Tag der Seenotrettung

Der dritte Sonntag im Juli steht seit etlichen Jahren im Zeichen der Seenotrettung. Die ausschließlich über Spenden finanzierte Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger ist rund um die Uhr und oft bei richtig schlechtem Wetter im Einsatz.


Am 29. Mai 1865 wurde die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) gegründet. Sie hat ihren Sitz in Bremen und ist ein rechtsfähiger Verein, der an Nord- und Ostsee hoheitlich (1965 im Gesetz festgeschrieben) die Suche und Rettung in Not geratener Menschen durchführt. Dabei sind sie rund um die Uhr einsatzbereit und rücken oft dann aus, wenn andere das Meer lieber verlassen.

Neben der Rettung aus Seenot, der Koordinierung aller Maßnahmen im Seenotfall sowie der Überwachung der Notfallkanäle im UKW-Bereich stellen sie unter anderem die medizinische Erstversorgung, Hilfe bei der Befreiung in Seenot geratener Besatzungen, Transport von Verletzten und Unterstützung deutscher Schiffe und Besatzungen bei Notfällen im Ausland sicher. Das Einsatzgebiet umfasst rund 3660 Kilometer Küstenlinie - von Borkum bis Usedom. Auf der Strecke gibt es 53 Stationen mit etwa 60 Seenotrettungskreuzern und -booten sowie 1000 Seenotretter, wovon die meisten ehrenamtlich tätig sind.


Seit 1999 steht der dritte Sonntag im Juli im Zeichen der Seenotretter, auf eigene Initiative. An diesem Tag finden in vielen Stationen Führungen, Vorträge und Vorführungen statt. Man kann den Rettern über die Schulter schauen, sich über Arbeit und Material informieren und bei spannenden Übungen den Arbeitsablauf live verfolgen. Immer unter der Voraussetzung, dass kein Notfall reinkommt. Die Rettung in Not geratener Menschen auf See hat immer Vorrang.


Der heutige Sonntag gestaltet sich an Nord- und Ostsee recht wechselhaft. Es gibt viele Wolken und immer wieder Regen, vereinzelt sind auch Blitz und Donner möglich. Dabei weht ein mäßiger bis frischer Wind aus westlichen Richtungen. Auch der Montag ist an den deutschen Küsten wechselhaft mit ein paar sonnigen Abschnitten und meist nur schwachen Schauern, aber teils stürmischem Wind an der Ostseeküste. Mit Höchstwerten um 20 Grad fühlt es sich nicht gerade sommerlich an.


In den Folgetagen lässt der Wind nach, die Sonnenanteile nehmen zu und auch die Temperatur steigt deutlich. Zu Wochenmitte sind um 30 Grad möglich, auch die zweite Wochenhälfte ist sommerlich warm, wenngleich wieder mehr Wolken auftauchen und einzelne Schauer möglich sind.

Dipl. Met. Jacqueline Kernn

Deutscher Wetterdienst
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Offenbach, den 26.07.2026

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