Im Bergland Tauwetter möglich.
Am Freitag im Norden starke, teils unwetterartige Schneefälle mit 10 bis 15 cm Neuschnee in 12 Stunden und bei 7 bis 8 Bft aus Ost Gefahr von starken Schneeverwehungen. Unwetter möglich. An den Küsten schwere Sturmböen bis orkanartige Böen, 10 bis 11 Bft aus Ost. Auch im Südwesten Sturm mit teils schweren Sturmböen, im Schwarzwald Orkanböen, 10 bis 12 Bft aus Südwest. Anfangs in Südostbayern Glatteis möglich. In der Nacht zum Samstag vor allem im Bergland über der Mitte und im Südwesten kräftige Schneefälle mit teils 10 bis 20 cm Neuschnee und Schneeverwehungen gering wahrscheinlich.
Weitere Entwicklung der WETTER- und GEFAHRENLAGE
bis Sonntag, 11.01.2026
Am Samstag verbreitet Schneefälle, am Tage im Norden nachlassend, in der Nacht nur noch die Südhälfte betreffend. Im Norden nur wenige cm Neuschnee, in der Mitte tagsüber 2 bis 5 cm, im Süden zumindest gebietsweise 5 bis 10 cm, lokal (vor allem Schwarzwald, Allgäu) um 20 cm Neuschnee. Nachts südlich der Donau nochmals 2 bis 5 cm, in Staulagen um 10, in Staulagen des Allgäus um 20 cm Neuschnee. Im Süden und der Mitte in tiefen Lagen zumindest regional vorübergehender Übergang von Schnee in Regen mit Glatteisgefahr. An den Küsten und im erweiterten Küstenumfeld ebenso wie im Süden in mittleren bis höheren Lagen stürmische Böen, exponiert jeweils auch Sturmböen oder einzelne schwere Sturmböen. Bei entsprechendem Wind Schneeverwehungen. In der Nordosthälfte Dauerfrost, nachts in der Osthälfte gebietsweise strenger Frost bis um -15 Grad.
Am Sonntag Tagsüber an den Alpen allmählich nachlassende Schneefälle, meist bis 10 cm, in Staulagen bis 15 cm Neuschnee. Verbreitet Dauerfrost bei -7 bis 0 Grad, nachts gebietsweise strenger Frost bis um -15 Grad.
Ausblick bis Dienstag, 13.01.2026
Im Nordosten trocken und kalt, im Südwesten neue Tiefausläufer mit Schnee und Regen, teils Eisregen, bei starken Böen lokal Verwehungen, dabei zögerliche Milderung.
Nächste Aktualisierung: spätestens Mittwoch, 07.01.2026, 21:00 Uhr
DWD/VBZ Offenbach