Warnungen

Warnlage

Warnlagebericht für Deutschland
ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst
am Freitag, 19.01.2018, 16:14 Uhr

Kommende Nacht Schneeschauer, vor allem nach Süden hin. Vielerorts leichter Frost, teils Glätte durch Schnee, Schneematsch oder gefrierende Nässe.

Entwicklung der Wetter- und Warnlage für die nächsten 24 Stunden bis Samstag, 20.01.2018, 16:00 Uhr:

Die nach Deutschland eingeflossene Meeresluft polaren Ursprungs sorgt heute und über weite Strecken auch am Wochenende für wechselhaftes, vielfach nasskaltes Wetter. Erst zu Beginn der neuen Woche setzt von Südwesten eine deutliche Milderung ein.

Bis heute Abend dauert das wechselhafte Schauerwetter an. Dabei kommt es zu weiteren, vereinzelt gewittrigen Schnee-, Schneeregen-, Graupel oder Regenschauern. Oberhalb 200 bis 400 m fällt durchweg Schnee, aber auch darunter kann in kräftigen Schauern mal die feste Phase dabei sein. Im Flachland wird es nur vorübergehend mal glatt, in Lagen oberhalb 400 bis 500 m können in der Mitte und im Süden noch ein paar Zentimeter Neuschnee dazukommen.
Der Südwest- bis Westwind lebt auf den Ostfriesischen Inseln sowie im höheren Bergland mitunter böig auf. Dabei muss mit einzelnen steifen Böen 7 Bft (um 55 km/h), in exponierten Kamm- und Gipfellagen mit stürmischen Böen oder Sturmböen 8-9 Bft (65-80 km/h) gerechnet werden.

In der Nacht zum Samstag kommt es zu weiteren Schnee-, Schneeregen- oder Graupelschauern, vereinzelt zu Gewittern. Dabei ist die Schauerhäufigkeit und -intensität im Süden höher als im Norden. Oberhalb 200 bis 400 m kommen 1 bis 5 cm, in Staulagen stellenweise um 10 cm Neuschnee zusammen. Mit Ausnahme einiger Regionen Nord- und Nordwestdeutschlands sowie einiger Flusstäler im Westen geht die Temperatur in den leichten Frostbereich zurück. Dabei kann es glatt werden durch gefrierende Nässe oder geringfügigen Schneefall. Im Hochschwarzwald und auf den Alpengipfeln muss mit Sturmböen bis 85 km/h (Stärke 9 Bft) gerechnet werden.

Am Samstag entwickeln sich weitere Schnee-, Regen- oder Graupelschauer. Schon im Laufe des Vormittags setzen von Frankreich her länger andauernde Niederschläge ein, die sich über Baden-Württemberg, das Saarland und die Pfalz hinweg ost-nordostwärts ausbreiten. Zum Teil schneit es bis ganz nach unten, bevor die Schneefallgrenze von Südwesten her etwas ansteigt. Streckenweise wird es glatt durch Schnee oder Schneematsch. In Lagen oberhalb 200 bis 400 m fallen einige Zentimeter Neuschnee. Im mittleren und höheren Schwarzwald können bis in die Nacht zum Sonntag um 10 cm, in exponierten Staulagen sogar um 20 cm Neuschnee zusammenkommen. Auf den Nordseeinseln treten bis zum Nachmittag einzelne steife Böen 7 Bft aus Südwesten auf. Sonst frischt der Südwestwind nur im südlichen Hochschwarzwald sowie auf einigen Alpengipfeln stürmisch auf mit Böen mit Böen bis Stärke 10 Bft (schwere Sturmböen).


Aktuell sind folgende Warnungen in Kraft:

SCHNEE: Süden, Mitte, gebietsweise 1 bis 5 cm, lokal etwas mehr.

GLÄTTE: kommende Nacht vielerorts Glättegefahr durch geringen Schneefall, Schneematsch oder gefrierende Nässe.

FROST: kommende Nacht verbreitet leichter Frost zwischen 0 und -5 Grad.

WIND: Ostfriesische Inseln Böen 7 Bft.

GEWITTER: vereinzelt und kurz.

Nächste Aktualisierung: spätestens Freitag, 19.01.2018, 21:00 Uhr

Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach / Dipl.-Met. Jens Hoffmann

Wochenvorhersage Wettergefahren

Wochenvorhersage WETTERGEFAHREN Deutschland

ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst
am Freitag, 19.01.2018, 16:00 Uhr

Wechselhaft, erst zur Wochenmitte hin deutliche Wetterberuhigung und auch Milderung.

Entwicklung der WETTER- und GEFAHRENLAGE
bis Sonntag, 21.01.2018, 24:00 Uhr

Am Samstag weitere Schneeschauer und kurze Gewitter. Im Südwesten und Süden oberhalb 300 bis 400 m teils länger andauernder Schneefall. Dabei gebietsweise rund 10 cm binnen 12 h wahrscheinlich, mit geringerer Wahrscheinlichkeit in Staulagen punktuell bis 20 cm bis Sonntagfrüh.

Am Sonntag anfangs im Alpenraum noch Schneefall mit Neuschneemengen um 10 cm wahrscheinlich.
Am Nachmittag und Abend im Südwesten aufkommende Niederschläge, die von Schnee in Regen übergehen. In der Nacht zum Samstag im Schwarzwald über 25 mm Regen möglich und damit beginnendes starkes Tauwetter (Unwetter).

Weitere Entwicklung der WETTER- und GEFAHRENLAGE
bis Dienstag, 23.01.2018

Am Sonntag voraussichtlich keine markant zu bewarnenden Wetterereignisse. In der Nacht zum Montag in den östlichen Mittelgebirgen und an den Alpen mäßiger Frost, über schneebedeckten Gebieten bei klarem Himmel strenger Frost unter -10 Grad. Im Westen und Südwesten aufkommende Niederschläge mit Glättegefahr. Ausgangs der Nacht dort auf exponierten Berggipfeln aufkommend einzelne Sturmböen.

Am Montag im west- und südwestdeutschen Bergland stürmische Böen bis Bft 8, auf höheren Berggipfeln Sturmböen bis Bft 9, vereinzelt auch schwere Sturmböen bis Bft 10. Sonst wahrscheinlich nur auf exponierten Bergen einzelne Sturmböen.
Auf die Mitte und im Süden weiter ostwärts übergreifender Niederschlag, in den südwestdeutschen Mittelgebirgen weiterhin Dauerregen. Vor allem im Bergland anfangs teils kräftiger Schneefall, dort in Staulagen auch mehr als 10 cm und an den Alpen unmittelbar mehr als 20 cm Schnee nicht auszuschließen. Bis in Lagen über 1000 m in Regen übergehend und einsetzendes Tauwetter.

Ausblick bis Donnerstag, 25.01.2018

Am Dienstag wahrscheinlich in den südwestdeutschen Mittelgebirgen und an den Alpen anfangs noch Tauwetter, aber allmählich nachlassender Dauerregen. Auf höheren Berggipfeln vor allem der östlichen Mittelgebirge und der Alpen einzelne Sturmböen. Sonst und auch am Mittwoch keine markant zu bewarnenden Wetterereignisse.

Nächste Aktualisierung: spätestens Freitag, 19.01.2018, 21:00 Uhr

DWD/VBZ Offenbach