Warnungen

Warnlage

Warnlagebericht für Deutschland
ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst
am Dienstag, 31.01.2023, 11:13 Uhr

Heute erneut windig, teils stürmisch. Im Bergland etwas Schneefall bei vorübergehend steigender Schneefallgrenze.

Entwicklung der Wetter- und Warnlage für die nächsten 24 Stunden bis Mittwoch, 01.02.2023, 11:00 Uhr:

In einer lebhaften west-nordwestlichen Strömung führen Tiefausläufer im Wechsel mal mildere, mal kältere Meeresluft nach Deutschland. Dabei dauert der unbeständige und zeitweise windige bis stürmische Wettercharakter an.

SCHNEEFALL/VERWEHUNGEN/GLÄTTE:
Am Tage von Nordwest nach Südost leichte Niederschläge. Schneefallgrenze 400 bis 600 m, im Westen vorübergehend auf 800 bis 1000 m steigend. In den östlichen und südöstlichen Mittelgebirgen 1 bis 5 cm, sonst meist nur geringe Neuschneeauflage. Vor allem im höheren Erzgebirge weiterhin Gefahr von Schneeverwehungen!

Kommende Nacht oberhalb von 400 bis 600 m weitere, meist leichte Schneefälle mit geringer Neuschneeauflage. Trotzdem stellenweise Straßenglätte. Lediglich im Bayerischen Wald sowie am östlichen Alpenrand mit Mengen zwischen 5 und 10 cm etwas mehr Neuschnee möglich.

Am Mittwoch am Alpenrand und im Bayerischen Wald anfangs noch etwas Schneefall. Ansonsten von Norden her bis in die Mitte neue Schauer. Dabei vor allem im Weststau des Harzes 5 bis 10 cm Neuschnee möglich. In den übrigen Mittelgebirgen bis zum Abend nur geringe Neuschneemengen.

Hinweis: Ab Mittwochabend bzw. der Nacht zum Donnerstag an den Alpen sowie im Bayerischen Wald länger andauernde und teils ergiebige Schneefälle. Es wurde eine Vorabinformation Unwetter ausgegeben. Evtl. Anpassungen bzw. Ausgabe der Akutwarnung im Laufe des Mittwochs.

FROST:
Heute und am Mittwoch sowie in der Nacht dazwischen nur in höheren Lagen leichter Frost.

NEBEL:
Heute in den Hochlagen einiger Mittelgebirge starke Sichtbehinderungen durch aufliegende Wolken.

GEWITTER:
Ab dem Abend ganz im Norden einzelne kurze Gewitter mit Graupel und stürmischen Böen bzw. Sturmböen (Bft 8 bis 9) aus Nordwest möglich.

Am Mittwoch vom Norden bis in die Mitte ausgreifend einzelne kurze Gewitter mit Graupel und Böen 8 bis 9 Bft.

WIND/STURM:
Heute im Norden und in der Mitte wieder auffrischender Südwest- bis Westwind mit steifen Böen 7 Bft, im Küstenbereich und in Schleswig-Holstein mit stürmischen Böen 8 Bft. Im Nordseeumfeld exponiert Sturmböen 9 Bft. In den Kamm- und Gipfellagen der meisten Mittelgebirge und auch der Alpen Sturmböen 9 Bft, auf exponierten Gipfeln schwere Sturmböen 10 Bft, auf dem Brocken orkanartige Böen 11 Bft.

Kommende Nacht an der Küste sowie im höheren Bergland weiterhin stürmische Böen oder Sturmböen 8-9 Bft, in exponierten Hochlagen darüber. Ansonsten leichte Windabnahme, vor allem im Norden und Osten aber noch steife Böen 7 Bft aus westlichen Richtungen.

Am Mittwoch erneut verbreitet stark bis stürmisch auffrischender westlicher Wind mit Böen 7-8 Bft, an der Küste und im höheren Bergland sowie bei kräftigen Schauern 9 Bft. An der Nordsee schwere Sturmböen 10 Bft, auf exponierten Kämmen und Kuppen orkanartige Böen 11 Bft möglich.


Nächste Aktualisierung: spätestens Dienstag, 31.01.2023, 16:00 Uhr

Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach / Dipl.-Met. Jens Hoffmann

Wochenvorhersage Wettergefahren

Wochenvorhersage WETTERGEFAHREN Deutschland

ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst
am Dienstag, 31.01.2023, 11:00 Uhr

Unbeständig, zeitweise auch in den Niederungen stürmisch, auf den Bergen teils schwere Sturmböen und Schneeverwehungen, an den Alpen von Donnerstag bis Samstag unwetterartige Neuschneemengen.

Entwicklung der WETTER- und GEFAHRENLAGE
bis Donnerstag, 02.02.2023, 24:00 Uhr

Am Mittwoch mit Ausnahme einiger Niederungen Südwestdeutschlands verbreitet steife bis stürmische Böen, in freien Lagen, in Schauernähe sowie an den Küsten Sturmböen, an exponierten Küstenabschnitten schwere Sturmböen. In den Kamm- und Gipfellagen der Mittelgebirge und der Alpen Sturm- und schwere Sturmböen, exponiert Orkanböen. Oberhalb von 800 bis 1000 m Verwehungen. Dazu vielerorts Schauer, teilweise auch Gewitter mit Graupel, dann kurzzeitig und kleinräumig Sturm- bzw. schwere Sturmböen nicht ausgeschlossen.

In der Nacht zum Donnerstag in den Staulagen einiger Mittelgebirge, ausgangs der Nacht auch an den Alpen markante Neuschneemengen nicht ausgeschlossen.


Am Donnerstag bis in die Nacht zum Freitag an den Alpen sowie im Bayerischen Wald oberhalb rund 1000 m weitere Schneefälle, z.T. mit Verwehungen bzw. größeren Schneeverfrachtungen. Gesamtneuschneemengen bis Freitagabend bzw. Samstagmorgen 30 bis 80, am östlichen Alpenrand bis 100 cm. Auf den Bergen weiterhin stürmisch, sonst nachlassender Wind.


Weitere Entwicklung der WETTER- und GEFAHRENLAGE
bis Samstag, 04.02.2023

Am Freitag erneut auffrischender West- bis Nordwestwind, im Norden und Osten zumindest in freien Lagen mit stürmischen Böen. An den Küsten häufiger stürmische Böen, in den Kamm- und Gipfellagen der Mittelgebirge und der Alpen Sturm- bis schwere Sturmböen. In der Nacht zum Samstag abnehmender Wind.
An den Alpen tagsüber und in der Nacht zum Samstag Andauer der Staulage mit teils ergiebigen Schneefällen. Ansonsten vorübergehend Anstieg der Schneefallgrenze auf etwa 800 bis 1100 m, im Erzgebirge in Staulagen Dauerregen nicht ausgeschlossen. Schneeverwehungen lediglich in den höchsten Kamm- und Gipfellagen oberhalb von 1000 bis 1200 m.

Am Samstag auch an den Alpen allmählich abklingende Schneefälle und bis zum Abend Ende der Staulage. Auf einigen Gipfeln der Alpen und der östlichen Mittelgebirge anfangs noch stürmische Böen bzw. Sturmböen aus Nordwest, vorübergehend abnehmend. In der Nacht zum Sonntag an den Küsten erneut auffrischender West- bis Nordwestwind mit stürmischen Böen bzw. Sturmböen.

Ausblick bis Montag, 06.02.2023

Am Sonntag und in der Nacht zum Montag im äußersten Norden und Nordosten stürmische Böen aus Nordwest, an den Küsten sowie in den Kamm- und Gipfellagen der östlichen Mittelgebirge und der Alpen Sturmböen, auf exponierten Gipfeln schwere Sturmböen. In den Hochlagen Schneeverwehungen.
Dazu vor allem im Norden und Osten Regen-, Schnee- und Graupelschauer, kurze Gewitter mit Sturmböen nicht ausgeschlossen, im Stau der Alpen und des Erzgebirges mit geringer Wahrscheinlichkeit markante Neuschneemenge.

Am Montag an den Küsten anfangs noch stürmische Böen aus Nordwest, später abnehmend. In den Kamm- und Gipfellagen der östlichen Mittelgebirge und der Alpen noch bis in die Nacht zum Dienstag Sturmböen aus Nord bis Nordwest und Schneeverwehungen. Im Stau der Alpen markante Neuschneemengen nicht ausgeschlossen.

Nächste Aktualisierung: spätestens Dienstag, 31.01.2023, 16:00 Uhr

DWD/VBZ Offenbach